WACHAU – Oberranna: die verwunschne Burg

Hätte ich eine Million Euro zur Verfügung, auf mein Alter hin würde ich: wow, Burgherr. Burgherr auf Oberranna. Die Burg steht anderslautenden Informationen gemäß zum Verkauf und die Hotellerie liegt brach, alles steht unter Verschluss!

Was für ein Willkommen, was für eine Einfahrt! Wir stehen bereits im Innern der Burganlage und sind von Farben berauscht!

Die Burgherren und -damen existieren nicht mehr, neokapitalistische Finanztreiber übernehmen das Verkaufsruder. Und doch: so schön verwildert kann ein Areal nur sein, wenn es liebevoll kunstgerecht gepflegt wird, das ist gekonnt, und wer dafür verantwortlich ist, erfährt der geneigte Leser am Ende der kurzgehaltenen Fotoreportage. Erstmal Die Wildheit der Burg in einer Fotolese⇓:

 

  

Dies ist der nur Eingeweihten bekannte Geheimeingang bzw. Ausgang der Burg Oberranna. Die Burg liegt an der Grenze zwischen Wachau und dem Waldviertel.

Zum sichtbaren äußeren Teil der Burg, das Innere blieb uns versperrt, leider!

 

 

Die hart arbeitende Gärtnerin:

Ein kurzer Blick noch auf Niederranna ganz in der Nähe⇓:

 

Geviert Niederanna mit Kirche und Friedhof⇑.

Bis zur nächsten Burgparty anno 2020!


WACHAU – In den Donauauen

20. Mai 2017 – Inspektionstour durch die Donauau zwischen Weissenkirchen, respektive St- Lorenz, Rührsdorf und Dürnstein (Stift) von der Marktgemeinde Rossatz(-Arnsdorf) aus gesehen.

So leicht geht es vonstatten, wenn der Fotograf höflich drum bittet, freut sich doch fast ein jeder, wenn er wahrgenommen wird.


Der Startschuss ist erfolgt, wir marschieren los!
Beginnender Seitenarm der Donau bei St. Lorenz – künstlich eingeleitet. Weiter flussabwärts existiert eine zusätzliche Verbindung zum Strom. Gegenüber Dürnstein – kurz davor – findet das Ganze dann ein Ende!

Die Au wird stark wirtschaftlich genutzt, vordringlich Wein und diverse Obstsorten (Birne, Apfel, Marille (Aprikose)).

Die Plantage befindet sich unweit von St. Lorenz.

Das Fortbewegungsprinzip ähnelt im Ablauf einer Schlaufe. Gewisse Motive tauchen gerne aus leicht variierter Position zwei- und mehrfach auf (Hin- und Rückweg). Die Orte, die Donau, die Landschaft, die Wirtschaft, Raritäten.
Also riskiert man mehrere Klicks:

1. Die Landschaft

   

   



      2. Das Örtchen ROSSATZ

3. DÜRNSTEIN

4. Zum Abschied: Ein Stück WEISSENKIRCHEN IN DER WACHAU

WACHAU – Die Hütten, kein Erbe

Die Wachau firmiert bekanntlich als Weltkulturerbe. Das ist mit ein Grund, weshalb wir die Top-Adressen dieser paradiesischen Gegend fast alle ausgelassen haben, sie mögen den Touristen helfen, die Welt zu verstehen. Wir machen uns dagegen über Kleinteiliges her und haben die Hütten in den Weinbergen zur fotografischen Milchbrust genommen!


Wir denken, niemanden nichts, aber auch gar nichts vorzuwerfen, doch die Wachauer Highlights sind bis zum Umfallen tot fotografiert und es geht endlos so weiter. Natürlich waren wir in Melk, geradezu natürlich, dass wir dort aufgenommen haben, aber veröffentlichen? Warum? Wir finden nach wie vor gefallen an den Holzkästen der Weinhauer und bleiben somit beim Thema!


