Autor: Franz Bellmann

  • Lazarev Roman Maroc

    Lazarev Roman Maroc


    Essaouira – Mannheim

    Was passiert im Leben, wenn man plötzlich von hier nach dort gerät. Und das Geschehen nicht hinterfragen mag. Das Hier mit einem Schlag Vergangenheit, und das Dort, was ist, was wird aus dem Dort. Für viele bestimmt das Schicksal, die Welt ihr Geraten. Wenige dürfen selbst über sich entscheiden. Hat sich Roman frei bewegt und sein Tun bejaht? Wer weiss es, er spricht nicht darüber. Eine Frage nach seiner Existenz hiesse den Besuch scheitern lassen, er will sein Leben, kein adhoc-Besucher besitzt das Recht des Zugangs.

    Meine vier Wochen in Essaouira und der ländlichen Umgebung spielten mir eine Informantin zu, die sich in der internationalen Kunstszene der Stadt auskennt. Bei einem Besuch bei ihr in ihrem Schokoladenlokal am Place 11 Janvier fiel der Name Lazarev. Was braucht der Sucher in einem Moment des Zufalls: Informationen! Kurze Hinweise, die Adresse! Bab Marrakech – immer geradeaus. Rue Mohamed El Qorry – immer geradeaus. Die zentrale Achse der Medina queren – immer geradeaus. In der Rue Abdelazziz Al Fachtali bin ich am Ziel. Rechts vom Hotel des Amis: sein Haus. Ich frage rum, ein Marokkaner zeigt mir die Tür und die Klingel zum Atelier, niemand antwortet. Roman muss sich bewegen – aus gesundheitlichen Gründen, sagt mir ein vertraulicher Nachrichtensprecher. Ich werfe einen mitgebrachten Wisch in den Schlitz des Briefkasten und gehe spazier’n. Nicht wie im Zettel angekündigt, sondern erst ein paar Tage später: machte ich mich erneut auf die Suche nach Roman Lazarev.

    Der eigentliche Eingang zur Atelierwohnung

    Ein liebenswerter Mensch, freundlich und doch reserviert. Wie würde ich mich verhalten, stünde so mir nichts dir nichts ein Fremder vor meiner Tür: mit dem Anliegen eines Atelierbesuchs?

    Die Tür war unverschlossen, Roman rief mich die architektonische Qual der Treppe hinauf, ich bestand die erste Hürde mit Bravour. Im fortgeschrittenem Alter bedarf es einer exquisiten Obacht beim Hinauf und vor allem beim Hinab. Nur keine Sorge, ich kam unbeschadet wieder runter, eine Stunde gewährte mir der Künstler – Artiste Peintre – wie auf seiner Visitenkarte steht, und ich fand Glück.

    Lazarev in einem Foto-Shooting, das Atelier und einige Werke:

    So weit, so gut.

  • Wohnungsnot

    Einige Aufnahmen dazu, wie dringend notwendig es ist, schnell und ausreichend Wohnraum zu schaffen!

    Leider konnten wir den Erbauer des Anwesens bislang nicht ausfindig machen …

  • Christine Bellmann MALEREI (1)

    Seit gut einem halben Jahr arbeitet sich Ludwig Roth durch ein -ja- riesiges Bündel an künstlerischen Arbeiten, welche seine Frau Christine in einem wahrhaft schöpferischen Rausch hinterlassen hat. Es ist ein malerisches Werk: strukturiert in Zyklen. Über fast ihre gesamte Existenz hinweg blieb sie sich ihrer Auf- und Hingabe treu, bis eine heimtückische Krankheit ihr die Arbeit stahl.

    Wir – Ludwig und ich – veröffentlichen bit by bit die Versuche der Zusammenstellung und Auseinandersetzung mit Christines Werk in ausgewählten exemplarischen Bildern, die die Folge inhaltlich zusammengehörender Werke gleicher Gattung darstellen.

    Deshalb im Titel die in Klammer gesetzte 1.

    Beginnen wollen wir mit einigen Arbeiten aus den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, uns liegt es zunächst an der Veröffentlichung einiger spezieller s-w Arbeiten ohne informative Zutaten wie Signatur, Format, Malgrund etc., das BILD ist dominant! Auf einen Ausreißer in ROT möchten wir nicht verzichten!

    Alles wird existentiell, alles wird zur Realität:

  • Ohne Titel

    Ohne Titel

    Wir erlauben uns einen Zugriff auf einen Artikel in der SZ Nr.216, Sa./So., 18./19. September 2021, MOBILES LEBEN, Seite 53 von Marco Völklein und zitieren daraus:

    „Auf gerade einmal 29 Prozent aller Bahnstrecken in Schleswig-Holstein können Züge mit Elektroantrieb fahren.“

    Im Bund →:“61 Prozent“, „in der Schweiz Tendenz ca. 100%“, dazu wird im Artikel der Kieler Abgeordnete Tietze zitiert: „Künftig fahre man mit Strom vom Deich statt mit Öl vom Scheich“.

  • Die Albler

    Die Albler

    Die ALB, der Bach, von der Teufelsmühle bis zur Mündung in den Rhein: Das funktioniert nicht ohne Schwierigkeiten für die Albler-Crew. Talstufen und mächtige Wasserfälle müssen überwunden bzw. umgangen werden. In Bad Herrenalb ist Sightseeing angesagt, in Frauenalb besucht man die mittelalterlichen Nonnen und läßt sich im Refektorium mit Spezialitäten des Nordschwarzwalds verköstigen. Da sind bereits zwei Wochen von den Semesterferien rum. Die Albler genießen die Abgeschiedenheit bei den Frauen von Frauenalb, finden Ruhe im Gebet, bevor es gut ausgeschlafen am anderen Tag weitergeht Richtung Ettlingen.

    Willst Ettlingen sehn, hieß es bei uns im Bio-Unterricht bei Emil Reichert wenn was schief gelaufen ist. Dann wurden die Ohren langgezogen bis Ettlingen in Sichtweite kam.

    Am Naherholungsgebiet Günther-Klotz-Anlage (ehemaliger Karlsruher Oberbürgermeister) treffen wir auf die Albler! Mit Glück finden wir Annabelle von der Teufelsmühle in einem dieser ‚Boote‘ wieder und mailen uns hin und her und quatschen über die Beschwernisse der abenteuerlichen Bachtournee, die ja im Rhein enden soll. Wenn wir allerdings die alkoholischen Vorräte in den Schlauchwannen betrachten, so verstehen wir doch sehr, dass in Daxlanden die vierwöchige Totalverausgabung ein realistisches Ende nahm!

    Zum Schluss Fotos von den Alblern: