Parken am besten Am Weimersberg (Einbahnstrasse), gleich an der L495! Da ist ein Einstieg – einer von vielen. Markierung 🔴; oder das Emblem Hauensteiner Schusterpfad, siehe Foto links! Ein Rundkurs mit kleinen selbstgewählten Abschweifungen von ca. 15 km. Das packt man im fortgeschrittenen Alter locker und lässig … Mit leichtem Muskelkater tags danach …
Das Internet bezeichnet den Schusterpfad als ‚Premium-Wanderweg‘. Das darf man getrost so stehen lassen! Erste Sensation: eine von der Natur freigelegte Buntsandstein-Formation:⇓
Wahrzeichen des Pfälzer Waldes: Felsformationen
Die zweite Sensation folgt nicht auf dem Fuss, wir befinden uns in einem Radler-Paradies:⇓
Eine zentrale Anlaufstelle liegt beim sog. Hühnerstein; so ungefähr nach fünf Kilometern. An Hühner erinnert hier nichts, kein Gegacker, kein Gescharre, dafür allerdings mitgebrachte frischgekochte Eier zum Verzehr. Stärkung für die bereits etwas müden Glieder; und wer kann, der nimmt die Alu-Leiter hoch zum Gipfel, dort oben genießt der tapfere Wanderer die Pfälzer-Wald-Welt!
Bild links zeigt eine Info-Tafel oben auf dem Hühnerstein, Bild rechts – die Himmelsleiter führt direkt ins Pfälzer Nirwana …
… Gleich marschieren wir weiter … und treffen so nach und nach auf die Hauensteiner Holz- und Forstwirtschaft:⇓
… DICKE EICHE …
Text am Sockel des Kunstwerks: WANDERN OH WANDERN IM STURM UND WIND KEHR EIN MÜDER WANDERER RUH AUS MIT DEINEM KIND – WILLKOMMEN IM WANDERHEIM ZUR ‚DICKEN EICHE‘ P.W.V. Hauenstein
ERRICHTET IM JAHRE 1979 VON E. FRANZ SEIBEL, BILDSCHNITZER AUS HAUENSTEIN
OTTO HOLZHAUSER, EUGEN MEMMER, RAIMUND FEITH, THEO GLASER, RENTNER AUS HAUENSTEIN
Ich denk mal, es reicht, möge man sich selbst ein Bild vom Hauensteiner Schusterpfad machen, zum versöhnlichen Schluss zwei Naturereignisse!⇓
Der Regionalpark Wedeler Au mit dem Naturschutzgebiet SCHNAAKENMOOR gilt als feuchtes und an Nährstoffen armes Torfmoosmoor mit spezieller Flora (Moose und Flechten) und Kiefern- und Birkenwäldern; dazu zur Ansicht zwei Landschaftsbilder:
Ich denke: beide Aufnahmen begründen ganz eindeutig die Schutzwürdigkeit dieser Landschaft. Der Hamburger Senat hat dies bereits im April 1979 erkannt und erliess eine entsprechende Verordnung! Das Gelände ist zum grossen Teil von Zäunen umgeben, was in dem Foto rechts sichtbar wird. Wir befinden uns im Westen Hamburgs unweit von Wedel. Moorkultivierungen (Brennmaterial) brachten Birken- und Kiefernbewuchs.
Es folgt ein Übersichtsplan, der am Roten Punkt (dem Standort) zu finden ist und den ich der Einfachheit halber mal abfotografiert habe:
Ganz nah beim Schutzgebiet trifft der Wanderer oder Radler – Wege nicht verlassen – auf das Wildgehege KLÖVENSTEEN. Da konnte ich mich in Tierfotografie üben:
Auf die Wedeler Au stiess ich während eines Besuchs in Wedel, wo mir eine Eisdiele – am Mühlenteich – aus meinen mittlerweile fünf Fahrten nach HH im Gedächtnis blieb, die ich immer wieder besuche, das ist der Eisqualität geschuldet, was über die Jahre sich erhalten hat. Das Bächlein Wedeler Au durchfliesst diesen Teich, um eine Weile später in der Elbe aufzugehen.