Alle Aufnahmen stammen aus der Zeit vom 15. – 20. Mai 2017. Bildrechte Franz Bellmann


Die meisten (Not)-Unterkünfte dienen der Aufbewahrung von Arbeitsmaterialien, wie sie die Winzer in den oft steilen Hängen benötigen. Wenn der Himmel plötzlich zu spinnen beginnt, werden die Holzhütten als Regen- und Gewitterschutz benötigt, auch für Wanderer: Der größte Teil der vielen, manchmal baufälligen Behausungen kommt dann als Unterschlupf daher, oft ein Segen!



In Wald und Flur, in den Rebgärten sowieso, finden sich die Behausungen und sie werden genutzt: von Liebespaaren, von Jägern, Förstern, als Sammelplatz für Müll, als Grillstelle usw.:

                      


Als Vergnügungspark am Wochenende:


Noch Hütten, Hütten und noch mehr Hütten …

??????????Noch mehr Hütten??????????

WACHAU – Burg Aggstein

Über Aggstein wird historisch gesehen viel spekuliert, Tatsache ist: die Burg wurde auf herausragende Weise dem Tourismus zugänglich gemacht. Architekten und Historiker sprechen vom 12. Jahrhundert so um den Dreh. Und es wurde immer weitergebaut, erneuert, renoviert usw. Fast wie natürlich mussten Wehrgänge zur Burgverteidigung errichtet worden sein, auch auf Autarkie wurde wert gelegt, eine Bäckerei gehörte mit Sicherheit zur Burganlage sowie eine Zisterne und ein – wie man liest – wenig ergiebiger Brunnen. Jede Menge Handarbeit wurde benötigt, Aggstein ist als Gründung zum grossen Teil aus dem Fels geschlagen, das Bruchmaterial diente zum Aufbau des Mauerwerkes, z. B. auch für Abtrittserker, Kamine etc.: dazu eine Fotoserie des Baus⇓.

Selbst die nach Osten ziehenden Nibelungen sollen auf Aggstein Station eingelegt haben, davon zeugt eine kleine Ausstellung⇓: 

Eine Filmcrew verlor sich in Aufnahmetechnik, wir hielten dagegen!

Letzte Grüsse aus der Neuzeit: Der Regisseur zieht sich zurück!

WACHAU – PomaßL!

15. Mai 2017 – erster Wandertag in der Wachau, wir starten ab Weißenkirchen zu einem Rundweg von ca. 15 km.

Weißenkirchen – Pfarrkirche mit weißem Turm

Das hört sich wenig an, doch für uns die Siebzigjährigen schon tendenziell gewaltig, allerdings machen wir zwischendurch einen auf Heuriger bei unserer geliebten Pomaßl: die wir unverzüglich vorstellen möchten⇓:

Hervorragend gefrühstückt und nach einer kurzen Verweile (Haarkosmetik) 

Conny macht sich schön.

marschieren wir los.

Das ist alles sehr angenehm und das Wolkengebilde wasserlos. Da freut sich der Wanderer über milde Temperaturen und den freien Blick in die Weinberge und die Natur. 

Conny nimmt den Panoramaweg – besser bekannt als Welterbesteig – und prompt zeigt uns die Ferne Dürnstein, im Vordergrund Rossatz, auf dem Hügel das Benediktinerstift Göttweig:

Wir passieren die Kreuzung Achleiten und kommen in den Wald:  

Wir spielen hier nicht Che Guevara, das ist kein Maultier-Pfad, es wird gewandert und ab und an fotografiert, das lohnt sich, denn im Dschungel ist jede Menge losgelassen … und zu Bruch gegangen … das sieht nach Altersschwäche bzw. Windbruch aus …

Bis zur Einkehr sind es noch ein paar Meter, die ersten Häuser tauchen auf, und Conny zweifelt, ob wir unsere Proviante in der Gaststätte verzehren dürfen. Wir dürfen auf untertänigste Bitte hin und bestellen gleich dazu Alkoholika zur Besänftigung der Heurigerin.

Top saniertes Gebäude, danach Dornröschenschlaf.
Die Rückseite, wie auch die Front des Anwesens, reichlich zugewachsen.

Sowas nennt sich Vergeudung von Ressourcen, dem Besitzer, wenn er nicht gestorben ist, scheint dies gleichgültig. Mir ist kurzzeitig der Appetit vergangen! Es wird viel gewurstelt am Pomaßl, das besitzt Flair und die Nachfrage ist groß:

Die Wirtin lacht, wir lachen mit und machen weiter …

Zu fotografieren gibt es reichlich: Pomaßl und Umgebung!

