Neue Bilder Aus NEW YORK Vom 27. September 2014 (S-W, 1.Tag)

NEW YORK • Ein Konvolut von Spitzenfotos – auch in Farbe – erreichte uns gestern (9. Oktober 2014) per iCloud. Wir fangen mit den bearbeiteten Aufnahmen in s-w an. Der Farbe soll ein weiterer Artikel vorbehalten sein. Quasi als Steigerung, erinnert sei an die Umstellungsphase im Pressewesen von s-w auf Farbe vor bald 20 Jahren und noch mehr. Dem wollen wir uns fiktiv in der Vorgehensweise anschliessen.

Und darauf verweisen, dass dies bereits der zweite Bericht über New York sein wird: siehe ⇒ New York, New York … aus dem Jahr 2013.

Wir starten mit nycgaymen’schorus, wo das folgende Werk⇓ von LIEBELL-IMAGES ebenfalls zu bewundern ist:

Auftritt des gaymen'schorus im Herzen New Yorks ...
Auftritt des nycgaymen’schorus im Herzen New Yorks … live freely, love fiercely, sing fabulously 

 

New York, New York by LieBell ...
New York, New York by LieBell …

 

NYPD - New York City Police Department ...
NYPD – New York City Police Department …

 

Reizwäsche, wie man sie nicht überall auf der Welt kaufen kann ...
Reizwäsche, wie man sie nicht überall auf der Welt kaufen kann …

 

Bedford Avenue, Brooklyn, NY ... mit Fire Escapes, den meist nachträglich aus Sicherheitsgründen angebrachten Feuerleitern
Bedford Avenue, Brooklyn, NY … mit Fire Escapes, den meist nachträglich aus Sicherheitsgründen angebrachten Feuerleitern …

 

Brooklyn Bridge, East River, Hängebrücke ...
Brooklyn Bridge, East River, Hängebrücke …

Demnächst geht es weiter … Siehe Fotos vom zweiten Tag …

Zwei Informationen

FOLGENDE INFORMATIONEN FANDEN VORAB ALS E-MAIL VERBREITUNG: 

Liebe NetzKulturInteressierte,

ja, ewig habt Ihr nichts mehr von mir gehört,

gelesen, noch seid Ihr informiert worden.

Die Erste Information betrifft meinen Internet-Auftritt,

wie Ihr ihn momentan in aller Bescheidenheit vor Euch habt,

dazu ein paar Ergebnisse per handgestrickter Statistik:

Bild 26.09.14 um 21.25

Oben die besten zehn Berichte mit Kurztiteln

und der Anzahl der jeweiligen Aufrufe.

Auf den Artikel „Die grosse Liebe“ weisen wir hiermit gesondert hin,

liegt er uns ja so am Herzen. Manchmal mit Schmerzen.

http://franzbellmann.de/?s=Die+grosse+Liebe

Die Zweite Information weist in die Zukunft.

Im Dezember, kurz vor Weihnachten, möchten wir wieder ein Rätsel präsentieren.

Zu gewinnen wird es dieses Bild geben:

DSC_0025 Kopie

Ein Ölbild mit dem Titel „Staudammbruch“, Foto Manfred Rinderspacher, Infos unter:

http://franzbellmann.de/?page_id=187

So, genug der kulturellen Belästigung, es grüsst Euch

Franz Bellmann

H 7, 24

68159 Mannheim

0621-3974 9958

www.franzbellmann.de

franz.bellmann@mac.com

Kommentare per E-Mail vom 24./25. September 2014:

Hallo Franz,

thanx für die Informationen. Und: das ist das schönste Balken-Diagramm, was ich je gesehen habe. Wunderschön! Ich hoffe, wir sehen uns nochmal im Park auf ein Schacherl. Ich fand’s echt cool, bis auf den Griechen, der ständig meine Figuren gezogen hat …

Wir bleiben in Kontakt. Bis dahin all das Beste,

Thorsten

tolles bild und vor allem keine belästigung. sind wie immer aktiv, kaum zeit für smalltalk. lass es dir gut gehen. gruß edith

E-Mail vom 28. September 2014:

Hallo Franz, endlich habe ich mal wieder Zeit und Muße, Deine Homepage anzuschauen und insbesondere zu lesen! KOMPLIMENT, ist dir gelungen…..und hat sogar Spaß gemacht. Beste Grüße aus Monnem-Seckene, Sylvia

E-Mail vom 30. September 2014:

Hi Franz, bin gerade aus Kroatien zurückgekommen, gefällt mir Klasse dein Hintergrundbild … Grüsse Mirko

 

Burg Zwingenberg am Neckar

Die Burg ist in privater Hand, weshalb wir nur Aussenaufnahmen zeigen können. Ein Hinweisschild warnt vor freilaufenden Hunden. Der Anstieg zur Burg, ein bisschen steil, kaum begangen. Unterhalb die Bahnverbindung Mannheim, Heidelberg, Eberbach (die Linie S1 z. B. hält wie eine Strassenbahn an jedem Ort), Heilbronn. Knapp überm Neckar aus Platzgründen die B 37 auf Stelzen⇓:

Rechts der Fussweg zur Burg, ganz links kaum erkennbar: NaturFreundeHaus Zwingenberger Hof
Rechts der Fussweg zur Burg, ganz links kaum erkennbar: NaturFreundeHaus Zwingenberger Hof

Er weiss wie es zur Burg geht
Er weiss wie es zur Burg geht
Die Brücke, der Anstieg ...
Die Brücke, der Anstieg …

Wir haben lange gesucht nach einer Auffahrt, schliesslich trafen wir einen etwas älteren Herrn, sehr freundlich und deutlich, er wies uns den kürzesten Weg zu Fuss hinauf zur Burg. Ein lustiger Gesprächspartner; und fotogen dazu. Wir liessen’s Radl vor seiner Tür und stiegen bergan. Überquerten per Stahlkonstruktion die Eisenbahnlinie, fanden eine Bank und machten uns über das in Neckargerach erworbene Frühstück her.

