Areal der ehemaligen SickingerSchule liegt brach

 …

WIR fassen die drei nachfolgend genannten Seiten aktuell zu einem stellvertretenden Bericht zusammen!

Die drei aufgeführten Seiten↓ wurden GELÖSCHT und sind nicht mehr aufrufbar!!!

Die Seiten wurden zu einem Bericht zusammengefasst!

Siehe weiter unten!

1.)  Ein letzter Blick: SICKINGERSCHULE Mannheim

2.)  Endgültig fini: SICKINGER (WERK-REAL) SCHULE Mannheim

3.)  Sickingerschule Mannheim – archäologische Grabungen T4/T5, Führungen: Dr. Klaus Wirth

Die folgenden Informationen stammen aus der gelöschten Seite N° 1

Heute ist das Quadrat eine Brache, die so vor sich hin schlummert, wir zeigen, wie es dazu kommen konnte, mit Bildern vom Abriss und einiges mehr:

Impressionen vom Abriss der Sickingerschule in den Quadraten T4/T5 in Mannheim, Fotos ohne Kommentare, DieRedaktion.

Infos unter:

http://www.mannheim.de/nachrichten/sickingerschule-schliesst

http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Anton_Sickinger,

Graffiti in der Sickingerschule auf facebook – addictz.de

„Bei einer Veranstaltung des CDU Arbeitskreises Stadtentwicklung war zu hören, dass man sich gegen eine Aufwertung der Östlichen Unterstadt ausspricht. Es geht um das Schaffen einer Grünfläche in T4/T5, (MIT – Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU), (…) dem Viertel drohe ein Abrutschen in Jungbusch-Verhältnisse.“

D i e   S c h u l e   w i r d   g e s c h l i f f e n

Ein Blick auf das Gelände T4 / T 5 in Mannheim²

SAM_6522     SAM_6520

SAM_6523  SAM_6521  SAM_6524  SAM_6530

SAM_6527     DSC08075

SAM_6529  DSC08076  DSC08077  DSC08081

Materialverwertung, meist Eisenschrott, auch Holz und Kunststoffe; Stahlbeton wird recycelt

SAM_6531   SAM_6532   SAM_6533

SAM_6541

DSC08088

Graffitis

DSC08080  DSC08083  DSC08085  DSC08093

Die Gewalt der Geräte

DSC08094  DSC08084  DSC08086  SAM_6542

Die folgenden Informationen stammen aus der gelöschten Seite N° 2

Der Erdaushub hat schon begonnen. Der Abriss nahezu beendet. Eine kurze Foto-Session der Überbleibsel. Die Schleifung der StahlBetonSchule dauerte über ein Vierteljahr. Ein komplettes Mannheimer Quadrat liegt jetzt brach. WIR versuchen, die anstehenden Arbeiten bis zur Fertigstellung der Neubauten zu begleiten. Alle Aufnahmen: DieRedaktion.

      

    Rückgewinnung von Rohstoffen: Glasbausteine, DSC08877

     

BauArbeiterAmbiente

WIR werden wieder kommen. Auf ein Wiedersehen. Bis zum Wiederaufbau

↑Dieses Foto wird es kein zweites Mal geben
↓Erdaushub in T 4/T5: Am Beginn einer neuen Zeitrechnung

Die folgenden Informationen stammen aus der Seite N° 3

Dr. Klaus Wirth,

Abteilungsleiter Archäologische Denkmalpflege und Sammlungen, Reiss-Engelhorn-Museen,

stellt dem interessierten Publikum die Grabungsarbeiten vor:

Dr. Klaus Wirth bei der Einführung für die Besucher der Grabungsstätte T4/T5, im Vordergrund  Dr. Esther Baumgärtner (li.) vom Mannheimer Quartiermanagement Unterstadt

Es folgt ein kleiner Fotobericht, ohne Kommentar.

↑Panorama-View auf U4/U5/T6
DSC09478     DSC09479     DSC09480

     DSC09483     DSC09488

     

     

     

Panorama View auf U4/U5

Alle Aufschlüsse sind mittlerweile wieder verfüllt.

Ausführliche Informationen:

Dr. Klaus Wirth
Abteilungsleiter Archäologische Denkmalpflege und Sammlungen
Reiss-Engelhorn-Museen
Büroadresse: D 6.3, 68159 Mannheim
Postadresse: Museum Weltkulturen D5, 68159 Mannheim
phone +49 (0) 0621-293.3168
fax      +49 (0) 0621-293.3170
mobil:             0162-2938768
klaus.wirth@mannheim.de
www.rem-mannheim.de

Aktualisierung vom 21.09.2014, Nachricht von Dr. Esther Baumgärtner vom 10.09.2014:

Liebe Netzwerker,

am Montag, 29.09.2014 um 16.00 Uhr treffen wir uns noch einmal zur Vorbereitung unseres 1. Kulturspaziergangs 2.0 unter dem Motto Kunst und Kulturen.

 Unsere TOP’s:

          Detailplanungen 1. Kulturspaziergang 2.0 am 14.10.2014

          Öffentlichkeitsarbeit

          Vorüberlegungen 2. Kulturspaziergang 2.0

Ganz herzlich möchte ich Sie dazu in den Besprechungsraum im Erdgeschoss von K 1, 7-13 einladen.

Mit besten Grüßen

Esther Baumgärtner

+++ Unsere neue Mailadresse: e.baumgaertner@ma-unterstadt.de +++ Homepage: http://www.ma-unterstadt.de+++

 Dr. Esther Baumgärtner

K 1, 7-13 I 68159 Mannheim

Tel: 0621 293 – 3476

Mail: e.baumgaertner@ma-unterstadt.de

Homepage: http://www.ma-unterstadt.de

Facebook: http://www.facebook.com/Quartiermanagement.Unterstadt

Reise ins Unbekannte: HOMBURG (Saar)

Die Homburger Meinung

Gründonnerstag, 17.04.2014

Eines muss für immer und ewig klar sein: hier bei uns in Europa sind wir gnadenlos durchorganisiert. Jawohl, das erleichtert das Leben. Auch wenn einige meinen, sie müssten Quatsch machen. Das ist schändlich, sehr schändlich, wenn nicht gar verwerflich. Das muss bestraft werden. Banken-Spekulationen auf Kosten von Steuerzahlern und Staatsgeldern – nein! Steuerhinterziehung – viele Jahre über ein Kavaliersdelikt – wird inzwischen so behandelt, wie sie behandelt werden muss. Wer unseren Staat betrügt, betrügt unsere Gesellschaft. Er betrügt Dich und Mich! Letztendlich betrügt er sich selbst: 3 1/2 Jahre Knast. Mindestens. Und keine Erholung; und keine Kneipp-Kur. Abspecken ist angesagt, nicht nur körperlich: geistig. Herr Gott: Ich habe gesündigt!!! Am Vorabend der Kreuzigung Jesu, nein, schlimmer kann’s nicht sein. Wurden sie nicht ans Kreuz genagelt: die Hinterzieher, die Betrüger, die Schleimer und Einflüsterer, die Separatisten??? Da gehörten viele hin. Und Schäuble wollte sie begnadigen, das muss man sich mal vorstellen, Schäuble wollte Verbrecher begnadigen, Gnade von höchster politischer Stelle, statt Verfolgung und Aburteilung… Zahl Verbrecher, zahl. Und du wirst frei sein für ewig und immerdar.

