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  • Ein sehr alter Hut der Performancekunst

    Ein sehr alter Hut der Performancekunst

    Aus dem Mannheimer Rathaus (Dezernat V) vom 01.10.1996

    „Künstleraktion beim Landesmuseum für Technik und Arbeit“

    Foto Manfred Rinderspacher

    Der Mannheimer Maler und „Dosenkünstler“ Franz Bellmann wird am Sonntag, den 13.10.1996, um 13:00 Uhr, auf einem Teilstück der Museumsstrasse vor dem Eingang des Landesmuseums für Technik und Arbeit einige tausend leere Getränkedosen mit einer historischen Strassenwalze aus den Beständen des Landesmuseums plattfahren… In der Region und auch darüber hinaus ist Franz Bellmann kein Unbekannter, er hat mit seiner Dosenkunst schon viel Aufmerksamkeit erzeugt und Diskussionen entfacht. In der Mannheimer Rathausgalerie war Bellmann zwischen dem 1. Februar und 1. März 1996 mit seinen Bildern und Skulpturen aus zerdrückten Blechdosen und anderen Abfällen zu sehen…

    (Der komplette Veranstaltungshinweis des damaligen Bürgermeisters Lothar Mark liegt uns vor, Die Redaktion.)

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    Vorankündigung im Mannheimer Morgen vom 5./6.10.1996

    „Dosenkünstler Bellmann rückt mit Dampfwalze an“

    „Mein Kopf ist voller Dosenideen, hoffentlich platzt er nicht“, sagt Mannheims Dosenkünstler Franz Bellmann. Grund ist die Generalprobe einer Plattfahraktion … Als Probe für ein grösseres Unternehmen will Bellmann einen 40 Meter langen „Dosenläufer“ aus plattgefahrenen Getränkedosen schaffen. Dabei wird eine Dampfwalze des Landesmuseums wiederbelebt.

    Foto Manfred Rinderspacher

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    Abschrift eines Vorberichtes zur Plattfahraktion, SDR-S4, Kurpfalzradio Moderator Eberhard Reuß, Sendezeit 12.10.1996, 12:45 Uhr

    „Wie wird es wohl morgen vor dem LTA?“

    Eberhard Reuß (Einführung): Der Künstler und Bildhauer Franz Bellmann aus Edingen-Neckarhausen sammelt Blechdosen und formt Statuen und Girlanden daraus. Doch nach seiner letzten grossen Dosenglück-Ausstellung im Mannheimer Rathaus kam er an ein ganz grosses Projekt. Er kam nämlich in Kontakt zum Mannheimer Landesmuseum für Technik und Arbeit. Und das suchte für seinen morgigen Tag der Offenen Tür eine ganz besondere Aktion. Künstler Franz Bellmann wusste Rat und darf morgen ab 13:00 Uhr vor dem Mannheimer Landesmuseum 12 000 Blechdosen mit einer Dampfwalze plattfahren. Eberhard Reuß war bei den Testfahrten mit dabei.

    Reuß: Im Atelier von Franz Bellmann stapeln sich Tausende von Blechdosen geformt zu Stelen und Girlanden, doch sind sie auch schlicht und einfach dazu da, plattgewalzt zu werden. 12 000 Stück hat Franz Bellmann gesammelt und auch geschenkt bekommen, er hatte schon seit Jahren davon geträumt, sie auf einem grossen Platz plattzuwalzen. Nun ist Franz Bellmanns Traum vor dem Mannheimer LTA in Erfüllung gegangen.

    Bellmann: Ich möchte ja Überzeugungsarbeit leisten, dass diese Wegwerfgesellschaft reduziert, und ich gönn‘ mir natürlich, da einfach drüber zu fahren, und diesen Spass zu haben, diese Dosen plattzumachen.

    Reuß: Das Museum hat dem Aktionskünstler auch die Dampfwalze zur Verfügung gestellt.

    Bellmann: Das sind die Zündpatronen. Die werden jetzt hier eingeführt und dann verschraubt. Und dann müssen wir mit einer Kurbel den Motor anwerfen. Das ist so schwer. – Alles klar?

    Reuß: Franz Bellmann und sein schweres Gefährt kommen in die Gänge. Auf einer Strecke von 30 Meter Länge gilt es Blechdosen zu zermalmen. Erheitert, vielleicht auch etwas fassungslos, staunt der stille Beobachter über das gezielte Plattwalzen von Blechdosen.

    Pabel: Ich wüsst‘ mit den Dosen auch nichts anzufangen, ich find’s nicht schade drum.

    Reuß: Blechdosen-Aktionskünstler Franz Bellmann findet jedoch gerade bei der jüngeren Generation vollstes Verständnis.

    Schulklasse: Ja, ich würd‘ auch gern Dosen plattfahren, voll geil (Belustigung und Lachen).

    Reuß: Direktor Lothar Suhling hat den Platz vor dem Mannheimer LTA für die Blechdosen-Plattwalz-Aktion zur Verfügung gestellt. Überkommen ihn nicht auch geheime Lüste?

    Suhling: Nee, nee, in manchen Situationen, wo es ein bisschen aggressiv zugeht, dann ist es vielleicht ein erlösendes Moment, wenn man etwas plattwalzen kann, aber wir haben es noch nie getan.

    Reuß: Aktionskünstler Franz Bellmann plant indes noch grössere Plattwalzaktionen. Die 12 000 Blechdosen auf einen Satz niedergemacht, das reicht noch nicht.

    Bellmann: Also, wir wollen da schon Grössenverhältnisse angehen, wo man dann sagen könnte, wir packen ein Fussballfeld voll mit Dosen, vielleicht spielt der Herr Beckenbauer dann auch mit und gibt den Dosen den gewissen Kick, das wär‘ ja ne Freude par excellence, würd‘ ich mal sagen, es gibt Areale hier in Mannheim – ich denk da immer noch an den Marktplatz, auch wenn’s historisches Kopfsteinpflaster ist, aus diesem Grund hat man es ja damals nicht genehmigt – aber wenn ich sehe, mit dieser Walze hier, da dürfte da auch nichts passieren, und das wär‘ dann das Ding, mit 40-50 tausend Dosen den ganzen Platz ausgelegt, und dann vielleicht nur rote Dosen…

    Reuß: Fazit der Plattwalztestfahrt, Künstler Franz Bellmann hat für die morgige Aktion alles im Griff. Das ist das Dosenglück?

    Bellmann: Das wird das Dosenglück. Am Sonntag, den 13., um 13:00 Uhr. Hoffe ich doch – für alle Beteiligten auch!

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    Badische Neueste Nachrichten (BNN) vom 14.10.1996

    „Dosenhappening mit Franz Bellmann“

    Mit einer Plattfahraktion sorgte der Mannheimer Künstler Franz Bellmann gestern im Landesmuseum für Technik und Arbeit für Aufsehen. Mit einer historischen Strassenwalze stampfte der Aktionist gegen die Wegwerfmentalität 12 000 ausgediente Getränkedosen ein.

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    Der Mannheimer Morgen urteilte am 14.10.1996

    MM-Redaktionsmitglied Harald Sawatzki:

    …Das LTA-Programm konnte sich sehen lassen: Zum Beispiel war da Franz Bellmann, seines Zeichens „Performance-Künstler“ aus Mannheim, unweit des Hauptportals zu bestaunen. 16 000 Getränkedosen sammelte er in den letzten Wochen und Monaten, plazierte sie nun auf einer vielleicht 40 Meter langen Wegstrecke und ging um die Mittagszeit ans Werk, bestaunt von jung und alt, groß und klein. Mit einer Dampfwalze machte er alles eben bei seiner „Plattwalzaktion“, wie Kulturbürgermeister Lothar Mark diesen neuesten Einfall Bellmanns  kommentierte. Mark streifte mit einer Gruppe Interessierter das Landesmuseum im Rahmen seines „Kulturspazierganges“…

    Foto Manfred Rinderspacher

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    Der Mannheimer Morgen vom selben Tag

    „Jede Menge Blechschaden„

    Zitat aus einem etwas längeren Artikel:…“Alle Öko-Mahner haben bislang nicht verhindern können, daß eine einzige Getränkedosenfirma in Deutschland pro Minute 2 000 Dosen, im ganzen Jahr eine Milliarde davon herstellt. Bellmann hat sich der Dose auf seine Weise angenommen, macht sie fleißig auf alle möglichen Arten platt, verarbeitet sie zu Kunstwerken, die in ihrem Destruktivismus als Dokument unserer Einweg-Gesellschaft dienen…

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    Die Rhein-Neckar-Zeitung vom 15.10.1996