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Später geht es voran: Wir verlassen die kraftraubenden Lachsalven und tauchen ein ins dschungelartige Gelände Richtung Rundweg zum Cholerakreuz. Hier ein paar Schüsse für Botaniker⇓:

Am Cholerakreuz befinden wir uns fast wieder in Weißenkirchen, dazu einige Bilder vom Rest der strapaziösen Wanderung, danach nachmittägliche Ruhe bevor wir per Automobil nach Dürnstein zur Besichtigung aufbrechen. Über Dürnstein folgt ein eigener Bericht:

See You!

WACHAU – Weißenkirchen!

Die WACHAU besitzt ein Level an Bekanntheit bzw. Berühmtheit von super-high bis nicht zu überbieten. Das fängt bereits im zentral gelegenen Ort Weißenkirchen (Marktgemeinde)

an, und mit ihm wollen wir uns zunächst beschäftigen, bevor wir mit weiteren Artikeln weiter ausholen. Ein jeglicher Ort hat so seine Wahrzeichen, seien es Bauten, seien es geschichtliche Wichtigkeiten aus der Vergangenheit oder beliebte Bürgertöchter und -söhne aus Politik, Film, Kunst und was weiss ich so alles. Da liegt es nahe, sich der Dominanz einer Kirche ohne Namen zu widmen, der Pfarrkirche von Weißenkirchen; es ist die Kirche mit dem weißen Turm …

Im Örtchen selbst kann man, wenn man will, so einiges in Erfahrung bringen, auch die WACHAU zeigt wie viele andere europäische Gegenden altersbedingte Wahrheiten, die es nicht zu leugnen gilt:

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Weißkirchen bot uns Heimat und Zuhause. Da liegt es nahe, dass man sich seiner Unterkunft widmet, zumal es sich um ein hochherrschaftliches Gebäude aus der Frühzeit des vorigen Jahrhunderts handelt, Aufnahmen en gros und en détail:

In der Bildmitte das Hauptgebäude, vorkragend rechts die Privatgemächer und links das Gästehaus, Gesamtkomplex von St. Lorenz aus gesehen.

Wir blicken vom Hang mit Trockenmauer und Pflanzung himmelwärts⇑:

Und spazieren leicht angetrunken durchs Häuschen:

Spannend bleiben Ort und Gegend allemal, nicht umsonst ist die WACHAU dermaßen beliebt! Und mit Impressionen nicht ohne Gütesiegel wollen wir uns fürs Erste verabschieden:

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Morgen ist ein neuer Wandertag!

Radreise: MA/LU/Altrip/MA

TEIL 1


TEIL 2


Teil 3


Teil 4


Teil 5


Ende


Mannheim Rheinau Koller-Fähre

Am 30. April 2017 zog uns die Sehnsucht erneut in das Rheinauer Hafengebiet; ein bisschen radeln, ein bisschen fotografieren, den Weg durch die Rheinauen erkunden in Richtung Koller-Fähre: rüber auf die Pfälzer Seite des Rheins.


RIEDWIESEN


Am Rhein entlang zur Koller-Fähre: UFER-ART


Kiesbaggerei kurz vor Otterstadt (Pfalz)

Entlang dem Rhein-Hauptdamm zu Tisch an der Altrip – Fähre, Bratkartoffel und drei Spiegeleier, dazu Salat: 7 €


DER FOLGENDE BERICHT STAMMT AUS DEM JAHR 2014 UND WURDE UNTER DEM TITEL »NN 25 – MA-City+Rheinau/Hafen+Schwetzinger Wiesen/Riedwiesen+und zurück« VERÖFFENTLICHT:


