Stade

Mannheim⇒Hamburg⇒Stade

Das altehrwürdige Stade trägt viele Titel: Hansestadt, Kreisstadt, selbständige Gemeinde, die Elbe ist nah und das Flüsschen Schwinge mittendrin. Stade könnte meine Lieblingsstadt sein.

Station Hammerbrook
Station Hammerbrook
Nachtschwärmer
Nachtschwärmer

An einem Sonntag, dem Pfingstsonntag 2015, packte ich in Herrgottsfrühe mich und meine Utensilien zusammen und reiste mit den öffentlichen Verkehrsanbindungen in die noch ruhende Stadt. An der Station Hammerbrook in HH nur Leere, bis auf einen Nachtschwärmer, der seinen Rausch ausschlief. Ich schob mein Fahrrad in einen dafür gekennzeichneten Waggon. Von der S-Bahn aus entschwand der Hamburger Hafen. Ich fing an wie wild zu knipsen. Abschiedsaufnahmen. Ich kam mir vor wie auf Heimreise; entlang einer vorbei rauschenden Industrie-, Hafen- und Verkehrslandschaft …

 Eine Stunde Zugfahrt, über Buxtehude. Begrüsst wurde ich von der Kirche St. Wilhadi, wo zurzeit Instandsetzungsarbeiten am Aussenmauerwerk des Kirchenschiffes durchgeführt werden:

St. Wilhadi
St. Wilhadi, Stade
St. Wilhadi
St. Wilhadi

Am Wilhadikirchhof ein weiteres schönes Gemäuer, der Sitz des Amts- und Landgerichts Stade:

Amts- und Landgericht Stade
Amts- und Landgericht Stade

Gegenüber eine Gedenktafel:

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Wir riskieren einen Blick in die noch leere Fussgängerzone:

Im Bild links das Historische Rathaus, welches Mitte des 17. Jahrhunderts abbrannte und ein paar Jahre später als Renaissancebau aus den Ruinen wieder auferstand.
Im Bild links das Historische Rathaus, welches Mitte des 17. Jahrhunderts abbrannte und ein paar Jahre später als Renaissancebau aus den Ruinen wieder auferstand.

Weiter geht die City-Rundfahrt mit dem Rad und auch per Pedes:

Beliebtes Versorgungsziel für Einheimische und Touristen ...
Beliebtes Versorgungsziel für Einheimische und Touristen …

Noch herrscht Ruhe im Örtchen …

An der Schwinge ...
An der Schwinge …
Die Schwinge ...
Die Schwinge …
An der Schwinge ...
An der Schwinge …

So schwunglos die Schwinge meist ist, im Hafen geht es anders zur Sache, was am Stader Reichtum liegt:

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Für ein Abschiedsfoto (Blick zurück zur Kirche St. Cosmae et Damiani) reichte es noch. Im Hafen und dem Drumherum deutete es sich bereits an. Erstes tolles Wetter seit vielen Tagen, dazu Pfingsten, die Menschen strömten zuhauf ins Freie, in die Wirtschaften, in die Natur, auf die Strassen und  Rad- und Fusswege. 

Ich flüchtete Richtung Atomkraftwerk Stade:

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Am Strand der Elbe bot sich ein schönerer (?) Ausblick auf das stillgelegte Kraftwerk:

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An der Elbe lebt die Welt:

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Und auch an den Deichen … Der Schnitter …

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Am Ende meiner Tour landete ich am Elbgrill, da gibt es die herrlichsten Pommes frites Norddeutschlands:

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Cranz winkte zu mir herüber und ich bestieg den Bus nach Altona:

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Ende: © Franz Bellmann, morgen mache ich mit einem anderen Artikel weiter …

