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  • Bad Münster am Stein / Bad Kreuznach

    Die Alsenz Radtour vom 27. Mai scheiterte an Kraftverlust – siehe Berichte weiter unten. Das Ziel Bad Kreuznach blieb in weiter Ferne. Nach 50 km Strampelei war in Alsenz Schluß. Nichtsdestotrotz schimmerte der Ehrgeiz durch, den Restposten Alsenz ⇒ Bad Kreuznach und zurück zu bewältigen. An diesem Tag (Sonntag, 03. Mai) war Gott blau, keine Wolke am Himmel, warm bis zum Gehtnichtmehr. Früh um 8:00 Uhr die Satteltaschen bepackt und zum Mannheimer Hbf geradelt, die Stadt schlief, sonntägliche Ruhe …


    Umstieg in Kaiserslautern und ab nach Alsenz. Vorbei in rasender Bahngeschwindigkeit an den Kupfer– und Eisenschmelzen Hochstein, an Rockenhausen, dann Ausstieg am Ausgangspunkt der Spazierfahrt mit dem Velo nach Bad Kreuznach. Knapp hinter Alsenz erste Pause der Rundfahrt im Gewerbegebiet Nördlich der B420. Croissant und Kaffee. Zigarette. Kurzer Plausch mit Gästen der Bäckerei. Etwas weiter, nach Hochstätten, thront in der Ferne eine Burg hoch am blauen Himmel: die über achthundert Jahre alte Altenbaumburg – zu Altenbamberg gehörig …


    In Bad Münster am Stein-Ebernburg, einem Ortsteil von Bad Kreuznach, erhebt sich die Ebernburg: die Herberge der Gerechtigkeit!⇓


    In Bad Kreuznach bzw. seinem Stadtteil Bad Münster am Stein ergingen sich die Massen der Sonntägler, weshalb wir es kurz und bündig machen mit zwei Foto-Galerien.


    Bad Münster am Stein:

    Ehrenbürgerschaft

    Kurmittel-Haus und Kreisverwaltung zur Nahe

    Wasserrad und Kanal für die Saline

    Wasserturm über den Solequellen

    Ausflügler mit Eisdurst

    Burg Rheingrafenstein – mehr Steinbruch als Burg

    Strassen- und Gleisbrücke über der Nahe

    Bootsverleih und Fährbetrieb zum Huttental, per Muskelkraft, am Ufer das Fährboot …

    Die Nahe mit Promenade

    An der Nahe: Flusslandschaft

    Das eigentliche Bad Kreuznach, ein paar Impressionen:

    Gebäudeteil auf der Cecilienhöhe

    Fussgänger- und Radfahrerbrücke über die Nahe

    Salinen-Baukunst: wie sie häufig anzutreffen ist

    Ruhepunkt für Radler

    Wohlbefinden (Wellness) an der Nahe

    Kurbetrieb Bad Kreuznach

    Flanier- und Ausgehviertel an der Nahe

    Blick von der Kirschsteinanlage auf die Mannheimer Strasse mit Brücke und Naheabstich

    Gebäudefront am Naheabstich

    ONE LOVE

    City Bad Kreuznach

    Das Augenmerk gilt der Beschriftung auf dem Betonfundament

     

     

     

  • HOCHSTEIN – Kupferschmelz

    Gleich hinter Winnweiler am Ortsrand von HOCHSTEIN entdeckt der Radwanderer das Hochsteiner Willkommen. Und das Fabrikgelände zwischen der Alsenz- und Werkstrasse, der Bahntrasse und der Bundesstrasse 48: das GWS – was immer das heißen mag. Vielleicht Gas, Wasser, Heizung? Jedenfalls soll da eine Firma Kupfer erschmolzen haben, das Werk wurde jedoch – da nicht konkurrenzfähig – mit Beginn der 2000er Jahre geschlossen und dümpelt, von einigen (?) auf dem Areal befindlichen Betrieben abgesehen, vor sich hin. Betreten leider verboten!


    Toreinfahrt zum Fabrikgelände

    Der eigentliche Plan war den Alsenztal-Radweg von Enkenbach-Alsenborn über Alsenz nach Bad Kreuznach zu nehmen. Der Radweg ist vergleichsweise leider einer der miesesten. Entlang dem Glan und der Blies z. B. radelt man hervorragend durchgeplant! Siehe Berichte weiter unten. Da kamen GWH – und einige Kilometer später das Eisenhüttenwerk – gerade recht. Wenigstens zwei Sehenswürdigkeiten abseits der Strecke außerhalb des Alltäglichen, Postkartenmotive dienen der örtlichen Werbung und sind meist (verständliche) Schönfärberei und willkommenes Material für touristische Prospekte und Internetauftritte.


