HERRENTEICH – Stadt Hockenheim

Denk ich an Hockenheim in der Nacht, dann zeltete ich am Ring. Wer kennt schon Herrenteich und sein verbranntes, ziemlich ein Fußballfeld großes Areal kurz vor der Autobahnbrücke (A61) über den Rhein knapp an Speyer vorbei? Aus Zeiten der Industrie 0.80 oder 0.75, was weiß ich, wann immer auch die Historie des Verfalls begann. Die Gründung beinhaltet meist das Ende, wie und wann es eintritt, zeigt die Zeit. Herrenteich loderte und qualmte wohl gewaltig in bestimmten Bereichen (Lagerhalle), seither wird die Brandruine der Natur überlassen und das Gelände zu betreten, ist polizeilich verboten!


Wir haben uns daran gehalten, obwohl, wenn man die Graffiti-Kunst bestaunt und wahrnimmt (siehe Foto), so stellt sich die Frage: „Wurden die Künstler zur Verschönerung der Ruine eingeladen?“ Oder: „Wurde Ihnen der Prozess gemacht?“ Bzw. „Wurden sie überhaupt in flagranti ertappt und verhaftet?“ Und: „Welchen Schaden hätten sie denn verursacht an einem ehemaligen Industrieanwesen, das irgendwann demnächst der Abrissbirne geopfert wird?“


Eine Aufnahme verdeutlicht die Brandkatastrophe in der Lager- bzw. Produktionshalle und mag als Beleg gelten für unsere Vermutungen⇓


Im Deutschen Süd-Westen, speziell in Rheinland-Pfalz und dem nördlichen Baden häufen sich ästhetische Denkmale, die in ihren ruinösen Zuständen einen künstlerischen Gehalt offenbaren. So setzt sich die entfernte Vergangenheit einer Industrie ihr eigenes Zeugnis, wenn auch marode und verfallend. Kunst auf Zeit: ein letztes Erscheinungsbild in Form von Verwesung, mitunter Abriss …  

Beispiele finden sich einige auf dieser Seite!



Eine Aufnahme zum Schluss, damit lassen wir es bewenden …


Ein Hinweis noch: Einsiedler Hof bei Kaiserslautern

Die JAGST – Der KOCHER – Wer radelt mit?

Eine Radtour im Wonnemonat Mai, Juni oder Juli: die Planung! Reisetermine nach Vereinbarung, wir richten uns nach den Interessenten, übernachtet wird im Freien! Wir avisieren eine Reisedauer von ca. vier Wochen …


Start und Ziel: Bad Friedrichshall # An- und Abreise mit den Regionalbahnen


Die JAGST hoch, den KOCHER runter: die Orte

Bad Friedrichshall ⇒ Jagstfeld ⇒ Neudenau ⇒ Möckmühl ⇒ Widdern ⇒ Jagsthausen ⇒ Schöntal ⇒ Krautheim ⇒ Dörzbach ⇒ Mulfingen ⇒ Langenburg ⇒ Kirchberg an der Jagst ⇒ Crailsheim ⇒ Stimpfach ⇒ Ellwangen ⇒ Rainau

Wir setzen über zum Kocher (kurze Querverbindung)

Hüttlingen ⇒ Abtsgmünd ⇒ Sulzbach-Laufen ⇒ Gaildorf ⇒ Rosengarten ⇒ Schwäbisch Hall ⇒ Braunsbach ⇒ Künzelsau ⇒ Niedernhall ⇒ Forchtenberg ⇒ Hardthausen  ⇒ Neuenstadt am Kocher ⇒ Oedheim ⇒ Bad Friedrichshall


Es folgen erste Eindrücke bei einer Ortsbesichtigung in Startnähe bzw. Möckmühl. Da war noch bitterkalter Winter …


