Die Pfaff-Ruine – EIN DAUERBRENNER

Mannheim: Vor geraumer Zeit statteten wir dem hübschen Pfälzer Städtchen Landstuhl einen Zufallsbesuch ab. Es ging ja eigentlich um die neue Zugverbindung mit dem Südwest-Express. In 45 Minuten in Kaiserslautern, da darf man sich nicht beschweren. Im Vorbeifahren kurz nach bzw. vor Kaiserslautern fällt der Blick der Reisenden auf das ehemalige Pfaff-Gelände. Mein Blick zumindest fokussierte sich auf das Areal. Das bedeutete, erneut nach KL. Mitte März hielt das Frühjahr endlich Einzug. Wenigstens die Temperaturen tendierten Richtung 17 / 18 Grad Celsius; da freut sich doch der Radler. Den Drahtesel dabei und den Fotoapparat im Gepäck, ging’s früh in die von Industrie geprägte Universitäts- und Militärstadt. Das ehemalige Produktionsgelände der Firma Pfaff als Ziel im Visier.

Der erste Eindruck beim Anstieg zur Haltestelle Kaiserslautern Pfaffwerk, die gesperrt schien, doch es halten noch Regionalbahnen. Wie lange noch?
Der erste Eindruck beim Anstieg zur Haltestelle Kaiserslautern Pfaffwerk, die gesperrt schien, doch es halten die Regionalbahnen. Wie lange noch?

Das ist schon eine grauselige Gegend. Kein Mensch in Sicht. Verbranntes Gemäuer. Schrott und Müll, wohin das Auge blickt. Ratten?

DSC_0439Das Wartehäuschen zerschlagen, niemand wagt es, hier zu nächtigen.

Immerhin: ein Abfalleimer dominiert die Haltestelle. Drunten, am Beginn des Aufstiegs, ein einsamer Fahrkartenautomat. Wer löst hier Fahrscheine? Eine Investition in die Zukunft? Das Pfaff-Besitztum soll ja in die Hände der Stadt KL übergegangen sein. U. U. heisst die Station in Bälde (?) Uni- und Militärkrankenhaus mit angegliedertem Hubschrauberlandeplatz. Es riecht nach Brandrückständen. Ratten?

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Brandsätze zur Gewinnbeschleunigung? Wer löscht? Die Werksfeuerwehr?

Die Meinung: Wenn etwas nagt, dann ist es Einsamkeit. Einsamkeit ist keine Maus, sie ist eine Ratte mit Flöhen. Irgendwann – wahrscheinlich im Mittelalter, oder lange zuvor – verbreitete sie sich unaufhaltsam rund um den Erdball, die kälteren Regionen mal ausgenommen. Sie besiedelte Kontinente, wo sie nicht hingehörte. Mit den Eroberungen europäischer Konquistadoren egal welcher Herkunft: begann der Siegeszug der Einsamkeit. Der Ratten! Einher damit gingen Mord und Totschlag. Pest. Und wen wundert’s, dann folgte die Syphilis. Das bekam selbst Gauguin zu spüren. Die Ratte wuselte plötzlich überall. In vielen europäischen Städten stellen heute die Magistrate Rattenfallen auf, mit denen dann Kinder spielen, und die Erwachsenen lächeln dabei.


Allenthalben überschlagen sich die Medien zurzeit mit Titeln wie Altersarmut, Grundsicherung im Alter, Rente ab irgendwann, Überalterung der Gesellschaften: Japan in Führung, Deutschland an zweiter Stelle, Arbeiten mit achtzig Jahren noch? Abriss. Nicht, dass der Mensch da dann nicht mehr könnte, er will und er muss mitunter, weil’s Geld nicht reicht.


Die Überalterungsgesellschaften verzehren ihre Generationen, manche betteln geradezu um Zuwanderung, die Deutschen sterben aus, hiess es mal im Spiegel. Das kann man vielleicht so sehen, die Frage lautet: Deutsche welcher Herkunft sterben aus? Die Deutschen türkischer, italienischer, griechischer Herkunft sterben bestimmt nicht aus. Also: keine Ängste, die Deutsche Nation wird weiter existieren und: die Haut- und Augenfarben werden dunkler werden. Das ist dann nicht mehr der Franz, der lebt, nicht der Schweinsteiger, eher schon der Özil und der Mustafa, der Giovanni und der Adonis. Und dann: wenn alle die Sprache Karls des Grossen perfekt beherrschen? Was ist dann? – Die Welt internationalisiert sich, nicht nur wirtschaftlich, vor allem kriegerisch. Tod den Waffen. Das wäre der Niedergang eines Industriezweiges!