Hamburg – Schloss Reinbek

Mannheim ⇒Hamburg⇒Reinbek

Auf Schloss Reinbek lässt es sich romantisch leben und heiraten. Das klingt sehr nach Kommerz, ist es auch, Hochzeiter nehmen gern Kredite auf oder haben sich das Ersparte abgehoben. Oder besitzen Knete zuhauf. Für Urlauber und Hamburgbesucher eine noble Adresse. Das Schloss, die Umgebung, die Natur, der Reichtum. Wunderschön der Mühlenteich und sein Bachzulauf: die Bille. Was wirklich bemerkenswert ist: kaum ein Tourist besucht das herrliche Areal. Hier ein paar Schloss-Impressionen:

Die Ansiedlungen rund um den Mühlenteich und Schlosspark (englischer Landschaftsgarten) bieten Phantastisches, hier fünf exemplarische Aufnahmen:

Viel Spass bei einem Besuch in Reinbek!

Erbach (Odw.)

Mannheim: Touristische Bilder von Erbach? Heute besser nein! Sie sind ja eh alle bereits geschossen. Nicht, dass es mir in Erbach nicht gefallen hätte, ich befand mich zu Fuss auf der dynamischen Suche nach alternativen Angeboten. Weit weg vom Schloss und doch so nah. Mittendrin im Örtchen. Ich beginne mit einer Hommage an Anna, wer immer das auch sein mag:

Ich mag mich nicht in Lobhudeleien verlieren: Picasso lässt grüssen. Wie schön!

Am Beginn meines Besuchs in Erbach stolperte ich über die Bildhauerin Gisela Koch (Am Schlossgraben). Keine Menschenseele im Atelier. Hab‘ ich’s doch permanent mit Künstlern und Künstlerinnen. Dass sie nicht da ist, verschafft mir Enttäuschung. Das Werk ist das Eine, Einzige. Und der Mensch dahinter? Wer ist Anna, wer Gisela? So muss alles ohne fotografisches Porträt bleiben.

Frau Koch zeigt ausserhalb ihres Ateliers Holzarbeiten, die ich wiedergeben möchte:

Irgendwann wird mehr gehen. Ich versuche einen Kontakt. Das wird etwas dauern. Falls er stattfindet, wird man sehen, sofern man Augen dafür hat! Dann verknüpfe ich damit eine Radtour von Erbach über Beerfelden nach Eberbach! Mein Rechtschreibprogramm kennt nicht einen dieser Ortsnamen.

Zwischendurch mal Motive vor Ort:

Denkmal Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823)
Denkmal Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823)

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Das mag noch angehen, viel Aussergewöhnliches hat Erbach nicht zu bieten, wäre da nicht die Historie, an die man sich rechtschaffen klammert. Bietet sie Tourismus und damit Einkommen für die finanzschwachen Regionen. Heute – trotz Sonnenschein – keine Touris auszumachen.

Egal – ich bin Touri und freue mich über die Ruhe im Ort. Im Sommer wollte ich da nicht anlanden, das wär mir zu blöd. Sollen die Touris Eis konsumieren bis zum Geht-nicht-mehr, es lebe die Chemie.

Eine Touristin erwischten wir doch, aus Fernost (besser Fernwest: sprich Trippstadt), wo sie wohnt:

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Ich gehe anderen Dingen nach, z. B. einer Töpferei:

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Einfallsreiche Arbeiten zu erschwinglichen Preisen:

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Da wird sich der Elefanten-Siggi freuen, er besass auch einen verwunschenen Garten einst in Ludwigshafen.

Das Erscheinungsbild von Fenstern, Türen und Schlössern fasziniert mich immer wieder, das zeigt das etwas andere Erbach:

     Letzte Ausfahrt Erbach: 

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Jockrim

MANNHEIM – JOCKRIM: Auf dem Weg zu M. J. Eckrich und seiner Ausstellungspräsentation in Wörth im Alten Rathaus gleich neben dem KARL – JOSEF – STÖFFLER – PLATZ gönnten Vincent und ich uns einen kleinen Zwischenaufenthalt im malerischen Jockrim.