So prima, die Festivitäten gehören vergangenen Zeiten an. Gott sei dank, dass alles vorüber geht. Gute zwei Wochen Ausnahmezustand. Das reicht ja. Andere verreisen und machen Badeurlaub. Das ist ebenfalls eine Art Ausnahmezustand. WIR haben uns mit Hinz und Kunz beschäftigt; irgendwie muss man ja über die Runden kommen. Heute fängt für uns das Jahr an. Die Silvester-Knallerei haben wir geflissentlich überhört: mit Ohropax: Friede den Ohren für einen gesunden Schlaf! Die Heiligen Drei Könige reisen in knapp einem Jahr wieder ins Deutsche Land. Da gibt es wieder Feste, wie wir sie gerade hinter uns haben, und so weiter und so fort. Zurück oder vorwärts – das ist egal. Hauptsache Bewegung: Mobilität. Das wahrscheinlich nicht zu überwindende Glaubensbekenntnis unserer von der Wirtschaft durchtränkten Zeit.


DSC05141 - Arbeitskopie 2Die einfachen Dinge fassen sich schnell: 07. Januar 2014. 09:15 Uhr. Ab zur Strassenbahn. Ach ist die voll, meinte eine Wartende. Aber fast alle steigen aus. Paradeplatz in Mannheim², Bahnwechsel. Radmitnahme. Auf zur Endstation der Linie 1. Rundfahrt Edinger Riedweg Edinger Riedweg. An Edingen werde ich weniger gern erinnert. Verflossen, seit Jahren verflossen. Es dauert nicht lang und der Abzweig ins Naturschutzgebiet (Die Dortmunder) taucht auf. Wir radeln weiter: Die Essener lang Richtung Tanklager. Das bringt nicht viel. Alles verrammelt. Sicherheitskontrollen im Eingangsbereich. Sackgasse. Keine Verbindung ins Ried. Das macht nix, wir sind gut zu Rad!


DSC05056 - Arbeitskopie 2     DSC05050Bleibt eine Impression aus der Essener: Eisenbahnenthusiasten hätten gewiss ihre helle Freude←Öffentliches Eisenbahnantiquariat im Rheinauer Hafen, was für eine Sensation! Funktionsfähige, eigentlich der Vergangenheit angehörende Waggons, mit eifrig in den Geleisen arbeitenden Angestellten der Hafengesellschaft. Da kommt uns das Technoseum (LTA) in den Sinn, hier jedoch: keine musealen Vehikel; sondern einsatzbereites Arbeitsmaterial.

Also gut: dann jetzt doch ab in die Dortmunder Strasse. Denke ich an Dortmund in der Nacht, so bin ich um den Fussball gebracht. Das ist noch schlimmer als Edingen. Die Dortmunder Trainer-Fratze. Die hässliche Wahrheit, TV verbreitet, nicht zurückzunehmen. Sanktioniert. Mit dem FC Bayern graut es im Quadrat, da hält bald kein Verein mehr mit, national wie international. Das ist wie Despotie. Beckenbauer ist Demokrat. Machthaber weniger feiner Couleur gestatten (gestatteten) sich Transaktionen der Ungesetzlichkeit. Das hat mit Fussball nichts zu tun, vielmehr mit Macht, mit Ball-Macht, Gott wie jämmerlich sie sind.


Ja, jeder muss mit sich selbst zu Potte kommen. Da radeln wir doch glatt hinüber zur Antwerpener Strasse, vorbei an einem kleinen Kanal, an dem meist Stahlhandel betrieben wird: Hinter der Spundwand fliesst der Rhein. Den sehen wir später, wir wollen entlang der Dortmunder Richtung Antwerpener zum Ried radeln.

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In der Dortmunder entdecken wir eine Recycling-Firma:↓

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DSC05096Mit einem wehmütigen Blick zurück auf unsere Verwertungsgesellschaft radeln wir weiter und sind an Industrieanlagen und technischen Einrichtungen nicht mehr interessiert.

Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Backofen/Riedwiesen zwitschert uns entgegen. Das wird anstrengend, die Antwerpener mündet in kaum befestigte Wege. Ein klarer Schnitt, wir überschreiten eineDSC05101 - Arbeitskopie 2 unsichtbare Grenze: In der Wirklichkeit unserer Welt eine Gleisanlage der Deutschen Bahn AG. Sie trennt und verbindet Natur und Industrie, hier ist es nun mal so. Zwei Meter Gleisbreite überwinden und man ist drüben. Bedenke, es herrscht Winter, an Badefreuden wird nicht gedacht. Die Pfade sind matschig und mit Vorsicht zu geniessen. An einem kurzen, steilen Anstieg hat es mich hingelegt, das Hinterrad drehte durch und beim Fallen flog mir der umgehängte Fotoapparat um die Ohren. Es ist aber nichts passiert, Abstiege bin ich gewohnt, aber gebrochen habe ich mir noch nie etwas. Die Hose muss zur Wäsche, sie ist lehmverschmutzt. Die folgenden zwei Aufnahmen sind Paradebeispiele für Mannheimer Verhältnisse:

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Der sehr neue Reservekanister – eine moderne Flaschenpost? – tummelt sich am Rheinufer: Zufluss Leimbach, der aus Balzfeld / Hoffenheim kommt und durch Schwetzingen fliesst, am Schloss vorbei … Ein Rinnsal … Vater Rhein nimmt, was er kriegt …


Die Wiesen und Felder sind wie verlassen. Eine Einöde. Keine Menschenseele, außer einem Radler, wer sonst sollte die Stille registrieren. Ein Seitenarm des Rheins beherbergt Mannheimer Reichtümer…↓

Viel Money für seltene Nutzung?
Viel Money für seltene Nutzung?

Die Riedwiesen, die Seen und der Restposten von Auwald geben zurzeit nicht viel her. Es folgen ein paar Eindrücke einer nur scheinbar leblosen Welt. Wir schauen im Frühjahr (ES WURDE DAS JAHR 2017!) wieder vorbei, Picknick??? Badevergnügen??? Beides und mehr…

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RUINE – Staatsstrasse Numero 25

Zum Einstieg: ein Überblick. Die Aufnahme stammt von der Rückseite der Bauten und stellt einen Hauptteil des Anwesens dar, wo der zu früheren Zeiten industriell genutzte Speyerbach eine Art natürliche grenze zieht.↓


Es ist nicht einfach das im Speyerbachtal längs der B39 (Hauptstrasse) zwischen Lambrecht und Neustadt gelegene abgewirtschaftete Industrieareal mit der Anschrift Staatsstrasse 25 für den interessierten Leser in seine Einzelteile zu zerlegen, wenn man nicht zutrittsbefugt ist. Immerhin kommt einen der Gedanke der kulturellen Aufwertung, jedoch: an dieser stark befahrenen Bundesstrasse? Wohl droht der Abriss! In einem Verwaltungsgebäude wird noch gewohnt, Rauch steigt auf!


Unbedarft wie man so ist, steht die Vermutung im Raum, dass es sich um eine ehemalige Papierfabrik handelt, die schon vor Jahren nicht mehr funktionierte, da – wie sollte es anders sein – die Pleitegeier sich über die stinkenden Reste hermachten. Jetzt steht das Überbleibsel verrottenden Autos, abgekippten Bauschrott und bürokratischer Sorglosigkeit zur Verfügung.

BITTE  BEIM  PFÖRTNER  ANMELDEN!!! 


Begäbe der Betrachter der Ruine sich gedanklich in die Vergangenheit, so käme ihm realiter ein surrealistisch anmutendes firmeninternes Verwaltungsgebäude ins Blickfeld. Was ist schon der Hammer: So modern!

Chefetage mit Rundsicht zwecks kaufmännischem Überblick.


Klar, gegen die Tatsache, dass der Buntsandstein in unserer Zeit stark zu Sand als Verwitterungsprodukt neigt, lässt sich im Fall der Staatsstrasse 25 nichts ausrichten, es fehlen die Kümmerer. Das macht nix, die Architektur der Papiermühle ist eh durch kapitalintensive Entscheidungen dem Untergang geweiht.


Irgendwie und irgendwo erhält die Ex-Fabrik den globalen Preis für Idylle, Mystik, Verlust, Sterben und Dahingehen, ein sich Abwenden von den Zeitläuften des Daseins, ein Erscheinen, das sich so nie mehr ergeben und einstellen wird.


 Mit Wehmut im Blick hauen wir ab und radeln Richtung Mannheim.


Bis zur nächsten RUINE!

wow

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