Die „Erste Serie der Qualität“ umfasst die WVZ-Nummern 1065 – 1096. Insgesamt werden 32 Seiten Zeichnungen und Texte auf DINA 4 Papier vorgestellt. Die Digitalisierung derArbeiten vollzog sich zusammen mit Mat in einem ultimativen Scan-Erlebnis bei Weisswurst, Bier, Butterbrezel und Vivaldi.
Die “Zweite Serie der Qualität” umfasst die WVZ-Nummern 1097 – 1133. Insgesamt werden 37 Seiten Zeichnungen und Texte auf DINA 4 Papier vorgestellt. Die Digitalisierung der Arbeiten vollzog sich zusammen mit Mat in einem ultimativen Scan-Erlebnis bei Weisswurst, Bier, Butterbrezel und Vivaldi.
Hier das Ergebnis:
Titelblatt
Zeichnung 1996
Visitenkarte
Einer der vielen Mitarbeiter der Sicherung der Qualität
Quantitative Prüfung
Bei der Auswahl einer Probe
Toleranzgrenzen
Ablauf und Diagramme
Der Leiter der Sicherung der Qualität
Stichprobenplan
Die Sekretärin
Prüfanweisung
Ein Fehler in der Produktion der seriellen Fertigung
Eine Spezifikation
Der gekündigte Angestellte
Serienprüfung
Der Spezialist, auf der Suche nach einer Anstellung
Ablaufschema
Der Entwickler
Die Entscheidung
Die Sekretärin führt einen Tanz auf
Gauß Normal
Bei der Prüfung
Aussortierung elektrischer Widerstände
Der Zweifler
Grafik linear
Der Leiter der Fertigung
Tabellarische Entscheidung
Die Konzernleitung
Tabelle: Auswertung
Der Firmeninhaber
Der Ist-Zustand
Der Prokurist
Die Annahme
Auf dem Heimweg
Regelkarte
Bei der Nachtschicht
Mit Leinöl verklebter Ausriss eines Zeitungsblattes
Visitenkarte auf Seite 2 der zweiten Serie der Qualität, Scannen0036
Weil ich der Deutschen Sprache kaum mächtig bin, lasse ich Norbert den Vortritt. Irgendwann vor kurzem im August 2015 erhielt ich von ihm ein avisiertes Päckchen, darin ein Brief:
«Hallo Franz! Anbei das versprochene Info Material. Zur Zeit viel Agitprop in Sachen Büchner. Viel Organisationskram, wenig zum Künstlern. Halt viel auch Auf- und Abbau der Ausstellung und Eröffnung mit Politik-Sprech. (…) Kaum dass ich mal zur Zeit sechs Wochen im Atelier bin. Im September geht der ganze Zirkus wieder los. Z. B. Oktober 2015: 2. – 3.10 Köln / 7.10. Berlin / 12. – 14.10. wieder Berlin etc. … Ansonsten geht’s gut, habe eine neue Liebe in Dortmund gefunden und werde demnächst nach Dortmund umziehen, sobald ich da ein Atelier gefunden habe. Wir telefonieren mal … Herzliche Grüße Norbert»
Im Diakonie Magazin Ausgabe Januar 2014 findet sich unter der Schlagzeile «Kunst, die sich mit der Politik reibt» auf den Seiten 10 – 13 ein Gespräch mit Klaus Staeck, Norbert Koczorski und Andreas Pitz über eine Ausstellung zu Armut und Obdachlosigkeit auf Postkarten (Mail Art). Das Interview führte Hannes Langbein.
Norbert Koczorski (Zitat) zur Mail Art-Ausstellung:
«Sie brauchen ja nur einmal den Fernseher anzuschalten. Damals war die Occupy-Bewegung in aller Munde. Und als ich die Börsianer an der Wall-Street mit ihren Champagnergläsern stehen sah, während unter ihnen die Demonstranten gegen die Finanzkrise demonstrierten, da ging mir die Hutschnur hoch!»
Aber zurück ins 20. Jahrhundert, nach Darmstadt, zu Heinz-Günter Herpel und dessen Freiraum „Kunstpunkt“. Dort anno 1994 liefen wir uns über den Weg. Norbert mail artete schon damals.
Der Ernst des Lebens begann für uns beide in diesem Jahr in Basel, mit unserer gemeinsam geplanten und durchgeführten Performance Boxhenge in Zusammenarbeit mit Alexander Sutor und Jogi Weis, der uns seinen Trabant zur Verfügung stellte:
Flugblatt zum Auftritt von Norbert Koczorski, Scannen0031Kunstpostkarte von Norbert Koczorski, Scannen0028Einladung zur Performance, Scannen0029, Entwurf Norbert Koczorski, Franz BellmannNorbert Koczorski (Bildmitte) während der Aktion in Basel vor dem Tinguely-Brunnen, Foto Franz Bellmann
…
Für den Samstag, den 7. November 1998 organisierte Norbert Koczorski zum 4. Rheingauer Kunstgespräch in Geisenheim ein Happening mit dem Titel «Lügendes – Müllbild».