    „Einfach platt“

    Weil Getränkedosen Rohstoffe vergeuden und alles andere als umweltfreundlich sind, machte „Dosenkünstler“ Franz Bellmann sie ganz einfach platt. Einige tausend hatte er in den letzten Monaten gesammelt und am Wochenende vor dem Landesmuseum für Technik und Arbeit aufgestellt. Mit einer historischen Dampfwalze rollte Bellmann, der bereits mit anderen spektakulären Dosenaktionen auf sich aufmerksam machte, sie zu einem Blechteppich zusammen…

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    Wormser Zeitung (RheinMainPresse) vom 15.10.1996

    „Künstler walzt 12 000 Dosen platt“,… „Kunst aus der Konserve…: Mit einer historischen Straßenwalze macht Franz Bellmann einem riesigen Dosenberg den Garaus“…

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    Foto Manfred Rinderspacher
    Foto Manfred Rinderspacher

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    Eine Mannheimer Kunstliebhaberin schrieb am 12.11.1996

    Sehr geehrter Herr Bellmann!

    Ich bin zwar schon etwas älter, gebürtige Mannheimerin, und interessiere mich an vielem, was in Mannheim vor sich geht. Da ich selbst nicht mehr viel außer Haus kann, orientiere ich mich um so mehr in unserem „MM“.

    So bin ich toll begeistert über Ihre Dosen-Künste, habe im Laufe der Zeit schon etliche Artikel mir ausgeschnitten und erfreue mich immer wieder daran. Es ist großartig, was Sie hier „auf die Beine stellen“!

    Gerne würde ich mir ein Autogramm von Ihnen erbitten, das ich den Bildreportagen beifügen möchte.

    Rückkuvert und Kärtchen lege ich gerne bei und bedanke mich auch im Voraus vielmals dafür.

    Ihnen aber, lieber Herr Bellmann, wünsche ich noch viele gute Intuitionen zu Ihren Werken, viel Erfolg, dazu beste Gesundheit und Wohlergehen!

    Mit freundlichem Gruß!

    (Name und Anschrift der Verfasserin sind der Redaktion bekannt.)

    HINWEIS: Der identische Originalartikel befindet sich im Papierkorb!

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    Ergänzungen

    Foto Manfred Rinderspacher
    Foto Manfred Rinderspacher

    Am 20.01.2012 teilte ein bekannter Mannheimer Galerist mit

    Lieber Franz,

    ich bin platt! Ganz toll gemacht – Deine blogsite. Auch der Kalender ist eine gute Idee. Habe zwar zunächst in alles nur rein geschnuppert. Die Hamburger Impressionen sind für mich ganz neu, gefallen mir, am 08. April 2020 warst Du auch schon dort!? (2. Bild). Die Dokumentation von der Plattfahraktion ist spitze. Herzliche Grüße…

    (Name und Anschrift der Galerie sind der Redaktion bekannt, der kritisierte Datumsfehler wurde korrigiert.)

    Meine Antwort vom selben Tag

    Hallo…,

    schön, dass Du antwortest: Hatte mir schon Sorgen gemacht.

    Ja, das soll ein Internet-Tagebuch werden mit dokumentarischem und archivarischem Charakter. Dazu höre ich mich grad um, wer zum Beispiel Fotos, Artikel und dergleichen hat…

    Auch wenn ich mittlerweile vieles selber machen kann, das eigentliche Lob gebührt meinem Sohn Philipp. Er hat mir die Basis zu Weihnachten geschenkt, seit diesem Zeitpunkt arbeiten wir immer wieder an Veröffentlichungen. Und das sieht man, wie Du schreibst, am Kalender.

    Die Impressionen aus Hamburg bieten einen kleinen Vorgeschmack auf das, was noch kommen kann. Als ich 2010 bei meiner Tochter war, habe ich fotografiert wie der Teufel, auch zum Thema Gentrifizierung im Gängeviertel.

    Zur Plattfahraktion überliess mir Manfred grad vor kurzem Fotos, die er mir digitalisiert hatte. Wir wollen weiter zusammen arbeiten. Da kommt noch jede Menge Arbeit auf mich zu.

    Liebe Grüsse

    an Euch Alle,

    Franz.

