Sie legt Zeugnis ab von den Resten wildwuchernder Natur. Bezeichnend: Die Insel steht unter Naturschutz. Gleichwohl gilt sie als Erholungsgebiet für Kenner, siehe Rundwanderweg. Berichte gibt es einige, zum Beispiel über die auf der Insel befindlichen Streuobstwiesen. Wir zeigen heute ein paar Aufnahmen von der An- bzw. Abfahrt, vom Rhein, den gegenüberliegenden industriell genutzten Ufern und der Insel in ihrer Natürlichkeit … Es war an einem sonnigen Herbsttag.
Fotos von der An- und Abreise (Graffiti unter dem Strassensystem zur Konrad-Adenauer-Brücke) ⇓:
Landau / Pfalz• Der Tag verhiess nichts, was in Erinnerung bleiben müsste. So war es dann. Spazieren, rumlaufen, knipsen, eine Dampfnudel verschenkt, einem Armen ein paar Groschen in seinen Hut gespendet, für ein
Wer ist dieser sympathische Mann?
Warum ist er nicht in Arbeit und Brot?
Mittagessen, er meinte, das müsse reichen bis Weihnacht, meine Erwiderung, ich käme vorher wieder mal vorbei.
Ein weiterer Versuch der Aufnahme eines Gesprächs scheiterte später, er war schlichtweg verschwunden. Im Übrigen wimmelt es in Landau nur so, was Musikanten angeht. Das ist beinahe international. Meine gerade auf dem Markt erstandene Dampfnudel ging an einen Solisten, Foto links, die Dampfnudel hält er hinter dem Gitarrenkörper versteckt!
Das ist nicht so einfach mit den zu Portraitierenden, fragen, bitten, bestechen, Witze machen, palavern, Absagen dürfen sein und werden respektiert.
So richtig los ging es ja bereits im Hbf von Neustadt. Den Wanderern konnte ich immerhin den richtigen Weg nach Haßloch weisen, Bahnsteig gegenüber, Zug Richtung Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis)⇓:
Wanderschaft zünftiger Gesellen …
Und richtig spannend wurde es dann mit einem jugendlichen Quartett bestehend aus zwei Gitarren, einer Ukulele, einer Kiste zum Trommeln⇓:
Das wäre bestimmt was fürs Café Filsbach: Peter Tröster lässt grüssen!
So nebenbei verirrten wir uns in diverse Häuser, eins davon: FRANK-LOEB’SCHES HAUS, dazu eine Innenansicht⇓:
Eigentlich wollte ich mir die Werke von Karl Otto Götz ansehen; leider wurde gerade der Abbau vollendet. In diesem Fall wird die Verspätung nicht mit dem Leben bestraft, leicht frustriert war ich trotzdem. Dafür war die Landauer Künstlerin Margot Stempel-Lebert mit Werken präsent, die wir fotografieren durften⇓:
Beide hier abgebildeten Arbeiten aus Holz befinden sich im Empfangssaal des Frank-Loeb’schen Hauses. Auch der Kunstverein Villa Streccius Landau ist eng mit der im Jahr 2009 verstorbenen Künstlerin verknüpft. Der Titel der nebenstehenden Ablichtung: »Die weiße Rose«, Leihgabe von Margot Stempel-Lebert, Landau, 1987.
So unscheinbar das Haus von aussen daherkommt, so phänomenal ist seine Gestaltung im Innenhof (Foto rechts). Das Gebäude war im 19. Jahrhundert Wohnsitz der Urgrosseltern der Anne Frank. Heute Begegnungs- und Erinnerungsstätte an die Verfolgung Jüdischer Mitbürger und zum Gedenken an die deportierten Sinti 1933-1945.
SEHENSWERT / BEACHTENSWERT: Ausstellung Marie Madeleine Noiseux bis 6. Dezember 2014 in der Galerie Katrin Hiestand in der Stadthausgasse 11.
Es war am vergangenen Dienstag, als wir den Weg nach Schifferstadt wählten. In Schifferstadt sind wir noch nie angekommen. Auch diesmal nicht. Dachte ich mir. Bis mir zufälligerweise Gaudi – siehe Antonio Gaudi, Barcelona – in Form einer Kneipe über den Weg lief. Das blieb dann weiter eigenartig. Ein Bedürfnis drängte mich ins Lokal. Das, was mir ins Auge stach: Bilder. Alles andere wurde nebensächlich. Man half mir weiter. Ein Heftchen gab mir die Adresse. Zu der ich mich umgehend aufmachte. Ohne mich zu verabschieden. Martin zu Hause. Doch erst kam der Zahnarzt-Termin. Für Mittag dann Besuch vereinbart. Tür und Tor standen weit offen.