Josef Katus
Josef Katus

Dort trafen wir auf einen weltgewandten Kirchenvertreter, der uns offenen Herzens in seinem Gotteshaus fotografieren liess. Wir bekamen sogar eine kleine Führung mit anschliessender Gesprächsrunde. So ergab sich eine Porträtaufnahme von Josef Katus. Es war eine Stippvisite, weshalb nur erste Eindrücke von Jockrim vermittelt werden können. Was nicht heisst, dass wir dort nicht noch mal auftauchen werden. Quasi als Tagestour mit Urlaubscharakter. Gut essen und so und Wein trinken bis die Bahn kommt. Mit Fahrrad zur beschleunigten Erkundung der Umgebung.

That’s it!

St. Dionysiuskirche
St. Dionysiuskirche

DSC_0369Als extraordinäre Informationen nutzen wir öffentliche Verlautbarungen an den jeweiligen Gebäuden bzw. von deren Besitzern: hier der St. Dionysiuskirche, wovon ein paar Fotos des Inneren der Kirche zusätzlich vorliegen. Das Bild der Tafel (links) ist als historische Kurzmitteilung zu betrachten.

Nicht nur für Kirchgänger!

Für Gespräche und eventuelle Führungen steht Herr Katus gerne zur Verfügung. Hier seine Rufnummer: 07271-5646. Das ist auf jeden Fall die Nummer, die er uns hinterlassen hat.

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Es folgen zum Schluss Aufnahmen aus dem Kirchenraum und Aussenansichten von Jockrim:

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Adios …

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Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

Karlsruher Spaziergang

Eine Liebeserklärung in der Bahnhofstrasse
Eine Liebeserklärung in der Bahnhofstrasse
Unfreundliche Info an der  Karl-Birkmann-Brücke
Unfreundliche Info Nähe der Karl-Birkmann-Brücke

Mannheim-Karlsruhe: Ein Osterspaziergang am 06.04.2015 ab Hauptbahnhof in Richtung Ortsteil Neureut-Heide. Das dürften, mit allem fotografischen Hin- und Her, ca. zehn Kilometer Fussweg sein.

Bildnerisches Hauptaugenmerk: Die Baumassnahmen in der Karlsruher Innenstadt (U-Bahn). Kurze Wegbeschreibung ⇒ Hbf – Bahnfofstraße – über die Karl-Birkmann-Brücke (Leiter des Karlsruher Zoos von 1963 bis 1979) mit Blick z. B. auf das Elefantengehege des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe – entlang der Ettlinger Strasse am Vierordtbad vorbei Richtung Rondellplatz und Marktplatz zur Pyramide: zurzeit aus bautechnischen Gründen mit schützendem Überzug – dann längs der Kaiserstrasse/Ritterstrasse Richtung Bundesverfassungsgericht + Kunsthalle – und von dort über die Knielinger Allee / Erzberger Strasse zum idyllisch am Neureuter Ortsrand gelegenen Heidesee.

Im Zoologischen Garten zeigen sich bereits in aller Herrgottsfrühe die ersten Elefentenbewunderer, auch dem Fotografen haben die Dickhäuter es angetan. Und es ist schwer was los ums E-Haus, gelten die Tiere doch als Magnet innerhalb des Gartens. Und für Familien mit Kleinkindern gerät der Besuch der exotischen Tierwelt zum Muss. Ein Spektakel.