Gestärkt oben angelangt: Enttäuschung. Ein schmiedeeisernes Tor und Hunde versperren den Zutritt. Nun gut, wir machen Bilder und zoomen uns die Infos herbei. Den eisernen Wächter, die kolossale Befestigungsanlage, den an Stonehenge erinnernden Steinkreis, die königlichen Sitzgelegenheiten, die InfoTafel zur Wolfsschlucht. Den BurgÜberblick total⇓:

Wie zufrieden der Wächter blickt ins Neckartal, kein Feind mehr in Sicht ...
Wie zufrieden der Wächter blickt ins Neckartal, kein Feind mehr in Sicht …

 

Die Anlage mit privatem Anbau  

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Urzeitlicher Steinkreis und Königsstühle, moderne Infotafel

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Burg Zwingenberg

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Wer ist der derzeitige Burgherr?

DieRedaktion

Christel Lechner in Kaiserslautern + Mosbach

NEU – Aufnahmen aus Kaiserslautern (eingesetzt am 26.03.2015):

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Namenlose Kicker aus aller Herren Länder vereinigt euch:

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Mannheim, September 2014: Mosbach wird zurzeit von Christel Lechner dominiert. Nicht Rathaus, nicht Gotteshäuser, nicht Fachwerk: NEIN ⇒ Beton ist touristisch angesagt!!! Lechners Skulpturen aus diesem schnöden Baustoff (Stahlbeton, z. B. Brückenbau) bevölkern mittlerweile die Welt. So nun in Mosbach, wo an 16 Standorten die ›Alltagsmenschen‹ genannten Objekte (bis 15.10.2014) aufgestellt sind.

Signatur von Christel Lechner jeweils am Standortboden der Skulpturen angebracht ...
Signatur von Christel Lechner, jeweils am Standortboden der Skulpturen angebracht …

Diese dreimonatige Schau hat es in sich.

Wir haben einige Werke angelaufen und wollen diese fotografisch mit der sie umgebenden Realität in Verbindung setzen bzw. konfrontieren, was gewiss im Sinne der Schöpferin ist⇓:

Beim Lesen, althergebracht und modern⇓:

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Lesen, lesen, lesen ...
Lesen, lesen, lesen … 

(Originaltitel: Französische Frauen, Standort Marktterrasse, Mosbach)

Meine Freundin Sieglinde
Meine Freundin Sieglinde 

(Originaltitel: Französische Frauen, Standort Marktterrasse, Mosbach)

Die ›Bushaltestelle Lechnerhof‹ (Hinweis auf das Atelier im Lechnerhof, NRW), links freigestellt, rechts mit Fahrkundschaft, Standort Rathaus⇓:

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Blick von der Haltestelle auf die Warmduscher (Original: ›Duscher‹) am Marktplatz mit einem Teil einer abziehenden Hochzeitsgesellschaft⇓:

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Stoff, Kunststoff, Wand- und Schaufenstergestaltung⇓:

Die sich auf dem Sofa fläzende, aber bekleidete Dame (Ariadne? Standort Ölgasse?) erinnert mich an ›Olympia‹ von Édouard Manet ⇓:

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Übrigens: Alle von Lechner in Mosbach ausgestellten Figuren tragen ein güldenes, skeptisch-wissendes Lächeln zur Schau⇓:

Das passt doch, zum Schluss die  'Friseurfrauen' in der Schwanengasse ...
Das passt doch zu den ‚Friseurfrauen‘ in der Schwanengasse …

 

Einige Aufnahmen hätten wir noch⇓:

Auf dem Weg zur Dusche am Marktplatz
Auf dem Weg zur Dusche am Marktplatz
Älterer Herr, der uns auf liebenswerte Weise sein Leben näherbrachte ...
Älterer Herr, der uns auf liebenswerte Weise sein Leben näherbrachte …
Nonne vor Evangelischer Stiftskirche
Nonne vor Evangelischer Stiftskirche
Weltoffene Stadt Mosbach
Weltoffene Stadt Mosbach
Blick zum Himmel, der Fernglasmann in der Hauptstrasse
Blick zum Himmel, der ‚Fernglasmann‘ in der Hauptstrasse
Einheimische in der Schwanengasse
Einheimische in der Schwanengasse
Am Kiwwel Schisser Brunnen
Am Kiwwel Schisser Brunnen
Gärtner am Stadteingang Kesslergasse
Gärtner am Stadteingang Kesslergasse

Wir lassen es jetzt mal gut sein mit der Stadtmöblierung …

Eine kleine Ergänzung betrifft die Jugendherberge MUTSCHLER’S MÜHLE am Elzbach, auf die wir per Fotos gerne hinweisen⇓:

Fotos vom 06.02.2015 eingesetzt am 07.02.2015 (Kurzbesuch in Mosbach)⇓:

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Der Odenwald und seine Realitäten
Der Odenwald und seine Realitäten

Bis zur nächsten Information.