In / an die Wedeler Au kam ich über Blankenese, Endstation S1/S11. Über die Blankeneser Landstrasse radelt man zur Marienhöhe – einer Querstrasse, rechts – und zum Sülldorfer Mühlenweg bis zum Wittland, links. Dort überquert man die S-Bahn-Gleise (Wedel – Blankenese) und radelt längs dem Sieversstücken/Suurheid am Asklepios Westklinikum, Abteilung für Unfallchirurgie vorbei. Achtung! Übern Achtern Sand Klövensteenweg radeln. Auf diesem Weg geht’s voll rein in die Wedeler Au. Und findet dann leicht das Wildgehege im Klövensteen im Staatsforst Hamburg. Hier verläuft die Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Wir radelten kreuz und quer bis ans Ende der Wedeler Au und trafen auf … die Elbe:
Bereits die Anreise mit der Deutschen Bahn AG riss einigen Zuggästen die Haare aus. In Grombach blieb der Regionalexpress einfach liegen, stehen usw., da halfen nur Zigaretten, nachdem der Zugführer freundlicherweise die Türen öffnete. Fast eine halbe Stunde unfreiwilliger Aufenthalt, da kamen sich die Reisenden etwas näher und babbelten über ihre Vorhaben und Pläne; einer, ein junger Bursche, wollte dringend nach Stuttgart zum Flughafen, da griff er zum Telefon und rief seinen Kumpel an, er solle umbuchen auf den nächsten Flug: Gebühr 240.-€!!! Ziel Chicago! Und das mit der DB AG. Der kluge Mann baut vor, zeitlich gesehen und nicht auf den letzten Drücker. Nach Behebung technischer Schwierigkeiten trudelte endlich aus der Gegenrichtung die Stadtbahn nach Sinsheim ein und wir rollten weiter: allerdings nur bis Bad Rappenau! Unser RE wurde stillgelegt. Umsteigen in ein anderes Gefährt Richtung Heilbronn. Ich verlies die Malaise in Bad Friedrichshall. Aber egal, ich liebe die Bahn, vor allem dann, wenn was los ist, das war auf der Rückfahrt nicht anders …
Locker und leicht behäbig kurvte ich den ausgeschilderten Radweg entlang, unterquerte die B27, nahm die Gantnerstrasse, oder war’s die Bohnertstrasse (?), dann ein Stück Hohe Strasse … querte die Tübinger, Freiburger, Ulmer, Heidelberger und Karlsruher Strassen, fand einen Feldweg an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung vorbei und landete – nicht mit dem Flugzeug – auf der Heuchlinger Strasse (L1098), radelte ein kurzes Stück auf der stark frequentierten L1096 entlang und starrte voller Vergnügen auf eine Ruhestätte: SchlossHeuchlingen⇓
Unterbringung im Schloss ⇔ ein Ingenieur- und Architekturbüro
Auf einer Information zur Geschichte des Schlosses steht, dass es 1222 erstmals im Besitz der Herren von Heuchelheim gewesen sein soll (und vorher? 1222 Gründung/Bau?). Wie so oft folgten Zerstörung, Neuerwerbung (Deutscher Ritterorden), Brandschatzung im Bauernkrieg, Wiederaufbau in Fronarbeit! Bis heute Staatsdomäne.
Dazu eine Entdeckung am Rand des Schlosses:
Falls es Probleme beim Entziffern/Lesen des Textes geben sollte, hier in Reinschrift: Neckar Kreis, Oberamt Neckarsulm. Gemeinde Duttenberg. Theilgemeinde Heuchlingen (Theil heute ohne h). I. Bataillon Heilbronn. 4. Württ.Landwehr-Regiments Nr. 122. 4. Kompanie Neckarsulm.
