Buxtehude

Mannheim⇒Hamburg⇒Buxtehude

Ab z. B. Haltestelle Hammerbrook im Hamburger Zentrum mit der Flexi-Karte und der Linie S3 bis nach Neu-Wulmstorf und einer anschliessenden kleinen Radtour: Buxtehude ist zum Greifen nah.

DSC_0495DSC_0496Die Schönheit der Landschaft um Buxtehude findet sich in ihrer Einsamkeit und Stille. Das bäuerliche Traktorengeräusch unterstützt den Gleichklang und die Monotonie der baumbestandenen Ebene, die wirtschaftliche Nutzung der gerodeten Flächen sorgt für Ein- und Auskommen der ortsansässigen Landwirte, in Buxtehude darf der Mensch die Ergebnisse geniessen. 

Hinweis: Die Gegend ist gefährlich!

Mich hätte schnell Einer umgerannt, doch Mächte ich mich Rechtzeitig Mit Dem Rad Davon ...
Mich hätte schnell einer umgerannt, doch machte ich mich rechtzeitig mit dem Rad davon …
Bäuerliche Produktionsstätte
Bäuerliche Produktionsstätte

Buxtehudes Zentrum erfährt sein Aussehen durch Mittelalter und neuzeitlichen Tourismus:

Das Frachtschiff MARGARETA aus dem Jahr 1897 verkehrte auf der Niederelbe bis ins Jahr 1950. 1991 restauriert Durch den Förderverein ALTSTADT BUXTEHUDE.
Das Frachtschiff MARGARETA aus dem Jahr 1897 verkehrte auf der Niederelbe bis ins Jahr 1950. 1991 restauriert durch den Förderverein ALTSTADT BUXTEHUDE. Der innerstädtische Hafenkanal (Fleth) war Gründungszentrum und Ortskern von Buxtehude und bautechnisch verbunden mit dem Flüsschen ESTE . Siehe auch Stadtinformation der Hansestadt Buxtehude.

Städtische Natur und Kunst:

Wuchernder Blauregen in privatem Gelände, Links im Hintergrund der Kirchturm der Ev.-luth.  St. Petri Kirche.  Das Fleth und sterben Kirche Sind Bedeutende Baudenkmale der Ehemaligen Hansestadt.  Im Kirchenaushang Steht zu lesen that der Kirchenschlüssel im Buxtehude Museum erhältlich ist.
Wuchernder Blauregen in privatem Gelände, links im Hintergrund der Kirchturm der Ev.-luth. St. Petri Kirche. Das Fleth und Kirche sind bedeutende Baudenkmale der ehemaligen Hansestadt. Im Kirchenaushang steht zu lesen, dass der Kirchenschlüssel im Buxtehude Museum erhältlich ist. In der St. Petri Kirche finden Chor- und Orgelkonzerte und Motettengottesdienste statt.

Moderne Platzgestaltung: 

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Eine Kunstschule und ihr Logo:

Kunstschule Buxtehude ev
Kunstschule Buxtehude 

Die Stadtmusikanten:

Ich habe meine Adresse zwecks Kontaktaufnahme hinterlassen and a Euro gespendet.  Mal sehen, ob ich war zu lesen oder zu hören bekomme.
Ich habe meine Adresse zwecks Kontaktaufnahme hinterlassen und einen Euro gespendet. Mal sehen, ob ich was zu lesen oder zu hören bekomme.

Gegen Ende einige Bilder aus dem Städtchen …

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Buxtehude zeigt ihre Armut:

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Ich fahre nach Hause …

... Mit Blick auf Unsere elektrifizierte Welt ...
… Mit Blick auf unsere elektrifizierte und technisierte Welt …

Klamotten, Glas + Müll: harte Währung in Euro

Neu: Eingesetzt am 13. 10.2014 …

Mannheim • Stadt des Glücks, Stadt der Scherben …

Dazu Sondermüll, und Restmüll, und Seltene Erden, und Biomüll, und und und…

Städtischer Angestellter, verantwortlich für die Entsorgung der Inhalte der Altkleidercontainer u. a. am Swansea Platz
Städtischer Angestellter, verantwortlich für die Entsorgung der Inhalte der Altkleidercontainer
Wie ehedem: Lumpen, Alteisen, Papier...
Wie ehedem: Lumpen, Alteisen, Papier…

Mit modernistischer Verwertungsstrategie so ertragreich wie anno dazumal: Lumpen, Alteisen, Papier. Der geldscheißende Dukatenesel heißt heutzutage Ex-und-hopp-Mentalität des kapitalistischen Zeitalters. Die Produkte der Verantwortungslosigkeit sind ja fast an jeder Strassenecke zu finden. Warum aus dieser stumpfsinnigen Bequemlichkeit des Wegwerfens nicht Kohle machen? Stroh zu Gold spinnen. Energiegewinnung. Wiederaufbereitung und -verwertung.

Recycling und wie sonst die Begriffe und Definitionen so heissen.

Thema Klamotten / Altkleider

Unglaublich, dass in diesem Dreck noch Gewinn steckt...
Unglaublich, dass in diesem Dreck noch Gewinn steckt… ↑…aber wahr. Der Spiegel 3 / 2014 schreibt im Artikel „Heißer Stoff“ von Michael Fröhlingsdorf: »Pro Tonne Sammelware werden zeitweise bis zu 550 Euro bezahlt.« Alles lässt sich verschicken und versenden und weiterverarbeiten, siehe Papier + Alteisen, wiederverwertbare Stoffe par excellence.

