Karlsruher Spaziergang

Eine Liebeserklärung in der Bahnhofstrasse
Eine Liebeserklärung in der Bahnhofstrasse
Unfreundliche Info an der  Karl-Birkmann-Brücke
Unfreundliche Info Nähe der Karl-Birkmann-Brücke

Mannheim-Karlsruhe: Ein Osterspaziergang am 06.04.2015 ab Hauptbahnhof in Richtung Ortsteil Neureut-Heide. Das dürften, mit allem fotografischen Hin- und Her, ca. zehn Kilometer Fussweg sein.

Bildnerisches Hauptaugenmerk: Die Baumassnahmen in der Karlsruher Innenstadt (U-Bahn). Kurze Wegbeschreibung ⇒ Hbf – Bahnfofstraße – über die Karl-Birkmann-Brücke (Leiter des Karlsruher Zoos von 1963 bis 1979) mit Blick z. B. auf das Elefantengehege des Zoologischen Stadtgartens Karlsruhe – entlang der Ettlinger Strasse am Vierordtbad vorbei Richtung Rondellplatz und Marktplatz zur Pyramide: zurzeit aus bautechnischen Gründen mit schützendem Überzug – dann längs der Kaiserstrasse/Ritterstrasse Richtung Bundesverfassungsgericht + Kunsthalle – und von dort über die Knielinger Allee / Erzberger Strasse zum idyllisch am Neureuter Ortsrand gelegenen Heidesee.

Im Zoologischen Garten zeigen sich bereits in aller Herrgottsfrühe die ersten Elefentenbewunderer, auch dem Fotografen haben die Dickhäuter es angetan. Und es ist schwer was los ums E-Haus, gelten die Tiere doch als Magnet innerhalb des Gartens. Und für Familien mit Kleinkindern gerät der Besuch der exotischen Tierwelt zum Muss. Ein Spektakel.

Abgerichteter Elefant bei der Arbeit im Zoologischen Garten Karlsruhe
Abgerichteter Elefant bei der Arbeit im Zoologischen Garten Karlsruhe
Immer gerne gesehenes Schauspiel
Immer gerne gesehenes Schauspiel
Verwaltungsgebäude am Tiergartenweg / Ettlingerstrasse
Verwaltungsgebäude am Tiergartenweg / Ettlingerstrasse

Ab hier zeigen sich dem Besucher erstmals die Arbeiten an den Karlsruher Strassenbahnunterführungen. Ein langjähriges Projekt. Mit vielen Widrigkeiten. Vor allem im Vorfeld. Bis schliesslich die Entscheidung zur Durchführung des Baus fiel. Wir verweisen auf zwei unserer Artikel über Spezialitäten der Residenzstadt am Rhein, bevor wir unseren Spaziergang fortsetzen: › Karlsruher Pfosten … ‹ und › Das Karlsruher Wandgemälde ‹.

Von der Brücke kommend, erreichen wir die Ettlinger Strasse, unseren Blick faszinieren ein Zementsilo, eine Strassenlaterne, digitale Sendeeinrichtungen, die aufkeimende Natur und ein First-Class-Hotel:

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Wir wenden uns der Baustelle und den sie umgebenden Arealen zu.

 Das Vierordtbad:

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Eine bautechnische Rarität
Eine bautechnische Rarität

Für uns Kinder bot das Vierordtbad einmal wöchentlich eine willkommene Abwechslung zum meist durchgeplanten Wochenrhythmus. Allein der Weg dahin durch die halbe Stadt gestaltete sich abenteuerlich; und oft kamen wir im Bad nie an, sondern radelten bei gutem Wetter ins Albtal oder den Turmberg hoch, um in der Alb zu baden bzw. die Aussicht auf Karlsruhe zu geniessen. Vom Turm aus konnten wir den Kamin des Bads sehen, und uns schien es, als ob wir im Wasser planschten. Und die Eltern sorgten sich, weil wir oft viel zu spät zu Hause eintrafen. Wir entschuldigten uns mit Ausreden wie Plattfuss, zwischenzeitlichen Muskelkader und -krämpfen und anderen unsinnigen Ideen, jedoch unsre Mama stellte sich immer vor uns, war sie doch glücklich, uns wiederzuhaben. Der Vater forderte Pünktlichkeit und Einhaltung von Terminen, was wir dann immer mal wieder fertigbrachten, damit sich die Situation auf lange Sicht gesehen beruhigte.