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Auf dem Pfaff-Gelände sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen↓:

Möge jeder / jede zum Thema denken was er / sie will. Dieses Szenario verheisst nichts. Es ist lediglich eine Tatsachenfeststellung. Wir arrangieren uns damit. Lebenswert ist das nicht. Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

Elmshorn

Mannheim⇒Hamburg⇒Elmshorn

Elmshorn versteht sich als modernes Einkaufszentrum, und altwürdige Industrie liegt gleich am Hafen, wo sonst. Gespeist vom Flüsschen Krückau. Ein äusserst idyllisches Gelände mit umtriebigen KFZ-Hin- und Her. Im Hafen liegt ein Einmaster: die Gloria. In der nicht allzu weiten Ferne: eine Klappbrücke. Wo ich Unterstand fand. Während eines kurzen Schauers. Ein(e?) Ruderer müht sich durch den Regen und kommt wenige Minuten darauf zurück⇓:

Von meinem trockenen Unterstand aus aufgenommen, was für ein Zufall ... soll ja vorkommen.
Von meinem trockenen Unterstand aus aufgenommen, was für ein Zufall … soll ja vorkommen.

Na ja, soll vorkommen. Ich bin da. Wo sollte ich sonst sein. In meine Gedanken und Augen schwebt meine Liebe ein. Sie rudert grad vorbei und verschwindet in der unendlichen Ferne der Krückau. Irgendwann wird sie wieder erscheinen, dann ist die Unbill vorbei.

In Bachnähe findet der Neugierige einen Generator mit Dampfkessel und zugehöriger Maschine mit 330 PS, ausgewiesen als Industriedenkmal. Die Errichtung des Denkmals oblag einer privaten Initiative.

Dampfmaschine + Dampfkessel mit Generator: Diese hier als Industriedenkmal aufgestellte Dampfmaschine wurde 1911 von der Maschinenfabrik Ehrhardt & Sehmer  AG, heute ATLASCOPCO Saarbrücken gebaut. Von 1945-1979 erzeugte diese Anlage den gesamten Strombedarf des Säge- und Hobelwerkes Schüder & Kremer in Elmshoorn ... Die Stadt Elmshorn dankt Herrn Ernst Schuldt für seine Initiative zur Erstellung dieses Denkmals.
Dampfmaschine + Dampfkessel mit Generator: Diese hier als Industriedenkmal aufgestellte Dampfmaschine wurde 1911 von der Maschinenfabrik Ehrhardt & Sehmer AG, heute ATLASCOPCO Saarbrücken gebaut. Von 1945-1979 erzeugte diese Anlage den gesamten Strombedarf des Säge- und Hobelwerkes Schüder & Kremer in Elmshoorn … Die Stadt Elmshorn dankt Herrn Ernst Schuldt für seine Initiative zur Erstellung dieses Denkmals.

Historisierende und urlaubende Feingeister gewinnen dem wenig ab, sie reisen als Touristen lieber nach Erbach, Wissembourg oder in die Algarve, da gibt es weniger nutzbringende Einkaufsweisen und Versorgungskonsumenten als in Elmshorn zu bestaunen⇓:

 Oder: Wer fährt zum Einsiedler Hof?

Keiner!

Von Mal zu Mal erscheint mir der Keller

Erbach (Odw.)

Mannheim: Touristische Bilder von Erbach? Heute besser nein! Sie sind ja eh alle bereits geschossen. Nicht, dass es mir in Erbach nicht gefallen hätte, ich befand mich zu Fuss auf der dynamischen Suche nach alternativen Angeboten. Weit weg vom Schloss und doch so nah. Mittendrin im Örtchen. Ich beginne mit einer Hommage an Anna, wer immer das auch sein mag:

Ich mag mich nicht in Lobhudeleien verlieren: Picasso lässt grüssen. Wie schön!