    Anmerkungen zur Vorgeschichte der Plattfahraktion

    Im Frühjahr 1996 schlossen ich und ein Kiosk-Betreiber, der während der Badesaison sein Geschäft im Innenbereich eines Wormser Freibads betrieb, per Handschlag einen Vertrag: Wir organisierten ein Dosenpfand.

    Für eine Deutsche Mark zusätzlich zum üblichen Kaufpreis des Getränkes mussten ab sofort alle ausgegebenen Getränkebüchsen leihweise erworben werden. Dem Käufer wurde eine Pfandmarke ausgehändigt, die zusammen mit der leeren Getränkedose zurückgegeben werden musste.

    Für den Geschäftsmann war diese Regelung auch von Vorteil, da die überwiegend von Kindern eingelösten Pfänder umgehend in Eis oder andere Süssigkeiten umgesetzt wurden.

    Der Kiosk-Inhaber sammelte und reinigte die zurückgebrachten Dosen. Er informierte mich telefonisch, sobald der angesammelte Bestand eine Abholung notwendig machte. Die in Kunststoffsäcken aufbewahrten Büchsen transportierte ich in ein Zwischenlager.

    So sammelte ich im Laufe des Sommers etwa 16 000 Büchsen, die dann bei der Plattwalzaktion vor dem LTA zum Einsatz kamen.

    Foto Manfred Rinderspacher
    Foto Manfred Rinderspacher

    (Dank für freundliche Mitarbeit an Gabriele Iris Haag, DieRedaktion.)

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  • Schach im schönen Luisenpark (Luipa)

    Schach im schönen Luisenpark (Luipa)

    Schachfans wissen sich zu helfen (13.06.2011)
    Schachfans wissen sich zu helfen (13.06.2011)

    Bei den grossen wie kleinen ‚Schachbrettern‘ im Luisenpark ist sommers wie winters immer jemand anzutreffen. Alle Spielklassen sind vertreten.

    Sogar Meisterspieler schauen ab und an vorbei. Und Parkbesucher, die am Spiel interessiert sind, bleiben oft für die Länge einer Partie. Vergnügen bereitet das Schachspiel natürlich bei schönem Wetter. Und wenn dann die Temperaturen stimmen, sind alle vorhandenen Schachareale besetzt. An den Tischen wird gespielt und manche bringen ihre eigenen Figuren mit. Beim Spiel ist höchste Konzentration angesagt. Und geht es gegen die Uhr, herrscht Grabesstille.


    Klaus, einer der besseren Spieler im Luipa
    Klaus, einer der besseren Spieler im Luipa, Foto vom 24.05.2011

    Das ist die Regel, meistens aber wird unablässig gequatscht und Züge werden empfohlen und es wird gnadenlos getadelt und gelobt. Der clevere Spieler hört einfach hin und wählt sich den besten der empfohlenen Züge aus. Es sei denn er hat einen noch besseren. Klaus übrigens ist einer der stillen und äußerst kritischen Beobachter, das spricht Bände, warum auch sollte er sich am allgemeinen Gequatsche beteiligen. Er ist die Ruhe selbst; unabdingbar für hohe Schachkultur. Da müssten sich einige dran orientieren. Und das Klima bei den Auseinandersetzungen gestaltete sich wesentlich cooler. Viele sind halt leider billige Plappermäuler.


    Spitzenpartie zwischen Dirk und Karl-Heinz (rechts), im Hintergrund die Uhr, Foto vom 25.03.2011
    Spitzenpartie zwischen Dirk und Karl-Heinz (rechts), im Hintergrund die Uhr, Foto vom 25.03.2011

    Weil das Schach weit verbreitet ist, besucht uns manchmal der Nachwuchs. Der hat Spass am sich Positionieren und an einer Selbstdarstellung, die Selbstbewusstsein vermittelt. Das kann für das Spiel nur förderlich sein:

    Familiäre Begeisterung...
    Familiäre Begeisterung…(Foto vom 12.03.2011)

    Wir besitzen noch eine zweite gestellte Aufnahme von Schachbegeisterung:

    Aufnahme vom 21.05.2011
    Aufnahme vom 21.05.2011

    Solche Fotos gewährt die Jugend uns so schnell nicht wieder. Da bedanken wir uns doch vielmals. Ins Visier wollen wir Günther nehmen, einen der Schachtheoretiker im Park. Für ihn sind schachtheoretische Begriffe wie Penetration-Point und Fesselung blanker Schachalltag. Und trotz alledem verlässt er bei heiss umkämpften Partien den Platz als Verlierer. Er ist eine Mimose und es fällt ihm schwer zu verlieren. Da wälzt sein Hirn die Theorie bis in die schlaflosen Nächte hinein. Er weiß: es geht vorbei. ↓Zweimal Günther:

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    Foto oben vom 24.05.2011, unten vom 12.11.2012, ein Leben für das königliche Spiel!