Schluss mit dem Plantschen: Wir latschen weiter und schauen auf den Baustellenteil am Ettlinger Tor:

Im Zentrum der Aufnahme der Obelisk am Rondellplatz, dahinter der Turm des Karlsruher Schlosses, Standort Ettlinger Strasse / Baumeisterstrasse
Im Zentrum der Aufnahme der Obelisk am Rondellplatz, dahinter der Turm des Karlsruher Schlosses, Standort Ettlinger Strasse / Baumeisterstrasse
Blick zurück in die Ettlinger Strasse, Standort wie oben
Blick zurück in die Ettlinger Strasse, Standort wie oben

Es folgen Impressionen von der Grossbaustelle am Ettlinger Tor:

 Und vom Marktplatz in KA:

Morgen spazieren wir weiter …

DSC_0422DSC_0423Ja hey, nicht morgen – am gleichen Tag ging es weiter. Wir visitieren die Ritterstrasse und statten dem Johann einen fotografischen Besuch ab. In einer Eckkneipe in der Ritterstrasse soll er reichlich Money und Gedichte gelassen haben. Zur Freude der Wirtin, mit der er ein Gspusi abgeliefert haben soll. Dreimal suchte er sie heim, ob Nachkommen das Licht der Welt erblickten? Ist leider nicht überliefert; denn die Liebelei unterlagt strengster Geheimhaltung, wie es sich eines Geheimrats geziemt.

So besitzt Karlsruhe halt auch ne Goethe-Legende; da schwillt einen der Kamm und schwuppdiwupp ist eine Tafel an die Wand genagelt.

Kunst und dergleichen ist in der näheren Umgebung vielfach vertreten:

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Zwei Objektinstallationen vom belgischen Künstler Mikaél van der Houwtans.

Da läuft es sich sehr Spasses voll zum Bundesverfassungsgericht,

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mit Blicken auf den angrenzenden Botanischen Garten mit Gastronomie

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und links daneben die Kunsthalle:

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Auch ein herumspazierender Wanderer

will + braucht eine Pause!

Zum Abschluss eine Aufnahme vom Standbild von Prinz Wilhelm von Baden,

über den Heidesee berichten wir gesondert!

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Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

Die DB – Ruine

Mannheim – Heidelberg:

Zu Besuch bei einem Desaster. Reste eines überkommenen Zeitalters, Zeugen vergangener Industriekultur, für viele Beleg einer verhängnisvollen Entwicklung.

Ehemaliges Bahnbetriebswerk HHeidelberg
Ehemaliges Bahnbetriebswerk Heidelberg

Für viele jedoch ein gebotener Neuanfang mit Teilerhalt und Restaurierung, neuen Konzepten der Investitionsindustrie, meist Erweiterung von angrenzenden Industriegebieten mit zugehöriger Gewinnmaximierung. Noch bietet sich dem Betrachter ein Areal der Verkommenheit – oder dürfen wir von Kunst sprechen? Geschaffen von Natur und Menschenhand? Würden wir von Kunst reden dürfen, müsste der gesamte Komplex des Restbestandes des Bahnbetriebswerkes Heidelberg Bestandsschutz geniessen. 

Mit Zoom + Blitz lässt sich das Halleninnere von ausserhalb erhaschen.
Mit Zoom + Blitz lässt sich das Halleninnere von ausserhalb erhaschen.

Wenn der Reisende den Heidelberger Hauptbahnhof in südlicher Richtung verlässt, trifft er in der Hauptsache auf bahneigene Bereiche, viel industrielle Nutzung in Firmenbesitz und auch auf ein verlassenes Kasernengrundstück der US Army. Die Militäranlage wird wie üblich durch Zäune geschützt, alle Türen der Gebäude sind geöffnet und der Bestand einsehbar. Dem Militärmief will man wohl mittels Belüftung den Garaus machen.

Geht, fährt, radelt man weiter zur nahen Czernybrücke, wird klar, dass der Besucher sich in einer Welt des Verfalls befindet.

Die Czernybrücke, im Hintergrund der Odenwald ...
Die Czernybrücke, im Hintergrund der Odenwald 
Der Heidelberger Hbf
Der Heidelberger Hbf

Die Umgebung rund um die Brücke kommt betonkalt daher, angehäuft mit Müll, mutwillig zerstörter Infrastruktur, rasantem Autoverkehr und bitterer Armut, dazu gleich ein paar Bilder. Eine Ästhetik des Bahnhofs scheint denkbar, – der Hof ein Park? Die Deutsche Bahn AG müsste dafür jede Menge Finanzen bereitstellen, es mangelt ihr an Gespür und Einfühlungsvermögen, wo soll das herkommen? Wäre es nicht eine sinnvolle Investition, was die Nachfrage anbelangt? Forciert sie doch lieber ihre eigene Buskonkurrenz, mit dem Hintergrund, die Billigunternehmen des Reiseverkehrs auszuschalten? Ein Weg in die falsche Richtung!

Die Belege⇓:

Das Bahnbetriebswerk Heidelberg 

(WIR sind am Ziel angelangt)

Die Graffiti

Die Ruine – Das Gerippe

Ähnliche Berichterstattung:

Die Pfaff – Ruine

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

Die Pfaff – Ruine

Mannheim: Vor geraumer Zeit statteten wir dem hübschen Pfälzer Städtchen Landstuhl einen Zufallsbesuch ab. Es ging ja eigentlich um die neue Zugverbindung mit dem Südwest-Express. In 45 Minuten in Kaiserslautern, da darf man sich nicht beschweren. Im Vorbeifahren kurz nach bzw. vor Kaiserslautern fällt der Blick der Reisenden auf das ehemalige Pfaff-Gelände. Mein Blick zumindest fokussierte sich auf das Areal. Das bedeutete, erneut nach KL. Mitte März hielt das Frühjahr endlich Einzug. Wenigstens die Temperaturen tendierten Richtung 17 / 18 Grad Celsius; da freut sich doch der Radler. Den Drahtesel und den Fotoapparat im Gepäck, ging’s früh in die von Industrie geprägte Universitäts- und Militärstadt. Das ehemalige Produktionsgelände der Firma Pfaff als Ziel im Visier.

Der erste Eindruck beim Anstieg zur Haltestelle Kaiserslautern Pfaffwerk, die gesperrt schien, doch es halten noch Regionalbahnen. Wie lange noch?
Der erste Eindruck beim Anstieg zur Haltestelle Kaiserslautern Pfaffwerk, die gesperrt schien, doch es halten die Regionalbahnen. Wie lange noch?

 

Das ist schon eine grauselige Gegend. Kein Mensch in Sicht. Verbranntes Gemäuer. Schrott und Müll, wohin das Auge blickt. Ratten?

DSC_0439Das Wartehäuschen zerschlagen, niemand wagt es, hier zu nächtigen.

Immerhin: ein Abfalleimer dominiert die Haltestelle. Drunten, am Beginn des Aufstiegs, ein einsamer Fahrkartenautomat. Wer löst hier Fahrscheine? Eine Investition in die Zukunft? Das Pfaff-Besitztum soll ja in die Hände der Stadt KL übergegangen sein. U. U. heisst die Station in Bälde (?) Uni- und Militärkrankenhaus mit angegliedertem Hubschrauberlandeplatz. Es riecht nach Brandrückständen. Ratten?