Ein vorausschauender Blick auf den Bahnhof von Bad Friedrichshall

Zur Einstimmung und Erkundung mit dem Zug nach Möckmühl


Wir steigen in Möckmühl aus und machen planerische Spielchen z. B. Sightseeing (Schlossbesuch (Privatbesitz)), Mittagessen (Metzgerei), Kaffee und Kuchen (siehe Foto) usw.:



KAFFEE + KUCHEN (Bienenstich) bei Jeannine im I-Tüpfelchen – direkt am Radwanderweg gelegen:


Danach ab zum Bahnhof Möckmühl und über Bad Friedrichshall zurück nach Mannheim


Die Radtour im Wonnemonat Mai 2018 entlang Jagst und Kocher wird/soll/kann ablaufen vergleichsweise der Reise, die anno 2017 stattfand: Durchs Taubertal und längs der Altmühl! Nur etwas länger

Wir wünschen frohes Mit-Radeln!


 

GLAN-BLIES-RADWEG: Altenglan/Lauterecken

Start etwas abseits des Weges im „Radwanderland“ in Kusel, der Grund: ein bildnerischer Besuch der Südwestdeutschen Hartsteinwerke (Basalt-Actien-Gesellschaft (bag) Werk Rammelsbach) 


Zwischen Kusel und Altenglan an der Bahnstrecke bei Rammelsbach gelegen, trifft der Radprofi auf mondähnliche Landschaft; ein oberirdisches Abbauareal von Naturstein mit einer Fläche von mehreren Fußballfeldern.

Es ist Wochenende, die Anlage verwaist, Zutritt nur mit Genehmigung; aber bereits von außen entlang der B420, wo der Radweg läuft, bieten sich beste Motive:

Dies Foto zur Einführung ins Gelände bzw. als Hinweis zur weiteren Dokumentation

Erwachende Natur Anfang April 2018

Das abgebildete Bächlein mündet wohl irgendwo bei Altenglan zusammen mit dem von gegenüber kommenden Reichenbach in den Glan und dieser wiederum in der nördlichen Pfalz in die Nahe.




Ein Weitsprungsatz und wir befinden uns in Altenglan. Der Startschuss zur Draisinen-Tour: „Erlebnis pur“.

Eine Freiluftgesellschaft bucht und radelt, besser fährt mit den Draisinen – vier an der Zahl – wie bestellt und bestens organisiert die ca. 20 km nach Lauterecken!

Ausnahmsweise betätigen wir uns als Werbefläche für eine originelle Freizeitgestaltung:


Der kahlköpfige Herr im Schottenhemd sorgt für Aufklärung und notwendige Sicherheit

Die Abfahrt …

Harte körperliche Arbeit …


Nun gut, jetzt wird geradelt – und zwar auf zwei Rädern! Von Örtchen zu Dörfchen, von Brücken zu Kulturgütern: wenn auch verrottend und zerfallend, die Sehenswürdigkeiten am Rande der Radstrecke nehmen kein End! Ein Freiluftmuseum zwanzig Kilometer in seiner Ausdehnung, meist grad mal fünf Meter breit.


Deshalb Zwischendurch mal bevor es weitergeht Eine ART museale „Eisenbahnromantik“ längs des weges

Die Orte im Bereich des erwähnten Streckenabschnitts Altenglan ⇔ Lauterecken

Bedesbach↔Erdesbach↔Ulmet↔Niederalben-Rat(h)sweiler↔Eschenau↔Gumbsweiler↔St. Julian↔Glanbrücken↔Offenbach-Hundheim↔Wiesweiler


 

Die ehemalige Bahnstrecke ist gespickt mit Überraschungen!


Eine Ortsangabe erübrigt sich …


Vorgarten-Idylle in Erinnerung an e. bélo ✝


Lagerstätte in Privatbesitz …


Sport, heute speziell der Ballsport, früher das Turnen, wird großgeschrieben im Glantal bei TuS 1907 Erdesbach, man spielt wohl in der B-Klasse, was immer das auch bedeuten mag.


