HeimatMuseum Fußgönheim – Radtour XXXL

MANNHEIM: Donnerstag, 25. März 2017

Weit ist der Weg Tom Dooley aus Tennessee, Fußgönheim liegt tief im Herzen des Pfälzer Weins, fast verloren in den landwirtschaftlichen Weiten der Rheinebene, jedoch ganz nah bei LU und Speyer und Landau und so fort: Tom Dooley!

Mit dem Rad und der Strassenbahnlinie 4 bzw. der 9 (stündlicher Expresszug), der sog. Rhein-Haardt-Bahn, erreicht man zum Beispiel das Örtchen Ruchheim, von wo aus es sich lässig radeln lässt auch abseits markierter Wege.

Den Ruchheimer Grund erahnt der Leser in den nachfolgenden Abbildungen einer wilden Müllkippe (Pumpstation zur Bewässerung(?)) mit skulpturalen Charakterzügen↓:


Auf der Brücke der L525 über die A61 traf ich zufällig meinen alten Freund Kurt, alt ist wörtlich zu nehmen, Kurt zählt den 91. Lenz und wir quatschten und laberten, bis es ihm zu bunt wurde, er müsse sich um seine Blümerchen und seine vor vier Jahren verstorbene Frau kümmern …


Nach diesem so glücklichen Intermezzo und Kurts Abfahrt wie bei einer Rallye-Meisterschaft strampelt Dooley weiter längs dem Affengraben und dem Floßbach, da ist das Heimatmuseum in Fußgönheim nicht mehr weit, Gitarren- und Blues-Liebhabern aus Tennessee sei es unbedingt sehr ans Herz gelegt! Jetzt gibt’s erst mal fire alarm im Heimatmuseum↓:

Nachdem sich das alles als falsches Getöse herausstellte, konzentrieren wir uns auf einige Artefakte in den Räumlichkeiten des …


So ziemlich schräg gegenüber findet der Besucher aus Tennessee an den Aussenwänden der Kath. Kirche St. Jakobus Hinweise auf die Gruft der Familie Jacob Tillmann von Hallberg und auf den Geistlichen Rat Karl Neuberger!


Für Tom rentiert sich allemal der Besuch des Gartens des Hallbergschen Schlosses, Zutritt über Kirchenareal↓:


PAUSE

Radtour am 23. März 2017

∗Wegbeschreibung ⇔ Linie 4 von MA (Haltestelle Universität) über LU nach Ruchheim; ⇔ per Rad: Affengraben, L525, Floßbach, Abzweig Wirtschaftsweg zum Heimatmuseum Fußgönheim (Visite), L454, Dannstadt-Schauernheim, Hauptstrasse L454, vorbei am Segelfluggelände LU-Dannstadt, Schifferstadt entlang der Bahn vorbei am Golfplatz Kurpfalz nach Limburger Hof, Neuhofen (Friedhof, Rast-zwei belegte Brötchen vom letzten Metzger, ein Apfel, Wasser), längs Dammweg zum Kiefweiher, verwurstelter Wegabschnitt nach Mundenheim(LU): Strassenbahnhaltestelle Schillerschule, über Berliner Platz zum Ausstieg Rathaus Mannheim; daheim! 

Frankenthal

Über Fra wollte ich ja nie schreiben, wenn es nicht so nah bei Mannheim läge, keine Viertelstunde per Bahn liegt zwischen den beiden Grossstädten. Edith und Siggi, besser Elefanten-Siggi, hatten mich eingefangen zur tierisch-höllischen Safari, der ich nicht entfliehen konnte; zu verlockend das Angebot der ungebändigten Märkte: freie Fahrt ins Safari-Glück – ohne Schiessprügel, ohne Pulverdampf, nur Elefanten, Elefanten en masse; reich werden in Elfenbein, mit ein Meter langen Stosszähnen! Handel mit Fernost und den Mafia-Milliarden: Dollars, chinesischen Devisen, Steueroasen, ind. Billigkredite, Welthandel!


Bleiben wir lieber auf dem Boden der Tatsachen, weil dies alles vielleicht Humbug ist und verlustieren uns ungebunden in der gutbesuchten Frankenthaler Marktszene:


Es reicht, wir verlassen den Markt und nähern uns dem Elefanten-Siggi, ein fotografisches Kurzporträt:


Nach dem Mittagessen spazieren wir zum Friedhof, wo wir uns ausruhen:


Danach fahre ich nach Hause, 45 min von Tür zu Tür.