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Brandsätze zur Gewinnbeschleunigung? Wer löscht? Die Werksfeuerwehr?

Die Meinung: Wenn etwas nagt, dann ist es Einsamkeit. Einsamkeit ist keine Maus, sie ist eine Ratte mit Flöhen. Irgendwann – wahrscheinlich im Mittelalter, oder lange zuvor – verbreitete sie sich unaufhaltsam rund um den Erdball, die kälteren Regionen mal ausgenommen. Sie besiedelte Kontinente, wo sie nicht hingehörte. Mit den Eroberungen europäischer Konquistadoren egal welcher Herkunft: begann der Siegeszug der Einsamkeit. Der Ratten! Einher damit gingen Mord und Totschlag. Und Syphilis. Das bekam selbst Gauguin zu spüren. Die Ratte wuselte plötzlich überall. In vielen europäischen Städten stellen heute die Magistrate Rattenfallen auf, mit denen dann Kinder spielen, und die Erwachsenen lächeln dabei.

Allenthalben überschlagen sich die Medien zurzeit mit Titeln wie Altersarmut, Grundsicherung im Alter, Rente ab irgendwann, Überalterung der Gesellschaften: Japan in Führung, Deutschland an zweiter Stelle, Arbeiten mit achtzig Jahren noch? Abriss. Nicht, dass der Mensch da dann nicht mehr könnte, er will und er muss mitunter, weil’s Geld nicht reicht.

Die Überalterungsgesellschaften verzehren ihre Generationen, manche betteln geradezu um Zuwanderung, die Deutschen sterben aus, hiess es mal im Spiegel. Das kann man vielleicht so sehen, die Frage lautet: Deutsche welcher Herkunft sterben aus? Die Deutschen türkischer, italienischer, griechischer Herkunft sterben bestimmt nicht aus. Also: keine Ängste, die Deutsche Nation wird weiter existieren und: die Haut- und Augenfarben werden dunkler werden. Das ist dann nicht mehr der Franz, der lebt, nicht der Schweinsteiger, eher schon der Özil und der Mustafa, der Giovanni und der Adonis. Und dann: wenn alle die Sprache Karls des Grossen perfekt beherrschen? Was ist dann? – Die Welt internationalisiert sich, nicht nur wirtschaftlich, vor allem kriegerisch. Tod den Waffen. Das wäre der Niedergang eines Industriezweiges!

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Auf dem Pfaff-Gelände sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen↓:

Möge jeder / jede zum Thema denken was er / sie will. Dieses Szenario verheisst nichts. Es ist lediglich eine Tatsachenfeststellung. Wir arrangieren uns damit. Lebenswert ist das nicht. 

Verantwortlich für den Inhalt nach § 55 Abs. 2 RStV: Franz Bellmann, H7, 24, 68159 Mannheim

 

Vincent Steiner

VINCENT STEINER

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(02.11.2016)

Es ist noch kein halbes Jahr her, da trafen sich Vincent Steiner, Thorsten und ich im Jungbusch im damaligen Atelier von Vincent. Die Werkstatt im Keller, eine Künstleransammlung in den Katakomben des letzten autonomen Viertels in Mannheim. Viele nennen es Quartier, vielmehr scheint das Areal Asyl.

Vincent hielt es nicht lange aus ohne Tageslicht, jetzt malt er mit einem Freund zusammen im Atelierhaus im Trafowerk. Beide teilen sich eine Werkstatt, so, wie es sich manche wünschen.

Also, die ersten 14 Bilder stammen noch aus dem Jahr 2014. Eine Art Startschuss.

Danach Aufnahmen, die bei einem Atelierbesuch am 08.03.2015 entstanden sind.