Auf dem Weg nach Bad Bergzabern

Die Strecke: Mannheim – Neustadt – Landau – Siebeldingen-Birkweiler mit dem Zug (zweimal umsteigen).

Ab Siebeldingen mit dem Rad. Um es gleich vorwegzunehmen: Diese Tour ist nix für schwache Waden. Schon eher was für Berg- und Trecking-Spezialisten. Es geht nämlich ganz schön hoch und runter.

Die erste Aufnahme ein Bild von der Pfälzer Lieblichkeit⇓:

Blick auf Birkweiler
Blick auf Birkweiler

 

Es folgt ein View von der L508 auf ein überregional bekanntes Hotel mit Restaurantbetrieb⇓:

Bei Leinsweiler
Bei Leinsweiler

 

Der Slevogthof ist nicht weit⇓:

Wer Informationen braucht: Max Slevogt im Netz aufrufen ...
Wer Informationen braucht: Max Slevogt im Netz aufrufen …

 

Aus der Ferne die Madenburg⇓:

Die Madenburg bei Eschbach
Die Madenburg bei Eschbach

 

Ein ‚historischer‘ Hinweis⇓:

Aus der Stadt der Esel
Aus der Stadt der Esel: Eschbach

 

Spezialitäten aus Eschbach⇓:

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Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah!
Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah! Iah!

 

Pfälzer Häuser, Pfälzer Gehöfte⇓:

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»Es geht die Zeit zur Ewigkeit.«

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Impressionen aus der Kurstadt Bad Bergzabern, alles heute mal ohne Kommentar⇓:

Wer die Bilder kommentieren möchte, der tue sich bitte keinen Zwang an …

 

SPEYER

Erster Teil

So, wir verirren uns jetzt mal in Speyer. Nettes Städtchen, Stallgeruch: Mittelalter. Weihrauch. Die Glocken dröhnen. Touris in Scharen. Gleich um die Ecke: Wein und Bier und härtere Alkoholika. Es triumphiert die Gegenwart, besichtigt wird die Vergangenheit. Von ihr lebt das Städtchen. Schon im Zentralbahnhof schimmern die Baukünste vergangener Zeiten in unbekannter Ferne.

In der Ferne: St. Joseph und Gedächtniskirche
In der Ferne: St. Joseph (re.) und Gedächtniskirche

Was weiss ich, was da so abging und abgeht in Speyer. Gut bürgerlich zeigt der Ort sich allemal. Alles ist brav und sauber, alles funktioniert bestens und auf demokratische Weise. Vordringlich sind Geschäftemachereien, und sei es nur der Verkauf eines Entenspießes. Eis am Stiel ist zurzeit gefragter denn je. Rechtsstreitigkeiten interessieren nicht, das verhandeln Juristen. Was sollten wir auch im Amtsgericht zu Speyer. Oder im Grundbuchamt. Im Stadtarchiv. Oder im Rathaus. Bei hohen Kommunalpolitikern. Und bei ihren Top-Sekretärinnen. Mit ihnen bandelten wir dann an, zumindest versuchshalber, und – oh Überraschung – man trifft sich in Binsfeld im Forum und verbringt dort eine durchzechte Nacht. Womöglich mit anschließender Schwangerschaft. Der Geist des allzu langen Mittelalters kam hernieder in Form eines modernistischen Meisters aller Bürger, er bekannte sich zur Vaterschaft! Das ist rechter Humbug, die Angestellten haben’s nicht mit Weibern, sie sind verheiratet, da muss sich eine Top-Sekretärin anderswo umsehen. Falls jung und unvermählt, also frei. Die Wahl der Liebespartner obliegt ihren Empfindungen. Ihren Gefühlen. Ihren Erfahrungen. Die waren nachhaltig genug. Da musste Lehrgeld entrichtet werden. Manche Freier sind eben richtige Arschlöcher. Ohne Empathie. Sex allein schafft keine Glückseligkeit. Etwas mehr wäre angebracht. Liebe, wer spricht schon von Liebe, wenn es um Sex gehen soll. Kümmerlich. Dann lieber selbst gemachtes Eis aus irgendwo bei Otterstadt. Für 90 Cent die Kugel, Auswahl reichlich. Gleich hinterm Bahnhof beginnt der Park von Konrad Adenauer⇓:

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Der Park beherbergt den Alten Friedhof und die Kapelle zu ›Unserer Lieben Frau‹⇓:

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Links im Hintergrund ein tanzender halb nackter Jüngling, im Vordergrund rechts eines von zwei lieblichen Mädchen, die sich gegenseitig fotografieren. Am Wegrand ihre Habseligkeiten. Der Garten macht seinem Namen alle Ehre, der Friedhof liegt im friedlichen Abseits⇓:

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Andernorts gemeisselt in Buntsandstein steht zu lesen: ›Diese Gruft hab ich erlesen, ◊ das darinnen soll verwesen ◊ mein und meiner Gattin Leich, ◊ samt 3. Kindern erster Ehe, ◊ die ich noch am Leben sehe, ◊ hab ich 7. Kinder gleich ◊ samt der Mutter nicht zur Seiten ◊ werden wir doch einst in Freuden ◊ uns zusammen nahe sehen ◊ und dem Lamm entgegengehen … Das läuft nun endlos so weiter und ist gespickt mit Geburts- und Sterbedaten, die kaum noch zu entziffern sind.

Die Anfang der 50er Jahre von Franzosen und Deutschen erbaute ST. BERNHARD FRIEDENSKIRCHE ist vom Adenauer-Park aus zu sehen⇓:

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Ach, von Speyer gäbe es so viel zu erzählen, vom HEILIGEN GUIDO, vom Freundeskreis SPEYER-POMPOSA, vom Architekten LUDWIG IHM, vom Platz der Stadt YAVNE, vom schönen Fachwerkhaus am WILLY-BRANDT- Platz⇓:

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Da machen wir uns auch übers sog. ALTPÖRTEL her, das Städtische Haupttor im Westen von Speyer aus dem 13. Jahrhundert mit der Uhr aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, da darf natürlich die Deutsche Flagge nicht fehlen, zumal vor kurzem in Deutschland der allgegenwärtige Fussball regierte⇓:

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Unser Irrweg führt zu St. Joseph, dem »Denkmal des ›alten Glaubens‹«⇓:

Weitere Informationen zu St. Joseph: VERLAG SCHNELL & STEINER GMBH REGENSBURG (www.schnell-und-steiner.de).

Wir wenden uns der Gedächtniskirche (Prot. Gedächtniskirchengemeinde, erbaut um 1900) zu⇓:

Am Gymnasium am Kaiserdom aufschimmert die Moderne⇓:

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Die Signaturen zu den oben gezeigten Tafeln (jeweils Ausschnitte), v.l.n.r.⇓:

Das ist doch sehr Jackson Pollock (1912-1956) auf speyerisch! Einen Kunsterzieher als Fan rekrutieren, das gelingt nur Spitzenkünstlern! Das war am Schulplätzel⇓:

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Die Arbeiten im Schulhof und im Eingangsbereich sollen nicht übergangen werden, sind Wandmalereien und schulisch erarbeitete Gebäudeverschönerungen doch länderübergreifende Praxis im Lehrbetrieb der Schulen in Deutschland⇓:

Speyer ist zu groß und zu kaiserlich, als dass es jemals fallen könnte⇓:

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Zweiter Teil

Es stellt sich vielleicht die Frage: ›Wie in Gottes Namen nur kommen wir nach Speyer? Und warum?‹

Für Radwanderer und Strampler-Enthusiasten mag die Antwort banal sein; von Mannheim nach Speyer, oder umgekehrt, oder hin und zurück, oder eine Strecke mit der Regionalbahn, mit dem Rad bei schönem Wetter wohlgemerkt: ist ein Streckengenuss! Der Rhein führt zurzeit zwar leichtes Hochwasser, die Auen sind überflutet, der Schiffsverkehr aber läuft normal. Auch die Fähre bei Altrip ist betriebsbereit. Die angrenzenden Auwälder sind nicht begehbar⇓:

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Vor oder hinter Speyer, ja nachdem wie man’s nimmt, bietet sich ein kaiserlich-phantastisches Bild, im Vordergrund der Gebäudekomplex von Sea Life Speyer⇓: 

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Gleich geht es weiter …

Dritter Teil

Von wegen verirren – plötzlich fanden wir uns in unschönen urbanen Gegenden wieder⇓:

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Dies in unmittelbarer Umgebung zum Kloster der Dominikanerinnen zu St. Magdalena aus dem beginnenden 13. Jahrhundert, der Wirkstätte von Dr. Edith Stein, die in Auschwitz am 9.8.1942 starb⇓:

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DSC00935DSC00937»Im Gedenken an die SELIGE EDITH STEIN und an ihre Zeit, in der sie in Speyer lebte und des Öfteren über diese Brücke ging, wurde diese Nikolausfigur (re.) auf Initiative des Verkehrsvereins Speyer gestiftet und aufgestellt am 6. Dezember 1993.«

Im Klosterareal befindet sich eine Stele, eine Edith-Stein-Stele, die 1987 vom Domkapitel gestiftet wurde. Edith Stein unterrichtete von 1923 bis 1931 als Lehrerin am Mädchengymnasium. Sie wurde 1987 selig und 1998 heilig gesprochen. Die Philosophin wird als Brückenbauerin zwischen Religionen verehrt. ›Sie starb als Märtyrerin.‹

Hinweis:

Das ehemalige Zimmer von Edith Stein ist für Besucher zugänglich, ›es ist ein Raum der Stille und der Meditation‹. Weiteres Angebot: Ton-, Bild- und Dauerausstellung.

 Vierter Teil

Zwischendurch einige Impressionen vom Rheingestade aus⇓: 

Fünfter Teil

Am Nacktbadestrand⇓:

DSC00912 - Arbeitskopie 2

Sechster Teil

Der Radweg zwischen Mannheim und Speyer verläuft meist entlang des Rheinhauptdeiches. Zu beachten ist, dass bis Ende 2014 bei Binshof am Deich gearbeitet wird, zwischen Autobahnbrücke A61 und Bundeswehr Wasserübungsplatz Reffenthal. Da müssen Umwege in Kauf genommen werden. Dafür strampelt man durch Binshof am Forum Weberhof vorbei⇓:

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Kollerfähre
Kollerfähre

Wenn man Speyer per Rad Richtung Mannheim/Ludwigshafen verlassen will, fährt man sinnigerweise um den Dom rum Richtung Sea Life, denn dort erreicht man den Radwanderweg zu den beiden Fähren nach Baden-Württemberg: Die Kollerfähre bei Brühl (B-W) und Altrip (R-P).