Das Artikelfoto zeigt die Amalie-Foltz-Halle auf dem Frankenthaler Friedhof.


Hoch droben überm Poppental: da thront die Lorelei

Wenn der göttliche Wanderer mit seiner Ruß und Feinstaub verströmenden Karre endlich die Hammelstalstrasse hinter sich gelassen und am Parkplatz Drei Eichen Quartier bezogen hat: dann öffnet sich nach wenigen Schritten abwärts das Poppental mit dem Bächlein ‚Schwabenbach‘, das so lieblich hin- und her mäandert und plätschert, bis es schliesslich Richtung Wachenheim (Pfalz) dem Naturfreak aus dem Blick gerät. (Weil Wachenheim ihm shit egal.)


 

UNSER ZIEL: Jürgen aufm Mittelberg 

Für unseren lieben Jürgen tun wir ja, was wir können, so brechen wir auf und durchwandern das poppige Schwabenbachtal, das gleichzeitig als Natur- und Waldlehrpfad mit Trimm-dich-Stationen (Parcours) eine Sinn gebende Nutzung findet.


Drei Wege führen durch das Poppental längs dem mittlerweile weltbekannten Bach, zwei davon sind Wirtschaftswege (geschottert), der dritte kommt einem Trampelpfad gleich, mäandert mit, bietet weiches Geläuf und tut den Füssen gut! Dieses Fliessgewässer ist eine landschaftliche Lebensader, da spürt der Mensch den Puls der Natur, wir bringen ein paar Aufnahmen↓:


Nicht alles im Tal ist Gold was glänzt↓:

   


In der Nähe vom Pumpwerk biegt Conny – meine Führerin – rechts ab Richtung Hexenstein (6,5 km). Ein deftiger Anstieg steht uns bevor, bitte: wir zählen keine zwanzig mehr …


Zu unserm Jürgen ists jetzt nur noch ein Fuchssprung, dann sind wir da, die Tür am Zaun ist angelehnt, wir betreten den steilabfallenden Hang über eine NaturSteinTreppe, da ist Vorsicht angesagt (70!).  

Jürgen lebt strukturiert, weshalb wir in Ruhe ankommen dürfen; wir tauschen uns aus, geben neuste Informationen weiter, es ist schön warm, wir sitzen vor der Hütte, geniessen Sekt zur Begrüssung und freuen uns auf das Mittagsmahl: Ankündigung per E-Mail ⇒ Moin, moin. Bekomme morgen Schälrippchen aus einer Hausschlachtung. Dachte ich mach die mit Kartoffeln und Sauerkraut. Ist das ok oder soll ich in Hinblick auf deine Gicht etwas anderes organisieren?


Es gibt super Rippchen, super Salzkartoffeln und noch wohlschmeckenderes Sauerkraut: super gut für die Verdauung!


Wir würdigen unseren Super-Koch Jürgen, damit sich alle mitfreuen können!


Conny und ich verlassen unseren Gastgeber mit Wehmut im Herzen, aber Gott sei Dank mit vollem Bauch und Lust auf den Hexenstein, der uns den Rückweg vorgibt! Von der Strecke – eine Variante zum Anmarsch –  gäbe es einiges zu vermelden, nur die LORELEI hoch überm Poppental, ∞, blond, schön und einsam, schlägt alles Sichtbare und Unsichtbare, eine Huldigung ihrer Vergänglichkeit↓:

Die Lorelei bei der weit blickenden Ausschau nach einem gierigen Schiffer …

Anm. d. R.: Der Schiffsverkehr auf dem gefährlichen Schwabenbach wurde bereits vor vielen Jahrzehnten eingestellt – aus Sicherheitsgründen, es existiert seit den neunziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts eine schiffbare kanalisierte Umgehung des Felsens. Arme Lore, wie tut sie uns so leid.

Bad Dürkheim – Leistadt – Weisenheim am Berg – Herxheim am Berg – Freinsheim

Das Jahr der Radler 2017 startet: in Bad Dürkheim. Wo sonst, wenn man ganz in der Nähe zuhause ist. Vom Riesenfass, welches allein durch schiere Grösse besoffen macht, verabschieden wir uns geschwind und nehmen Richtung auf: Leistadt!