Dem Antrag von Norbert Koczorski, gestellt an das Ordnungsamt der Stadt Geisenheim am 3.8.1998, wurde mittels einer Sondernutzungserlaubnis vom 3.11.1998 stattgegeben.
Im Archiv bei mir lagert so einiges, was reproduzierbar ist, auch zwei Erinnerungsfotos mit dem in Geisenheim wohnenden Karl Dilly, der als Akteur die Performance bereicherte⇓:
Im Rheingau Echo vom 12.11.1998 stand unter „Lügendes Müllbild“ von Franz Bellmann als Performance u. a. zu lesen:
«Die Aktion sollte die Müllflut in der westlichen Zivilisation am Beispiel der Aluminiumdosen verdeutlichen und das öffentliche Bewusstsein für die Umweltproblematik schärfen, der jeder im alltäglichen Leben ausgesetzt ist. In Amerika, dem Herkunftsland der Getränkedosen, ist in der Zwischenzeit ein 5-Cent-Dosenpfand eingeführt worden, was die gedankenlose Wegwerfmentalität ein wenig eindämmen hilft.»
Postkarten Mail Art aus der Serie „Strich-Mann“ zur Vorbereitung der Performance in Geisenheim⇓:
Vier Grosse vor Landschaft
98 und Obst
…
Als Vorläufer zum Dosenauftritt moderierte Norbert Koczorski zwei Rheingauer Kunstgespräche. Eröffnet wurde die Reihe mit Klaus Wettstein: «Die schwierige Abtrennung der Köpfe». Es folgte Hans-Leo Rohleder mit einer Video-Performance «Nachdenken über das Nachdenken».
Wichtige Verknüpfungen im Internet zu Norbert Koczorski⇓:
Zum vorläufigen Ende zitiere ich Norbert Koczorski (Ausstellungskonzept) aus dem Katalog «Friede den Hütten! Krieg den Palästen», ein Mail-Art-Projekt zum 200. Geburtstag Georg Büchners:
«Ende der Achtziger Jahre sah ich zum ersten Mal eine Mail-Art-Karte von Aloys Ohlmann bei einem Freund im Atelier. Spontan schickte ich darauf hin Aloys meine erste selbst gestaltete Mail-Art-Karte zu. Wie es in der Mail Art üblich ist, werden alle Adressen von Mail Artisten veröffentlicht, die sich an Projekten beteiligen. So fand ich schnell viele Freunde in der weltweiten Gemeinschaft der Mail Artisten.
…
WIR arbeiten vielleicht morgen daran weiter, DieRedaktion.
Refugees welcome: Strassenfest vor der Asylbewerber-Unterkunft Mannheim am 03.03.2012
Bis 17:00 Uhr fand am Samstag vor der Unterkunft unserer Asylbewerber ein Strassenfest zur Solidarität mit Flüchtlingen statt, am Rande Mannheims, in der Pyramidenstrasse/Ecke Industriestrasse. Ein umfangreiches Programm … mit Buffet & Getränken (kostenlos), Informationen und Ausstellungen, Redebeiträgen und Workshops … gestaltete den Nachmittag. Für die Veranstaltung machten sich mehrere Institutionen stark, u.a. Bündnis gegen Abschiebungen, Freie Flüchtlingsstadt – KulturQuer-QuerKultur Rhein-Neckar e. V., Save-me-Kampagne MA … und viele andere UnterstützerInnen.
Hier einige ausgewählte Schnappschüsse, fotografiert um die Mittagszeit, DieRedaktion.
Denise, SAM_4827Kein Einweggeschirr!, SAM_4832Rollende, holzbefeuerte Suppenküche, SAM_4831Rollende, holzbefeuerte Suppenküche, SAM_4835Gäste des Strassenfestes, SAM_4840Radwerkstatt, SAM_4842Nico und Till, SAM_4844Arbeitsmaterial für Reparaturen, SAM_4847Kinderbetreuung, SAM_4853
Von links oben nach rechts unten: Denise vom Kritischen Kollektiv MA-Mainz, kein Einweggeschirr, rollende, holzbefeuerte Suppenküche, Gäste vor der Unterkunft der Asylbewerber, offene Fahrradwerkstatt mit kostenlosen Reparaturangeboten, Nico und Till, die Radspezialisten. Blick in die Werkstatt, Spielwiese hüpfen.