Am Beginn meines Besuchs in Erbach stolperte ich über die Bildhauerin Gisela Koch (Am Schlossgraben). Keine Menschenseele im Atelier. Hab‘ ich’s doch permanent mit Künstlern und Künstlerinnen. Dass sie nicht da ist, verschafft mir Enttäuschung. Das Werk ist das Eine, Einzige. Und der Mensch dahinter? Wer ist Anna, wer Gisela? So muss alles ohne fotografisches Porträt bleiben.

Frau Koch zeigt ausserhalb ihres Ateliers Holzarbeiten, die ich wiedergeben möchte:

Irgendwann wird mehr gehen. Ich versuche einen Kontakt. Das wird etwas dauern. Falls er stattfindet, wird man sehen, sofern man Augen dafür hat! Dann verknüpfe ich damit eine Radtour von Erbach über Beerfelden nach Eberbach! Mein Rechtschreibprogramm kennt nicht einen dieser Ortsnamen.

Zwischendurch mal Motive vor Ort:

Denkmal Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823)
Denkmal Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823)

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Das mag noch angehen, viel Aussergewöhnliches hat Erbach nicht zu bieten, wäre da nicht die Historie, an die man sich rechtschaffen klammert. Bietet sie Tourismus und damit Einkommen für die finanzschwachen Regionen. Heute – trotz Sonnenschein – keine Touris auszumachen.

Egal – ich bin Touri und freue mich über die Ruhe im Ort. Im Sommer wollte ich da nicht anlanden, das wär mir zu blöd. Sollen die Touris Eis konsumieren bis zum Geht-nicht-mehr, es lebe die Chemie.

Eine Touristin erwischten wir doch, aus Fernost (besser Fernwest: sprich Trippstadt), wo sie wohnt:

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Ich gehe anderen Dingen nach, z. B. einer Töpferei:

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Einfallsreiche Arbeiten zu erschwinglichen Preisen:

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Da wird sich der Elefanten-Siggi freuen, er besass auch einen verwunschenen Garten einst in Ludwigshafen.

Das Erscheinungsbild von Fenstern, Türen und Schlössern fasziniert mich immer wieder, das zeigt das etwas andere Erbach:

     Letzte Ausfahrt Erbach: 

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Dem Leben die Ehre: Galerie FormStein

Mannheim, 16. März 2015: FormStein zeigt unter dem Motto ›Kunst kann, Kunst soll, Kunst muss, Kunst darf gefallen‹ acht Künstler der Galerie, die verstorben sind. Darunter das Künstlerpaar Alfons und Regina Cichon, die Künstler Heinz Böhnke, Matthias Risch, Hugo Boiselle, Walter Tauchert, Léandre Kreutzer und Gerhard Breitenbacher. Die Finissage findet am Sonntag, 12. April 2015, 11:00 Uhr statt. Es handelt sich um die 70. Präsentation nach 20 Jahren Galerie Formstein!

Bevor wir die KünstlerInnen vorstellen, ein kurzer Blick auf die Örtlichkeit

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DSC_0410Heinz Böhnke  ∗ 07.04.1925  † 11.10.2002 (ausgestellt am 16.10.1996)

Karl-Heinz Böhnke stammt aus Ostpreussen. Seine Idee der Kunst zeigt sich in der Müllverwertung. Daraus entwickelte er Statements, wie in der Ablichtung links gezeigt. Die Basis seiner Tätigkeit strukturiert sich an den gefundenen Objekten. Das lässt gewiss an Marcel Duchamp denken. Das Gros der verarbeiteten Fundstücke besteht aus Metallen, die in loser und gefügter Form präsentiert werden.

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DSC_0401Hugo Boiselle  ∗ 1925  † 11.09.2009 (ausgestellt am 09.03.2001)

Zum Künstler findet der interessierte Leser einiges im Internet. Wir beziehen uns auf die Buchveröffentlichung ›PFÄLZER IMPRESSIONEN‹, in der viele seiner exquisiten Aquarelle vorgestellt werden (Hinweis: AGIRO – Regionalliteraturverlag). Auch der Mannheimer Morgen hat einiges zu bieten, darunter einen Bericht über die Ausstellung bei FormStein.

