Corona ist allgegenwärtig … ein Brief von Ende Mai 2020 an Karin und Jürgen …
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Immer schön den Ramschselbach lang
Hinweis: Wie bei vielen Veröffentlichungen, (z. B. im Vorlauf zu Romanen, Kurzgeschichten etc.) ist die geschilderte tatsächliche Sachlage zumindest historisch bekannt und der Bezug real, lediglich die Namen der zentralen Gestalten wurden aus Schutz- und Persönlichkeitsgründen geändert bzw. erfunden, in unserem Fall liegen die Realitäten darüberhinaus im Ungefähren, selbst der Ramschelbach existiert höchstens als gemeines Rinnsal ja vielleicht in den USA im Süden von Arizona, wo der letzte einsame Saloon im Wilden Südwesten noch an Wochenenden geöffnet wird. Der Wirklichkeit und der Wahrheit in diesem Bericht entsprechen uneingeschränkt die veröffentlichten Fotos vom 09.09.2020.
Mit dem Fahrrad erreicht der Mannheimer Radler immerhin den Wilden Südwesten Deutschlands. Die Pfalz im Umfeld von Altrip, Waldsee, Schifferstadt und Speyer, und weiter südlich das bildhübsche Germersheim und da ist auch Wörth nicht mehr weit.
Am Albert Einstein Kreisel in irgendeinem Ort beginnt rechterhand der großen Tankstelle die Mühlengasse, sie führt hinaus zu den meist abgeernteten Feldern, nur Karotten stecken noch fest in der Erde, da wird vorsorglich ein letztes Mal gespritzt, doch schon beginnt die maschinelle Einbringung, zwei Belegfotos zu den Äußerungen:
Bis später, mit einer Brise Chemie kontaktieren wir den Heiligen Geist und gestatten uns eine Besinnungspause, Kapellchen leider nicht zugänglich:
Durch Feld und Wald sprudelt Wasser, der Ramschelbach läßt von sich hören, kein Wasserfall, nur leises Gemurmel. Die waldreiche Gegend nimmt eine Auszeit, dafür städtische Überraschungen:
WIR DRINGEN TIEFER EIN IN DIE WILDNIS ALASKAS … Die Ranch, der Saloon oder etwa der Salon(?), die Ruhe, kein schießwütiges Gemetzel, Whiskey, Bier, beginnende Prohibition, Al Capone, die Sizilianer … Steuerhinterziehung …
Die Welt ist so klein wie groß, wer weiss schon, wo es hinführt mit unserem Geschlecht, manchmal haben wir Endzeitstimmung, dann wieder regiert maßlose Euphorie und dazwischen versucht sich mittlerweile seit Jahrzehnten (!) die Europäische Demokratie.
MORGEN GEHEN WIR IN DEN SALOON … Salon:
Wer wär nicht gern Indianer, Cowboy (KuhJunge), Insulaner und Kanadier, sie alle kehrten als Emporkömmlinge sprich Erwachsene ein in der Silo-Shilo-Ranch, ganz in der greifbaren Nähe des wilden Rehstroms beim Schifferdorf zu Rheinland-Pfalz. F E R T I G (?) oder auch nicht …
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Der Bürgereid …
zu Schifferstadt im Jahr 1650 …
TREU UND HOLD SEIN DEM BISCHOFF ZU SPEYER NICHT NACHTEILIG GEGEN DEN SELBEN REDEN UND HANDELN ZUM HEIL UND NUTZEN DESSELBEN TÄTIG SEIN GEHORSAM IN ALLEN GEBÜHRLICHEN DINGEN DEM BISCHOF, SEINEN AMTLEUTEN UND FAUTEN DU SOLLTEST EIN TREUER MITGESELL DER GEMEINDE SEIN DERSELBEN IN ALLER IHRER GERECHTIGKEIT HELFEN ALLEN SCHADEN HELFEN ABWENDEN IHREN NUTZEN FÖRDERN, SOVIEL DU KANNST DU SOLLTEST DER SCHIFFERSTADTER OBRIGKEIT DAS SIND: FAUT, GERICHT, GERICHTSLEUTE DORFMEISTER GEHORSAM SEIN, ALLEN IHREN GE- UND VERBOTEN
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HERAKUTS SCHICKSAL
Im Oktober 2014 hatte ich noch Hoffnung, es dauerte nicht lang und sie wurde in grossen Teilen zerstört. Die Graffiti-Kunst(?) kennt keinen Respekt, sie ist gnadenlos, ein Spray und alles ist hinüber. Das Neue ist oft die Respektlosigkeit dem Vorgänger, dem Vorhandenem, dem Alten gegenüber. Ein sanfter Druck: das zuschmierende Ergebnis banal und kritzelig in aller Eile draufgehalten. Herakut Mannheim 2012 sprühte malerische Spritzenkunst – die namenlose ‚Übersprayung‘ frevelhaft und gemein!
Ein ähnliches Schicksal trifft zurzeit Benjamin Burkard mit seiner Arbeit im Tunnel der Kurpfalzbrücke in Mannheim.
In eigener Sache … gepinselt nicht gesprayt!
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Das entstehende Paradies
… Die großen W-Fragen … Die Antworten per Aufnahme:
Und mit einem Gedicht von Friedrich Schiller, der Ode An die Freude, der zweiten Fassung aus dem Jahr 1808. Freude, schöner Götterfunke, Tochter aus Elysium, Wir betreten feuertrunken, Himmlische, Dein Heiligtum. Deine Zauber binden wieder, was die Mode streng geteilt, alle Menschen werden Brüder, wo Dein sanfter Flügel weilt.



