Infos siehe Text rechts
Infos siehe Text rechts

Lassen wir das, dass der Mensch schlecht ist, sauschlecht ist: ist zur Genüge bekannt. Und wird der Kampf um Freiheit und Rechte für alle nicht seit Jahrhunderten gelebt? In Homburg existiert ein Brunnen, der diese Historie vergegenwärtigt: ›Der Freiheitsbrunnen‹.

Eingeritzt in Bronze steht geschrieben: »ZUR ERINNERUNG AN DAS VON SIEBENPFEIFFER UND WIRTH AUSGERUFENE HAMBACHER FEST 1832 UND DIE DEUTSCHE EINHEIT 1990 GESTALTET VON BONIFATIUS STIRNBERG IM AUFTRAG DES STADTRATES HOMBURG IM OKTOBER 1992 REINER ULMCKE OBERBÜRGERMEISTER«

Wir haben bewusst nur obigen Ausschnitt gewählt, da die Brunnenanlage schwierig zu fotografieren ist. Siehe Infos im Artikel XX 6 Mini über die Wegbereiter der Demokratie.

DSC07494 - Arbeitskopie 2Auch der neugierig-interessierte Lesende – in Bronze gegossen – ist DerRedaktion bereits in Neustadt an der Weinstrasse in einer etwas abgewandelten Ausführung bekannt geworden. Info unter: XX 14 Mini. Wie in Neustadt fanden wir vor der Stadtbücherei von Homburg keinen Hinweis auf den Urheber des Kunstwerkes. Dass die Gegend mal zu Bayern zählte, ist lange her. Man stelle sich vor, das wäre heute noch so; und Seehofer wäre der Landesherr. Da gäbe es höchstwahrscheinlich jede Menge Münchner Großstadtatmosphäre in Homburg.

So langweilt uns die karge und wenig persönliche Note verströmende bayernlose Örtlichkeit und wir radeln nach Zweibrücken, wo’s genauso langweilig sein wird, wie in Homburg, das ich in meinen ungenügenden geografischen Vorstellungen irrigerweise mal für ein Kurbad hielt. Schwarzenacker und Einöd nicht der Rede wert.

DSC07499 - Arbeitskopie 2Nur als Beweis, dass wir am 17.04. 2014 auf Stadtbesichtigungen verzichteten und uns stattdessen zu einer ca. 50 km lange Radtour entschlossen, ein Foto von einer etwas anderen Wandgestaltung als der heute so üblichen und meist üblen Spühdoserei. Das mag sehr konservativ klingen: Wir haben nichts gegen Wandmalereien. Dazu gibt es auf unserem Blog einige Beispiele; erstens und zweitens und so weiter und so fort.

Wir kurven herum, der Radwanderweg muss immer wieder gesucht und erfragt werden. Mitunter findet sich eine gut sichtbare Kennzeichnung nicht, bzw. sie lässt zu wünschen übrig, weil verdreckt und bemoost. In bergigen Regionen behalten die Menschen das Rad eher zu Hause in der Garage oder im Keller… Und der Normalo reist lieber in Gruppen auf Schusters Rappen. Die Hügel bekamen wir zu spüren, das ist schon heavy, wenn man kein Tour de France Teilnehmer ist und sich allein ohne Zugpferd den Hand hinauf quälen muss. Am Ende steht immer die Abfahrt (falls es keine Zielankunft oben am Berg gibt). Wir haben heute keine Ankünfte, außer der in Pirmasens, und rasen und treten wie die Irren der Frankreich-Tour zu Tal, dass der Lenker und die Arme vibrieren.

Landschaftlich-dörfliches Idyll Richtung Einöd
Landschaftlich-dörfliches Idyll Richtung Einöd

 

Hübsches Anwesen auf dem Weg nach Zweibrücken
Hübsches Anwesen auf dem Weg nach Zweibrücken

Wenn das so geblieben wäre, hätte ich mir keine Sorgen machen müssen. Das Bild täuscht, es ist schon eine sehr zerfranste Gegend. So ne Art Vierländereck: Saarland / Rheinland-Pfalz / Lothringen / Luxemburg. So dampfen wir möglichst geschwind an Zweibrücken vorbei, quer hindurch und weg: Richtung Contwig, entlang dem Schwarzbach. Nun, wahrscheinlich unterliege ich einem Vorurteil, was die Ortschaften angeht. Aber heute war die Radl-Lust größer als irgendwelche Ortsbegehungen. Und aus der relativen Ferne betrachtet gab’s kaum Reizpunkte. Auftauchen werden wir hier so bald nicht wieder, es sei denn unter Anleitung und Führung. Und das nicht nur als Tagestour. Denke schon, dass es einiges zu entdecken gibt. Die Raritäten, so kommt es uns vor, liegen weit verstreut in der Landschaft und in den Orten und Städtchen verborgen. Da bedarf es zusätzlich eines Mopeds mit Sitzbank für eine Begleitperson, damit die Unternehmung nicht zu einöd wird. Nun gut, egal, die Zweibrücken Stadt liegt hinter uns und wir erreichen endlich Contwig. Zuvor noch ein paar Eindrücke so nebenher:

Herzogplatz in Zweibrücken
Herzogplatz in Zweibrücken am Schwarzbach, wo wir am Ufer entlangfahren nach Contwig…

So richtig interessant und spannend wurde es an der Kreisstrasse 6 (K 6). Bei Windsberg. Zu Pirmasens gehörig, Stadtteil. Bunker in Pfälzer Erde. Aus den 30er / 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Später Lagerstätten der Amerikanischen Armee. Versorgungsgüter, wie zu hören war; falls wir jemals wieder in diese Gegend kommen sollten, werden wir um die Schlüssel bitten; ↓Aufnahmen von Bunkereingängen:

DSC07553

DSC07555

DSC07549

Die Region längs des Westpfalz-Radwanderweges besitzt viel landschaftlichen Reiz, oft allerdings getrübt durch mittelschwere Umweltsünden:

Das ist unserem Pfälzer Großbauern nicht so wichtig. Er bewirtschaftet das umliegende Land und ist ein ausgemachter Fan Steyrischer Traktoren, Motoren und anderer landwirtschaftlicher Gerätschaften, er kam grad von der Feldarbeit (Dünger verstreuen):