Abgerichteter Elefant bei der Arbeit im Zoologischen Garten Karlsruhe
Abgerichteter Elefant bei der Arbeit im Zoologischen Garten Karlsruhe
Immer gerne gesehenes Schauspiel
Immer gerne gesehenes Schauspiel
Verwaltungsgebäude am Tiergartenweg / Ettlingerstrasse
Verwaltungsgebäude am Tiergartenweg / Ettlingerstrasse

Ab hier zeigen sich dem Besucher erstmals die Arbeiten an den Karlsruher Strassenbahnunterführungen. Ein langjähriges Projekt. Mit vielen Widrigkeiten. Vor allem im Vorfeld. Bis schliesslich die Entscheidung zur Durchführung des Baus fiel. Wir verweisen auf zwei unserer Artikel über Spezialitäten der Residenzstadt am Rhein, bevor wir unseren Spaziergang fortsetzen: › Karlsruher Pfosten … ‹ und › Das Karlsruher Wandgemälde ‹.

Von der Brücke kommend, erreichen wir die Ettlinger Strasse, unseren Blick faszinieren ein Zementsilo, eine Strassenlaterne, digitale Sendeeinrichtungen, die aufkeimende Natur und ein First-Class-Hotel:

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Wir wenden uns der Baustelle und den sie umgebenden Arealen zu.

 Das Vierordtbad:

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Eine bautechnische Rarität
Eine bautechnische Rarität

Für uns Kinder bot das Vierordtbad einmal wöchentlich eine willkommene Abwechslung zum meist durchgeplanten Wochenrhythmus. Allein der Weg dahin durch die halbe Stadt gestaltete sich abenteuerlich; und oft kamen wir im Bad nie an, sondern radelten bei gutem Wetter ins Albtal oder den Turmberg hoch, um in der Alb zu baden bzw. die Aussicht auf Karlsruhe zu geniessen. Vom Turm aus konnten wir den Kamin des Bads sehen, und uns schien es, als ob wir im Wasser planschten. Und die Eltern sorgten sich, weil wir oft viel zu spät zu Hause eintrafen. Wir entschuldigten uns mit Ausreden wie Plattfuss, zwischenzeitlichen Muskelkader und -krämpfen und anderen unsinnigen Ideen, jedoch unsre Mama stellte sich immer vor uns, war sie doch glücklich, uns wiederzuhaben. Der Vater forderte Pünktlichkeit und Einhaltung von Terminen, was wir dann immer mal wieder fertigbrachten, damit sich die Situation auf lange Sicht gesehen beruhigte.

Schluss mit dem Plantschen: Wir latschen weiter und schauen auf den Baustellenteil am Ettlinger Tor:

Im Zentrum der Aufnahme der Obelisk am Rondellplatz, dahinter der Turm des Karlsruher Schlosses, Standort Ettlinger Strasse / Baumeisterstrasse
Im Zentrum der Aufnahme der Obelisk am Rondellplatz, dahinter der Turm des Karlsruher Schlosses, Standort Ettlinger Strasse / Baumeisterstrasse
Blick zurück in die Ettlinger Strasse, Standort wie oben
Blick zurück in die Ettlinger Strasse, Standort wie oben

Es folgen Impressionen von der Grossbaustelle am Ettlinger Tor:

 Und vom Marktplatz in KA:

Morgen spazieren wir weiter …

DSC_0422DSC_0423Ja hey, nicht morgen – am gleichen Tag ging es weiter. Wir visitieren die Ritterstrasse und statten dem Johann einen fotografischen Besuch ab. In einer Eckkneipe in der Ritterstrasse soll er reichlich Money und Gedichte gelassen haben. Zur Freude der Wirtin, mit der er ein Gspusi abgeliefert haben soll. Dreimal suchte er sie heim, ob Nachkommen das Licht der Welt erblickten? Ist leider nicht überliefert; denn die Liebelei unterlagt strengster Geheimhaltung, wie es sich eines Geheimrats geziemt.

So besitzt Karlsruhe halt auch ne Goethe-Legende; da schwillt einen der Kamm und schwuppdiwupp ist eine Tafel an die Wand genagelt.

Kunst und dergleichen ist in der näheren Umgebung vielfach vertreten:

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Zwei Objektinstallationen vom belgischen Künstler Mikaél van der Houwtans.