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DSC_0391DSC_0393Gerhard Breitenbacher  ∗ 09.03.1926  † 17.05.2009 (ausgestellt am 24.10.2008)

Sein künstlerischer Werdegang begann mit der Rente. Da bietet sich die Malerei geradezu an. Viele fallen beim Übergang aus dem Berufsleben in tiefe Löcher, weil sie nichts mit sich anzufangen wissen. Gerhard Breitenbacher ist das beste Beispiel für sinnvolle Freizeitgestaltung; und die Galerie in ihrer sozial-künstlerischen Hinwendung legt sich gerne fest, was die Unterstützung individueller Entscheidungen anbetrifft.

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DSC_0415DSC_0398Alfons Cichon  ∗ 17.02.1929  † 04.04.2011 (ausgestellt am 29.11.1995)

Regina Cichon  ∗ 07.07.1933  † 30.07. 2013 (ausgestellt am 27.06.2003)

Nothing found … but Karl Kaufmann (re.) visits the pictures of Regina and Alfons Cichon …

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DSC_0395Léandre Kreutzer  ∗ 28.07.1944  † 03.11.2012 (ausgestellt am 07.11.2003)

Das ist schon verrückt, wem man so begegnet bei den Recherchen. Das Foto zum Artikel im MM (KULTUR REGIONAL) schoss Manfred Rinderspacher. Manfred arbeitet nicht nur als Pressefotograf, er geniesst Bekanntheit u. a. als Jazz-Fotograf. Das lenkt ab von der Tatsache, dass wir über Kreutzer nicht fündig werden. Wer Informationen zur Veröffentlichung besitzt, möge sich bitte melden.

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DSC_0404DSC_0405Matthias Risch  ∗ 27.05.1963  † 03.03.2012 (ausgestellt am 16.10.1996)

Rechts die Ablichtung eines Werkes von Risch, in feinfühligem Blau, angehäuft mit Spiegelungen und Licht aus dem Hause FormStein, da kann ein Interpret nur noch Stille wahren und geniessen: ein Zufallstreffer wie manches Tor in der Bundesliga.

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DSC_0407Walter Tauchert  ∗ 18.03.1937  † 28.07.2005 (ausgestellt am 22.03.2002)

Tauchert – wir möchten es nicht beschwören – ist wohl der bekannteste der vorgestellten Künstler. Selbst bei mir im Archiv wird man fündig.

»Die Hektik unserer Zeit mit Ruhe beantwortet« ein Nachruf des MM-Redakteurs Alfred Huber vom 05.08. 2005.

Mit seinen Afrikanischen Werken erschliesst er Welten wie zu Zeiten von Paul Klee (Tunesien), der zusammen mit August Macke und Louis Moilliet im Magreb weilte.

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Zum Ausklang sei ein abschliessender Blick in die Werkstatt des Bildhauers Hans Kaufmann erlaubt↓:

FormStein, Kirchwaldstrasse 4, 68305 Mannheim.

 

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Über Rückmeldungen freuen wir uns sehr. Es gibt eine Kommentarfunktion. …

Portugal – Algarve – Silves by Mat Plath – Part ten

Number ten. That’s the end. Mat goes to Silves, not to the holy wood. He remains in Portugal. For ever. Und ewig. Bis ans Ende seiner Tage. Aus Silves erreichten uns Dokumentationen, die die EU eigentlich erschüttern lassen müssten. Mit der in Brüssel so üblichen Projekt-Hascherei – die Gurke muss gerade sein – kann Portugal nicht geholfen werden. Damit Portugal aufersteht, müssen schon Kicker von internationalem Niveau heran, doch die leiden an Beziehungseifer. Da ist ein Busen wichtiger, als die Befindlichkeit des eigenen Landes. Aber wer dieser Spitzensportler kickt schon gern gegen Faro, Silves, Portimao, Lagos? Man darf es ihnen nicht verdenken? Sie kennen die Welt ihres eigenen Landes nicht. Geschweige denn die Welt ihres Staates.