    Griechenland und Italien schickten Vertreter in den Luipa, um den Deutschen das Schachspiel beizubringen; oben Konstantin Adonis (24.05.2011), unten Angelo, der Sizilianer (gleiches Datum):

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    ↑Da kann man nur sagen: Pause muss sein…


    Mit den Dreien da oben ist das Spiel eine helle Freude (Aufnahmen vom 15.12.2013).


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    ↑Dominique versus Karl-Heinz, im Hintergrund Konstantin, Istvan (li.) und Bojan schauen zu.


    Istvan versus Karlheinz, Werner kriegt sich nicht mehr vor lauter Begeisterung
    Istvan versus Karlheinz, Werner kriegt sich nicht mehr vor lauter Begeisterung

    Vier neuere Aufnahmen vom 18.08.2015⇓:


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    LUISENPARK • Am 01. Oktober 2014 traf uns schier der Schlag: Neue Schachfiguren samt Brett aus dem Fernen Osten. Genauer aus Südosteuropa, aus Chișinău (Wikipedia), der Hauptstadt von Moldawien (Republik Moldau).

    Info-Tafel
    Info-Tafel
    Günther
    Günther

    Ein Grossteil der Mitglieder vom Schachverein Luisenpark e. V. war zufällig zugegen, als es zur Aufstellung des Geschenkes an die Stadt Mannheim kam. Günther verzehrte grad sein Pausenbrot zur Stärkung für den nächsten Kampf, wobei er dann allerdings eher zu einem Nickerchen tendierte, so deftig schlug die opulente Mahlzeit aufs Gemüt. Selbst das Flashlight konnte ihn beim Verdauungsschlaf nicht stören.

    Es wurde eifrig geschraubt und gehämmert bis das Schachbrett aus den Einzelteilen zusammengesetzt war. Die Freude aller Beteiligten kannte keine Grenzen. Der exakte Aufbau dauerte nur kurz; dann wurden die Figuren ein erstes Mal (wenn auch für den geübten Schachprofi falsch) auf dem aus Weichholz bestehenden Brett präsentiert⇓:

    Meister Hans, ein treuer Anhänger unseres Schachclubs, begutachtet die neue Figurenwelt ...
    Meister Hans, ein treuer Anhänger unseres Schachclubs, begutachtet die neue Figurenwelt …

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    Wir schlagen vor: Dr. Peter Kurz vs. Dorin Chirtoaca am neuen Schachbrett.



    Ein einsamer Kämpfer, einer der besten Spieler in vergangenen Zeiten⇓:


    Räuberischer Storch am Schachplatz, 13.07.2016


    Der Hans, der kann’s.

    Originalaufnahme vom 29. Mai 2017


       

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  • Eine rückblickende Gesamtschau einer Ausstellung im Andreasstift in Worms

    Eine rückblickende Gesamtschau einer Ausstellung im Andreasstift in Worms

    Foto Manfred Rinderspacher
    Fotos Manfred Rinderspacher

    … Eine neue Bildsprache des modernen Alltags war geschaffen, die den gesellschaftskritischen Blick auf Konsumzwänge und die damit verbundene Müllproduktion richtete. Vielleicht gibt es deshalb keinen besseren als einen Ort der Besinnung, um die schockierende Wirklichkeit unserer Lebensweise  aufzudecken, wie es der in Mannheim lebende Künstler Franz Bellmann in seiner Ausstellung ”Terra Deponia” gerade tut …

    … Ganz anders dagegen sind die Bildexponate des (Dosen)Künstlers Franz Bellmann, der, nur wenige wissen es, auch Maler ist …

    … Reflexionen der Lebenslust sind Bellmanns erotischen Zeichnungen zu entlocken, Versuche über Kirchenfenster… in fast poetischen Farbtönen lassen eine weitere Entdeckungsreise zu den Stationen seiner Vielfältigkeit zu …