Dazwischen verläuft es leicht hügelig, das geht noch, wir beginnen ja grad mit dem Training. Das Wetter – ein unendlicher Taktgeber – spielt zehn Grad Celsius, etwas wechselnd bewölkt. Man sieht es an den Aufnahmen↓:



Fast könnte man denken in der Haardt wächst der Wein, in der Ebene die Industrie, so radelt man halt dahin, vorbei an einer weltberühmten Hotelanlage, an lieblichen Weinbergen, wo bereits kräftig geschnitten wurde: und erst der Blick in die fruchtbare Ebene von Vater Rhein, was für ein Panorama!

Von Leistadt lässt sich der Radsüchtige nicht aufhalten, nur kurz zwei Erinnerungsbilder (↓) und dann weiter nach Weisenheim am Berg, wo wir Conny auf ’nen Kaffee und ne Stulle besuchen, bevor es vorangeht.

St. Michael

Gemeindehaus von Leistadt (M. u.)

Während wir uns einen schönen Lenz gönnen, geht es draussen in der Welt mit Knüppeln zu. Vor allem in der Türkei. Wir verstehen nur sehr schwer, was in dieses Land gefahren ist. Jedoch andere als Faschisten bezeichnen, die gerade gestern noch Freunde zu sein schienen, ist in einer solch totalitären Äusserung völlig unverständlich! Wir radeln weiter, wir genossen ein #petit déjeuner# chez Conny, kurven ein paar Meter zurück in Richtung Leistadt und nehmen den Abzweig durch die Weinberge nach Herxheim am Berg, danach L522! Ein bisschen Herxheim muss sein↓:

Zu sehen sind von links nach rechts: Das Dorfgemeinschaftshaus in einem Verkehrsspiegel, ein Weingut sowie ein Mahnmal zum Gedenken der Toten der beiden verlorenen Weltkriege!


Beim Verlassen Herxheims ergibt sich ein View auf die nächste Ortschaft; Verbandsgemeinde Freinsheim↓:


Freinsheim ist für Fotografen natürlich von gehobener Qualität, der Ort wird in der Umgebung wohl am häufigsten besucht, mal vom Bad Dürkheimer Wurstmarkt abgesehen. Deshalb eine kleine Fotodatei ausgehend vom Eisentor ein paar Schritte entlang der Nördlichen Ringstrasse hier zum Geniessen↓:


Der Zufall bescherte uns eine Spezialität: den Gärtner Stefan! Und seinen in Pflege und Hege befindlichen Zaubergarten, der uns doch gewaltig beseelt und verwunschen hat↓, zu finden in der Hauptstrasse von Freinsheim am Übergang von der Nördlichen in die Südliche Ringstrasse:


Freinsheimer Wäscherin, Ausschnitt

Am Guten Brunnen Nähe Spielzeughaus treffen wir auf eine weibshohe Bronze. Die Skulptur stellt zwei von den ‚Freinsheimer Wäscherinnen‘ dar, stammt von Herrn Prof. Eberhard Linke und wurde per Spende der Fritz-Carl-Wilhelm Stiftung und der Stiftung Freinsheim e. V. im Jahr 2013 unter Mitarbeit des Historischen Vereins der Pfalz realisiert. Drumherum ein kleiner Platz zum Ausruhen und Wohlfühlen.

Längs des Guten Brunnens wird zurzeit kräftig gegärtnert, das bescherte uns einige mehr ins Private gehende Fotografien, die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten möchten:


Unsere Rundreise geht nochmal über in die Südliche Ringstrasse↓, danach verabschieden wir uns von der werten Gemeinde und radeln zum ASV Birkenheide, wo wir einkehren und hernach ein Nickerchen in der wärmenden Sonne geniessen .

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FORMSTEIN – Die Galerie

EINLADUNG

zur Vernissage am Freitag, 17.03.2017 um 19:30 Uhr in der Galerie FormStein, Kirchwaldstr. 4 in 68305 Mannheim

Ölgemälde von Klaus Ballon

Holzskulpturen von Martin Sauer

 

Weitere Informationen zur Arbeit der Galerie FormStein⇓

http://franzbellmann.de/2015/03/dem-leben-die-ehre-galerie-formstein/

http://franzbellmann.de/2014/02/ausstellungen-in-der-galerie-formstein/

http://franzbellmann.de/2016/04/neu-hedda-schermer-bei-formstein/

MuZuZu

Mu↔MUTZu↔ZUHÖRENZu↔ZUKUNFT

Frank-Walter Steinmeier: Zwölfter Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