DSC00614Wir verlassen also Speyer – sprich DOM – und landen im Vorort SEA-LIFE, einem Touristenmagnet. Der hat es uns zumindest fotografisch etwas angetan. Moderner Baustil, viel Luxus – in diesem Areal Allgemeingut – schönes Wetter, Wasser, weit im Hintergrund Auenlandschaft (B-W). Wir hatten in letzter Zeit geschlagene drei Fahrten per Rad nach Speyer, weil es sich so schön fährt und man in Altrip an der Fähre so bourgeois einkehren kann. Da kann SEA-LIFE nicht mithalten, für Auswärtige wie mich gibt’s da nur zu Knipsen.

Speyer/DOM
Speyer/DOM

Das macht ja fast nichts, die Tour geht weiter. Wir verlassen das touristische Speyer. Der DOM bleibt zurück und Landschaft macht sich breit. Die unten anschliessenden Bilder wurden an verschiedenen Stellen entlang des Rheinhauptdeiches geschossen. Der Wanderweg wird stark genutzt; er ist Teil des Rheinradweges, der nicht nur Worms mit Speyer verbindet. Auch von Karlsruhe aus fährt man locker über Speyer in die Rheinland-Pfälzische Landeshauptstadt nach Mainz.

In der Höhe von Otterstadt müssen wir uns entscheiden: Über die L535/L630 (hier ist B-W auch mal linksrheinisch) rüber nach Brühl oder weiter ins nördlich gelegene Altrip mit dem herrlichen Rhein-Panorama des Grosskraftwerkes Mannheim. An den riesigen Industrie- und Energieklötzen (z. B. Philippsburg, BASF) führt eh kein Weg vorbei. Vielleicht mit dem U-Boot den Rhein hinauf oder hinunter. Wir fahren Altrip, da gibt es immer was zu tun: Essen, quatschen, Fotos machen …

Blick zurück auf Otterstadt
Blick zurück auf Otterstadt
Saugbagger Nähe Altrip
Saugbagger Nähe Altrip
Lebloser Feldhase auf dem Radweg
Lebloser Feldhase auf dem Radweg
Privates Hafengelände
Privates Hafengelände mit Goldrute
Die Fähre bei Altrip wird entladen
Die Fähre bei Altrip wird entladen
Baggersee-Panorama
Baggersee-Panorama
Naives Wandgemälde in Speyer
Naives Wandgemälde in Speyer

 

ENDE!

HAMBURG: Hafen-City und Speicherstadt

H A M B U R G

Für Newcomer und die, die Hamburg erfahren möchten, vor allem wenn sie aus der Heide in die Weltstadt kommen, bahnt sich eine Verirrung und eine Verwirrung schon im Begrifflichen an. Sandtorkai / Kleines Fleet / Zollkanal / Vasco-da-Gama-Platz / Grasbrookhafen / Elbphilharmonie / Neuer Wandrahm / Pickhuben / Sandtorpark / Coffee Plaza / Chicagokai / Trostbrücke / Willy-Brandt-Straße / Wölberstieg / Steintwiete / Am Baumwall – das ist schier endlos: Schaartorbrücke / Alsterschöpfwerk, Alsterfleet, Binnenalster, Aussenalster, na ja, es reicht.

Alt und Neu verträgt sich gut
Alt und Neu verträgt sich gut, im Hintergrund die Elbphilharmonie

Der Neuankömmling staunt ergriffen, die Einheimischen brauchen sich an nichts mehr zu gewöhnen. Sie leben darin, in dieser Stadt. In dieser so neuen, in dieser so alten Stadt. Das Schöne an Hamburg: man kommt ihr nicht bei. Egal wie und wo, ob in Bergedorf, an der Alster, im Allgemeinen und Speziellen, am Mittelkanal, immer führen die Wege in unendlich viele Nischen, die Tage vergehen, und man steht wie vor am Anfang.

Aber: Man lernt sich kennen und lieben! Seit fünf Jahren reise ich immer wieder für zwei bis drei Wochen nach HH und ich freue mich bereits jetzt aufs Jahr 2015, der Stoff für Berichte wird mir nicht ausgehen. Das Pendant zum Mittelkanal: der Südkanal wäre von Interesse, nur als Beispiel, oder die Brücken von Hamburg, allen voran die Köhlbrandbrücke … Ja, so ist das mit der Stadt, beginnt man an der einen Ecke, findet sich die Neugier plötzlich an einer anderen wieder, und so geht es endlos weiter, schliesslich hat die Hansestadt bereits einige Jahrhunderte auf ihrem Buckel, der ist breit und breiter geworden und er wird noch mehr zu tragen haben in den kommenden Zeiten.♦

Acht Aufnahmen aus der Speicherstadt zur visuellen Information⇓:

♦Nicht nur im Fussballsport. Mit dem HSV kann Hamburg keine Pokale mehr gewinnen. Das wird genauso bleiben, da bin ich mir sicher. In der Saison 2014/2015 steht das grad überwundene Desaster erneut bevor. Abstiegsängste von den ersten Spielen an. Die Vorstellung eines Runter aus der Bundesliga in die amateurhafte zweite: Eine Schreckensvision! Der Abstiegspokal ging eben am Verein vorbei, da droht er wieder. Im Club der Unabsteigbaren besitzt der Hamburger Sportverein das Privileg, nicht mehr eingeholt zu werden. Da darf man getrost mal absteigen, wenn dann nicht die Dritte Liga drohte. Wir wünschen dem Verein alles Gute, möge er in der neuen Saison als dritter bestehen: Champions League!!!