Spezielle Lebensweisen/Arbeitsweisen/spezielles Wohnen im Süden von Portugal: SILVES

Da bleibt doch vor lauter Mitgefühl kein Auge trocken. Will Merkel da Wäsche waschen? Welche Lasten wird sie transportieren wollen? Am liebsten Geldbündel vom Herrn Draghi, Mario (EZB)? Schaut liebe Arme, ich brauche nur meine Gelenke zu schütteln und schon regnet es Papier aus Brüssel. Milliarden. Aber seid gewiss: diese Milliarden werden da landen und ankommen, wo sie hingehören. Die Milliardäre und Millionäre halten bereits ihre Säckel auf. Und ihre Sekretäre und Innen schöpfen schon gewaltig ab. Ob da im Süden der Portugiesischen Republik im Sand und an den Stränden ein Fuffi zu finden sein wird?: Das ist dann wie mit den Fischen und Krebsen und …

Nur zur Orientierung, dieses Silves liegt an der Bahnstrecke Lagos – Portimao – Ferragudo – Estombar/Lagoa – Silves:

Wo man so ankommt auf dieser Welt ...
Wo man so ankommt auf dieser Welt …

 

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Portugal – Algarve – Faro by Mat Plath – Part seven

Ich war heute in Faro. Leider sind die Kunstwerke in den alten Hallen am Hafen verschwunden. Ich bin dann Essen gegangen. Als Vorspeise gab es den leckeren Möhrensalat und als Hauptgericht Hähnchen Piripiri. Anschließend bin ich in das Industriegebiet und habe die alte Fabrik besucht, war bis ganz oben im Turm. Für die Altstadt hatte ich leider keine Zeit mehr. Gruß Mat.

Vom Untergang des Industriezeitalters

Die Industriebrache

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Nichts bleibt verschont. Der Verfall wohnt in der Materie, im Menschen …

Der Trost: Licht am Ende ...
Der Trost: Licht am Ende …

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Experimente dürfen sein

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Portugal – Algarve – Olhao by Mat Plath – Part six

Heute kommen WIR etwas spektakulär daher. Heute haben wir Türen und auch ein paar Tore auf Lager. Mat fuhr nach Olhao und brachte tolle Bilder mit. Dazu erhielten wir folgende Nachricht:

„Hallo zusammen, war heute mit dem Zug in Olhao, 〈…〉. Bin eine Station vor Lagos am Strand ausgestiegen, damit ich noch ein wenig Bewegung habe. 〈…〉.“

Türen können schon ganz schön gewaltig sein. Tore viel mehr.

Sie trennen, laden aber auch ein. Bestimmt zum Fotografieren laden sie ein. Manchmal ereignet sich was. Und dann werden Türen und Tore noch mehr zu einem Anziehungspunkt. Und sie lassen einen nicht mehr los.

Wir sortierten aus, seine Fotosendung bot 149 Aufnahmen, allein 24 durften wir aussuchen. Wir probieren eine ästhetische Präsentation↓:

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Das ist doch schon mal ein ganz zufrieden stellender Startschuss.

Da legen wir doch gleich noch mal zu↓:

Die verhängte Tür
Die verhängte Tür
Offener Eingang zu einer Alu-Werkstatt. Rechts daneben eine ehemalige (?) Konservenfabrik
Offener Eingang zu einer Alu-Werkstatt. Rechts daneben eine ehemalige (?) Konservenfabrik

Schon sehr eigenartig. Eigenartig? Diese Wäsch’leine? Und die Wäsche! Die Wäsche!

Mein Gott – wie bezaubernd.

Rechts davon geht’s gleich etwas deftiger ab. Ob das noch lange so geht, wenn nicht gar eh bereits bankrott?

Doch lasst uns bei den Türen bleiben↓: Sind die nicht so wunderschön. Dass Mat nicht lassen konnte. Türen und Tore können ein dankbares Thema sein. Vor allem bei solchen Vorlagen, ich würde mich verwünschen, hätte ich keinen Fotoapparat dabei.

Mat blieb da dran, und wir bleiben genauso dran. Die nächsten Fotografien sprechen Bände↓:

Ja, der Weg scheint weit. Von Tür zu Tor. Von Haus zu Haus. Durch die Strassen. Öffentliche Gebäude hinterlassen meist einen gepflegten Zustand. Bei ›Privatier‹ sieht’s anders aus. In mancher Portugiesen-Haut wollte ich nicht stecken. Das reich-arm-Gefälle, vielleicht besser arm-reich-Anstieg, findet sich fast in ganz Europa wieder. Was übrig bleibt ist Beton↓:

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Von dieser Substanz ernährt sich Portugal. Im Sommer bestimmt ganz toll. Mit der Zeit hat man begriffen. Was hat es damit auf sich?↓:

Man muss nicht alles gesehen haben, das ginge ja eh nicht. Ganz zum Schluss begegnen wir Carlos wieder. In seiner Taberne↓:

Taberna do Carlos↓:

Mir wird schwindlig↓:

Mir wird schwindlig.
Mir wird schwindlig.