MUZUZU: MUT↓

MUZUZU: ZUHÖREN↓

MUZUZU: ZUKUNFT↓

MuMUTZuZUHÖRENZuZUKUNFT

MANNHEIM – Sellweiden

MANNHEIM  –  Ende Februar 2017

Die privaten Vergnügungsgärten zwischen der Stadt Mannheim und dem Vorort Feudenheim: die Sellweiden sind zerzaust von winterlicher Strenge und langanhaltendem Frost. Seit Monaten liegen sie brach und die Pächter erwartet gewaltig Arbeit. Noch ist keiner von ihnen zu sehen und so wird die Natur zunächst von sich aus für Verschönerung sorgen müssen …

Die Sellweide kommt wahrlich multikulti und vielfältig gemischt daher, Kleinbürger kennen keine Grenzen, egal woher sie stammen; Erholung spielt die erste Geige und das wird in Arealen wie diesem für immer so bleiben. 

Irgendwann – so Ende März – dürften sich die geordneten Verhältnisse des vergangenen Sommers wieder hergestellt haben, bald wird geputzt, gepflanzt, geackert und die Orte der Ruhe, die Oasen des Wohlfühlens gewinnen Oberhand und zu Ostern werden die ersten Feste und Partys gefeiert. Aber nach den Gelagen bitte das Aufräumen nicht vergessen, sonst kommen die Waschbären und vergnügen sich bis in den frühen Morgen hinein an Fleischresten, Gemüsen aller Art und was der Mensch halt so an verwertbaren Resten übrig lässt bzw. zum Abfall gibt.

Ein Grossereignis wäre vielleicht ein Tag der OFFENEN GÄRTEN, mit offenen Türen, im Juli, im August, für die gartenlosen Mannheimer, so ne Art Nachhilfe in Sachen Natur, deren Pflege und Nutzung, und bei entsprechender Beleuchtung lassen sich die Nächte zu Tagen machen, das bringt bestimmt ökonomische Wertschöpfung. Nun auf ihr Schrebergärtner: zeigt was ihr könnt!!! 

Hinter Zaun und Mauer in den beiden texteingrenzenden Bildern liegt als Teil des Mannheimer Hauptfriedhofs der der Jüdischen Gemeinde, hier zwei Aufnahmen dazu.

In den Sellweiden existieren Hobbygärtner, die viel Sinn für Landschafts- und Gartengestaltung vorführen, das gleicht einem Theaterstück auf etwas anderer Bühne. Allerdings eine rare Vorstellung, ein Einzelstück in dieser Bauhaus-Qualität.

Wer würde hier schon einbrechen wollen:

Diebe? Wohnsitzlose? Agenten aus fernen Ländern, die Schutz suchen vor den eigenen Nachrichtendiensten, die ihnen nachstellen, weil sie sie hier als Überläufer vermuten?

#Eine hübsch anzusehende Parzelle#

WIR zitieren aus den Sellweiden-Infos, derzeitiger Aushang: 

Änderung der Ruhezeiten!

Aufgrund eines Beschlusses der Jahreshauptversammlung 2006 ändern sich die Ruhezeiten wie folgt: werktags von 13.00 – 15.00 Uhr, am Wochenende ab Samstag 13.00 Uhr bis Montag 07.00 Uhr darf keinerlei Lärm verursacht werden, d. h. Rasenmähen 〈 … 〉sowie laute Musik muss unterbleiben (Siehe Kleingartenordnung § 8). Zuwiderhandlungen bedeuten somit einen Vertragsbruch und der Verein wird in jedem Falle dagegen einschreiten. Die Vorstandschaft

Wir bitten um Beachtung, dass das Fussballspielen innerhalb der Gartenanlage nicht erlaubt ist. Das Abstellen von Abfällen jeglicher Art ist ebenso verboten. Bei Zuwiderhandlungen ist mit einer Anzeige zu rechnen. Diese kann mit einem Bussgeld bis zu einer Höhe von € 5.000.- belegt werden. Wir bitten unsere Vereinsmitglieder , uns diese Personen namentlich zu melden. Diese Meldung wird auf Wunsch vertraulich behandelt. Wir weisen darauf hin, dass die Entsorgung des verbotswidrig abgestellten Abfalles das Geld von allen Mitgliedern kostet. Die Vorstandschaft

Liebe Gartenfreunde,                                                                  Februar 2017

seit September 2016 ist innerhalb unserer Vorstandschaft das Amt des Schriftführers unbesetzt.