Aufnahmen zu den Bildern im Café Gaudí⇓:
Die Aufnahmen oben v. l. n. r.:
›Der goldene Vogel‹, 2011, 90 x 90 cm, Mischtechnik auf Leinwand, Ausschnitt
›Voci Voci‹, 2011, 60 x 80 cm, Mischtechnik auf Leinwand, Ausschnitt
›Geschwister‹, 2011, 80 x 80 cm, Acryl / Mischtechnik auf Leinwand, Ausschnitt
›Freundschaft‹, 2011, 100 x 80 cm, Acryl / Mischtechnik auf Leinwand, Ausschnitt
›Café Gaudi‹ in Schifferstadt
›Familienzuwachs‹, 2014, 100 x 80 cm, Mischtechnik auf Leinwand, lediglich verzerrter Ausschnitt (aus technischen Gründen)
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Glück, 2012, 120 x 160 cm, Mischtechnik auf Leinwand
Es betrifft nicht Martin J. Eckrich. Es betrifft einen Artikel aus der Süddeutschen Zeitung (SZ) vom Dienstag, 7. Oktober 2014, Nr. 230, mit dem Titel »Genie in Frühpension« von Steffen Martus über die dreibändige Kafka-Biografie von Reiner Stach, Belletristik / Literatur Seite 7. Und doch betrifft es den Künstler Martin und zwar abschnittsweise so exakt, dass ich einige Zeilen aus der Besprechung hier wiedergeben will:
»Und wie erzählt man überhaupt das Leben eines Menschen, dessen Biografie sich nicht Phase für Phase in ›Waben‹ auf- und wieder zuschliessen lässt, weil hier einer mit nichts fertig wird, mit einer fast schon verrückten Hartnäckigkeit um einige wenige ›Brennpunkte‹ kreist und ein dichtes Beziehungsnetz knotet?«
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S K U L P T U R E N UND B Ü S T E N
aus der Galerie, dem Atelier und dem Garten⇓:
⇑›Die Überlebende‹, 2014, h = 48 cm, Gussbeton, Eisenblech …
Versuchshalber ein kleiner Überblick⇓:
Holzarbeit⇓:
D I E G E K R Ö N T E (2014, h = 200 cm, Holz, mit Kettensäge bearbeitet, Metall, Detail)
Chemische Materialien⇓:
D A S S C H Ö N E G E S I C H T (2014, h = 160 cm, Glasfaserpolyester)
Alle weiteren Ablichtungen zurzeit noch ohne informelle Angaben!
Alles dazu demnächst in diesem Theater … Falls Martin sich meldet …
Vor-demokratische Ortsverhältnisse:
Der Bürgereid der Gemeinde Schifferstadt um 1650 … (Faut=Vogt)
Eine Nachricht von Martin per E-Mail vom 28. Oktober 2014:
Meine Bilder und Figuren sind der Ausdruck von entfesselter Energie, die eine Form findet im Menschsein.
Mein eigenes Menschsein erbebt im Akt der Schöpfung. Gesichter, Augen, Tiere zeigen Nähe.
Sie begreifen sich als ein Hinschauen auf die Materie, aus der sie stammen.
Und sie schauen zurück in uns Menschen, wenn wir es erkennen wollen.
Mannheim • Das super riesengrosse Wandgemälde im Quadrat F 6 in der Westlichen Unterstadt gleich gegenüber vom Fascho-Bau der Mannheimer Stadtverwaltung, wo unser Oberbürgermeister thront, ist eigentlich kein Blickfang, da kaum Fussgängerverkehr. Radler und Autos sausen am Werk, ohne Notiz zu nehmen Richtung Ludwigshafen respektlos daran vorbei. Dabei lädt die Kunst zum Innehalten ein. Oder? Gleich gegenüber: der Friedensengel! Oder ist das einfach nur Vergangenheit in einer immer schnelllebigeren Welt, in der Kontemplation zur nicht mehr berechenbaren Unbekannten wird? Wir lieben unseren van Gogh – und all die anderen, die uns tagtäglich und permanent immer wieder verkauft werden, zu denen wir immer wieder hinrennen, als hätten wir sie noch nie gesehen, als gälte es was Neues zu entdecken – und wer nicht alles wird dadurch einfach über- und zugedeckt? Martin J. Eckrich? Mo Edoga? Ludwig Fellner? …
Nun, von www-Reproduktionen halten wir nicht allzu viel, wir fügen lieber Neuigkeiten bei, bis die Server platzen. So geht es uns mit Herakut. F 6 ist bei Herakut mit Fotos etc. bestens präsentiert, dafür hat gewiss die Mannheimer (Gemeinnützige?) Wohnungsbaugesellschaft mbH ein reges und gesteigertes Interesse??? Wer sonst auch immer. Auftraggeber? Freiwillige Dienstleistungen sich selbstausbeutender Künstler? Wozu das Ganze, wenn die Bahn und ein Abfallhof in MA² sich einen feuchten Dreck um Kunst scheren? Und diese schlichtweg vergammeln lassen?
Unternimmt man mit der Deutschen Bahn von Mannheim² aus eine kleine Reise Richtung Heidelberg, sieht der Nutzer der Bahn, wenn er sehen kann, die versteckten Kunstwerke unter einer vor geraumer Zeit (2009) eingeweihten Strassenbrücke über den Gleisanlagen des Schienenverkehrs⇓:
herakut – MA 2012 (Motto: L’union fait la force?)
Herakut kommt als Duo daher und die produzierten Bilder, zumal die der Gesichter, leben von deren Aussagekraft⇓:
Einmal noch ein Panorama⇓:
⇑Dieses Werk ist einstweilen, da es sich auf Privatgelände befindet, vor Übergriffen geschützt!