DSC07569     DSC07574

DSC07572     DSC07576 - Arbeitskopie 2

Irgendwie gelangten wir nach Pirmasens, am frühen Abend. Der Regionalzug nach Kaiserslautern stand abfahrbereit auf Steig 1. Ich konnte locker zusteigen. DieRedaktion meldet sich morgen, um den Artikel abzuschliessen, Frohe Ostern…

Reisen ins Umland: GLEICH UM DIE ECKE – STEFFI S. PEICHAL

NEUE AKTIVITÄTEN von STEFFI PEICHAL:

Hallo lieber Franz, es war eine wüstenähnliche Situation – aber wir haben alle durchgehalten 🙂 Es freut mich sehr, dass Du gerne weitere Photos von meiner Arbeit auf Deine Seite stellen magst… Und hier auch schon den Workflow von dem Projekt : Das Projekt hiess “ The welcoming – portals of arrivals“, Location: Alte Bushaltestelle ehem. Kilbourne Barracks Schwetzingen / Friedrichsfelder Landstraße, 04. und 05.07.2015, Targetgroup: Refugee Kids aus dem Asylantenheim. Herzliche Grüße, Steffi S. Peichal, FB group: Art Makes Difference, www.studio68.de0172 / 996 91 59

Die Foto-Dokumentation

Am Swanseaplatz, gleich gegenüber vom Café Filsbach, wird zurzeit (veröffentlicht 2014) an einer Fassade gemalt (H 5).

Steffi Peichal (Bild 5) ist schwer am Rotieren. Das ist ihr Job. Hier ein paar Fotos von der Entstehung des Wandgemäldes:

Kontakte: https://www.facebook.com/groups/artmakesdifference/ und

https://www.facebook.com/groups/1451855021710323

WIR bringen auch gerne ein Interview, sobald wir Steffi wiedersehen!

Reisen ins Umland: BAD DÜRKHEIM (Ergänzung) + FREINSHEIM

Eigentlich hatten wir mit Bad Dürkheim ja abgeschlossen. Ein Bericht pro Ort, dachten wir, müsse reichen. Aber Bad Dürkheim ist so verknotet mit seiner Umgebung, dass wir oftmals dort Station machen, und diese Aufenthalte sollen sich dann eben in Artikeln wiederfinden. Kurz und bündig: als Ergänzung. Der Basis-Bericht liegt bereits einige Zeit zurück und kann hier aufgerufen werden! Gestern (11.04.2014) führte mich ein defekter Fotoapparat nach Bad Dürkheim. Dort konnte mir geholfen werden. Ein Spezialist (Foto Bauer) löste das kleine technische Problem im Handumdrehen, wofür ich mich hiermit bedanke. Schon blöd, wenn man nicht knipsen kann und selbst keine Idee zur Reparatur des Kastens mitbringt.

War ja dabei Freinsheim anzulaufen, nahm dann die gesamte Strecke bis Ramsen; dort fiel mir der Defekt auf. Also steckte ich den Foto weg und radelte lust- und planlos durch die Gegend nach Eisenberg, wo die Hütten und Giessereien auf dem Programm standen. Unterwegs beim Radeln hielt ein Regional-Bus. Ich fragte die Fahrerin, wo’s denn lang ginge. Grünstadt ihre Antwort. Ich stieg einfach zu und es begann eine Sightseeing-Tour durchs Pfälzer Bergland: Hettenleidelheim, Wattenheim – wo eine Rentnerinnen – Gang (13 melierte Damen) den jetzt zu kleinen Bus frequentierte – Carlsberg, Hertlingshausen, Höningen, Altleiningen, Neuleiningen, Sausenheim, Grünstadt. In Grünstadt bestieg ich den Regio-Zug nach Bad Dürkheim, wusste ich doch, da gibt’s einen Fotoladen im Zentrum.

So liess ich alles liegen und stehen für die notwendige Inspektion meines Geräts. Wie gesagt, danach funktionierte er wieder, hatte der Fotoapparat mir doch zunächst einen Strich durch die Tagesplanung gemacht, hier ein paar Aufnahmen aus Bad Dürkheim, dann geht’s weiter nach Freinsheim.

Unser Blick richtete sich auf Ungstein und die L 455 nach Freinsheim. Der Radweg entlang der Strasse in gutem Zustand. Eine leichte Strecke von knapp vier Kilometern ab Saline. In Freinsheim lässt es sich gut leben, der Ort verströmt angenehme Gefühle, wir besuchten die TOP-Galerie Zulauf, wo zurzeit Claudia Tebben (Malerei) und Walter Schembs (Bildhauerei) ausstellen. In der Folge Aufnahmen von den Werken der beiden Künstler:

DSC07402 - Arbeitskopie 2   DSC07404 - Arbeitskopie 2

oben links: Claudia Tebben »malipum« Mischtechnik auf Leinwand, 80×100 cm, 2012, Ausschnitt

oben rechts: Claudia Tebben »niton« Mischtechnik auf Leinwand, 200×210 cm, 2013, Ausschnitt

DSC07406   DSC07411 - Arbeitskopie 2

oben links: Claudia Tebben »genis« Mischtechnik auf Leinwand, 280×210 cm, 2013, Ausschnitt

oben rechts: Claudia Tebben »fantum« Mischtechnik auf Leinwand, 120×100 cm, 2012, Ausschnitt

DSC07418   DSC07421

oben links: Walter Schembs »Moore’s girl« Bronze, H. 185 cm, 2005

0ben rechts: Walter Schembs → leider versäumte ich es, die Daten zu notieren…

Wir fahren nach Frankenthal. Dort möchten wir noch einen Privaten Besuch abstatten und danach über die Theodor Heuss Brücke (A 6, E 50) zurück ins Atelier radeln… Fotos von Freinsheim liegen noch vor, wir veröffentlichen acht davon ohne jeglichen Kommentar:

Zum Abschied der Blick von der Brücke auf die BASF:

Die Badische Anilin- und SodaFabrik von Theodor Heuss aus gesehen am Abend des 11.04.2014 gegen 19:30 Uhr, das ist die Wahrheit...
Die Badische Anilin- und SodaFabrik von der Theodor Heuss aus gesehen am Abend des 11.04.2014 gegen 19:30 Uhr, das ist die Wahrheit… 

 

Und tschüss bis zum nächsten Bericht, DieRedaktion.