Eine weitere der vielen ehemaligen Eisenbahnbrücken, heute Radbrücken, über den rauschenden Glan.


Strassenbrücke in Ulmet …


Sky-line von Ulmet?


Wenig erfreulich, aber den Gegebenheiten entsprechend   


 


Kunstgalerie, privat mit Öffnungszeiten im Bahnhof Eschenau


Diese Ortschaft erinnert an Saint Julien in Frankreich!!!


Eine Fototour per Rad in Mannheimer Gefilden

In Mannheimer Gefilden: Filsbach ⇔ Arena, Hochstätt, DB, Mallau, GKM, Strandbad ⇔ Filsbach


Kurz und schnell, vor allem spontan, entschlossen das Rad vom Schlosse befreit, bei leichter Frische (aber ohne Regen, um die 7°C, leicht bewölkt) den harten Sattel erklommen und in südliche Richtung von dannen gefahren. Vor dem Mannheimer Rathaus, einem Fascho-Bunker aus den Dreissigern (Gebäude-Grundriss ein H) hält grad die Straba Linie 6a nach Neuhermsheim, die Bahn ist für die Frühe bereits proppenvoll, Ostereinkäufe – die meisten Fahrgäste reisen aus Ludwigshafen an – und mein Fahrrad findet einen unsicheren Abstellplatz im Gelenkbereich des Wagens der Strassenbahn. Haltestelle Arena ⇒ letzter Ein-, Ausstieg kurz vor der Endhaltestelle. Wir radeln nach Hochstätt!


Blick zurück zur Arena von Hopp

Mehr gibt’s nicht von HOCHSTÄTT!


Wir gönnen uns einen ausschweifenden Blick von der Verbindungsbrücke (L542) zwischen Hochstätt und Pfingstberg⇓

Der Mannheimer Güterbahnhof

Und fahren hinab in die Wirrnisse der Anlagen des Güterbahnhofs



Den Fährnissen der Züge glücklich entronnen, spazieren bzw. radeln wir durch die Wirtschaftszone Mallau und finden einen Kleingartenverein mit 🌹🍄 🐶 🐼 🐸 🦄 🐿


Der Abgang erzählt sich leicht, erst ein View auf das Grosskraftwerk Mannheim² = GKM², danach ist Ruhepause angesagt: ⇒ Rheinstrandbad MA² und bei der dort in der Nähe eines Campingplatzes angesiedelten Pizzeria, der der Rhein im letzten Jahr übel mitspielte, heute ist alles wieder tiptop erneuert und nichts erinnert an die zerstörerischen Kräfte der Natur! – gibt es Fungi … !!!


Adiós, ciao, tschüs, bye-bye, guten Appetit


 

Hauptbahnhof LUDWIGSHAFEN am Rhein

Part one:  LOST  WORDS  OF  LU

Eine Parole aus längst vergangenen Zeiten

Part two: NO  WOMEN,  NO CRY

Haltestelle Strassenbahnlinie 4

Part three:  M A R O C

In der Lupe auf meiner Homepage Essaouira eingeben … und man wird fündig!

Part  four:  Pain and trouble


Part five: The immediate environs of the station


Part six:  F i n e   a r t s


Go bye-bye

Ein Stück Ludwigshafen

Für Bilder der Fotografie gibt es nichts was hinter deren Rücken abläuft. Da ist nur blanke Weisse. Oder allenfalls ein spiegelverkehrtes Erscheinungsbild. Dazwischen liegt der Ehrenkodex des Fotografen, der Fotografin. Die folgenden Arbeiten sind nicht angelegt auf Prozesse, Erforschung von Hintergründen, Aufklärung. Das Ziel ist ein Abbild der Umgebung, hier ein Stück LUDWIGSHAFEN, ohne Anspruch auf existentielle Vollständigkeit:

Es wird wieder weiter geforscht!