Thema Papier

Papiernes Sammelsurium
Papiernes Sammelsurium

Thema Kartonagen, Pressspan, Kunststoff

Hier muss getrennt werden...
Hier muss getrennt werden…

Thema Alteisen / Schrott

Schrottverarbeitende Industrie im Mannheimer Hafen...
Schrottverarbeitende Industrie im Mannheimer Hafen…
Herkunft: Sickinger Schule Mannheim
Herkunft: siehe Artikel

Thema Elektroschrott

Aufnahme Mannheimer Hafen (NN 25)
Aufnahme Mannheimer Hafen (NN 25)

Überfluss, noch mehr Überfluss, bis wir darin ertrinken. Auch Abgase existieren inzwischen im Überfluss. Denk‘ ich an Peking in der Nacht, dann bin ich um’s Atmen gebracht. Wie soll das so weitergehen? Kein Entkommen mehr. Unser Schicksal ist uns vorgezeichnet. Acht Milliarden, zehn Milliarden, bis die Blutgefäße explodieren. Ein roter Ozean. Nichts mit Angelwürmern. Da beißt nichts. Verhungern. Blut trinken, den roten Saft der Toten. Wer überlebt, muss Kartoffeln anbauen. Egal, ob in Indochina oder Südamerika. Eine Milliarde kommt durch. Eine Milliarde.

1 000 000 000. Der zehnfache Überfluss wird bestattet. Und zuvor ausgebeutet. Es herrscht Hunger. Die Lösung: Kannibalismus. Eine Überlebensstrategie. Nicht neu. Notwendig. Alkoholgeschwängerte Leber mit Frits + Knobisalat, zum Nachtisch hartgekochte Eier. Zur Erneuerung der Potenz. Was für ein herrlicher Aufstand. Die Revolution des Geschlechts, ein Wandel, so kurz vor dem Ende…

Wer bleibt da übrig??? Sprich überlebt???
Wer bleibt da übrig??? Sprich überlebt???

Eine Milliarde… Neun Milliarden Tote… Nur Frauen überleben… Nur Frauen… Alle prägnant…

NN 3 – Die Rheinkaistrasse im Mannheimer Hafen

Rheinkaistrasse
Rheinkaistrasse

Am Samstag, den 12. Oktober ging’s los: an den Rhein, die Rheinkaistrasse gehört modern gesprochen zur Mannheimer Hafenagenda. Wobei – na ja – die Strasse selbst uns weniger bedeutsam vorkommt, immerhin wird sie zurzeit in wichtigen Bereichen ausgebessert bzw. erneuert, was zumindest die verkehrstechnische Wichtigkeit unterstreicht. Die Rheinkai beginnt kurz vor einem urwüchsig bepflanzten Kreisel (die Rheinvorlandstrasse – Sitz der Staatlichen Rhein-Neckar-Hafengesellschaft Mannheim – geht in Höhe Speicher 7 in die Rheinkaistrasse über). In diesen Verkehrsknoten mündet auch die Ludwigsbadstrasse.

Kiosk-Bude
Kiosk-Bude

Am Kreisel gibt’s die beste Currywurst Mannheims: Eigenwerbung des Kiosk-Betreibers. Das Ganze macht eher den Eindruck einer unsortierten Ablagerung, wie das Foto von der Schuppenrückseite wohl zu verdeutlichen vermag, das ist keine löbliche Aussenwerbung. Wahrscheinlich ist der Bedarf an Würsten nicht allzu hoch. Vielleicht hat der Kiosk gar geschlossen? Trinkhallen gibt es eh schon lange nicht mehr. Da kommt doch Freude auf am Beginn einer Hafentour am Rhein.

Blickt der Besucher die Rheinkai nach Norden, reihen sich fast bis ans Ende der Strasse langgezogene Speicher, die den Zugang zum Rhein an mehreren Gebäudeunterbrechungen ermöglichen. Jetzt klärt sich der Strassenname. Am befestigten Ufer – der Kaimauer – liegen Schiffe. Der Blick schweift nach Ludwigshafen, da ist es für den Augenblick bautechnisch interessanter. Obwohl, auch vor Ort finden Fotografen im Hafengelände von Mannheim aufnahmewürdige Ereignisse, Beispiele: Krankonstruktionen älterer + neuerer Bauart, bemerkenswerte Gebäude, Firmen, Schiffe, Brückenbauwerke…

Ein Blick nach Ludwigshafen am Rhein, mit Galerie:

Blick vom Mannheimer Hafen aus nach Ludwigshafen am Rhein, in der Mitte des Stromes die Landesgrenze

Könnte ein Eindruck überzeugender sein, als der der Pfälzer Industriestadt? Die neuerbaute Rheingalerie – drei Jahre alt mittlerweile – ein Konsumtempel par excellence. Die liebenswürdigen Formen der sanften Rundungen, der Schwung: architektonische Animation und Kaufanreiz?

Ein paar Aufnahmen aus der Rheinkaistrasse:

Am Beginn der Rheinkai, die Fruchtbahnhofstrasse ist mit ihr in Form einer Schlaufe verbunden
Am Beginn der Rheinkai, die Fruchtbahnhofstrasse ist mit ihr in Form einer Schlaufe verbunden

Am Ende unserer Strasse werden wir die Fruchtbahnhofstrasse wiedersehen; sie läuft entlang dem Verbindungskanal, wenn uns nicht alles täuscht. Der kommt ja vom Neckar (siehe Bericht über die Neckarvorlandstrasse NN 2: http://franzbellmann.de/?p=9867) und verbindet beide Wasserstrassen kanalmässig. Man darf auch vom Rhein zum Neckar denken, das ist schier ein und dasselbe! Aber eventuell begreift man dies im Hafen anders.