Reisen ins Umland: FREINSHEIM

Monsieur Zulauf aus Freinsheim...
Der glückliche Monsieur Zulauf aus Freinsheim… Foto DieRedaktion

Rymsaen, nein, nein: Ramsen muss es heissen. Nicht Ramses. Gott Rymsaen, den kannten nicht mal die Wikinger. Er kommt in keiner Saga vor. Philosophieprofessoren würden vom Niedergang der Post sprechen; und von der Moderne sowieso. Wir erleben in unserer momentanen Wirklichkeit – andere sprechen von Realität – den Verlust an Wahrheit. Das Wenige an Wahrheit, selbst das geht verloren. Existent wird eine immer gnadenlosere Durchmischung. Ergebnis: ein Menschheitsnivellement. Die Höhenunterschiede werden postalisch nach und nach gravierender. Sie können nicht mehr ausgebügelt werden. Das setzt sich gesetzmässig fort. Motto: Reich zu reich, arm zu arm. Dazwischen nur noch Einöde und Unfruchtbarkeit. Am unteren Ende fehlt das Wasser. Durst. Der Durst der Landwirtschaft. Oben wird Wein konsumiert, sprich Wasser mit Alkohol. Gutes Wasser, das Wasser der Weinberge. Und wer trinkt das Wasser der Pfützen dieser Welt? Die Realität scheint brutal, die Wahrheit quadriert die Brutalität. Die Realität stirbt, die Wahrheit wird geboren. Das Licht, die Wahrheit, erblickt das Licht. Die Helle. Den Glanz. Die Freiheit. Die Liebe. Nicht die Knebelung. Nicht die Unterdrückung. Das Licht ist unendlich. Ein weiter Weg bis dahin. Wir werden ihn gehen müssen, besser wollen, im Unendlichen finden wir die Wahrheit, dort werden wir sie finden, dann sind wir glücklich, dort werden wir glücklich sein. Rymsaen.

Die alltäglichen Gegebenheiten wehren der Philosophie. Der Alltäglichkeit bringt die tief schürfende Weisheit kein Jota. Was ist, wenn man verpennt. Der Zug weg. Die Planung im Eimer, im Hintern, im Arsch. Mosbach / Neckarelz stand zu Buche. Fr., 11.04.2014, 8:35 Uhr, RE 28277, Gleis 7b ab Mannheim Hbf angesagt. Hat das was mit sinnigen Gedanken zu tun? Den Wecker überhört. Egal wie oft er sich wiederholte. So oft ignoriert. Tiefschlaf. Wird vermutet. Da darf man schon mal den Wecker überhören. Und Mosbach vergessen. Und Neckarelz. Da wird einfach umdisponiert. Das ist so profan wie wirtschaftliche Realität. Wahrheit möchte ich das nicht nennen wollen. Wir fahren nach Freinsheim.

Ortskenntnis: Mannheim (Zug nach Mainz), Frankenthal (Zug nach Ramsen), Freinsheim dazwischen. Wir fahren weiter. Rymsaen. Da kommt ja noch was. Hinter der Ebene, hinter den anschwellenden Hügeln. Herxheim am Berg. Kirchheim an der Weinstrasse (der Wein strebt → gegen unendlich). Verdammt: Grünstadt. Asselheim: Sammlung Keller. Mertesheim. Ebertsheim. Eisenberg (Pfalz). Ramsen – Endstation der Philosophie. In Eisenberg (Pfalz) hätten wir ja gerne fotografiert. Doch der Apparat wollte nicht. Die Hütten und die Giessereien vergeblich. Dran vorbei mit kaputter HX 1. Das Ende der Fotografie. Und der Philosophie. Das Ende der Wahrheit. Das Ende. Die Wahrheit.

Reisen ins Umland: NEUSTADT AN DER WEINSTRASSE

Gestern lief’s wieder richtig rund. Wie geschmiert und geölt. Andernorts läuft’s eher kontrovers. Und kriegerisch. Da erfreue ich mich lieber an paradiesischen Zuständen, warum andere totschlagen. Es muss viel Hass dahinter sein und Neid. Und Machtanspruch und religiöser Wahn, manchmal Revolution. In Neustadt an der Weinstrasse bietet die Stiftskirche Anschauungsunterricht, wie unterschiedliche Religionsgemeinschaften in zivilen Gesellschaften friedlich miteinander auskommen. Im Kirchenbau findet man die Protestantische Stiftskirchengemeinde und den Katholischen Teil  – St. Aegidius unter einem Dach vereint.

Die Stiftskirche in Neustadt an der Weinstrasse im Ortszentrum gelegen
Die Stiftskirche in Neustadt an der Weinstrasse im Ortszentrum gelegen

 

Wir blicken der Quickinfo halber zunächst in den Kath. Kirchenteil (links), danach in den Protestantischen… Wer Lust auf mehr hat: Führungen, Gottesdienste, privates Eigeninteresse…

DSC07146     DSC07156

 

Müllecke Bahnhof
Müllecke Bahnhof

Nach dem Verlassen der Gotteshäuser wenden wir uns weltlicheren Gegebenheiten zu. Neustadt hat uns ja recht unfreundlich begrüsst, oder ist herumliegender Müll nicht die Unfreundlichkeit par excellence? Es ist anscheinend so, je grösser die Städte, je drängender die Entsorgungsproblematik. Zumindest in bestimmten Stadtteilen. In Mannheim sieht die Welt ja nicht viel anders aus. Mit entsprechenden ordnungspolitischen Massnahmen wäre der ungeregelten Wegwerfmentalität beizukommen, dazu könnte ebenfalls die müllproduzierende Industrie herangezogen werden. Wer mitverantwortlich ist, der soll sich dieser stellen. Nicht freiwillig, daraus wird nichts, diese Beteuerungen kennt man zur Genüge. Aus Mitverantwortung muss weit mehr als bisher: Verpflichtung werden.

Wir sind doch nicht von der NörglerTruppe: Natürlich überwiegt bei Neustadt die freundliche Seite! In Bahnhofsnähe steht ein ehemaliges Stellwerk, das ist schon wundersam:

Die genaue Funktion ist DerRedaktion leider nicht bekannt, wir gehen von einer Nutzung als Stellwerk aus...
Die genaue Funktion ist DerRedaktion leider nicht bekannt, wir gehen von einer Nutzung als Stellwerk aus…

 

Dieser Anschlag kommt einem Beleg gleich für obige Tatsachen (Müllecke)
Dieser Anschlag kommt einem Beleg gleich für obige Tatsachen (Müllecke)

In Neustadt wollen wir starten zu einer Rad- und Fototour nach Bad Dürkheim, ca. 20 km. Das wird eine Tagesreise, mit Genuss.