Hamburg wird ohne Zweifel geprägt vom Wasser. Stadt, Land, Fluss. Da las ich einen Satz in Die Kindheit des Johann Christof  von Romain Rolland – Kinderbuchverlag Berlin: »Alsbald sank sein Fieber, sein Blut beruhigte sich wie ein übergetretener Fluss, der in sein Bett zurückkehrt; gleichmässige Wärme rann in seinen Körper, und seine von Schlaflosigkeit brennenden Augen fielen ihm gegen seinen Willen zu.« Stadt, Land, übergetretener Fluss. Elbe. Der Strom, der Hafen, die Normalität⇓:

Vor über tausend Jahren ein Dschungel, heute eine Industrielandschaft
Vor langer Zeit ein Dschungel, heute eine Industrielandschaft

 

HafenCity ist ja heute kein Hafen mehr. Der liegt schon lange jenseits der Elbe, drüben, wo Container und Co ihr Herrschaftsgebiet ausweiten, solange es noch möglich und notwendig ist. Die Fortentwicklung unserer Welt nimmt an Geschwindigkeit beängstigend zu. Globalisierung taugt nicht als Begriff für ungebremste weltweite Urbanisierung. Einstmals gab es den wohl gut gemeinten Vorschlag: Alle Menschen in Megacities konzentrieren … die mittlerweile reichlich entstanden sind … um den 90-prozentigen Rest (!) der Welt, der Welt zu überlassen. Wann kommt die Zeit der Milliardenstädte?

Der arme Affe - verkümmert er doch an einer Stossstange, aufgenommen zwischen HafenCity und Speicherstadt
Der arme Affe – verkümmert er doch an einer Stossstange, aufgenommen zwischen HafenCity und Speicherstadt

 

Das ist nicht das Ende! 

Morgen schreiben wir weiter … Jetzt hat es doch drei lange Tage gedauert, wir machen voran. Die HafenCity steht ja in der Überschrift, da ist man gefordert. Obwohl, es fällt mir nix mehr ein. Okay, Elbphilharmonie, noch keine Saite gestrichen und schon weltbekannt⇓:

Neues Wahrzeichen HafenCity als typisches Merkmal falscher Rechenkünste
Neues Wahrzeichen der HafenCity als typisches Merkmal schlechter Rechenkünste

 

Ein wenig spektakulärer ist der Blick über die Norderelbe nach Steinwerder⇓:

Theater im Hafen
Theater im Hafen

 

Noch ein paar architektonische Spezialitäten⇓:

Wir möchten uns verabschieden, über eine Rückmeldung würden wir uns freuen, zum Abschluss Hamburg pur⇓: 

Am Kaiserkai / Sandtorhafen / Traditionsschiffhafen
Am Kaiserkai / Sandtorhafen / Traditionsschiffhafen
Tanz der Krane
Tanz der Krane
HafenCity Panorama
HafenCity Panorama
E N D E  DER  B E R I C H T E R S T A T T U N G
E N D E   DER   B E R I C H T E R S T A T T U N G

 

TONIS zog’s nach IOS

Griechische Inseln: Für viele – einmal dort, immer dort. Nix wie fort. Mit polyglotten Reiseführern finden sich die einsamen Liebesstrände wie von selbst.

Foto L.Roth
Foto L. Roth

Wir lieben Kreta, allein der Jahrtausende alten Kultur wegen. Und wie hat die Insel in die Ferne ausgestrahlt in ihrer schier ewig währenden Geschichte! Eine Einmaligkeit. Wir konnten nicht anders: Wir griffen zu Pinsel und Farbe, in Karlsruhe, im damaligen Atelier in der Schillerstrasse 17, und hinterliessen ein Wandgemälde zur Minoischen Kultur des Sagenkönigs Minos. Es zeigt einen Ausschnitt des Sarkophags aus Agia Triada (Südkreta). Im Archäologischen Museum in der Innenstadt von Iraklion im Saal 14 findet man die in KA in der Toreinfahrt dargestellte Prozession. Darunter der Sprung eines Akrobaten über einen Stier. Das Wandgemälde stammt aus dem Jahr 1977, es bewies beim letzten Besuch eine hervorragende Farbkraft.

Das zeugt von Erinnerungen. Von den Reisen nach Griechenland. Mal mit dem Motorrad durch das damalige Jugoslawien Titos, mal mit dem Zug nach Athen. Oder, wie zuallererst mit dem Daumen über Süditalien, ich denke an Brindisi.

DSC_0425DSC_0421Feine Reisen. Mit noch feineren Zielen. Heute die TONIS: IOS, griechisch ΙΟΣ, hier soll, na wer schon, HOMER begraben sein. Wir treffen Odysseus, er schifft sich grad ein zur Heimreise, Penelope und Telemach erwarten ihn sehnsüchtig. Jedoch ein Umtrunk mit TONIS will sein. Eine Nacht mehr oder weniger macht noch keine 20 Jahre. Die Freier von Penelope hatten eh keine Chance: Tod den Abtrünnigen, Tod den Zweiflern.

ΙΟΣ – Ägäis – Kykladen – so ziemlich nördlich von Kreta, gilt nach wie vor als Synonym für Geruhsamkeit. Und Heiterkeit. Und Liebeslust. Verwöhnt von Sonne, Strand und klaren Wassern, wissen die Besucher wie die Einheimischen nicht mehr wohin denn mit ihren Sinnen.