Jedenfalls ist der körperliche Schwindel nicht weit beim Betreten der Kaianlagen, geht es doch tief hinab in dunkle, zu still fliessende Gewässer. Der Schein trügt. Dem Rhein, wie dem Neckar, beiden ist nicht zu trauen, selbst Rettungsschwimmer wissen ein Lied davon zu singen. Hier friedliche Aufnahmen vom bebauten Ufer des Rheins, da fällt mir grad spontan der Name Tulla ein:

Also Warnung an alle, selbst in brütend heissen Sommernächten auf Nacktbaden in den Flüssen sicherheitshalber verzichten, egal wo, lieber Liebe machen am Kieselstrand, das fördert die Durchblutung.

Wir gehen vom Kai wieder zur Strasse rüber, da fühlen wir uns doch deutlich sicherer. Aber die Spannung ist weg. Die Anspannung vergeht, der Stress der Tiefen fliegt himmelwärts:

Die Strasse bietet nur wenig. Sie ist einsam. Selbst bei Nutzung spürt man wie nutzlos sie sich vorkommt. Ich schiebe ja, mit meinen Kunststoffsohlen küsse ich das leicht klebrige, noch frische Bitumen vom Vortag (?). Sie braucht Laster, keine Fahrradreifen, sie verlangt nach Gewalt in Form ungebremster Geschwindigkeit, sie will Güter transportieren, meinetwegen nach Südafrika oder Shanghai. Was soll hier ein abgetakelter Fotograf, wichtig sind Schiffsschrauben, Antriebsaggregate, aufstrebende Momente von Wirtschaftlichkeit, Dynamik ist am Ruder, nicht Stillstand und Statik und fundamentale Erschütterung. Wo kämen wir da hin, wenn jeder einfach so seine Kamera in Position brächte! Nicht nur unter Tito war das Fotografieren von Industrieanlagen bei Strafe verbot’n!

Relativ grossflächige Brache an der Rheinkaistrasse
Relativ grossflächige Brache an der Rheinkaistrasse

Am äussersten Ende der Kaianlagen, wo selbst die Eisenbahn einen Abschluss als Prellbock vorfindet, mündet der Verbindungskanal in den Rhein, nicht weit dahinter der Neckar.↓

Anfang / Ende Verbindungskanal mit Blich auf die industriellen Werke der BASF
Anfang / Ende Verbindungskanal mit Blick auf die industriellen Werke der BASF

Ein Paradies für Angler? Immerhin, zwei waren bei der Arbeit, ohne Fang, wir wünschten ‚Petri Heil‘ und schlichen uns leise von dannen. Den Blick heimwärts gewandt.↓

Wir schauen auf Mannheim, links im Hintergrund die Jesuitenkirche, rechts daneben der Victoria-Turm, beides sehr zentral ums Schloss und um den HBF gelegen
Wir schauen auf Mannheim, links im Hintergrund die Jesuitenkirche, rechts daneben der Victoria-Turm, beides sehr zentral ums Schloss und um den HBF gelegen

Also, nun machen wir uns auf den Heimweg: mein Rad – übrigens billig für 35.- € beim IB erworben – und ich. Ein paar Aufnahmen aus der Fruchtbahnhofstrasse wollen wir noch zeigen, dann ist Schluss. Dann widmen wir uns einer anderen Schlagader im Mannheimer Binnenhafen.

 

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NACHTRAG:

Das Haus mit der Nummer 10 in der Rheinkaistrasse – ehedem ein Refugium für Speis‘ und Trank und Kunst, meist Malerei – verkommt so nach und nach, wir zeigen Bilder aus besseren Zeiten:

http://franzbellmann.de/?p=4455

NN 2 – Die Neckarvorlandstrasse im Mannheimer Hafen

DSC02533WIR radeln auf einer wichtigen Verkehrsader im Mannheimer Hafen; die läuft in geringen Abständen parallel zum Neckar und mündet fast an der Neckarspitze in die Güterhallenstrasse. Die Neckarvorlandstrasse beginnt am MVV-Hochhaus beim Museumsschiff Mannheim nahe dem Kurpfalzkreisel. Wir radeln natürlich nicht, wir schieben. Der Grund ist klar und zudem zeigt sich die Sonne von ihrer besten Seite. Ein Wetter wie auf Kreta. Das erleichtert die Arbeit.

Das Museumsschiff – zwar etwas abseits unserer Strasse – ist ein Startpunkt par excellence. Zur Erinnerung: Sabrina organisierte im letzten Jahr eine ehrenamtliche Mit-mach-Aktion zur Renovierung und Neugestaltung einiger Teile des Raddampfers. Zu lesen unter http://franzbellmann.de/?p=6053. Alles der Einfachheit halber mal zur Information, echt empfehlenswert!

Das Museumsschiff gehört zum Mannheimer Technoseum, früher Landesmuseum für Technik und Arbeit (LTA)
Das Museumsschiff gehört zum Mannheimer Technoseum, früher Landesmuseum für Technik und Arbeit (LTA)

Wie der Zufall so spielt, in Mannheim gerät man immer wieder zum Ausgangspunkt. Man verlustiert sich gerne, weicht vom Pfad ab, behält den Ariadne-Faden jedoch sicher in der Hand. Das MVV Verwaltungsgebäude fasziniert uns wenig, lediglich die Einrichtung eines Büros und den Eingangsbereich haben wir versucht abzulichten:

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Am Salzkai Ecke Holzstrasse ragen Produktions- und andere Gebäude der ADM Schokinag GmbH & Co. KG (Schokinag) in den Himmel. Der Mannheimer Stammsitz geriet oft in Verruf wegen Geruchsbelästigung, das Problem wurde notwendigerweise mittels moderner Fertigungstechnologie vor Jahren schon aus der Welt geschafft. Da konnte man im Jungbusch wieder frei durchatmen.