Erst aber drehen wir ein paar Runden durchs Örtchen. Wir fotografieren die Dinge abseits der touristischen Stadtrouten, siehe links. Bemerkenswert sind für uns immer wieder Fassaden, besser Fassadengestaltungen, sie erzeugen in der Gesamtheit ein Stadtbild / ein Strassenbild von guter oder schlechter Qualität. Unsere Artikel müssen klar und info-technisch deutlich strukturiert sein, damit sie gelesen werden. Und die Länge spielt eine grosse Rolle. So liegt zum Beispiel unser Bericht über die Frankenthaler Ausstellung »WIR – Jenseits von Eden« an zweiter Stelle aller Beiträge (zurzeit 316) mit momentan 1554 Aufrufen. Es führt »Die grosse Liebe« mit bald 1800 Klicks.

Fangen wir mit den Fassaden an:

DSC07116     DSC07112

DSC07123   DSC07138   DSC07203

DSC07180   DSC07194

DSC07197   DSC07201   DSC07129

In Neustadt gibt es – nicht zu verachten (!) – viel Kunst im Öffentlichen Raum. Leider konnten wir keine Hinweise zu Künstler / Künstlerin, zu Titel, Datum etc. finden:

DSC07199   DSC07125   DSC07111

DSC07204   DSC07151   DSC07140

Dabei belassen wir es, hat doch fast jeder ein anderes Verständnis für Kunst. Kunstverstand ist eine Art Sachverstand, der leider nicht sehr verbreitet ist. Da wird viel geschwafelt. Vor allem bei Vernissagen, was da so daher geredet wird. Von Ausstellungsmachern und so. Meist die reinste Lobhudelei. Weshalb manche Besucher ganz gezielt eine Stunde nach den offiziellen Ansprachen erscheinen, oder überhaupt nicht. Und einfach nur in die laufenden Veranstaltungen gehen, Führungen zum Beispiel. Da lässt es sich mitunter trefflich diskutieren, sofern das Führungspersonal locker drauf ist.

Wir beenden unseren Visit von Neustadt und begeben uns auf Fahrradtour nach Bad Dürkheim.

Es ging bergan dem Burgweg lang ins Meisental. Da hätten wir uns fast verrannt. Schweisstreibend war’s sowieso. Beginnen wir mit einer Panorama-Aufnahme, verbunden mit einer kleinen Frage: Wo genau befinden wir uns und wie heisst dieses Anwesen auf der Bergkuppe??? Die richtige Antwort wird belohnt, ein Atelierbesuch mit Verköstigung geboten – Bier!!!:

DSC07224

Während der letzten Tagesreisen zeigte sich oft eine kleine Spezialität, wie z. B. der Skizzenblock von Christina. Heute, entlang der Strecke nach Bad Dürkheim, machten wir in einer Gärtnerei Halt: Bei Iris Diehl, Blumen, Garten und Kaffee gibt es ebenfalls. Nach einem kurzen Gespräch erhielten wir die Absolution und durften fotografieren. Hier zunächst unser Aufhänger, der Eingangsbereich des gärtnerischen Idylls:

Irgendwie erinnerte mich das Unternehmen an 'Planten un Blomen' in Hamburg, die Gärtnerei sendet einen Herzkasper aus, ein sehenswertes Anwesen...
Irgendwie erinnerte mich das Unternehmen an ‚Planten un Blomen‘ in Hamburg, die Gärtnerei sendet einen Herzkasper aus, ein sehenswertes Anwesen…

 

Also ging ich auf Foto-Safari und durchwanderte Raum und Zeit. Irgendwie ist das Glück und die Freude nicht gering, wenn man sich ungestört und ungehindert auf einem fremden Areal bewegen darf. Nix da mit Thesen wie Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Stecken wir doch alle in einer ehrlichen Haut! Von mehreren Aufnahmen haben wir einige ausgewählt und präsentieren sie hier als Foto-Galerie:

Bevor wir nach Wachenheim an der Weinstrasse kamen, gab es einen Kurzaufenthalt im Deutschen Film- und Fototechnik Museum in Deidesheim:

Das Deutsche Film- und Fototechnik Museum Deidesheim bietet nach eigenen Angaben audiovisuelle Kommunikationstechnik der letzten 170 Jahre. Das Museum existiert seit bald einem Vierteljahrhundert und zeigt die herausragenden technischen Errungenschaften zweier Sammlungen. Sehenswert – Eintritt frei…

Wenn man schon von Neustadt nach Bad Dürkheim radelt, dürfen Landschaftsbilder nicht fehlen, schliesslich ist der Wein das Salz in der Suppe dieser Pfälzer Region:

Kunst und Kultur dominieren die Orte und Städte, hier einige Impressionen abseits der Touristenpfade:

Bei den obigen Fotos wurde auf Titel und Position verzichtet, die Bilder geniessen Priorität.

DieRedaktion meldet sich nächste Woche mit einer weiteren Tour, tschüss …

Reisen ins Umland: *Schöner Wohnen* in LANDAU / PFALZ

Kurios das Ganze. Wussten wir doch Bescheid. Reisen wollen geplant sein. Wetter, Abfahrtszeiten, Ankünfte: Zug/Bus/Taxi – im Ernstfall: Notarzt – man steckt nicht drin. Und draussen schon gar nicht. Ein Schleudertrauma mit dem Drahtesel, das ist ganz persönlich betrachtet wie die ‚Todesfuge‘ von Paul Celan. Blau der Himmel, morgens, mittags und abends. In den Fernen Kraftwerke. Burgen. Hambach. Die Freuheit. Manchmal müssen Worte erfunden werden, was für ein heiterer Tag heute voller Freude. Was für ein Genuss, von Landau nach Neustadt zu radeln. Vom Rad weg während der Fahrt zu fotografieren. Während die Räder rollen. DSC06666Die Pfälzer Winzer, die Schüler, die Auskunft freudigen Mädchen: Sie alle warnten vor den Strapazen, als wäre Neustadt am Arsch der Welt. Von Landau aus. Fuhr ich nicht mit dem Rad einst nach Marokko! Verdammt lange her. Es herrschen aktuelle Gegebenheiten, immer wieder, vor allem im Weinbau und der Erdöl DSC06664 - Arbeitskopie 2fördernden Industrie, da denkt man unwillkürlich an Texas, an pechschwarze Ölfontänen, die mit Wucht wie Geysire aus dem Boden schiessen. Im Pfälzer Weinland ist alles sauber und ordentlich. Es geht ja nicht nur um Weinbau und dessen Ergebnis, auch die Touristen wollen gepflegt und umsorgt sein.

DSC06691 - Arbeitskopie 2Wir leben in einem sog. bipolaren Spannungsfeld, erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Heute lässt man sich bereits am frühen Nachmittag in Weingütern und Strausswirtschaften nieder. Wir geniessen radelnd die Sonne und frönen dem klaren, alkoholfreien Nass als Erfrischung und gegen Austrocknung. Auf Nachfrage erhielt ich von einem sehr aufgeschlossenen und gastfreundschaftlichen Ehepaar ein Glas Wasser und man füllte meine Flasche mit der köstlichen Flüssigkeit aus der Leitung: Hahnenneunziger nennen wir es.