    Versteckt hinter Bäumen und wilden Ranken dämmern hinterm Willkommen die Ruinen hervor. Ein Blick in die Vergänglichkeit Deutscher Industriekultur. In Grossstädten würden derlei Gebäude künstlerischen Unternehmungen und der damit folgenden Gentrifizierung zugeführt. In den abseits gelegenen Ortschaften jedoch wartet der Schleifer meist vergeblich. Oft über Jahre, falls sich je eine Investition auftut.


    Durchdringt man das Gestrüpp, da zeigt sich die komplette Malaise. Das ehemalige Hauptgebäude sieht aus wie unter Beschuss. Das Dach zerfällt, die Natur wuchert. Unten im Bild das abgrenzende Mäuerchen zur Regionalbahn und die Tunneleinfahrt. Nichts mehr funktioniert, lediglich der Verfall besitzt einen unbefristeten Arbeitsauftrag.


    In einer Halbtotalen schwingt sich die Phantasie zu einer Wohngegend im Grünen auf. Herrliche Villen und Einfamilienhäuser umgeben von reichlich Baumbestand, fast in einem Talkessel gelegen. Wer wollte da nicht wohnen!⇓


    Mit einer bunten Aufnahme des Ortsteils in der Werkstrasse und König Ubu verläßt der Radler Hochstein.⇓

  • EISENHÜTTENWERK Hochstein

    Das Hinweisschild


    Betrachtung des Werks von auswärts

    Die Toreinfahrt

    Visite des eingeschossigen Baus mit Shedhalle vom Strassenrand

    Zukünftige Nutzung als Gärtnerei?

    Das vergammelnde Anwesen in den Innenbereichen

    Müllkippe

    Gebäudefront en détail

    Lagerstätte

    Autofriedhof

    Reifen- + Motorradfriedhof

    Der waghalsige Gang in offene Räume der Hüttenfabrik

    Schuttabladeplatz

    Unterm Sheddach

    Eine weitere Ansicht

    Letzte Aufnahme, danach das Areal verlassen

  • Les Vallées de la Blies, de la Sarre …

    Radtour Homburg⇒Blieskastel⇒Sarreguemines⇒Saarbrücken


    TEIL 1 – Deutschland


    In der Gegend könnte man heimisch werden; da ergäbe sich die Qual der Wahl. Besuchs- und ersatzhalber reicht eine Tour mit dem Drahtesel, denn in der Kürze liegt die Würze! Alles andere möge Traum bleiben. Zur Einführung ein kurzer Blick in die Landschaft entlang der Blies:⇓


    Elektro-Biker rasen zügig vorbei, das ist noch schlimmer als die Natur und die Gegend per Auto zu passieren. Die Rad-Profis mit ihren Maschinen sind kaum besser dran; den gestressten und frustrierten Blick unterm Helm stur geradeaus gerichtet, gibt es für sie nur eins: die Verkehrssituation erfassen! Außer Training für die nächste Tour – weiß der Himmel wo – beschränkt sich ihr Pedale tretendes Bewusstsein konsequenterweise auf Tempo Tempo. Welche, welcher schleppt schon gerne einen gewichtigen Fotoapparat mit sich herum, vor allem: da müßte ja hin und wieder angehalten werden, um sich ein Motiv bildnerisch einzuverleiben.

    Einfahrt Blieskastel Schlosskirche


    Von dem schönen Blieskastel kommt nur ein weiteres Bild zur Veröffentlichung, sonst würden sich die Ablichtungen, die im Netz zu finden und zu bestaunen sind, nur wiederholen!