Aus der Gegenwart noch ein paar Aufnahmen des Schlossareals:
… Wenn ich etwas cleverer gewesen wäre: der Jagst-Radweg war gleich um die Ecke! Stattdessen nochmal L1096, der rasende Horror. Und dabei noch an einer Autoschrott-Verwertung vorbei. Gleich wie, die Neue Strasse führte ins Dorf, da kann man per Hinweis den Anschluss zur geplanten Tour finden. Das spricht für Untergriesheim! Da existiert sogar ein Bahnhof, wo die Regio-Bahn Station macht.
Der Fernradweg schlängelt sich der L1096 und dem Tal der Jagst entlang und führt nach einigen Windungen nach Herbolzheim. Auf dem Weg dahin: Trockenheit, Verursacher der Sommer 2018! Ein Maisfeld, eine Futterwiese, die Jagst. Am Ortsrand eine Kläranlage⇓
Vielleicht ein Beleg für den Klageruf der BauernVerwüstung durch langanhaltende Hitze und TrockenheitDie Jagst führt noch reichlich Wasser, man stelle sich vor, sie wäre zu einem Rinnsal verkommen oder gar ausgetrocknet … Sie lebt!Die örtliche Kläranlage, eine unverzichtbare Sehenswürdigkeit
In Herbolzheim gerastet, eigentlich suchte ich den Metzger W., der auf der Strecke Werbung für sich macht. Montags jedoch geschlossen. Das war nicht angekündigt! Als Ersatz kehrte ich schräg gegenüber bei einem Getränkehändler ein, eine Buddel Apfelsaft naturtrüb, es wurden Erinnerungsfotos der Trinkrunde erstellt, eine Veröffentlichung scheidet hier aus! Schade!
Schnurstracks nach Neudenau. Dort ein paar Bilder geschossen, das Mittagessen nachgeholt, Ochsenmaul-Salat mit Brötchen aus der Metzgerei Thomas Muthler, schmeckte hervorragend, kräftigend, danach eine Zigarette, Wespenplage, adios Neudenau⇓
Leider versäumt Schloss Domeneck! Und Schloss Assumstadt, Züttlingen!
Ja Mann der Engel und Heerscharen, wo war das denn, wer die Frage genau beantworten kann, bekommt ein kleines Meisterwerk aus meiner Werkstatt geschenkt, es geht um die Ortung des folgenden Fotos⇓
Der-, diejenige, welcher, welche ein nahezu identisches Fotos zum obigen Bild liefert: GEWINNT!
Eine geologische Sensation hätten wir noch: bevor wir nach kurzer Zeit in Möckmühl eintrudeln⇓
Zum Schluss – aus dem Paradies der Radler – huldigen wir einem Hochrad aus ALU (Am Kirchplatz)⇓
Gross-Demo in Mannheim². Ein ununterbrochener Zug vom Schloss durch die Fussgängerzone (Breite Strasse) zum Alten Messplatz. Vorneweg unser Oberbürgermeister. Dr. Peter Kurz. Erstmal die Organisatoren, am roten Mikrofon Gerhard Fontagnier↓:
Die administrative Vorhut:
Der Zug, das Motto:
Wer wäre bereit für private Aufnahme von Menschen? Wer von den vielen Unbenannten, Unbekannten? Wäre ich bereit?:
Wer denkt hier was? Wer denkt Demokratie? Wer denkt klammheimlich? Wer ist frei? Und wer ängstigt sich? Der Staat ängstigt sich? Europa in Wirrnis? Wir beteuern: Wir ängstigen uns? Ja, wir unterliegen der Angst? Wir sagen JA?
Wir befinden uns in einem wirren Zustand? Wie seit ewigen Zeiten? Die Entwirrung wäre die Befreiung vom Bösen? Hat das je funktioniert? Keine Religion hat das je geschafft?