DSC06065Ja, das mit dem Spannungsfeld ist so ’ne Sache. Im Titel: Landau. Wir jedoch berichten über eine kurzweilige Radltour. Dabei ist Landau so schön. Wir waren vor kurzen schon mal da, auf der Rückreise von Wissembourg nach Mannheim. Der Kurzaufenthalt von einer Stunde machte Lust auf mehr Landau, das, so schworen wir, holen wir nach. Da existiert noch eine Aufnahme von einem Reiterstandbild – Prinzregent Luitpold von Bayern – auf dem Rathausplatz (Markt), das Foto halten wir für veröffentlichungswert, obwohl der Reiter anderen Interessen nachgeht. Ich hab’s doch rausgenommen und dafür die Taube eingesetzt! Ich hoffe, das ist kein Affront und auch kein Fauxpas. Die Statue gibt’s im Internet massenhaft, auf belocal.de heisst der Dargestellte Luipold. Dass der Name falsch geschrieben ist, zeigt allein mein Rechtschreibprogramm. Übrigens: Die Taube hört auf Luitpold. So schreitet sie auch.

Das war vor ein paar Tagen.

Den Fans der Bildenden Künste gleichwohl dürfte der Name Streccius ein Begriff sein:

DSC06612

Eine sehr noble Adress‘ für einen Kunstverein, auf dem Grundstück erlauben wir uns, zu fotografieren. Die Fassade des altehrwürdigen Gemäuers ist von unglaublicher Kraft…↓:

DSC06578

DSC06609

Die im Garten ausgestellten Plastiken von eben solcher Power, eine Arbeit aus Holz (mittlerweile total am Verwittern) gefiel mir sehr – leider konnte ich den Namen des Urhebers nirgends finden:

Ein anderes Gebäude macht Lust auf Landau: Die Festhalle. Eingeschlagen in Buntsandstein findet sich über deren Haupteingang folgender Sinnspruch: »DER KUNST EINE STÄTTE / DER FREUDE EIN TOR / DEM STIFTER EIN DENKMAL / SO RAG‘ ICH EMPOR…«

DSC06518

 

Ein paar Aussenaufnahmen des zentralen Gebäudes:

So im Vorbeigehen: Kunst im öffentlichen Raum…(bemalte Schaltkästen gegenüber Landgericht)

DSC06539   DSC06542

Die Marienkirche↓:

DSC06581Landau oh Du Schöne, Du grandioses Juwel Pfälzer Pretiosen: die Zeit zu gering, Dich zu erfahren. Für uns bedeutet dies einige Besuche mehr. Gern. Im Laufe der nächsten Wochen, wie es so kommt. Mit dem Wetter, mit der Knete, mit dem Bock. Zukunft ist reichlich. Für Tagesreisen. Inclusive Radwanderungen. Der Kalmit soll ganz in der Nähe sein. Das müssen wir recherchieren.

Häuserfassaden faszinieren. Muss ein Gebäude ein Gesicht besitzen? So unverwechselbar wie die Gesichter der Menschen? Schon, ja, doch viel zu viele Vorder- und Rückseiten von Häusern der Nachkriegszeit formieren sich in nichts sagenden Strukturen, sog. ‚Sozialer Wohnungsbau‘ (z. B. das Mühlburger Feld in Karlsruhe), Plattenbauten in der ehemaligen DDR, das geht nicht nur in China endlos so weiter… Landau kennt diese Ecken sehr wohl. Und es kennt die unterschiedlichsten Gesichter von Baukultur. Egal die Fassade, keine kann verbergen, das Aussen lässt auf das Innere schliessen, dem sozialen Gefüge der Gesellschaft entsprechend. Meist liegt man richtig: mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit! In der Ravelinstrasse hatten wir Glück, wir baten um Einlass in den Hof, in den Garten, wir wurden nicht abgewiesen, wir durften eintreten, hier Aufnahmen vom Anwesen:

In der Ravelin (Aussenwerk älterer Festungen):

Hier endet unser Bericht. WIR werden ihn zu gegebener Zeit fortsetzen. Vielen Dank einstweilen für Ihr Interesse, Die Redaktion...
Hier endet unser Bericht. WIR werden ihn zu gegebener Zeit fortsetzen. Vielen Dank einstweilen für Ihr Interesse, DieRedaktion…

Reisen ins Umland: EINE BÜNDELUNG (2012-13)

WIR bündeln verschiedene Artikel, die vor geraumer Zeit zum Thema UMLAND entstanden sind. Der Übersicht und der besseren Zugriffsmöglichkeit halber in chronologischer Reihenfolge:

1.) L U I S E N P A R K  (13.12.2013)

Aufnahme vom 21.05.2011
Im Luisenpark in Mannheim

 

2.) S A U P F E R C H (01.11.2013)

Fast schon ein bisschen kanadische Holzfäller Romantik...
Fast schon ein bisschen kanadische Holzfäller Romantik…: Zum Saupferch 

 

3.) H O C H S P E Y E R (06.08.2013)

Cooler geht's nimmer
Cooler geht’s nimmer: Hochspeyer und drum rum 

 

4a) F R A N K E N T H A L: Siggi Sandreuther (18.06.2013)

Siggi Sandreuther: Der Elefantenjäger aus Frankenthal (18.06.2013)
Siggi Sandreuther: Der Elefantenjäger aus Frankenthal

 

4b) F R A N K E N T H A L: Kunsthaus (17.04.2013)

Kunsthaus Frankenthal, Hans-Kopp-Strasse 22, 67227 Frankenthal (Pfalz)
Kunsthaus Frankenthal, Hans-Kopp-Strasse 22, 67227 Frankenthal (Pfalz), Überdeutliche Qualitätsabnahme…

 

4c) F R A N K E N T H A L: Ausstellung (07.09.2012)

Anna Bludau-Hary, "N.N.", Transparentpapier, Digitaldruck, Metallstangen, MDF-Platten, Koffer, 2012, gedruckt finden sich Namen wie "Burkina Faso", "Melkadida", "Tschad", etc. WIR - JENSEITS VON EDEN
Anna Bludau-Hary, „N.N.“, Transparentpapier, Digitaldruck, Metallstangen, MDF-Platten, Koffer, 2012, gedruckt finden sich Namen wie „Burkina Faso“, „Melkadida“, „Tschad“, etc.
WIR – JENSEITS VON EDEN

 

5a) L U D W I G S H A F E  N: Hack-Garten (25.04.2013)

Müllkreislauf
Müllkreislauf und Gartenkultur

 

5b) L U D W I G S H A F E N: Inselsommer (22.05.2012) 

An den Ufern eines Stromes: Der letzte Inselsommer...
An den Ufern eines Stromes: Der letzte Inselsommer…