Jetzt haben sie Tageslicht; jetzt ist er glücklich mit seinem Tageslicht; und nicht zu wenig. Selbst zum Fotografieren weit weit lichtstärker als die tödliche Dunkelheit in den Tiefen der Kunst. Über die Zwangläufigkeit brauchen wir nicht zu diskutieren. Wer Entscheidungen trifft, will handeln. Es ist wie ein Sprung über eine Hürde, und dahinter droht ein Wassergraben voller Krokodile. Die Krokodile verpissten sich und Vincent ist nun da, wo er hinwollte. Ein riesengrosser Schritt. Es wollen und sollen die kleinen nicht in Vergessenheit geraten. Erfolgreiche Existenzsicherung wird zum Mass aller Dinge.

Seine erste gross angelegte Malaktion neueren Datums führte ihn zurück in heimische Gefilde: Lampertheim – Biedensand. Da ist er heimisch. Das ist sein Zuhause. In einigen Tagen findet die dazugehörige Ausstellung statt. Infos: Restaurant Waldschlöss’l in Lampertheim, am 21. März 2015 ist abends Eröffnung.

Steiner hat’s schwer, wie so viele nicht nur seiner Generation. Seine Ziele klar umrissen. Malen, malen und nochmal malen, bis es zur Unabhängigkeit führt. Da lässt sich eine Durststrecke nicht ausschliessen. Die Konkurrenz schläft nicht und tritt zudem in Massen auf. Malerei dominiert ja letztendlich das Kinderzimmer und meinetwegen: die, der Museumspädagogik.

Steiner ist, wie man so schön sagt, ungebunden und frei.

Er geht seinen Weg durch sein Atelier.

Das werden verdammt viele Kilometer werden …

http://www.morgenweb.de/region/sudhessen-morgen/lampertheim/naturschonheiten-in-ol-1.2138973

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Portugal – Algarve – Faro by Mat Plath – Part seven

Ich war heute in Faro. Leider sind die Kunstwerke in den alten Hallen am Hafen verschwunden. Ich bin dann Essen gegangen. Als Vorspeise gab es den leckeren Möhrensalat und als Hauptgericht Hähnchen Piripiri. Anschließend bin ich in das Industriegebiet und habe die alte Fabrik besucht, war bis ganz oben im Turm. Für die Altstadt hatte ich leider keine Zeit mehr. Gruß Mat.

Vom Untergang des Industriezeitalters

Die Industriebrache

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Nichts bleibt verschont. Der Verfall wohnt in der Materie, im Menschen …

Der Trost: Licht am Ende ...
Der Trost: Licht am Ende …

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Experimente dürfen sein

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Portugal – Algarve – Lagos by Mat Plath – Part four

Mat machte es uns heute unglaublich schwer: 200 Aufnahmen in der Hauptsache von Lagos und Umgebung waren zu sortieren; 56 wurden zu einem ersten Konvolut zusammengepackt. Davon werden ca. die Hälfte übrig bleiben, das sehen wir dann, wenn der Artikel über Lagos veröffentlicht wird. Das wird Zeit in Anspruch nehmen, das sind wir dieser hervorragenden Arbeit unseres Fotografen Matthias Plath schuldig. Auf unserem Blog wird vieles von ihm gezeigt, u. a. auch Bilder vom Mannheimer Hafen. Aber nun gut, wir sind in Portugal, da wollen wir doch mal sehen, was strategisch so abgeht.

Farben by Mat Plath
Farben by Mat Plath

Unsere Vorgehensweise ist mittlerweile bekannt: Themenbereiche spielen eine übergeordnete Rolle, ihr huldigen wir, das ist der Übersicht geschuldet und schafft unseres Erachtens Deutlichkeit. In allen bisherigen drei Berichten nahm die Flora der Küstenregion im Süden Portugals eine zentrale Stelle ein, dabei werden wir es belassen.