Auch industriell verfertigte Fassadengestaltung sticht ins Auge:

Thema Grossfassade und Fläche
Thema Grossfassade und Fläche
MA-MA-Mobil
MA-MA-Mobil

Selbst am allerheiligsten Nationalfeiertag sorgt ein Mitarbeiter der Mannheimer Stadtreinigung für Sauberkeit im Hafen. Zumindest benutzt er die Feiertagsruhe der Neckarvorlandstrasse als Rennstrecke, vielleicht ist er so geschwind unterwegs seine müllvolle Karre entladen. Wer weiss, was ihn so umtreibt an diesem Vormittag. Genug der Spekulation: Wir spazieren radschiebend weiter Richtung Jungbuschbrücke (B 44), die zurzeit in Teilen saniert wird. Sie verbindet nicht nur Stadt- und Hafenteile, sie erweist sich als eine der wichtigsten Verknüpfungspunkte der bundesrepublikanischen Verkehrsinfrastruktur (vergleiche Köhlbrandbrücke in Hamburg). Die Antwort auf die Annahme, die Brücke fiele in sich zusammen und landete im Neckar, bedarf keiner Erwähnung. Infos zum Thema: http://franzbellmann.de/?p=9460.

Unter der Jungbuschbrücke:

Wir ziehen weiter. Verlassen die Neckarvorland und begeben uns ans Ufer. Von dort bietet sich ein herrlicher Ausblick in die Runde, auf den Abstich des Verbindunskanals, die gegenüberliegende Eisenbahnbrücke, im Hintergrund die Neckarspitze mit BASF auf Ludwigshafener Rheinseite und Teile des Mannheimer Hafens an der Kammerschleuse/Inselstrasse:

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Westliche Riedbahn-Viadukt (Der Hinweis stammt von unserem Kollegen Matthias Plath)

In der Gegend der Einmündung des Linken Ufers des Verbindungskanals in die Neckarvorlandstrasse kurz hinter der Westlichen Riedbahn öffnet sich eine Wüstenei, eine Sandwüste mit Baumoase wie man meinen könnte, die hochtechnisiert industriell ausgebeutet wird:

Zwischen der Güterhallen- und der Neckarvorlandstrasse liegt eine kleine Wohngegend mit angeschlossenen Schrebergärten. Die Strassenbezeichnung: Neckarspitze. Sensationell ist das nicht, auch andere Häfen haben dergleichen zu bieten. Ein Schienenstrang durchzieht diese grüne Insel. Wir hatten verdammtes Glück und trafen eine Gärtnerin:

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Seltsam, was bei einer Reise so alles ans Tageslicht kommt, von dem die meisten Menschen nichts wissen, man selbst ja ebenso. Und doch müssen wir mal zum Schluss kommen, sonst ufert das zu sehr aus und wir finden kein Ende. Auch der Ariadne-Faden war nicht für die Ewigkeit gedacht.

Das letzte Bild stammt von der Teufelsbrücke, über die wir nach Hause radelten. Sie gehört zur Verlängerten Jungbuschstrasse:

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NN 1 – Die Güterhallenstrasse im Mannheimer Hafen

SAM_8016_2Kurz nach der Überquerung der sanierungsbedürftigen Teufelsbrücke, von der man nicht so recht weiss: liegt sie noch im Mannheimer Jungbusch (erfolgreicher Kampf gegen den Abriss der Brücke) oder ist sie eher Teil des Hafengeländes, de facto Hafen, treffen wir auf die farbenfrohe Empfangsdame, die uns über das Linke Ufer des Verbindungskanals in Richtung Werfthallen- zur Güterhallenstrasse führt, wo unsere eigentliche Exkursion in dieses ausufernde Industriegebiet beginnt. Uns schwebt eine Art Bestandsaufnahme des Hafenareals vor. Für mehrere Artikel – denn von der Gelände- und Wirtschaftsgrösse her ist der Hafen hervorragend dafür geeignet – planen wir eine serielle Berichterstattung, die sich an den Hauptschlagadern orientieren wird: Nicht nur an den stark befahrenen Strassen, dem Wasser kommt gleichfalls eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu, dem Schienenverkehr et cetera…Wir möchten ebenso im Hafen ansässige Firmen besuchen, Ämter und was es sonst noch zu entdecken gibt. Eile mit Weile. Wir beginnen mit Impressionen, die die langgezogene Güterhallenstrasse rheinabwärts Richtung Neckarspitze für uns bereit hielt:

Zur Orientierung: Detailansicht einer in die Tage gekommenen Lagerhalle
Zur Orientierung: Detailansicht einer in die Tage gekommenen Lagerhalle

 

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Gegenüber der Lagerhalle befindet sich ein unscheinbares Wohnhaus. Mit brachliegendem Gelände davor. Brachen sieht man häufig hier, meist verkommen sie zu Schmuddelecken und -flächen, die den Rheinhafen als anrüchig abstempeln. Wer spaziert schon gerne auf einer Fabrikationsanlage, die jede Menge Güter umsetzt, herum und ist schockiert über Schmutz, Müll und Unrat. Dabei könnte der Hafen eine touristische Anlaufstelle par excellence sein. Statt dessen gibt und gab man sich unsinnigen Streitereien hin, aber Draufhauen und Unterkriegen scheint für manche das non plus ultra der Selbstbefriedigung. Da müssen auch im Hafengewerbe wohl einige in die übergeordnete Schule der Demokratie gehen. Und zwar so lange bis sie als unübertrefflich zertifiziert werden können.