 

5c) L U D W I G S H A F E N: Zurück ins vergangene Jahrhundert (29.01.2012)

Dosenspaziergang in Ludwigshafen am Rhein, ein Blick zurück...
Dosenspaziergang in Ludwigshafen am Rhein, ein Blick zurück…

 

6.) D I E  P F A L Z: Die Pfosten und so (18.04.2012) 

Neustadt/Weinstrasse, Nähe Bahnhof, Saalbau, "Goldene Figur" von Christiane Maether, Foto DieRedaktion, aus Pfälzer Pfosten und so...
Neustadt/Weinstrasse, Nähe Bahnhof, Saalbau, „Goldene Figur“ von Christiane Maether, Foto DieRedaktion, aus Pfälzer Pfosten und so…

 

Reisen ins Umland: VOM BERÜHMTESTEN SCHREBERGARTEN / LUDWIGSHAFEN AM RHEIN

WIR verreisen übers Wochenende. Deshalb erst mal ein kleiner Vorgeschmack. Ein paar Fotos aus Ludwigshafens alternativer Gartenkultur. Ein Ruhepol in industriell dominierter Stadtlandschaft. Einer Landschaft, die beherrscht wird von Gewinnmaximierung, Zuwanderung, endlosen Verkehrsschneisen, Kolonnen chemischer Produkt- und Fertigungsverfahren und zweifelsohne: viel, viel Armut. Und Reichtum bis an die Schmerzgrenze. Im Umland: Wein, Spargel, Kartoffeln, Salate, Gemüse…

WIR verlassen Mannheim, Blick auf den Verbindungskanal
WIR verlassen Mannheim mit Blick auf den Verbindungskanal…
Panorama Hack Garten
Und sind im Hack Garten (Panorama) … Sechs Fotos vom Hack-Garten⇓:

Zwei Infos: Meine idyllische Gartenlaube… und Nebenort…

 Fotos: DieRedaktion.

Ist das nicht der HELLE WAHNSINN…???

In einer Stadt ohne Gesicht…???

PHILIPPSBURG / RHEIN

Wir kamen über Waghäusel / Baden. Am Donnerstag, es war der 13. März. Schon im Zug fällt der Blick ‚uf‘ die Gebäude der Eremitage. Auf das ehedem von Südzucker genutzte Gelände. In der Ferne das AKW Philippsburg. Über die Landesstrasse 555 erreicht man die Zufahrt zum Kraftwerk:

Das Atomkraftwerk Philippsburg und der Hinweis auf den Betreiber: Energie Baden-Württemberg AG
Das Atomkraftwerk Philippsburg und der Hinweis auf den Betreiber: Energie Baden-Württemberg AG

Aber hallo, bitte der Reihe nach. Gemach. Gemach. Zuerst blicken wir mal auf Badens Geschichte: Die Eremitage Waghäusel! Ein Rückzugsort für Privatiers des 18. und 19. Jahrhunderts!? Auf dem Gelände der Eremitage widmete Waghäusel 1999Den Wegbereitern der Demokratie‹ ein von dem Speyrer Künstler Franz-Werner Müller-Steinfurth geschaffenes Denkmal. Denn am 21. Juni 1849 war Waghäusel Schauplatz einer Schlacht der Badischen Revolution:

Eremitage Waghäusel (Infos siehe Stadtarchiv Waghäusel)
Eremitage Waghäusel (Infos siehe Stadtarchiv Waghäusel)

DSC06072   DSC06076

Eremitage für durchreisende Mitbürger...
Eremitage für durchreisende Mitbürger…

 

DSC06079Das von Südzucker im Jahr 1997 an die Waghäuseler verkaufte Gelände wird seitdem nach und nach einer industriell-wirtschaftlichen Nutzung zugeführt. Ein Südzucker Relikt befindet sich noch auf dem ehemaligen Besitz, Foto links. Das gesamte Areal ist momentan DSC06084ein ‚BAD DISTRICT PLACE‘, wie man ganz in der Nähe zu sehen und lesen bekommt. Eine Harley würde ich ja gerne mal fahren, bzw. unter dem Hintern haben. Die, die da am Haus hängt, ist wohl nie und nimmer einsatz- und fahrbereit. Schade, spüren wir doch bereits das Knattern unterm Popo: So unterschiedlich können Welten sein. Südzucker ist weg, eine Brache entsteht, ein paar Spezialisten sind dennoch unterwegs. Wir schätzen trotz allem unser Radl. Mit Zug, Rad und per pedes gelangt man fast überall hin. Und ist immer noch flott genug unterwegs. Und es bleibt einen reichlich Zeit für erblühende Natur↓:

DSC06099

Nun ja, auf dem Weg zur Kraftwerksanlage ereignen sich Dinge, mit denen einer nicht rechnen konnte. Das Land Baden-Württemberg vertreten durch das Regierungspräsidium Karlsruhe baut im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms unter Beteiligung der Bundesrepublik Deutschland den Rückhalteraum ‚Polder Rheinschatzinsel‘, welcher sich in unmittelbarer Nähe des AKW’s befinden wird. Für den Moment sieht es an bestimmten Stellen des Philippsburger Altrheins so aus:

DSC06089   DSC06093

DSC06092

Rheinschanzhof
Rheinschanzhof

Eine Art Reiseimpression, wie sie morgen bereits Vergangenheit sein wird. Die Welt sei im Wandel, heisst es. Der Mensch wandelt ebenfalls. Der wirft schon seinen Blick aufs nächste Ereignis: Hofgut Rheinschanzinsel bei Philippsburg. Man kommt nicht umhin,DSC06142 das Gut zu betreten. Jedenfalls finden sich keinerlei Verbotsschilder und die momentan ruhenden Bauarbeiter erheben keine Einwände gegen die Arbeit des Fotografen. Der befindet sich auf einem Abriss-, Umbau- und Sanierungsgelände. Der Text im Foto rechts ist die einzige Information zum Rheinschanzhof; dessen Mittelhof bereits geschliffen wurde, wie von Passanten zu erfahren war. Also machen wir uns auf Entdeckungsreise durch wacklige Gemäuer durch verrostete Eingänge. DSC06098Nix von Betreten auf eigene Gefahr, nun ja, so gefährlich ist es nun auch wieder nicht. Wir tragen festes Schuhwerk für Wanderer; und Kopfbedeckung als Sonnenschutz. Jedenfalls befindet sich auf der anderen Strassenseite zum Hofgut ein Kreuz der Erinnerung an einen im Strassenverkehr (?) Verunglückten. Vielleicht ein ehemaliger Beschäftigter des Hofgutes? Wir lassen beim Durchstreifen der längst verlassenen Räume alle erdenkliche Vorsicht walten und machen uns auf zu einer kurzen Zwischenreportage, zunächst mit Aussenaufnahmen vom Gehöft↓:

Die schlechten Lichtverhältnisse im Innern der Gebäude veranlassen uns, ab und zu zu blitzen↓:

Tagpfauenauge in Gefangenschaft
Tagpfauenauge in Gefangenschaft

Wir sind untröstlich, wir müssen die Gegebenheiten akzeptieren und überlassen den Edelfalter seinem Schicksal. So früh im Jahr unterwegs – soll ja vorkommen nach langer Winterpause – und schon dem Tod geweiht.