Flora – Wildwuchs und Verfall – Die Rückeroberung der Landschaft durch die wuchernde Natur

Flora – Zum Geniessen

Flora – die Landschaft

Verrottende städtisch-touristische Infrastruktur

Maroder Tourismus
Maroder Tourismus

Das findet der Reisende, auch Tourist genannt, wohl überall auf unserem Planeten. Gründe sind wohl Fehlspekulationen, Abschreibeprojekte, die niemanden wehtun: ausser der Natur, zusammenbrechende Staatsfinanzen, fehlende Steuereinnahmen, Nachlässigkeit von Planungsbehörden und so weiter und so fort.

Ressourcen-Verschwendung, aber es handelt sich doch nur um Stahlbeton, wird der eine einwenden. Und der andere stellt sich die Frage: ›Wie und wo wird er entsorgt?‹ ›Bei uns bleibt die Ruine einfach stehen‹ sagt sich nicht nur der Grieche, derlei Überbleibsel stehen zuhauf in der Welt herum! Bei Erteilung einer Baugenehmigung muss die Verantwortung für den Abriss – mit all seinen Kosten – inbegriffen sein, die Verantwortung liegt dann beim Bauherrn, Besitzer bzw. Investor. Da sind Rechtsanwälte gefragt!

Die spezielle Infrastruktur – das Elektro-Netz

Wandmalereien

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Lagos – der Hafen

Besonderheiten + Schluss

Anmerkung: Es wurden letztendlich 40 Bilder ausgesucht. 

 

Hambach – Schloss

Wem – heute – steht es an, über Freiheit zu denken. Den Unterdrückten gewiss. Sie besitzen sie nicht. Sie erkämpfen? Mit welchem Mut, mit welchen Waffen? Freiheitswille nicht nur für sich selbst! Für die Anderen? Für die Welt? Vietnam – wer kämpfte in Vietnam um Freiheit? Wer in Europa? Junker spielte dem Grosskapital in einer Rücksichtslosigkeit in die Hände, dass es an anderen Stellen an Money mangelt. Putin lebt seine Machtgelüste aus. Der Nahe Osten gebiert seinen endgültigen Untergang. Freiheit heute heisst: Zerschlagen! Töten! Willkür koppelt sich an ein Ideal. Die letzte Freiheit: Dritter Weltkrieg? Europa kennt siebzig Jahre Frieden und Demokratie. Stehen diese Errungenschaften nun zur Debatte? Gäbe es ein Medikament zur Bewahrung der Humanität, es müsste millionenfach produziert werden. Welcher pharmazeutische Weltmarktführer wäre dazu bereit?

Zum Thema existiert ein kleiner Abschnitt im Bericht über die Wegbereiter der Demokratie!

Und über Hambach? Sein Schloss? Hier ein paar Fotos⇓:

Besitzt dies nicht eine hellenistische Dimension?
Besitzt dies nicht eine hellenistische Dimension?
Ein Gitter nur zum Schein: Das Tor ist geöffnet...
Ein Gitter nur zum Schein: Das Tor ist geöffnet…
Freiheit gegen Bares
Freiheit gegen Bares

 

Wenn das so weitergeht, überleben von der Menschheit lediglich die Reichen und Begüterten; ihre Zahl ist vergleichsweise begrenzt. Wahrscheinlich flüchten sie rechtzeitig auf ’ne Insel oder ins Weltall, sind sie doch nicht nur Erdenbürger.

Sie begreifen sich als Eroberer von Welten ausserhalb unseres Vorstellungsvermögens.

Wer im Mittelalter ahnte schon das Gold Amerikas?