Industriearchitektur wird in Häfen nicht unbedingt als erhaltenswert und -würdig angesehen. Meist steht sie Containerterminals und zu erneuernder Infrastruktur im Wege und muss weichen. Viel gibt es in Mannheim, zumindest in der Güterhallenstrasse, nicht zu sehen, hier ein paar Fotos:

Gehsteig?
Gehsteig?

Die Güterhallenstrasse ist in unseren Augen und Ohren eine Rennstrecke. Eine Avus für Brummis und Kleinlaster. Sonst findet man kaum Belastung auf dieser Verbindungsstrasse, öffentlicher Bus- (wochentags stündlich), Berufs- und Terminverkehr ausgenommen. Ab und an ein Roller, ein Rad, Fussgängern sind wir nicht begegnet. Ausnahme: eine etwas ältere Dame an einer Bushaltestelle. Dafür vielen abgestellten Fahrzeugen an den Strassenrändern und Parkbuchten. Teilweise in erbärmlichen Zuständen. Und Privatbesitz spielt da eine grosse Rolle, was Müllkippen anbetrifft. Früher wurden Lumpen, Alteisen und Papier gesammelt, auch heute funktioniert das bestens, nur wollen sich manche nicht dran halten, wie es so aussieht. Nicht umsonst stellen wir Fotos ein. Zur Information, vielleicht zur Aufklärung, zur Veranschaulichung. Es bereitet Freude – eigenartiger Weise – solche Motive zu finden, was im Hafen nicht allzu schwierig ist, diese zu fotografieren und dann einem Artikel beizufügen. So schärft sich das Auge des Betrachters. Wenn jemand Interesse an einem Spaziergang mit FOTOSHOOTING hat, wir führen gerne ehrenamtlich…mit Rad.

Reifen aufgeschlitzt?
Reifen aufgeschlitzt?

Ein Treffpunkt könnte die Teufelsbrücke sein, die in Mannheim jeder kennt. Ein Besuch des Rheinhafens am späten Nachmittag wäre u. U. angesagt, der speziellen Lichtverhältnisse wegen, mit hereinbrechendem Abend und furiosem Sonnenuntergang über der BASF in Ludwigshafen. Und anschliessender Berichterstattung im Internet.

Der Mannheimer Binnenhafen ist riesig, bedeutsam und eine unglaubliche Fundgrube für Fans der Fotografie, da ist Aktfotografie nichts dagegen. Rheinau, Mühlau, der Industriehafen, die verschiedenen Becken, da gibt es reichlich zu tun. Und wir wollen den Neckar nicht vergessen. Jedoch: Planung mögen wir nicht, wir gehen Schritt für Schritt voran und sind offen für Wünsche und Vorschläge. Wie wär’s zum Beispiel mit der Diffenébrücke? Dem Grosskraftwerk? Der Rheinufergestaltung? Neubauten? Renovierung und Sanierung?

Von der Vermüllung:

Wie die Natur sich durchzusetzen beginnt:

Auch für Archäologen bietet der Mannheimer Binnenhafen Überraschungen:

Unter fruchtbarem Boden residiert die Vergangenheit bis in alle Zukünfte der Entdeckungen menschlichen Handels und Handelns. Vielleicht kann uns da Dr. Klaus Wirth weiterhelfen:  http://franzbellmann.de/?s=Sickinger+Grabungen

Ausblicke nach drüben:

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Fini mal. Einen Versuchsballon war es wert. Unser nächster Besuch gilt der verkehrsreichen Neckarvorlandstrasse.

Internationales Suppenfest im Café Filsbach

Internationales Suppenfest, Sa. 28.09.2013, 13-17 UhrCafé Filsbach, J 6,1-2, MA

Living in Memphis

Obige Aufnahme entstammt dem Artikel http://franzbellmann.de/?page_id=2294

Egal, ob in Deutschland, in der Türkei, im Senegal, in Kroatien, in Brasilien oder in Indonesien, fast jeder Mensch hat seine Lieblingssuppe. Anlässlich des Tags des Flüchtlings und der Interkulturellen Woche laden wir Sie ein, am Samstag, 28.09. 2013 von 13 bis 15 Uhr internationale Suppen im Café Filsbach (J 6,1-2) zu genießen. Ab 15 Uhr gibt es köstlichen Maniok-Kuchen und Kaffee. Nutzen Sie die Möglichkeit, die kulturelle Vielfalt Mannheims und das Engagement zahlreicher Initiativen für den interkulturellen Dialog kennen zu lernen! Interkulturelles Kulturprogramm mit der deutsch-koreanischen Trommelgruppe Danbi, der First Ukulele Band, Lyriklesung mit Helga Grimme und Dzevada Christ (angefragt). Eintritt frei! Suppen gegen Unkostenbeitrag. Ein Kooperationsprojekt der Begegnungsstätte Westliche Unterstadt e.V., des Eine-Welt-Forums Mannheim e.V., KulterQuer – QuerKultur Rhein-Neckar e.V. und der Save-Me-Kampagne Mannheim.