    Am Rand von Blickweiler wird im Vorbeifahren das herrlich gelegene ältliche Sportheim des SV Blickweiler in Augenschein genommen:⇓


    Entlang und meist mittendrin im Blies-Dschungel und  gleichnamigen Naturschutzgebiet fünf Aufnahmen zur wohlfeilen Information!⇓


     Hundevereine (Schäferhunde-Vereine) findet man in Deutschland zuhauf, hier in Gersheim ein besonders schönes Exemplar:⇓


    Gleich nebenan zum Hundesport die Lagerhalle einer Baufirma, mit drei Aufnahmen, zwei en Detail, sei sie gewürdigt:⇓


    TEIL 2 – Frankreich


    Zwischenstaatliche Ereignisse und Impressionen:⇓


    Communauté d’Agglomération Sarreguemines Confluences ⎆ Rathaus (Gemeindeverband)


    An der Saar wechseln wir die Uferseite und nehmen das Auditorium du Casino des Faienceries von der Fußgängerbrücke aus gesehen ins Visier:⇓ 

    Und am Ufer lauert ein Reiher aus Menschenhand:⇓


    Nicht zu übersehen: Wandmalerei an einer Stützkonstruktion einer Strassenbrücke in Sarreguemines:⇓


    Wir radeln in Frankreich und schauen nach Deutschland:⇓ 

    Ein Friedhof für die ausgediente Flussschifffahrt!


    Am Chemin du Moulin (Canal Welferding) gelingt die vielleicht friedfertigste Aufnahme der gesamten Tour!⇓


    Weiter und weiter, immer weiter, irgendwann werden es 70 Kilometer sein, bis Saarbrücken erreicht wird. Bei einer Firma für Verschrottung, parallel zur Rue des Ateliers gelegen, gehen wir in den Aufnahmemodus:⇓


    Zum Abschluss am Ortsrand von Saarbrücken ein gespraytes Kunstwerk, leider auf sinnlose und irrige Weise beschriftet …


    Heimwärts geht’s mit der Deutschen Bahn nach Mannheim, ein zwölfstündiges Unternehmen fährt in die Nacht hinein … 

  • Rietburgbahn ⎆ Schloß LUDWIGSHÖHE

    Ein Kommentar vom 06.05.2018 um 23:27 Uhr: “ Franz Bellmann, thank you for this post. Its very inspiring.

    Mannheim, Freitag, 04.05.2018 ⇔ Zug 8:39 Uhr (Süwex) nach Neustadt ⊕ in der Fussgängerzone Frühstück mit metzgerfrisch belegten Brötchen ⊕ feiner zuckriger Trinkschokolade, bestens gestärkt zur Anfahrt nach Schloß LUDWIGSHÖHE, gleich nebenan die Talstation der Rietburgbahn.

    Die Rietburgbahn⇑ mit Zwischenbereich und Bergstation – und einem kurzen Blick auf Edenkoben in der Rheinebene, ⇒wer Lust hat: Einkehr zur Rietburg am Ende der Doppelsesselbahn mit herrlicher Aussicht (Höhe ca. 550 m) und supertollen Speisen ⊕ Preisen …


    Kurze Etappe: Zum Ludwigsturm mit Turmfrau von und zu Blättersberg und Stolperstein


    Sprung zum Ritterstein ‚Kohlplatz‘, zurzeit donnernder Motoren- und Sägelärm, Picknick aufgeschoben

     


    DR. SPRATER – PFAD zum urzeitlichen Kesselberg!

    In Gletschermulden, in Felsblöcken und Brocken badeten einst im in Vertiefungen sich sammelnden Wasser zur rituellen Reinigung unsere Vorfahren, die Kelten. Teils entstanden die schalenartigen Wannen durch natürliche Prozesse, teils durch Künstlerhand, bei zunehmender Bevölkerungsdichte, und religiösem Bedarf.


    DIE URZEUT – QUELLE: Triefenbach 

    Von der Quelle bis zurück fast bis zur Talstation der Rietburgbahn ein begleitender visueller Genuss, verständlich, dass sich Kelten und andere Gemeinschaften sich hier eines erholsamen Lebens erfreuten, bot der Dschungel ja reichlich an Nahrung, Vogeleier aus verschiedenerlei Gelegen, Rehe und Kitze, Fisch ohne Mikroplastik, Beeren und Früchte aller Art, keine Bananen …

    Und der neuzeitliche Wanderer findet Verzehr und auch längeren Einlass im Naturfreundehaus Edenkoben⇓ und etwas weiter am Hüttenbrunnen, wo der Haselbach in den Triefenbach mündet:


    Eine Rarität am Rand des Weges entlang dieses fantastischen Baches: Der Innungsstein 


    Und noch vieles mehr, einfach mal einen Spaziergang dort machen und nicht mit der Blech(Plastik)karre zwangsneurotisch dran vorbeimüssen!


    Das End vom Lied: Die Talstation des Sessellifts