Im Kleinen erfreuen wir uns der Freiheit. Auf Schloss Hambach findet der aufmerksame Besucher unter einer Ranke von Efeu eine Tafel:

L U D W I G   B Ö R N E

1786 – 1837

EIN DEUTSCHER JUDE

EIN DEUTSCHER EMIGRANT

EIN DEUTSCHER PATRIOT

WEGBEREITER DER DEUTSCH-FRANZÖSISCHEN VERSTÄNDIGUNG

»ICH HABE WENIG ZEIT EUROPA WARTET AUF MICH.«

AUF EINLADUNG VON JOHANN GEORG WIRTH

E H R E N G A S T

AUF DEM HAMBACHER FEST  1832

   

EDGAR LANDHERR

NEU!!!⇒AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG IN DER BUSCHGALERIE IN MANNHEIM AM DO., 23.04.2015, 19:00 UHR

ATELIER IN HALLE 6: DER EINFACHSTE WEG EINES KÜNSTLERPORTRÄTS: IST EIN FOTO VON IHM. Da kam mir Edgar in der Linie 4 wie gerufen; und umgekehrt wohl genauso. Er wollte in sein Atelier in der St. Ingberter Str. 6 in Ludwigshafen, ich nach Mosbach frische Luft schnappen. So fuhren wir gemeinsam am Mannheimer Hauptbahnhof vorbei nach Oggersheim (RHB Wollstrasse), fünf Minuten Fussweg zu des Malers Heiligtum. Er und seine Frau treffen gerade Reisevorbereitungen für einen 3-wöchigen Trip nach Mexiko. Wovon wir uns ein paar Bilder erhoffen: quasi einen Reisebericht. Beim Maler und Objektkünstler machten wir zu Beginn einen Rundgang durch die Arbeits- und Ausstellungsräume, ein Überblick kann ja nicht von Nachteil sein!

Hier für Interessierte einige Infos: www.landherr.de, E-Mail: info@landherr.de, mobil: +49 (0) 179-7533554 usw., Edgar ist natürlich ebenfalls in den sozialen Medien vertreten.

Dazu nun die eingangs versprochenen Porträtaufnahmen↓:

Einfach anklicken und die Bilder in der Vergrösserung betrachten!

Heute malt Edgar, wie er selbst sagt, um zu lernen, einst lernte er das Malen. Heute liegt seine Bedeutung in den Sektoren der Malerei internationaler Spitzenkunst. Geschätzte 50 und mehr Einzel- und Gruppenausstellungen gestaltete der 1945 in Mannheim geborene Selfmademan; sein Weg ist legendär. Einfach mal kontaktieren, Edgar ist weltoffen und gesprächsbereit!

Wir möchten klaro einen Blick ins Atelier in Halle 06 und damit auf die Werke von Edgar werfen, so schwierig das sich auch anliess, ich glaube, mein Fotoapparat funktionierte doch einigermassen.

Impressionen können informieren↓:

Der Weg der Lemminge?↓: 

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Was will der Künstler uns damit sagen↓:

Besitzt dieses Edgar Landherr Werk nicht Lyonel Feininger Qualität?
Besitzt dieses Edgar Landherr Werk nicht Lyonel Feininger Qualität?

 

Woher kommt er nur? Kennt er sich? Weiss er wohin er geht?
Woher kommt er nur? Kennt er sich? Weiss er wohin er geht?

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Aus der Zeit gefallen… Aus dem Mittelalter über die Neuzeit in unsere Zukunft: Edgar Landherr!

Ende aller Überlegungen, ©® Franz Bellmann

Dalberg – die Mannheimer U-Bahn-Station der Linie 2

Eine Strassenbahn im Untergrund geht ihren Weg. Den einer städtischen Verwahrlosung. Den Weg der Borelli-Grotte. Wir nehmen Bezug und zitieren auszugsweise einen Kommentar dieser Seite vom 24.11.2014: … »Schon damals gab’s einen schönen Leserbrief im Mannheimer Morgen. Ein Leser forderte die Stadt Mannheim auf, die Grotte mit Beton aufzufüllen. Ach, hätten sie das nur gemacht.«

Eben das wäre für die Haltestelle der Strassenbahnlinie 2 wünschenswert, die eigentliche Fussgängerunterführung freute sich auf ein Betongrab. Die Querung des Luisenrings durch Fussgänger findet eh zu 99% oberirdisch statt, da die Zugänge zur Unterführung örtlich betrachtet einer Fehlplanung gleichkommen. Die Nutzung bezieht sich fast ausschliesslich auf den Strassenbahnverkehr. Die Haltestellen MVV-Hochhaus und Rheinstrasse wären lässig erreichbar.