Da läuft es sich sehr Spasses voll zum Bundesverfassungsgericht,

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mit Blicken auf den angrenzenden Botanischen Garten mit Gastronomie

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und links daneben die Kunsthalle:

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Auch ein herumspazierender Wanderer

will + braucht eine Pause!

Zum Abschluss eine Aufnahme vom Standbild von Prinz Wilhelm von Baden,

über den Heidesee berichten wir gesondert!

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Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

Die Pfaff – Ruine

Mannheim: Vor geraumer Zeit statteten wir dem hübschen Pfälzer Städtchen Landstuhl einen Zufallsbesuch ab. Es ging ja eigentlich um die neue Zugverbindung mit dem Südwest-Express. In 45 Minuten in Kaiserslautern, da darf man sich nicht beschweren. Im Vorbeifahren kurz nach bzw. vor Kaiserslautern fällt der Blick der Reisenden auf das ehemalige Pfaff-Gelände. Mein Blick zumindest fokussierte sich auf das Areal. Das bedeutete, erneut nach KL. Mitte März hielt das Frühjahr endlich Einzug. Wenigstens die Temperaturen tendierten Richtung 17 / 18 Grad Celsius; da freut sich doch der Radler. Den Drahtesel und den Fotoapparat im Gepäck, ging’s früh in die von Industrie geprägte Universitäts- und Militärstadt. Das ehemalige Produktionsgelände der Firma Pfaff als Ziel im Visier.

Der erste Eindruck beim Anstieg zur Haltestelle Kaiserslautern Pfaffwerk, die gesperrt schien, doch es halten noch Regionalbahnen. Wie lange noch?
Der erste Eindruck beim Anstieg zur Haltestelle Kaiserslautern Pfaffwerk, die gesperrt schien, doch es halten die Regionalbahnen. Wie lange noch?

 

Das ist schon eine grauselige Gegend. Kein Mensch in Sicht. Verbranntes Gemäuer. Schrott und Müll, wohin das Auge blickt. Ratten?

DSC_0439Das Wartehäuschen zerschlagen, niemand wagt es, hier zu nächtigen.

Immerhin: ein Abfalleimer dominiert die Haltestelle. Drunten, am Beginn des Aufstiegs, ein einsamer Fahrkartenautomat. Wer löst hier Fahrscheine? Eine Investition in die Zukunft? Das Pfaff-Besitztum soll ja in die Hände der Stadt KL übergegangen sein. U. U. heisst die Station in Bälde (?) Uni- und Militärkrankenhaus mit angegliedertem Hubschrauberlandeplatz. Es riecht nach Brandrückständen. Ratten?

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Brandsätze zur Gewinnbeschleunigung? Wer löscht? Die Werksfeuerwehr?

Die Meinung: Wenn etwas nagt, dann ist es Einsamkeit. Einsamkeit ist keine Maus, sie ist eine Ratte mit Flöhen. Irgendwann – wahrscheinlich im Mittelalter, oder lange zuvor – verbreitete sie sich unaufhaltsam rund um den Erdball, die kälteren Regionen mal ausgenommen. Sie besiedelte Kontinente, wo sie nicht hingehörte. Mit den Eroberungen europäischer Konquistadoren egal welcher Herkunft: begann der Siegeszug der Einsamkeit. Der Ratten! Einher damit gingen Mord und Totschlag. Und Syphilis. Das bekam selbst Gauguin zu spüren. Die Ratte wuselte plötzlich überall. In vielen europäischen Städten stellen heute die Magistrate Rattenfallen auf, mit denen dann Kinder spielen, und die Erwachsenen lächeln dabei.

Allenthalben überschlagen sich die Medien zurzeit mit Titeln wie Altersarmut, Grundsicherung im Alter, Rente ab irgendwann, Überalterung der Gesellschaften: Japan in Führung, Deutschland an zweiter Stelle, Arbeiten mit achtzig Jahren noch? Abriss. Nicht, dass der Mensch da dann nicht mehr könnte, er will und er muss mitunter, weil’s Geld nicht reicht.