Was verbirgt sich im Innern des AKW's? Es gibt hochoffizielle Führungen!
Was verbirgt sich im Innern des AKW’s? Es gibt hochoffizielle Führungen!

Wir verlassen das geheimnisvolle Gehöft und radeln zur noch geheimnisvolleren Atomanlage, gesichert wie eine streng bewachte militärische Festung. Auf der anderen Seite der Fabrik, am Rhein, befindet sich ein Info-Point, öffentlich zugänglich, aber total abgeschottet vom Atomareal. Vom Leiter der Informationszentrale werde ich auf Führungen durchs Kraftwerk aufmerksam gemacht. Nach Anmeldung vor Ort erhielt ich folgende Benachrichtigung per E-Mail:

Sehr geehrte/ -r Herr Franz Bellmann, über Ihr Interesse an unseren Kernkraftwerken freuen wir uns und bestätigen Ihnen den Besuchstermin in unserem InfoCenter am 22.08.2014 von 09:00 Uhr bis ca. 13:30 Uhr. Das Programm umfasst:- Begrüßung, Vortrag zur Energiewirtschaft und zur Technik der Philippsburger Kernkraftwerke,- Fakultativ Videofilm „Strom aus Philippsburg“,- Besichtigung des Reaktorgebäudes, des Maschinenhauses und eines Naturzugnasskühlturmes, sofern die betrieblichen Belange dies zulassen, (festes, geschlossenes Schuhwerk ist zwingend erforderlich!),- Präsentation / Diskussion zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland. Die beigefügten Besucherlisten senden Sie bitte bis spätestens drei Wochen vor Ihrem Besuchstermin an uns zurück. Bitte beachten Sie, dass ein Betreten der Anlage nur mit gültigem Personalausweis / Reisepass möglich ist. Träger von elektronisch gesteuerten Implantaten (Herzschrittmacher, elektr. Insulinpumpe) können die Anlage leider nicht betreten.

Beigefügt erhalten Sie Informationsmaterial mit einer Anfahrtsskizze. Wir erwarten Sie zum vereinbarten Zeitpunkt im InfoCenter auf der Rheinschanzinsel bei Philippsburg. Freundliche Grüße, Team InfoCenter, EnBW Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung AG, Rheinschanzinsel, 76661 Philippsburg, Telefon 07256 95¬14599; Telefax 07256 95¬12039, mailto:besichtigungen@enbw.com. Mehr über unsere Kraftwerke erfahren Sie auch unter: http://www.youtube.com/enbw. Schon gesehen? Die neue Seite der EnBW! Jetzt vorbeischauen: www.enbw.com…P. s.: Wirklich drucken? Sparen Sie pro Seite 250 ml Wasser, 5 g CO2, 15 g Holz und 50 Wh Energie. EnBW Erneuerbare und Konventionelle Erzeugung AG; Sitz der Gesellschaft: Stuttgart; Handelsregister: Amtsgericht Stuttgart; HRB Nr. 19353; Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Bernhard Beck; Vorstand: Dr. Wolfgang Eckert, Dr. Werner Götz, Dirk Güsewell, Jörg Michels, Volker Reinhard.

WIR sind so frei und nennen wichtige offizielle Verknüpfungen (siehe oben). Mag ja sein, dass noch jemand aus Mannheim mitgeht zur Besichtigung eines noch laufenden Fossils aus vergangenen energetischen Zeiten. Der Druckwasserreaktor ist zurzeit in Betrieb, der Siedewasserreaktor wurde abgeschaltet. So sagte man.

Im Info – Center hatten wir FotografierErlaubnis. Hier ein Blick in die Räumlichkeiten und auf einige Exponate:

Wir betrachten die Fabrik von aussen, ohne Kommentare:

Bevor wir nach Germersheim radeln noch ein Blick auf die landschaftliche Gegend:

Die Rheinbrücke nach Germersheim bedeutet: WIR sind am Ende unserer Kräfte. Den Überweg vor uns: Uns schlottern die Knie und nicht nur die.

DSC06210

 

Da reicht es uns, auf Wiedersehen…

DSC06222

Schriftwechsel per E-Mail, Eingang am 07.08.2014, eingesetzt am 18.08.2014⇓:

Sehr geehrter Herr Bellmann

Laut unserem Reservierungsplan hatten Sie sich für eine Betriebsbesichtigung im Kernkraftwerk Philippsburg am 22.08.2014 angemeldet. Leider ist bei uns dazu bisher noch keine Besuchermeldeliste eingegangen, ohne die eine Besichtigung nicht möglich ist.

Sollten Sie noch an einer Besichtigung an dem Datum interessiert sein, bitte ich Sie, die beigefügte Liste umgehend ausgefüllt zurück zu senden, da sonst eine Anlagenführung nicht möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Christian Milker M.A.
Infozentren und Besucherführungen
EnBW Infocenter Philippsburg

EnBW Energie Baden Württemberg AG
Kernkraftwerk Philippsburg                             
Rheinschanzinsel
76661 Philippsburg

Telefon 07256 95-14593; Telefax 07256 95-12039 
mailto:c.milker@kk.enbw.com
www.enbw.com/kernkraft

Auf geht´s: Gemeinsam Energie neu denken!

Hier und jetzt. Im Energiewende-Blog:

www.dialog-energie-zukunft.de

PWirklich drucken? Sparen Sie pro Seite 250 ml Wasser, 5 g CO2, 15 g Holz und 50 Wh Energie.

EnBW Energie Baden-WürttembergAG

Sitz der Gesellschaft: Karlsruhe, Registergericht Mannheim, HRB Nr. 107956

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Claus Hoffmann
Vorstand: Dr. Frank Mastiaux (Vorsitzender), Dr. Bernhard Beck, Thomas Kusterer, Dr. Dirk Mausbeck, Dr. Hans-Josef Zimmer

<Besuchermeldeliste 2EB.doc>

Antwort am selben Tag, 5 min später⇓:

Sehr geehrter Herr Milker,

danke für die Erinnerung.

Ich teile Ihnen mit,

dass sich die Angelegenheit

für mich erledigt hat.

Mit freundlichen Grüssen

Franz Bellmann

H 7, 24

68159 Mannheim

0621-3974 9958

www.franzbellmann.de

franz.bellmann@mac.com