Freundliche Grüße, Heike Grönert, Geschäftsführerin, Begegnungsstätte Westliche Unterstadt e. V., J 6, 1-2, 68159 Mannheim, Tel.:   0621-25846, Fax:   0621-1567822, E-Mail: bwu@filsbach.com, home: www.filsbach.com

Geschäftsführung: E-Mail: bwugf@filsbach.com, Vereinsregister: VR 1025, Amtsgericht Mannheim

Weitere Infos:

http://franzbellmann.de/?p=7327,

http://franzbellmann.de/?p=9175,

http://franzbellmann.de/?p=3532

 

Ohne Kommentar, DSC09887 Ohne Kommentar, DSC09886 Ohne Kommentar, DSC09883 Ohne Kommentar, DSC09881

 

 

 

 

 

 

 

 

Haste mal ne Suppe für umme…

Septemberveranstaltungen: *andiamoverlag* lädt ein

LETZTE  KULTURNACHRICHTEN  AUS  MANNHEIM

Zu IHREN Septemberveranstaltungen zur Bulgarischen Kultur und Literatur, insbesondere in Mannheim, laden Autorinnen und Autoren, sowie alle Veranstalter sehr herzlich ein:

Mittwoch, 11. September, 20 Uhr 15: Autorenlesung und Gespräch „Ja“ mit Nikolaj Tabakov (Sofia), Rumjana Zacharieva (Bonn), Ulrich Wellhöfer und Klaus Servene (Mannheim) Thalia-Buchhandlung am Wasserturm Mannheim

Donnerstag, 12. September, 20 Uhr: Neuland Europa? Bulgarien: Literatur und Leben heute. Mit Dimitré Dinev, Nikolaj Tabakov, Rumjana Zacharieva, Klaus Servene – Zentralbibliothek Stadtbüchereien Düsseldorf, Bertha-von-Suttner-Platz 1 – Eintritt frei. Mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.

Freitag, 13. September, 19:00 Uhr: Zehn Jahre »Engelszungen«, Neuland Europa? Grenzgängerlesung Thomas Frahm, Gespräch mit Ulrich Wellhöfer, es werden Ausschnitte aus dem Spielfilm »Spanien« gezeigt – Gespräch Klaus Servene mit Ehrengast Dimitré Dinev; Musik: KulturCafé Filsbach Mannheim J6, 1-2 – Eintritt frei. Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Förderprogramms »Grenzgänger« der Robert Bosch Stiftung unterstützt. 

Nach seiner Burgtheaterrede »Wie sicher ist der Frieden in Europa?«: Dimitré Dinev (Wien 2008; Foto: Klaus Servene)
Nach seiner Burgtheaterrede »Wie sicher ist der Frieden in Europa?«: Dimitré Dinev (Wien 2008; Foto: Klaus Servene)

Freitag, 13. September, 19.30 Uhr: Autorenlesung und Gespräch „Ja“ mit Nikolaj Tabakov (Sofia), Rumjana Zacharieva (Bonn),  Zentralbibliothek der Stadt Essen, Hollestr. 3, 45127 Essen

NEU: Samstag 14. September 16 Uhr: Café Neuland mit Thomas Frahm (Sofia) – Thomas Frahm im „nEUbürger-Gespräch“ und als Vorleser auf Bulgarisch und Deutsch. Die auf bulgarisch vorgetragenen Texte werden in deutscher Übersetzung eingeblendet. Kulturbrücken Jungbusch, Böckstraße 21 Mannheim – Eintritt frei – Thomas Frahm, geboren 1961 in Duisburg, Autor von Lyrik, Kurzprosa und Bulgarien-Essays, nimmt seit 2000 in Sofia ein Vollbad in der Sprache, aus der er die wichtigsten Romane Vladimir Zarevs, Angel Wagensteins und Lea Cohens ins Deutsche übertragen hat. 2012 erschien, als offizielle Grenzgänger-Publikation der Robert Bosch Stiftung, das Mannheimer Europabrevier 2 zur bulgarischen Literatur; in 2013 wichtige Essays zum Thema im Merkur und in Sinn und Form.

Ich würde mich auf ein persönliches Kennenlernen freuen und auch über die Weiterverbreitung der Termine.

Klaus Servene

www.andiamoverlag.de

Alle Daten wurden uns freundlicherweise von Klaus Servene übermittelt, DieRedaktion.

Infos: http://franzbellmann.de/?p=8325 # http://franzbellmann.de/?p=7028

http://franzbellmann.de/?p=8947

WIR: Der Stadtteilgarten am Swansea-Platz in Mannheim

Eine Party zum Totlachen…

Der Party-Service ist da: das junge und lebenslustige Ding links im Hintergrund wird später vermisst und tot aufgefunden werden. Sie hatte keine Chance
Der Party-Service ist da: das junge und lebenslustige Ding links im Hintergrund wird später vermisst und tot aufgefunden werden. Sie hatte keine Chance

Die Empfangsdame

Die Empfangsdame

Kurdische und andere Spezialitäten

↑Kurdische und andere Spezialitäten↓

Nichts von den gereichten Gaben und Getränken blieb übrig, wir hatten zu 100% richtig geplant. Alle sind satt geworden und niemand musste verdursten. Super  

Der Run...
Der Run, die Rush Hour, die Zeit, in der in nächster Umgebung die scheusslichen Verbrechen begangen werden

Die gelernte Konditorin

Die gelernte Konditorin (Bildmitte), eine letzte Aufnahme von IHR kurz vor ihrem Ableben, sie wird uns ganz jämmerlich fehlen. Sie ist uns unersetzbar. Auf ewig

Ein gelungener Auftritt aller Beteiligten
Ein gelungener Auftritt aller Beteiligten mit freier Laune, noch weiss niemand im Garten über die sich überschlagenden Ereignisse Bescheid
Die Nacht ist längst hereingebrochen
Die Nacht ist längst hereingebrochen und die Illumination bereitet

 