Zur Information ein Schriftverkehr:

Liebe Freunde der Verkehrssicherheit,

hier ein paar Aufnahmen zu den Realitäten der Mannheimer Haltestelle Dalbergstrasse (vordringlich Richtung Neckarstadt). Nicht nur, dass es oft streng riecht, es ist für bestimmte Verkehrsteilnehmer in den Katakomben auch äußerst lebensgefährlich. Hier die Bilder vom 29.12.2014 und 05.01.2015:

Bei dieser offiziellen Info: VORSICHT kriegt man ja glatt ’nen Hashi! Auf diese perfide Art will man sich wohl aus der Verantwortung schleichen! Wie sieht es eigentlich darüber aus? Halten demnächst Schwerlaster in der U-Bahn?

Zur geflissentlichen Erheiterung ebenfalls einige Bilder von der U-Bahn-Station:

Lesenswert: http://franzbellmann.de/?p=16564

Zwei Zuschriften zum Thema:

Guten Morgen Franz, ich hoffe, du bist gut im Neuen Jahr angekommen. Alles Gute für die Zukunft wünscht dir Michael. Danke für deine Dokumentation zur Unterführung Dalbergstraße.

Abgestellter Polizeinotruf
Abgestellter Polizeinotruf

Die Situation in der Unterführung war auch Gegenstand von Vor-Ort-Begehungen im Rahmen des Sicherheitsdialogs Jungbusch. Uns wurden Zusagen gemacht, den Zustand der Unterführung verbessern zu wollen, beginnend damit, dass Notrufmöglichkeiten wieder installiert werden bzw. durch den Einbau eines Repeaters alle Mobiltelefone funktionieren.

In diesem Zusammenhang sollen auch Verbesserungen des allgemeinen Zustandes herbeigeführt werden. Stadt und RNV sind dazu – wie uns mitgeteilt wurde – in letzten Abstimmungen.

Vor diesem Hintergrund kommen deinen Fotos gerade zur rechten Zeit, um nochmals einige Details mit in den Blick zu nehmen. Insbesondere deine Fotos mit den verrosteten Eisenteilen sind für mich neu.

Ich habe deshalb die Fotos auch über meinen Verteiler zum Fachbereich Sicherheut und Ordnung weiter geleitet.

Beste Grüße und Danke

Michael

Lieber Herr Bellmann,

trotz maroder Bauelemente ein schönes Neues Jahr für Sie!

Ich hab mich in der Haltestelle immer gegrault, jetzt sag ich mir: weiträumig umgehen! Lieber zu Fuß nen oberirdischen Marsch als da unten aus- oder einsteigen. War ne tolle Idee, das auch an die Zeitung und die Stadt zu mailen. Hoffentlich machen die das überhaupt auf.

Viele liebe Grüße

Christel

Mannheimer Beleuchtungswoche

Da kann einen schwummrig werden in der Mannheimer Fussgängerzone. So was von Beleuchtungskörper-Design. Die einen kaputt, die anderen ersetzt und fast alle verdreckt. Das steht einer Monopolstadt schlecht zu Gesicht. Die Schaufenster der Konsumtempel lassen die offizielle Stadterhellung alt aussehen. Wir haben ein paar Beispiele fotografiert: Es ist ein Jammertal!

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Sind da neue Lampen im Gespräch?

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Oder bleibt es bei den momentanen Gegebenheiten?

Hier noch zwei Zutaten (09.01.2015):

Bis zur nächsten Erleuchtung …