    Helga Köbler-Stählin im Mannheimer Morgen vom 16.04.1999

    …

    … bereits die ersten Besucher auf dem Weckerlingplatz empfing vorm Portal der Andreaskirche ein farbenfroher Teppich aus Dosenblech … Denn zur Eröffnung der Ausstellung zog der Mannheimer Maler und Bildhauer Franz Bellmann mit scheppernder Schleppe und geschultertem Kreuz … in den Kreuzgang ein …

     ”Unser Museum öffnet sich”, betonte Beigeordneter Hans-Joachim Kosubek …
    Vom Können Bellmanns profitierte schon eine Klasse des Gaußgymnasiums. Im Kreuzgang zeugen ein Tischchen auf Coladosen-Beinen und eine schmucke Braut
    namens ”Naomi de Poubelle” davon ….

    Ilse Bindseil in der Wormser Zeitung vom 16.03.1999

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    BlechdosenKunstwerk aus Museum entfernen?

    Der Nibelungen-Kurier stellte am 24.04.1999 die Frage aller Fragen

    “Über Kunst kann man bekanntlich nicht streiten,
    aber was sich zur Zeit im Innenhof des Museums den Besuchern bietet, kann den Begriff ‘Kunst’ nicht mehr erhalten”, so Elvira Bickel (CDU) – in einer Pressemitteilung.
    Die derzeitigen Ausstellungsstücke – ”Blechdosen als Kunstwerk” – haben durch das launige Aprilwetter mit Dauerregen ein unansehnliches Aussehen erhalten. Die
    CDU-Statdrätin fragt deshalb die zuständigen Behörden, im Interesse unserer Stadt
    und im Hinblick auf Attraktivität für Touristen, ob die Blechdosen nicht schon vor dem geplanten Ende der Ausstellung aus dem Museumshof entfernt werden könnten.
    Elvira Bickel begründet diese Forderung mit der Reaktion zahlreicher Besucher,
    die durch das ‘Kunstwerk’ irritiert sind und verständnislos auf das Ensemble blicken.
    Deshalb sollte man diesmal ein Einsehen haben und die Ausstellung abkürzen, so
    dass die Besucher den einmaligen Blick auf den malerischen Kreuzgang des Museums wieder ungestört genießen können.

    "Terra Deponia" 1999 in Worms, Foto Manfred RinderspacherEs folgen einige zusätzlich ausgewählte Informationen:

    Zwei Objekte: "Adam + Eva"
    Zwei Objekte: „Adam + Eva“ als Beispiel zum Thema „TERRA DEPONIA“ der Ausstellung in Worms

     

    "Blumengesteck", 100 cm x 100 cm x 100 cm, 1997, zerstört, Foto Manfred Rinderspacher, siehe Katalog "TERRA DEPONIA", Bellmann 1998_03,  zerstört.
    „Blumengesteck“, etwa 100 cm x 100 cm x 100 cm, 1997, Foto Manfred Rinderspacher, siehe Katalog „TERRA DEPONIA“ (erschienen zur gleichnamigen Ausstellung in Worms), Bellmann 1998_03, Arrangement kurz nach der fotografischen Katalog-Dokumentation zerstört.

     

    "Beuys in Begleitung", Daten zu Beuys s. o., die Begleitung: "The can-crusher", WVZ 1713, h = 185 cm, 2002, Foto Manfred Rinderspacher, DSC_0073
    „Beuys in Begleitung“ und „The can-crusher“, Foto Manfred Rinderspacher

    …

    Auftrag 14.3.99, gedruckt 23.3.99,  „Terra Deponia“ im Andreasstift.

    „Dosen im Kreuzgang, wo sonst die geballte Wucht der Geschichte vertreten ist – wie paßt das zusammen?“ gab Hans-Joachim Kosubek, stellvertretender Kulturdezernent der Stadt Worms bei seiner Begrüßung den provokanten Denkanstoß zu den Werken des Malers und Performancekünstlers Franz Bellmann … 1992 entstand der Wandel von der Malerei zur Projektkunst mit dem Konzept: „Dosenglück“: Die großflächigen Bilder seiner gegenwartsbezogenen Arbeiten sind reliefartig gestaltet, farbstark demonstrieren sie eindringlich, wieviel Abfall die Erde wie eine künstliche Haut überzieht … „Kritische Masse“, „Arche Noah“, „Photomania“ oder die Skulptur „Stangenware“ sprechen eine eindeutige Sprache; der Betrachter fühlt in beklemmender Deutlichkeit den Aufschrei der Erde durch Verbrauch und üppige „Möblierung“ einer Stadt mit Müll. (Foto links mit freundlicher Genehmigung durch Irene Kupsch und Bernhard Wondra, Claudia Hüfner Berichtsauszug, DieRedaktion.)