Die Überalterungsgesellschaften verzehren ihre Generationen, manche betteln geradezu um Zuwanderung, die Deutschen sterben aus, hiess es mal im Spiegel. Das kann man vielleicht so sehen, die Frage lautet: Deutsche welcher Herkunft sterben aus? Die Deutschen türkischer, italienischer, griechischer Herkunft sterben bestimmt nicht aus. Also: keine Ängste, die Deutsche Nation wird weiter existieren und: die Haut- und Augenfarben werden dunkler werden. Das ist dann nicht mehr der Franz, der lebt, nicht der Schweinsteiger, eher schon der Özil und der Mustafa, der Giovanni und der Adonis. Und dann: wenn alle die Sprache Karls des Grossen perfekt beherrschen? Was ist dann? – Die Welt internationalisiert sich, nicht nur wirtschaftlich, vor allem kriegerisch. Tod den Waffen. Das wäre der Niedergang eines Industriezweiges!

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Auf dem Pfaff-Gelände sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen↓:

Möge jeder / jede zum Thema denken was er / sie will. Dieses Szenario verheisst nichts. Es ist lediglich eine Tatsachenfeststellung. Wir arrangieren uns damit. Lebenswert ist das nicht. 

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

 

Portugal – Algarve – Olhao by Mat Plath – Part six

Heute kommen WIR etwas spektakulär daher. Heute haben wir Türen und auch ein paar Tore auf Lager. Mat fuhr nach Olhao und brachte tolle Bilder mit. Dazu erhielten wir folgende Nachricht:

„Hallo zusammen, war heute mit dem Zug in Olhao, 〈…〉. Bin eine Station vor Lagos am Strand ausgestiegen, damit ich noch ein wenig Bewegung habe. 〈…〉.“

Türen können schon ganz schön gewaltig sein. Tore viel mehr.

Sie trennen, laden aber auch ein. Bestimmt zum Fotografieren laden sie ein. Manchmal ereignet sich was. Und dann werden Türen und Tore noch mehr zu einem Anziehungspunkt. Und sie lassen einen nicht mehr los.

Wir sortierten aus, seine Fotosendung bot 149 Aufnahmen, allein 24 durften wir aussuchen. Wir probieren eine ästhetische Präsentation↓:

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Das ist doch schon mal ein ganz zufrieden stellender Startschuss.

Da legen wir doch gleich noch mal zu↓:

Die verhängte Tür
Die verhängte Tür
Offener Eingang zu einer Alu-Werkstatt. Rechts daneben eine ehemalige (?) Konservenfabrik
Offener Eingang zu einer Alu-Werkstatt. Rechts daneben eine ehemalige (?) Konservenfabrik

Schon sehr eigenartig. Eigenartig? Diese Wäsch’leine? Und die Wäsche! Die Wäsche!

Mein Gott – wie bezaubernd.

Rechts davon geht’s gleich etwas deftiger ab. Ob das noch lange so geht, wenn nicht gar eh bereits bankrott?

Doch lasst uns bei den Türen bleiben↓: Sind die nicht so wunderschön. Dass Mat nicht lassen konnte. Türen und Tore können ein dankbares Thema sein. Vor allem bei solchen Vorlagen, ich würde mich verwünschen, hätte ich keinen Fotoapparat dabei.