Das klärt sich bei einem Schwimm!

Nach opulentem Frühstück und reichlich Palaver nimmt der Touri / die Touri ein Bad. Entweder im hoteleigenen Swimmingpool oder am Strand. Doch ja: besser am Strand, ist der nicht verlockend(?)⇓:

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Wer es genauer wissen will, nimmt die Hauptbucht, per Segel, attraktiver als privat kann sich die Insel nicht darbieten. Man schleust sich ein und bleibt: manche für immer.

Ein Schlussakkord in s – w⇓:

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Und noch ein Schmankerl⇓:

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© Fotos TONIS + Text Franz Bellmann

HAMBURG – am Mittelkanal (Teil 1)

Ziemlich weit abseits von Touristenscharen und Vergnügungssüchtigen verläuft anfangs der Mittelkanal, bis er dann irgendwo hinter Hammerbrook den Oberhafen trifft. Wir starteten beim Gartenbauverein Rückersweg e.V., das ist gleich um die Ecke der SängerAkademieHamburg (SAH). Die Gartenanlage selbst ist Naherholungsgebiet und für Besucher geöffnet, wir beginnen fotomässig an der Ansaugstelle Ortsteil Hamm-Mitte⇓:

Der Mittelkanal
Der Mittelkanal

Wir suchen einen besseren Überblick. Der findet sich auf dem Garagendach gegenüber bei den Sängerinnen und Sängern der Akademie. Aus leicht erhöhter Position lassen sich die ans Ufer gebauten Überdachungen für Motorboote deutlicher aufnehmen als vom Standpunkt des obigen Fotos⇓:

Selbstgefertigte Motor- und Segelboot-Garagen am Anfang des Kanals
Selbstgefertigte Motor- und Segelboot-Garagen am Anfang des Kanals
Links im Hintergrund die gefährliche Ansaugstelle
Links im Hintergrund die gefährliche Ansaugstelle

Ein paar Radumdrehungen weiter ein Unikum von Kamin. Danach eine Idylle, besser eine Kanalidylle. Eine Uferbebauung. Natur am Kanal. Noch ne Bebauung. Und noch ne Bebauung⇓:

Schade um den schönen Kanal, oder auch nicht, wie man’s nimmt. Jedenfalls haben Fussgänger dort nichts verloren. Beide Ufer zugebaut. Häuser und Industrie. Weiter nach Hammerbrook zu öffnet er sich fürs Publikum. An wenigen Stellen. Noch verharren wir im industriellen Bereich, hier einige Aufnahmen⇓:

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DSC09943 - Arbeitskopie 2

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Die Aufnahme vor dem sog. Berliner Bogen (Anckelmannsplatz) bringt die erste freizugängliche Uferbegrünung am Mittelkanal ins Blickfeld, bei Neubauten bzw. Planungen wird anscheinend nicht nur dem Bedürfnis der Anlieger nach Ruhe und Erholung Rechnung gezollt. Die Stadtplaner haben ein profundes Interesse an Begrünung und offenerer Bebauung.

Wir halten in der Süderstrasse am Hochwasserbassin. Neben dem Rückerskanal die bislang einzige Wasserverbindung zum Südkanal; es gibt Hausboote zu bestaunen, die man auch auf der Alster antrifft – im Hintergrund die Rückseite des Berliner Bogens. In der Gegend (Hammerbrook) wird zurzeit unter Hochdruck gearbeitet, Glasbauten beherrschen den Stadtteil, auch Abriss ist angesagt⇓:

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Wir unterqueren die S-Bahn Station Hamburg-Hammerbrook und begehen das Vera-Brittain-Ufer⇓:

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Und erblicken in der Ferne das Riesenrad in der Hafencity: offizieller Verkehrshinweis → Cruise Center HafenCity⇓:

Blick auf das Vera-Brittain-Ufer
Blick auf das Vera-Brittain-Ufer

 

Das mit dem Cruisen ist nicht so einfach, eine Einlassung auf Lexikon und Wikipedia ergibt, Zitat: »Ohne bestimmtes Ziel (gemächlich) herumfahren oder -gehen (um andere zu sehen und selbst gesehen zu werden).« Und Wikipedia: »Cruisen (engl. to cruise, dt. fahren, kreuzen) ist ein Lehnwort für eine ursprünglich in den 1950er Jahren unter US-amerikanischen Teenagern entstandenes Freizeitvergnügen, bei dem man mit einem Automobil langsam an von vielen Passanten frequentierten Orten (Strand etc.) entlangfährt. Dabei geht es um die Darstellung des eigenen sozialen Status und meist auch um das Finden von Sexualpartnern

Ob das letztendlich von einigen Hamburgern so gemeint ist???