Zum versöhnlichen Abschied …↓:

Bye-bye ... good luck
Bye-bye … good luck

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Portugal – Algarve by Mat Plath – Part three

Mat setzt seine Wanderungen und fotografischen Untersuchungen und Experimente tagtäglich in konsequenter Manier fort. Das Wetter am letzten Februartag zeigte sich bewölkt, was vielen Aufnahmen eigene Reize offenbarte. Zu den Bildern muss man wissen: Es ist totale Vorsaison, und die Orte und Gegenden scheinen noch im Winterschlaf zu verharren. Das ist zumindest unser Eindruck aus der Mitteleuropäischen Ferne. So gesehen scheint Februar/März für die Algarve die richtige Reisezeit zu sein; nicht nur um sich der Erholung hinzugeben, wann trifft man im Süden Portugals schon menschenleere Strände. Und keinen Massentourismus.

Unsere Konzepte behalten wir bei und beginnen wie in den beiden vorangegangenen Artikeln mit Bildern der derzeitigen

Flora

Die Ästhetik urbanen und landschaftlichen Verfalls

Sandstrand, Küste, Sonne und Meer

Stadtansichten

Besonderheiten

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Rätselhaft, ja unergründlich und mysteriös, das findet sich auch am Rheingestade bei Mannheim, siehe Foto auf unserem Artikel:

Wasser-Weg-Unendlichkeit, Foto unter Kunst und heidnischer Mythos am Vater Rhein …

See you later alligator…

G K M

Wenn ich nicht weiss, was ich tun soll, fahre ich oft zum Mannheimer Grosskraftwerk. Das liegt gegenüber von Altrip und der neue Kraftwerksblock dampft schon gehörig. Das ist ja gut so, wer will denn frieren. Wenn ich mir vorstelle, es hat Minusgrade – das müssen nicht unbedingt sibirische sein – und der durch GKM-Fernwärme gespeiste Ofen ginge nicht an: Ich würde verrückt werden. Nicht nur ich, ganz Mannheim: oder fast die ganze Stadt. Dass es damit so seine Probleme geben soll, darüber können die Grünen bestimmt detaillierte Auskunft geben. Mit der Kohle scheint es so ’ne Sache zu sein, mit der Atomenergie gleichfalls. Das wird ein Dauerstreit, so lange jedenfalls ist es im Winter warm. Wir können ja nicht alles abschalten. Etwas muss uns bleiben.

G K M  im Winter

Höchste Belastung: Volllast
Höchste Belastung: Volllast

 WWW

Die Arbeit, das Team ...
Die Arbeit, das Team …
... Die Wärme
… Die Wärme

 Was wären wir (www) ohne Techniker und Ingenieure, ohne Planer und Finanziers. Die Frage bedarf keiner Antwort – oder doch. Besser man hat Antworten. Die Fragen ergeben sich von selbst. Wer mitdenkt stellt Fragen und präsentiert Antworten, seine zumeist. Wer besitzt schon allgemein gültige Weisheit. Lassen wir uns nichts einreden, wir müssen handeln, sonst kommen wir in Zugzwang, spätestens dann. Hilfe gibt es nicht, wir tragen die Verantwortung, nur wir, wir alleine, da kommt doch Freude auf, nicht? Verantwortung? Stärke? Breite Schultern. GKM.

Die Kraftwerkshaut 

Die Umgebung 

Wie wär’s, wenn wir ins Innere der Maschine vorstossen würden???

Am Tag der Offenen TÜR!!!

GKM

Wer will dabeisein?

Besichtigungstermin + Treff: 

Do. 19.03.2015, 14:00 Uhr 

Infocenter GKM, Altriper Str. 30

Bitte um baldige Teilnahmebestätigung!!! 

Für jeweils sechs Besucher wird eine

Führungsperson gestellt!!!

Grüsse Euch

Franz

GKM – Liste

Teilnehmerliste Besichtigung Block 9

Datum: Donnerstag, 19. März 2015, 14:00 Uhr im Info-Center GKM

Nr.