 

EISENBERG – DIE HÜTTE – UPDATE

Update 22.02.2018, Kurzbesuch in der Vergangenheit, Bilder vom Bahnhof Eisenberg⇓


Mannheim, 30.03.2015: Heute betreiben wir Spionage. –  Wir sind da total speziell: Wir betreiben Industriespionage! Ziele sind in der Hauptsache Kohlekraftwerke, Atommeiler, Produktionsanlagen der Chemischen Industrie und metallverarbeitende Betriebe. Da fällt uns das Versteckspiel, wie es eines Agenten nicht unangenehm ist, sehr sehr leicht. Das Laub noch nicht gesprossen, nicht mal sind kaum die Knospen zu sehen, da konnten wir herrlich zwischen den Ästen der Bäume hindurch fotografieren. Das zu untersuchende Areal befindet sich etwas ausserhalb von Eisenberg, eine doch vergleichsweise riesige Ansiedlung mit mindestens zwei Hauptakteuren und einigen kleineren und mittleren Werkstätten. Mit der Eisenbahn kommt man locker nach Eisenberg. Ein paar hundert Meter und wir erblicken die zu observierenden Objekte. Unsere Objektschutz-Abteilung ›Zu Observierende Objekte‹ (kurz: ZOO) machte uns sich untertan und wir wurden auf unseren Tip hin in die hinterste Pfalz zur Arbeit geschickt. Wenn sowas uns was ausmachen würde, wir wären sofort zum Arzt gerannt oder hätten es garnicht vorgeschlagen. Mit der Bimmelbahn stehen wir ja fast schon drin; mitten in der Arbeit. Mit welchem Apparat behilft sich der Spion? Dem Fernglas! Na so was: das besitzt ja selbst der Fotograf. Also ans Agentenwerk.


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Da sind Grosskonzerne bei der Arbeit. Alle Gerätschaften funktionieren wie von selbst. Keine Menschenseele blickt herauf. Ab und zu klimpert ein Metallteil. Die Förderbänder werfen einen Kegel auf, der schon hoch gewachsen ist. Metall aus dem Zerfetzer? Gusseisenteile? Die Entfernung ist zu gross. Wir müssen bei der nächsten Observierung unbedingt ein stärkeres Teleobjektiv dabei haben, damit wir in die Büros sehen können. Vielleicht sind Roboter am Werk. Ferngesteuert aus dem Off. Da müsste es doch wieder aufwärts gehen mit der Eisenberger Hütte.

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Das wird wohl schwerer werden als gedacht. Manche Gebäude bezeugen schlechte Zustände. Wir glauben, diese kapitalistischen Grossritter hier planen den baldigen Ausritt, wenn sie nicht schon längst über alle Siebenberge geflohen sind. Und häufen ihre Schätze bei den Zwergen. Deshalb geradewegs unser Vorschlag: So schnell wie möglich ins Innere vordringen, am besten noch heute Nacht. Um Mitternacht. Wir bitten beim ZOO um Freigabe gegen einen Tag Sonderurlaub. Der Tag Sonderurlaub wird sofort in notwendige Erholung und Ruhe umgesetzt.


Bevor es dämmert wollen wir noch knipsen, der Komplex ist von aussen so wunderschön anzusehen. Ein Baum neigt ganz lässig sich zur Seite, das kommt vom Wind heute.

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An manchen Stellen wird es richtig bunt.

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Unten am Bahngelände ist im Zaun ein Loch zur Fabrik. Aber Schneid- und Trennwerkzeug – und noch unglaublich viel mehr – führen wir immer mit uns. Wir wollen ja in die Amtsstuben.

Hier noch ein Dokumentationsfoto vom Ort der Öffnung, wir melden uns heute um Mitternacht:

Da verdammt muss es sein ...
Da verdammt muss es sein …

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Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

Am 27.04.2017 wurde der Bericht überarbeitet!