Mat blieb da dran, und wir bleiben genauso dran. Die nächsten Fotografien sprechen Bände↓:

Ja, der Weg scheint weit. Von Tür zu Tor. Von Haus zu Haus. Durch die Strassen. Öffentliche Gebäude hinterlassen meist einen gepflegten Zustand. Bei ›Privatier‹ sieht’s anders aus. In mancher Portugiesen-Haut wollte ich nicht stecken. Das reich-arm-Gefälle, vielleicht besser arm-reich-Anstieg, findet sich fast in ganz Europa wieder. Was übrig bleibt ist Beton↓:

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Von dieser Substanz ernährt sich Portugal. Im Sommer bestimmt ganz toll. Mit der Zeit hat man begriffen. Was hat es damit auf sich?↓:

Man muss nicht alles gesehen haben, das ginge ja eh nicht. Ganz zum Schluss begegnen wir Carlos wieder. In seiner Taberne↓:

Taberna do Carlos↓:

Mir wird schwindlig↓:

Mir wird schwindlig.
Mir wird schwindlig.

Zum versöhnlichen Abschied …↓:

Bye-bye ... good luck
Bye-bye … good luck

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G K M

Wenn ich nicht weiss, was ich tun soll, fahre ich oft zum Mannheimer Grosskraftwerk. Das liegt gegenüber von Altrip und der neue Kraftwerksblock dampft schon gehörig. Das ist ja gut so, wer will denn frieren. Wenn ich mir vorstelle, es hat Minusgrade – das müssen nicht unbedingt sibirische sein – und der durch GKM-Fernwärme gespeiste Ofen ginge nicht an: Ich würde verrückt werden. Nicht nur ich, ganz Mannheim: oder fast die ganze Stadt. Dass es damit so seine Probleme geben soll, darüber können die Grünen bestimmt detaillierte Auskunft geben. Mit der Kohle scheint es so ’ne Sache zu sein, mit der Atomenergie gleichfalls. Das wird ein Dauerstreit, so lange jedenfalls ist es im Winter warm. Wir können ja nicht alles abschalten. Etwas muss uns bleiben.

G K M  im Winter

Höchste Belastung: Volllast
Höchste Belastung: Volllast

 WWW

Die Arbeit, das Team ...
Die Arbeit, das Team …
... Die Wärme
… Die Wärme

 Was wären wir (www) ohne Techniker und Ingenieure, ohne Planer und Finanziers. Die Frage bedarf keiner Antwort – oder doch. Besser man hat Antworten. Die Fragen ergeben sich von selbst. Wer mitdenkt stellt Fragen und präsentiert Antworten, seine zumeist. Wer besitzt schon allgemein gültige Weisheit. Lassen wir uns nichts einreden, wir müssen handeln, sonst kommen wir in Zugzwang, spätestens dann. Hilfe gibt es nicht, wir tragen die Verantwortung, nur wir, wir alleine, da kommt doch Freude auf, nicht? Verantwortung? Stärke? Breite Schultern. GKM.

Die Kraftwerkshaut 

Die Umgebung 

Wie wär’s, wenn wir ins Innere der Maschine vorstossen würden???

Am Tag der Offenen TÜR!!!

GKM

Wer will dabeisein?

Besichtigungstermin + Treff: 

Do. 19.03.2015, 14:00 Uhr 

Infocenter GKM, Altriper Str. 30

Bitte um baldige Teilnahmebestätigung!!! 

Für jeweils sechs Besucher wird eine

Führungsperson gestellt!!!

Grüsse Euch

Franz

GKM – Liste

Teilnehmerliste Besichtigung Block 9

Datum: Donnerstag, 19. März 2015, 14:00 Uhr im Info-Center GKM

Nr.

Name

Vorname

Geburts-datum

Straße, Nr.

PLZ

Ort

1

Bellmann

Franz

07.07.46

H7, 24

68159

Mannheim

2

Magermans

Elles

12.11.63

Auerhahnstrasse 9

68309

Mannheim

3

Hackl

Hendrik

13.08.61

Auerhahnstrasse 9

68309

Mannheim

4

Putsch

Charlotte

28.12.53

Horst-Schork-Str. 17

67069

Ludwigshafen

5

Klink

Edwin

16.10.40

Foltzring 14

67227

Frankenthal

6

Herzog

Melanie

21.01.74

Alter Friedhofweg 1

68307

Mannheim

7

Schermer

Hedda

05.05.50

Scheffelstrasse 92

68259

Mannheim

8

Hoffmann

Dieter

15.12.53

Luisenstrasse 66

68199

Mannheim

Mannheim 19.03.2013: Die Führung ging wie geplant über die Bühne. Es folgen Schnappschüsse vom FlugStaubSilo aus aufgenommen…