Name

Vorname

Geburts-datum

Straße, Nr.

PLZ

Ort

1

Bellmann

Franz

07.07.46

H7, 24

68159

Mannheim

2

Magermans

Elles

12.11.63

Auerhahnstrasse 9

68309

Mannheim

3

Hackl

Hendrik

13.08.61

Auerhahnstrasse 9

68309

Mannheim

4

Putsch

Charlotte

28.12.53

Horst-Schork-Str. 17

67069

Ludwigshafen

5

Klink

Edwin

16.10.40

Foltzring 14

67227

Frankenthal

6

Herzog

Melanie

21.01.74

Alter Friedhofweg 1

68307

Mannheim

7

Schermer

Hedda

05.05.50

Scheffelstrasse 92

68259

Mannheim

8

Hoffmann

Dieter

15.12.53

Luisenstrasse 66

68199

Mannheim

Mannheim 19.03.2013: Die Führung ging wie geplant über die Bühne. Es folgen Schnappschüsse vom FlugStaubSilo aus aufgenommen…

Das Rheinauer Hafengelände mit Becken 21 (Mitte), Becken 22 und 23, ganz rechts der Rhein
Das Rheinauer Hafengelände mit Becken 21 (Mitte), Becken 22 und 23, ganz rechts: der Rhein
Die Pfälzer Ortschaft Altrip
Die Pfälzer Ortschaft Altrip

Bis zum Tag der *Offenen Tür* im Kraftwerk …

EDGAR LANDHERR

NEU!!!⇒AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IN DER BUSCHGALERIE IN MANNHEIM AM DO., 23.04.2015, 19:00 UHR

ATELIER IN HALLE 6: DER EINFACHSTE WEG EINES KÜNSTLERPORTRÄTS: IST EIN FOTO VON IHM. Da kam mir Edgar in der Linie 4 wie gerufen; und umgekehrt wohl genauso. Er wollte in sein Atelier in der St. Ingberter Str. 6 in Ludwigshafen, ich nach Mosbach frische Luft schnappen. So fuhren wir gemeinsam am Mannheimer Hauptbahnhof vorbei nach Oggersheim (RHB Wollstrasse), fünf Minuten Fussweg zu des Malers Heiligtum. Er und seine Frau treffen gerade Reisevorbereitungen für einen 3-wöchigen Trip nach Mexiko. Wovon wir uns ein paar Bilder erhoffen: quasi einen Reisebericht. Beim Maler und Objektkünstler machten wir zu Beginn einen Rundgang durch die Arbeits- und Ausstellungsräume, ein Überblick kann ja nicht von Nachteil sein!

Hier für Interessierte einige Infos: www.landherr.de, E-Mail: info@landherr.de, mobil: +49 (0) 179-7533554 usw., Edgar ist natürlich ebenfalls in den sozialen Medien vertreten.

Dazu nun die eingangs versprochenen Porträtaufnahmen↓:

Einfach anklicken und die Bilder in der Vergrösserung betrachten!

Heute malt Edgar, wie er selbst sagt, um zu lernen, einst lernte er das Malen. Heute liegt seine Bedeutung in den Sektoren der Malerei internationaler Spitzenkunst. Geschätzte 50 und mehr Einzel- und Gruppenausstellungen gestaltete der 1945 in Mannheim geborene Selfmademan; sein Weg ist legendär. Einfach mal kontaktieren, Edgar ist weltoffen und gesprächsbereit!

Wir möchten klaro einen Blick ins Atelier in Halle 06 und damit auf die Werke von Edgar werfen, so schwierig das sich auch anliess, ich glaube, mein Fotoapparat funktionierte doch einigermassen.

Impressionen können informieren↓:

Der Weg der Lemminge?↓: 

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Was will der Künstler uns damit sagen↓:

Besitzt dieses Edgar Landherr Werk nicht Lyonel Feininger Qualität?
Besitzt dieses Edgar Landherr Werk nicht Lyonel Feininger Qualität?

 

Woher kommt er nur? Kennt er sich? Weiss er wohin er geht?
Woher kommt er nur? Kennt er sich? Weiss er wohin er geht?

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Aus der Zeit gefallen… Aus dem Mittelalter über die Neuzeit in unsere Zukunft: Edgar Landherr!

Ende aller Überlegungen, ©® Franz Bellmann