    Schirmstelen in Edingen, Foto Manfred Rinderspacher
    Weitere Beispiele: Schirmstelen in Edingen, Foto Manfred Rinderspacher

     

    In dazu künstlerischer Spannung stehen die Arbeiten Bellmanns im weißen Saal des Museums und im Obergeschoß … „Dosenglück“ verbindet in einer Verschmelzung von gepressten und gemalten Dosen vor schwarzblauem Hintergrund altes und neues Konzept … So sind Workshops … geplant, Anmeldungen hierfür im Museum. (hüf) … (Mit freundlicher Genehmigung durch Claudia Hüfner, beide Artikel in DIE RHEINPFALZ erschienen, hier stark gekürzt wiedergegeben, weiterer Hinweis: zur Ausstellung „Terra Deponia“ erschien ein kleiner Katalog, welcher käuflich zu erwerben ist, inclusive Versandkosten 15.-Euro, DieRedaktion.)

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  • Am SWANSEA-Platz

    Am SWANSEA-Platz

    Am Swansea-Platz zwischen H7/H6, DSC09526WIR möchten nicht lange palavern: Die Problematik ist hinlänglich bekannt. Der Swansea-Platz zählt zu den größten „Schmuddel-Flächen“ in Mannheim!

    Zur Erinnerung: Mannheimer Pfosten… http://franzbellmann.de/?p=1691

    Ein Vorschlag zur Güte, warum nicht eine voluminöse Skulptur am Rande des Platzes aufstellen, statt Glas- und Bekleidungscontainer? Die bekommen dem Areal nämlich nicht! Sind sie eh verdreckt und verkommen bis zum Geht nicht mehr. Und im Hinblick auf eine Kulturhauptstadt?

    Wie wäre es mit …

    … einer Industrie-Skulptur, momentaner Standort Mannheim-Rheinhafen, mittlerweile leider entfernt …
    … einer Industrie-Skulptur mit einem Vorschlag einer farbgebenden Gestaltung? 
    Fotos + Bildbearbeitung DieRedaktion: Was zum Teufel versteht die Mannheimer „Stadtverwaldung“ unter dieser simplen Drohung?

         Besserung? Wie lange? Bis zur widerrechtlichen Entfernung des Info-Aushangs? Eine saubere Platzgestaltung ist notreif! War die nicht schon lange angesagt? Und die pfostenlosen Drahtzäune? Und die ach so kleine vor Jahren geplante Fußgängerzone zwischen Platz und G 6? Wo sind all die Träume geblieben?

    Der künstlerische Werdegang eines Abfallbehälters am Swansea-Platz:

    Ein endloses Drama, Aufnahmen vom 04.12.2012, fast drei Jahre später ist die Situation annähernd gleich geblieben, DieRedaktion.

    Einstweilen fini.

  • Mannheim: Bushaltestelle Jungbuschbrücke

    SAM_0217Fast jeden Tag fahre ich mit meinem Rad an dieser Haltestelle vorbei. Selten, dass der Bus Richtung Alte Hauptfeuerwache hier Station macht. Eine etwas unwirtliche Gegend in der Nähe der Luther-Kirche. Eine Aufnahme vom 14. April dieses Jahres zeigt die Ordnung der Unwirtlichkeit⇓:

    Diverse Container, wie sie im Stadtbild von Mannheim zur Genüge aufzufinden sind.
    Diverse Container, wie sie im Stadtbild von Mannheim zur Genüge aufzufinden sind.

    Heute, am 30. Juni erinnerten die Realitäten vor Ort an ein Ereignis, das vor wenigen Jahren am Swansea-Platz zu besichtigen war⇓:

    Das ist kein Einzelereignis, diese Containeransiedlungen in Mannheim locken Müll und Ratten an. Auch menschliche. Ein weiteres Beispiel ist der Containerbahnhof für Glas und Gläser gleich beim Institut für Seelische Grausamkeiten.

    Auf Home stehen reichlich Artikel zum Thema!