Rückblick: darmstädterkulturnachrichten – Die Stadtillustrierte April 1994, unter Ausstellungen und Galerien war u. a. zu lesen: „Umweltpreis für Dosenkunst“
… Franz Bellmann, Mannheimer Maler, Dosen- und Umweltkünstler stellt vom 29. April bis 08. Mai einen Teil seiner Performance „Dosenglück“ vor. Als Premiere zeigt Bellmann einige seiner Dosenstelen, etwa ein Dutzend, die als Stalaktiten und Stalagmiten dem Ausstellungsraum einen höhlenhaften Charakter verleihen. … (Der umfangreiche und informative Artikel, aus dem obiger Auszug stammt, wurde von Heinz-Günter Herpel verfasst, die April-Ausgabe liegt uns vor, die Präsentation organisierte der Freiraum „Kunstpunkt“ am Riegerplatz in Darmstadt, leider haben wir zu diesem Ereignis keine Fotos, DieRedaktion.)
Zwei grössere Objekte an der Wand im Atelier, keine Daten, Foto Matthias Plath, SONY DSC
„Lonesome rider“, Detail aus „John Wayne“, DSC05988
Am Ausstellungsort im Atelier, DSC05977
Keine Daten
„Das Hörrohr“, Nr. 55, DSC05974
„Die verlorene Radkappe“, Nr. ?, DSC05982
„John Wayne“, Nr. 8, DSC05987
„Die Federung“, Nr. 40, DSC05968
„Gugelhupf“, Nr. 2, DSC05962
„Ohne Titel, Nr. 44, DSC05960
„Ohne Titel“, Nr. 62, DSC05933
Obige Aufnahmen mit freundlicher Genehmigung von Matthias Plath, DieRedaktion.
…
„Beuys beim Einkauf“,Franz Bellmann Für Beuys DINA4
Detail aus rechts unten
Franz Bellmann Skulpturen DINA40003
Franz Bellmann Skulpturen, Ytong-Baumaterial, langjähriger Standort Bruchsal, entsorgt, DINA40001
Franz Bellmann Skulpturen DINA40004
Schirmstelen in Edingen, Foto Manfred Rinderspacher
„Alleinstehende“, Dosenstele mit Zange und Feder, 1992, h = 200 cm, WVZ 1723, DSC_0001
„Der Kradmelder“, WVZ 1720, Stele mit Motorradhelm und Arbeitshandschuhen, 2001, h = 187 cm, Ansicht 2, DSC_0004
„Der Kradmelder“, WVZ 1720, Ansicht 1, Stele mit Motorradhelm und Arbeitshandschuhen, 2001, h = 187 cm , DSC_0005
„Das Glück“, WVZ 1721, Stele mit Hufeisen und Sägeblatt, 1994, h = 159 cm, DSC_0009
„Haus am Berg“, Detail, h = 153 cm, 2001, mit Ölfarbe bemalte Dosenstele, WVZ 1724, DSC_0017
„Der Nürnberger Trichter“, Ansicht 2, Stele mit Trichter und Zahnrad, WVZ 1722, 2001, h = 167 cm, DSC_0010
„Der Nürnberger Trichter“, Ansicht 1, Stele mit Trichter und Zahnrad, WVZ 1722, 2001, h = 167 cm, DSC_0013
„Haus am Berg“, mit Ölfarbe bemalte Dosenstele, WVZ 1724, 2001, h = 153 cm, DSC_0014
„Adam und Eva“, Ansicht 2, DSC_0059
„Reisigbesen“, Ansicht 2, WVZ 1716, 2005, h = 275 cm, entsorgt, DSC_0056
„Reisigbesen“, Ansicht 1, WVZ 1716, 2005, h = 275 cm, entsorgt, DSC_0054
„Adam und Eva“, Ansicht 1, DSC_0060
„Beuys in Begleitung“, Daten zu Beuys s. o., die Begleitung: „The can-crusher“, WVZ 1713, h = 185 cm, 2002, Foto Manfred Rinderspacher, DSC_0073
„Beuys“, freigestellt, Stele türkis, mit Beuys-Hut, WVZ 1714, 2000, h = 190 cm, DSC_0070
„Waggonkupplung“, Stele mit Kupplungsstück, WVZ 1718, 2005, h = 155 cm
„Maria mit dem Jesuskind“, entsorgt, DSC_0066
„Die Bewässerungsanlage“, oder „Die Löscher des Herrn Marek“, WVZ 1717, 2003, entsorgt, DSC_0043
Siehe DSC_0043, Foto Manfred Rinderspacher, DSC_0042, verschiedene Ansichten
„Blumengesteck“, 100 cm x 100 cm x 100 cm, 1997, zerstört, Foto Manfred Rinderspacher, siehe Katalog „TERRA DEPONIA“, Bellmann 1998_03, zerstört.
„Stangenware“, Ausschnitt, 180 cm x 140 cm x 55 cm, 1998, zerstört, Foto Manfred Rinderspacher, siehe Katalog „TERRA DEPONIA“, Bellmann1998_04
„Stelen-Arrangement im Garten der CityKirche“, Ausstellung 2002, 11
Obige Aufnahmen mit freundlicher Genehmigung von Manfred Rinderspacher, DieRedaktion.
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Zwei Metallskulpturen aus einer frühen Phase, Scannen0026„Drahtverhau“, Schenkung TiG7, Foto DieRedaktion, SAM_5431