Wir suchen ab sofort einen Schriftführer oder Schriftführerin. Sie sollten Interesse für Vereinsarbeit mitbringen und sich im Bereich der Datenverarbeitung etwas auskennen. Nach erfolgter Einarbeitung sollten Sie in der Lage sein, nach Vorlagen zu arbeiten, aber auch hin und wieder den Schriftverkehr selbständig zu bewältigen. Dieses Amt würden wir im April 2017 gerne neu besetzen.

〈 … 〉

Wir würden uns über Ihr Interesse an einer Mitarbeit in unserem Verein sehr freuen und hoffen auf regen Zuspruch.

Unterschriften

Es lebe die Internationalität!

Ach wie fällt der Abschied schwer …

Armsheim

Dies ist keine Schleichwerbung!

Armsheim – wie verdammt und zugenäht landet der Fotograf in Armsn? Doch egal, ist Armsheim ein stilles Örtchen am Rande der Welt? Selbst im Winter in lieblichen Weinhügeln gibt’s genug zu heben, dafür sorgen die ortsansässigen Winzer in penibler Reinlichkeit. Die wie sanfte Wellen in ruhiger See wogende Hügellandschaft firmiert unter dem international bekannten geografischen Titel: Rheinhessen! – gehört jedoch zu Rheinland-Pfalz, heute. Was die Geschichte schreibt: mag sich morgen wieder ändern.

Moderne Infrastruktur mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Am Bahnhof

Die Bahn ist modern und Armsheim zentral, Mainz, Worms, Bingen, Kaiserslautern → alle zum Greifen nah, selbst mit dem Rad. Alzey vor allem! Der Bahnhof von Armsheim offeriert ein Geschmäckle von Strassenbahn, die Busse gleich gegenüber. Um die Ecke eine feine Fassade – Backstein.

Anwesen in der Bahnhofstrasse

Ins Zentrum, sprich Ortsmitte zu gelangen, bewegt der Besucher sich entlang der Bahnhofstrasse. Übrigens, um etwas abzuschweifen: das Wort Strasse birgt so einiges in sich – Trasse (z. B.: Bahntrasse), Rasse (z. B.: Hunderasse), Asse (z. B.: Schachtanlage Asse), usw.

Irgendwo ‚Am Dörrenböhl‘ wird es gebäudemässig älter und damit interessanter, Gehöften ähnliche Hinterlassenschaften mit verstecktem Blick auf die evangelische Kirche: Zum Heilgen Blut Christi 

Die Bahnhofstrasse ist ellenlang
Nur zur Information

In der heute aufgehübschten Mitte verwechselt der Besucher katholisch und evangelisch. Am Fléville-Platz jedenfalls steht man vor der katholischen Pfarrgemeinde St. Remigius, wo man Sorgen teilen kann.⇓

Und gleich nebenan die Kirche der evangelischen Gemeinde – beide Konfessionen schier brüderlich vereint: Vor der Bahnhofstrasse 4⇓

Den Zutritt zum Gotteshaus gewährt der Seelsorger Kurt Bendler, gesprächsoffen und vertrauensvoll; er händigt die Schlüssel aus (siehe Artikelbild). Durch ein schmiedeeisernes Tor gelangt der Besucher in den die Kirche im Eingangsbereich umgebenden Kräutergarten, da kommen Gedanken an Hildegard von Bingen plötzlich in den Sinn. Es ist wohl mehr ein gut bestückter Schaugarten mit Pfefferminze, Wilder Malve (Pissblume), Salbei, Herzgespann, Spitzwegerich, Thymian, Oregano, Eberraute (Zitronenduft), Frauenmantel, Lungenkraut, Bärlauch (mit starkem Knoblauchgeruch), Himmelsschlüssel, Ziest (Reinigungskraut), Johanniskraut, Gartensalbei et cetera.

Den abgelegenen hinteren Gartenwinkel dominiert eine geschweisste Materialplastik aus Holz, Stein und Stahl mit dem Titel ‚Der Schlangenbändiger‘ von Jakob Markus Baumgärtner. Leider befindet sie sich sehr den Blicken entzogen und hätte einen frontaleren Aufstellungsort verdient.

Im Innern des dominanten Sakralbaus Zum Heilgen Blut Christi verweist eine Präsentation mit mehreren Porträtversuchen auf den Glaskünstler Hans Gottfried von Stockhausen (Seligpreisungsfenster):⇓


Irgendwann überwindet der Besucher seine Scheu und bittet in der Hauptstrasse eine offenherzige Dame (zufällig in der Toreinfahrt) um ein Glas Wasser; Grund: fehlende Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, Vergesslichkeit; sie bringt eine Sprudelflasche, dazu ein Glas und man beginnt sich kurzweilig zu unterhalten, dabei entsteht eine Porträtaufnahme, die wir hier gerne veröffentlichen, Bild links, und das herzerwärmende Anwesen, Bild rechts!

Schräg gegenüber ein weiterer Blickfang, eine Schreinerei(?):⇓

Wir nehmen die Nikolauspforte und entdecken ein wahrlich grossstädtisches Ereignis:⇓

Durch die Mühlstrasse, das Schulgässchen und über Schleichwege erreicht man wieder das Gebäude der Ortsgemeinde Armsheim, an der Bahnhofstrasse, welche wir durchlaufen (ca. 1.3 km bis zum Bahnhof): und passieren den Friedhof.⇓

Das war’s dann, zum Schluss noch ein Schmankerl:⇓ 

Und ein Blick zurück!⇓

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Bürgerverein Innenstadt West Mannheim e.V.: BIW

Zwei wichtige Neuigkeiten per E-Mail-Verkehr:

Mein Ausland: Verrücktes Portland 

Amerika mal anders, Film von Ingo Zamperoni 

Das diesjährige Naked Bike Ride – einer offiziellen Demo gegen Autoverkehr mit mehr als 10.000 mehr oder weniger nackten Radfahrern. (Quelle: phoenix / WDR) 

„Keep Portland weird – Portland bleibt anders!“ Das Motto dieser Stadt im Nordwesten der USA ist nicht nur so daher gesagt. Im Einheitsbrei amerikanischer Städte sticht Portland heraus. Was genau macht diese Stadt so „weird“, so anders, so verrückt? ARD-Korrespondent Ingo Zamperoni sucht die Antwort in einer ganz speziellen Boomtown, die vor allem junge Leute anzieht. Aber nicht nur Tattoos, Vollbärte, Indie-Musik und Gothic-Chic bestimmen das Bild. Portland ist die Herzkammer des „maker movements“.

Hier wollen alle etwas machen, erschaffen und bewegen, und zwar am besten nachhaltig und umweltverträglich. Der Trend geht zum „Tini House“ – Leben in Häusern nach dem Motto „So groß wie nötig, aber so klein und sparsam wie möglich.“ Warum nicht ein altes Flugzeug zum Eigenheim umbauen?

Einzigartig im ansonsten eher prüden Amerika ist der „Naked bike Ride“. Nackt und auf individuell gestalteten Rädern gilt auf der gesamten Tour: Du radelst, und ich sag‘ dir, wer und was du bist.


Mein Vorschlag für die nächste Rad-Demo in Mannheim. Bitte rechtzeitig beantragen. Grüsse Franz


Antwort auf obige E-Mail (diese ging an alle BIW-Mitglieder) vom 25.01.2017 kam am 27.01.2017 von Gerhard Fontagnier: … ist in Planung als NAKED BIKE NIGHT RIDE am 10.6. Unterstützung willkommen!


Innerstädtischer Schandfleck am Swanseaplatz


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LE MOULIN DE LOUBETZ – Fournols / France

Im September anno 2001 belud ich mein eben erstandenes Mountainbike und fuhr nach Fournols in der Auvergne. Definiertes Ziel: LE MOULIN DE LOUBETZ, wenige Kilometer von Fournols mitten in der Pampa. Ein Freund aus vergangenen Zeiten überliess mir seine Mühle zur Betreuung. Eine Unterkunft so richtig nach meinem Geschmack. Kaum zwei Tage vor Ort erschien die Gendarmerie und wollte wissen, was denn so abgeht. Für alle Fälle dieser Art war ich mit einem Schrieb des Besitzers des Anwesens bewaffnet und ausweisen konnte ich mich auch.

Mitten in der Kontrolle stach mich eine Wespe zwischen den Schulterblättern, das war gewaltig schmerzhaft. Am nächsten Morgen erkannte ich meine Füsse nicht mehr: geschwollen so dick, dass ich nicht mehr in die Socken und Schuhe passte. Die Füsse mit Handtüchern umwickelt, schnappte ich mir mein Rad und strampelte zur Polizeistation in Fournols und fragte nach einem Mediziner. Der befand sich gleich um die Ecke und er behandelte mich mit einer Kortison-Spritze. Da wollte ich nur noch heim. Am anderen Tag war alles wieder gut und ich konnte das gewohnte Dasein ohne Probleme fortsetzen. Zunächst die Umgebung erkunden.

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