Der Mittelkanal will und will nicht enden. Das Wetter passt, wie man an den Aufnahmen sieht. Wir radeln weiter, sozialen Status gibt es nicht darzustellen, mit ’nem Radl!?! Wir finden keine Sexualpartner, dafür illegale Feuerstellen↓ (Liebesnester?), Zugang über einsturzgefährdete Mauerreste↓ und Extravakanzen der besonderen Art↓:

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Text an der Frontscheibe: *BITTE ANRUFEN FALLS DAS FAHRZEUG JEMANDEM IM WEG STEHT. VIELEN DANK! JIRKO 0172/5414678
Text an der Frontscheibe: *BITTE ANRUFEN FALLS DAS FAHRZEUG JEMANDEM IM WEG STEHT. VIELEN DANK! JIRKO 0172/5414678

 

Mit einem voyeuristischen Augenblick ins Innere des gelben Busses⇓:

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Ende erstmal, bis wir wieder wollen können dürfen … © Franz Bellmann

Wir können es nicht lassen wollen, ein Schlussakkord darf sein⇓:

Glasschachtel am Mittelkanal - HH-Hammerbrook
Glasschachtel am Mittelkanal – HH-Hammerbrook

HAMBURG – Impressionen aus Altona

HH – Altona kommt als Stadt an sich einher. Mit allen Polen, die eine moderne Stadt hat. Vielvölkergemisch und Ruhezonen. Kneipen und Bars und billige Absteigen. Märkte und Maritime. Verkehrszentralismus. Kuriose Events. Reichtum und Armut. Stillstand und Entwicklung. Fischmarkt und Hafen. Kiez- und Hochkultur. Tage und Nächte.

Diese Wand kam wie ein Blitz über mich
Diese Wand kam wie ein Blitz über mich
Ein Irrtum, kein Flash
Ein Irrtum, kein Flash

Sternschanze, Reeperbahn, Fischmarkt u.s.w., alles fussläufig erreichbar. Spannende Gegend. Hier herrscht Betrieb, sprich der Konsum und die Mobilität. Alle nur denkbaren Bus- und Zugverbindungen, U- und S-Bahnanschlüsse. Zentral gelegen ist wohl die Ottenser Hauptstrasse und die angrenzenden Kaufmeilen. Das macht mir nichts. Ich gönne jedermann seinen ureigenen Kaufrausch, meinetwegen bis zur Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz. Man muss die Ex- und Implosion im Hirn geniessen können, sonst wär‘ der Kaufrausch ja kein Rausch und man hätte nichts, worauf man zurückgreifen könnte, wenn es juristisch hart auf hart kommt. Ohne Schonung. Eine kleine Rückbesinnung beschert den erneuten Flash. Und alles scheint erträglich.

Nun gut, wer verloren hat, der kann sich anstrengen und vielleicht mal wieder gewinnen, ansonsten wär‘ er (sie?) ein Loser. Endgültig. Und die weibliche Form von diesem Lost?

Dabei denken wir an nichts. Das würde uns in Grauen versetzen. Ein Verzicht auf Grauen durch Nicht-Denken. Da kann keiner verlieren. Egal wie. Der Sieg scheint nach wie vor möglich. Da braucht es einen, der siegt. Ach wie viele siegten. In diesem Moment: Flash.

DSC09487DSC09489Unsere Republik befindet sich in einem ewigen Bauzustand. Bauen kann getrost als Lieblingsbeschäftigung der Menschheit begriffen werden. Von Stonehenge aus der Jungsteinzeit bis zum Baumarkt der Moderne. Mit Tiefgarage und Hochgarage und Parkplätzen drum rum. Und Dome. Und wehrhaften Burgen. Und Atombomben und Lost. Da errichtet der Mann doch gerne seine Hütte für Gartengeräte, die er übers Jahr so braucht, auf seinem begrenzten Besitztum, wie ihm eingeflösst wird, und es freut sich der Manager der Riesenmarkthütte mitten im Zentrum der Grossstadt. Ein Verkaufsrenner. Die Hütte: mein‘ ich. Das gilt nicht nur für HH. Mannheim ist nicht viel besser dran. Komisch: Irgendwer in dominanter Position gibt Verhaltensweisen vor, die sich in der Folge fast alle aneignen. Und das über Jahrtausende.

Zerrissener Container für Bauschutt
Zerrissener Container für Bauschutt
Elektroversorgung für Marktstände
Elektroversorgung für Marktstände

Der Weg nimmt kein Ende. Das muss der Mensch wissen. Für ihn selbst nimmt der Weg vielleicht oder sicher eine Ende, ja gewiss irgendwann. Grundsätzlich nimmt der Weg kein Ende. Dafür erfolgt die Ausdehnung zu rasch. Da kann er nicht mithalten. Für sich allein schon, würde ich behaupten wollen. Schon immer stand der Mensch vor der Lösung dieser Aufgabe. Über die Jahrhunderte, muss ich lernen, dass der Mensch eigentlich – von Ausnahmen abgesehen – kaum etwas gelernt hat. Vergessen wir die Technik. Sie ist Beschäftigungstherapie für hochintelligente Geister und armselige Fliessbandarbeiter und Arbeiterinnen. Technik formt Zeit. Unsere Zeit. Seit wann? Seit Stonehenge? Seit den vergangenen Flashs?

Wie sagte vor einiger Zeit Gert Voss: »Der Tod ist das Überflüssigste.« Jetzt ist er tot. Schön wär’s. Neueste Meldung: ›Der Tod ist tot!‹ Von Peter Kümmel ein Nachruf in der ZEIT: »Gert Voss, der grösste Theaterschauspieler unserer Zeit, ist in Wien gestorben.« 17. Juli 2014, DIE ZEIT, N° 30, Feuilleton, Seite 47, mit wunderschönem Portrait-Foto, aufgenommen von Andreas Pein. Gert Voss starb mit 72 Jahren.

Das Leben geht weiter, heisst es. Egal welche Attacken erfolgen, egal zu welcher Zeit, egal die Anlässe.

Wir liefen über den Markt am Spritzenplatz und fanden ihn:

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Bald schreiben wir weiter …