Ein Messerstecher geht um: Mord im Park stand in den Nachrichten. Diese Aufnahme führte zur Verhaftung des Mörders
Da geht ein Messerstecher um: Dreifachmord im Swansea Park an der Rue Filsbach de la Nature stand später in den Neuesten Nachrichten, dem Spiegel, der Zeit et cetera. Und in der Buschtrommel. Und im Lameyer. Dieser durch einen aufmerksamen Passanten reaktionsschnell erstellte fotografische Beweis (mit sofortiger anschliessender Flucht des Zeugen vor drohender Gefahr in den Stadtteilgarten) führte nach zwei Stunden intensiver Suche zur Gefangennahme -in der angrenzenden Tiefgarage, wo das Fluchtfahrrad bereit stand- und zur gewissenlosen Aburteilung des Täters
Ein zweites unschuldiges Mädchen (27) aus dem Quartier ist als Opfer zu beklagen
Ein zweites unschuldiges Mädchen (27), übrigens zu Lebzeiten die beste hier ansässige Köchin aus dem Quartier, ist leider als Opfer zu beklagen. WIR trauern sehr und wir tragen beide in unseren Herzen bis an unser Lebensende… und haben zwei einfache Blumenkränze als tief verzagt wandelnde Trauergemeinde an den Tatorten niedergelegt
Die Mordwaffe in den Händen einer Privatdetektivin
Die Mordwaffe in den Händen einer Privatdetektivin

Die gereinigte, polierte und desinfizierte Mordwaffe in den Händen einer über die Region hinaus bekannten Privatdetektivin (ehedem Polizeipräsidentin in Freiburg), die zufällig unter den Gästen weilte; sie trug entscheidend durch ihr beherztes Eingreifen zur sofortigen Lösung des Falles bei – Stichwort: Täterprofil/Lustmolch. Dafür herzlichen Dank

Die Vergeltung: Selbstjustiz, im Viertel kehrt wieder Ruhe ein
Die Vergeltung: Selbstjustiz

Die Vergeltung, Rache, erneuter Mord, Selbstjustiz: im Viertel kehrt danach langsam wieder Ruhe ein, obwohl drei Tote zu beklagen sind; die Menschen in ihren Wohnungen sind erschöpft und glücklich zugleich über den geschwinden Ausgang des Vorfalls; rechts im Hintergrund eine Geistererscheinung eines der beiden schönen Mordopfer

Das muss begossen werden
Das saß: mitten ins Herz des Mörders Und musste noch bis spät in die Nacht kräftig begossen werden

 Alle obigen Fotos machte Matthias Plath.

Es folgen Portraits der Band-Mitglieder, aufgenommen von Larissa Dubjago, die Bilder bleiben ohne Kommentar, ein Portrait von Hacer fehlt leider, was wir sehr bedauern. Das werden wir irgendwann nachholen.

Eingesetzt am 08.07.2013 

Einladung zu obiger Festivität

WIR wollen ein bisschen Gemeinsamkeit feiern

und laden Euch ein

in den Stadtteilgarten des Café Filsbach

am Swansea-Platz in J 6 in Mannheim

Der Ort

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Gartenimpression

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Der Zugang

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Wegweisend: Eine Visage

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Zeitpunkt der Feierlichkeiten: Samstag, 06. Juli 2013 ab 19:00 Uhr (bis sich die Nachbarn beschweren)

Die Musik: First Ukulele Band Filsbach

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Leitung Peter Tröster, unplugged, http://franzbellmann.de/?p=3532, Beginn etwa 20:00/20:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr

Die Optionen: Freie Rede, Literatur, Lesung, Jam Session, Grillen, Familien willkommen, der Spielplatz ist gleich um die Ecke.

Schlechtes Wetter: Bei Regen, Sturm und Hagel findet die Party bei mir im Atelier statt. Es ist wunderbeste Wärme vorhergesagt!!! Wer weiss, was abgeht!!!

Lisa Massetti: Alle Menschen werden Brüder + Schwestern…Sidewalk-Theater im Jungbusch

Auf eine Einladung vom 2. Juni hin: ging ich heute Abend in den Jungbusch. Lisa führt Regie in diesem Stadtteil von Mannheim. Und präsentiert sidewalk. Wohl am besten übersetzt mit der Fußweg. Also gingen alle – Brüder + Schwestern – ausnahmslos der vorgeschriebenen Route nach: »ZarteSehnsuchtSüssesHoffen« (Sidewalk-Theater) nach Motiven von Friedrich Schiller. Im Saal des Gemeinschaftszentrum Jungbusch startete die CREATIVE FACTORY mit ihrer neubearbeiteten Inszenierung einer Aufführung, die institutionell bereits Anerkennung, Würdigung und Preise fand. Lisa Massetti bildet den Nukleus dieser förderungswürdigen Theaterarbeit. Ich lasse es mir nicht nehmen, den Inhalt der mir übermittelten Einladung hier darzustellen:

»Liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie gerne auf eine Aufführung der CREATIVE FACTORY im Gemeinschaftszentrum Jungbusch aufmerksam machen und einladen: „ZarteSehnsuchtSüssesHoffen“ (Sidewalk-Theater) nach Motiven von Friedrich Schiller. Die Inszenierung ist eine Neubearbeitung der Aufführung, die im Jahr 2009 mit dem Preis des Festivals der freien Szene „Schwindelfrei“ (Inter. Schillertage – Nationaltheater MA) prämiert wurde. Es wurde durch Improvisationen in neuer Besetzung eine neue Textfassung für den Handlungsrahmen erstellt. Jugendliche und Bewohner des Jungbusch stellen in szenischer Form eine Verbindung her zwischen ihrer heutigen Lebenswelt und klassischen Schiller’schen Themen wie Recht und Ungerechtigkeit, Freiheit und Gefangensein, Widerspruch zwischen Idealen und Wirklichkeit, Anmut und Würde, Vernunft und Unvernunft. Gespielt wird open-air auf Straßen und Plätzen des Stadtteils. So werden Originalschauplätze des Jungbusch zu theatralen Handlungsräumen. Die Grenzen zwischen Darstellung und Wirklichkeit werden aufgelöst. Es werden Brücken geschlagen zwischen gestern und heute, Klassik und Moderne, deutsch und nicht-deutsch, künstlicher und natürlicher Realität. www.jungbuschzentrum.de Aufführungen finden an folgenden Tagen statt: Samstag: 15. Juni 2013 um 19 Uhr (Premiere), Sonntag: 16. Juni um 18 Uhr, Start: SAAL DES GEMEINSCHAFTSZENTRUMS JUNGBUSCH, Jungbuschstrasse 19,  Mannheim, Eintritt: Frei, Wir würden uns freuen, Sie an einem der beiden Abenden begrüßen zu dürfen. Liebe Grüsse, Lisa Massetti, Elfenstraße 15, 68169 Mannheim, Tel.: 0621/3 18 97 39, mobil: 0173/ 19 57 444, P Be nice to the world. Please don’t print this e-mail unless you really need to.«

Stationen des abendlich-intellektuellen Spaziergangs:

Lisa Massetti ↓

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Das Publikum, Station 2: Gemeinschaftszentrum Jungbuschstrasse 19, Station 1 (Aufführung des 1. Aktes) im Saal des Zentrums ↓

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Der Übergang zur nächsten Station unter polizeilicher Aufsicht mit den in schwarz gekleideten Wegweisern: bitte folgen ↓

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Station 3: Verein für orientalische Musik und Mystik, oben zwei der vielen hier namentlich unbenannten SchauspielerInnen ↓ 

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Das Publikum ↓

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Die Wegweiser, Direktimport aus Süditalien: ‚Ndrangheta (Kalabrien), Camorra (Neapel), Cosa Nostra (Sizilien)… ↓

Auf dem Weg zu Station 4 ↓

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Vor der Station 4: Wer ist dieser Schauspieler? ↓

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Station 5, Hof Kauffmannmühle, Hafenstrasse 68, mit Publikum und Schauspielerinnen namenlos ↓

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Zwischenbericht ↓ 

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Station 6, Frei- und Baugelände: Musikalische Intermezzi ↓

Die Mafia ist allgegenwärtig, ihr wird gefolgt, im Hintergrund ein Fahrzeug der Cosa Nostra ↓

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Station 7 (An der Jungbusch-Arena) ↓

Zwei Hauptdarsteller bewundern ihre Kollegen bei ihrem Auftritt an der Jungbusch-Arena ↓

Panorama ↓

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Impressionen von den Stationen 8 / 9 / 10 aus der Werftstrasse (8=Fenster / 9=Hof Contra’n / 10=ehemaliger Polizeiposten, heute Praxis Dr. Rainer Bindert) ↓

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Station 11 (Hof Kauffmannmühle, Eingang Böckstrasse): Freiheit hinter Gittern ↓

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Eingangsbereich Böckstrasse ↑

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Auftragsarbeit im Knast ↑

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Der Befreiungsschlag ↑

Station 12 (Quartiersplatz, Hafenstrasse): »AN DIE FREUDE«, Gedicht von Friedrich Schiller, Ludwig van Beethoven, 9. Sinfonie in d-Moll op. 125, hier in einer modernen Version vorgetragen

Ein Teil des Textes aus Schillers Gedicht:

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,

Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum!
Deine Zauber binden wieder
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Von den Stationen 1 + 13 liegt im Moment kein Dokumentationsmaterial vor.

Lisa Massetti erteilt gerne Auskünfte und Informationen nicht nur zum Inhalt des neubearbeiteten Stücks.

Einstweilen fini.

Auf meine Bitte per E-Mail schickt Larissa Dubjago mehrere Aufnahmen, die die Stationen 1 und 13 dokumentieren. Larissa lebt in Ludwigshafen. Sie ist unter larissalu@web.de erreichbar.

Station 1, im Saal des Gemeinschaftszentrums Jungbusch, drei Impressionen von Larissa Dubjago

Station 13, im Saal des Zentrums, zehn Aufnahmen von Larissa Dubjago

Ich bin sehr begeistert von Larissas Fotoarbeit und auf diesem Weg ein herzliches Dankeschön! Es folgen drei Portraits von Larissa, die aus dem Hof Kauffmannmühle (Station 11) stammen:

Herzliche Grüsse an Lisa Massetti.

ZarteSehnsuchtSüssesHoffen Sidewalk-Theater nach Motiven von Friedrich Schiller

Regie: Lisa Massetti # Dramaturgie: Bernd Görner # Bühne/Technik: Thomas Kaufmann # Assistenz: Sonat Cankapli/ Sophie Sanitwongs # Musik: Sinan Sarihan und 34 Darsteller:

Hüseyin Yörük, Gizem Kaya, Kaya Yörük, Melek Kiliç , Salih Acar, Cagla Dogru, Tuba Ibis, Büsra Yazici, Burak Hossöz, Kübra Durak, Samet Cankapli, Tagrid Jasem, Fatih Akpinar, Maura Lucci, Kenan Sarihan, Maryam Razeghi, Hamza Kapli, Tülay Balik, Kenan Kapli, Najibeh Gharibi, Sonat Cankapli, Ruth Syren, Ilyes Mimouni, Zeynep Demir, Emin Yildis, Hülya Balkis, Giyasettin Akpinar, Norbert Hermann, Meltem Kiliç, Gisela Merkle, Melek Yörük, Maria Hermann, Öznur Besli, Alex Miller