Das Rheinauer Hafengelände mit Becken 21 (Mitte), Becken 22 und 23, ganz rechts der Rhein
Das Rheinauer Hafengelände mit Becken 21 (Mitte), Becken 22 und 23, ganz rechts: der Rhein
Die Pfälzer Ortschaft Altrip
Die Pfälzer Ortschaft Altrip

Bis zum Tag der *Offenen Tür* im Kraftwerk …

JULIAN CHARRIÈRE – Schabernack

Bild 29.11.14 um 20.51

Ludwigshafen • Scharpf – Galerie: 14.11. 2014 – Eröffnung: »Somewhere« 

Wir machen Karrière!

Art Award!

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Wenn das mal gut geht.

SAM_9900SAM_9905Es fehlen die Bohrlöcher. Die Proben liegen verstreut auf dem Boden. In der Waagrechten schräg zusammen gemauschelt. Entnahme geschah, wenn überhaupt, in der Senkrechten. Lose zusammengehalten mit so ’ner Art Rohrschelle. Stolper-Gestein in wirrer Anordnung. In der Totalen schräg! Wenn es den Schraubenzieher nicht gäbe. Eine Blase wie zu besten Money-Zeiten. Gilt es wissenschaftlich was zu belegen? Schabernack?

Es brennt das Eis. Es brennt der Kittel. Es brennt das Hirn. Das Hirn des Künstlers. Keine Löschfahrzeuge unterwegs. Wir erinnern Schmid. Da ging es uns so ähnlich. Wie heute Abend. Wie bei Scharpf. Wie fast im Niemandsland. Im Nichts. In der Einöde, dazwischen Oasen. Ein wenig Wasser. Wasser. Der VernissagenBesucher bevorzugt Wein, in der Regel Weisswein. Bier wär‘ auch nicht schlecht. Wir befinden uns nicht auf dem Bau.

In einer expressionistisch-sozialistischen Galerie für Junge Kunst.

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1919-2014

Kommt Zeit, kommt Rat … Wie von einem anderen Stern  

›Wir sind alle Astronauten‹, 2013:

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 Es gibt noch mehr zu sehen, einfach mal hingehen, Hemshofstr. 54, 67063 Ludwigshafen am Rhein.

Ausstellungsende: 02.02.2015

Künstlerinnen und Künstler auf unserem Blog: Eine Visualisierung

… und ihre Namen in zwangloser Folge⇓:

Visualisierung: Stand vom 16.10.2014
Visualisierung: Stand vom 16.10.2014

Steffi Peichal / Hedda Schermer / Siggi Sandreuther / Ludwig Roth / Christine Bellmann / H.-K. Raecke / Ulrike von Münchhausen / Angelo Falzone / Mo Edoga / Meinrad Braun / Wolfgang Kessler / Nuri Cyhanbeyli / Ursula Faber / Jo Fisch / Anna Bludau-Hary / Mirko Bralic / Rüdiger Krenkel / Bernd Rohs / Robert Schad / Lisa Massetti / Claudia Hüfner / Alexander Bergmann / Mátyás Terebesi / Christel Lechner / Kai Raspe / Walter Stallwitz / Ludwig Fellner / Renate Huthoff / LieBell / Peter Tröster / Mathias Plath / herakut / Nora Noé / Horst Rettig / Theo Schneickert / Manfred Rinderspacher …

NEU: Martin J. Eckrich

VERGESSEN: Franz Schömbs + Trude Stolp-Seitz

In Gedenken Mo Edoga († 2014):

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