B A R G T E H E I D E

Bargteheide / Tremsbüttel / Ahrensburg / Timmendorfer Strand / u.v.m. …

Für einen Urlaub der Sonderklasse im Nordischen bedarf es pflegeleichter  verwandtschaftlicher Beziehungen. Nicht dass es irgendwelche unnötige Streitigkeit gibt. Da bot sich doch prompt Bargteheide an.

Ankunft in Hamburg, die Sonnen lachen  😉 😍 😊 :

Ein bisschen warten, rumlaufen, Zigarette, fotografieren, eine Stunde Wartezeit auf den Anschluss nach Bargteheide! 5.20 €! Der ICE nahm lediglich 29.- € für die Strecke von Mannheim nach Hamburg! Egal – das nennt sich bundesrepublikanische Preispolitik.

Fröhlicher Empfang am Zielbahnhof, Eddy ist da: zusammen mit Hausherrin und Nachwuchs im Kinderwagen. In Bargteheide sind die Wege kurz. Kaffee im Haus. Unterbringung in der zweiten Etage, Dachgeschoss – sehr gemütlich, ein Raum für verwandtschaftliche Gäste, ein paar Quadratmeter Spielfläche für den Jungen, Bücherregale, Büroablage, zwei Betten und was der Besucher so braucht. Abendessen, Gespräche, Hundespaziergang zu fünft, bettlägerig.

Ortsbesichtigung per Rad. Die Stadt ist begütert, schuldenfrei. Das sieht man an den Häusern und den vielen gepflegten Pkw. Auch das Radwegenetz ist gut in Schuss. Einige Bilder vom Ort:

Mein Lieblingshaus⇑

Prächtige Schillerlocken⇑

Kunst am Bau existiert hier wie überall auf der Welt:

Und Häuser, wie gesagt:

Wir machen einen Ausflug: Tremsbüttel 

(Im Netz dazu die notwendigen Infos)

Und wir machen einen weiteren Ausflug: Ahrensburg

(Im Netz dazu die notwendigen Infos)

Und einen dritten: Timmendorfer Strand

(Im Netz dazu die notwendigen Infos)

Dazu die reichlichen Wanderungen:

EDDY

In Bad Oldesloe: Ein Abstecher mit dem Bus und der Bahn:⇓ 

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Nächstes Jahr schreiben wir weiter!!!

Alfons und Kumlinde

22.09.2022, 22.22 Uhr

Ich, Alfons gestern bei Kumlinde in H. angekommen. Angereist.

Vorhaben: ein Engagement im Haushüten. Na ja, gießen und so, wie schon immer bei solchen Anlässen, was sonst. Kumlinde geht wandern. Bad Sowieso. Spitzen erklimmen mit Führer. Zwei Wochen Zweisamkeit mit Führer. Immerhin fürs Hüten: Kost und Logis für mich frei. Und Reisekostenerstattung, billiger geht’s nicht. Dazu das Angebot eines herrlich sprießenden Naturgarten mit angrenzenden Gemüsebeeten, Rückzugsecken zum Schreiben, Ruhe, Stille, keine nervigen Nachbarn, Häuser überall, Schlafstadt, urlaubsbedingte Abwesenheit: Einbruchszeit. Weswegen der Haushüter – Alfons, ich – eine kostenlose Erholungszeit mitten dichter Wälder verbringt. Ca. zwei Wochen. Radnutzung inclusive, funktionstüchtig! Prima.

Heute morgen hat sie die Flatter gemacht und Alfons bleibt zurück in der meist menschenleeren Umgebung. Kumlinde sucht ihre Wege, steile Wanderwege. Bin neugierig wie lange sie das durchhält. Läuft sie sich Blasen? Stürzt sie ab? Wird sie in Gottes freier Natur geliebt, gibt sie sich ihrem Führer hin? Hat sie Heftpflaster mitgenommen? Kondome zur Vorbeugung, keine Sexualkrankheiten bitte. Sie wird sehen, wo sie bleibt.

Bei Alfons kehrt Ruhe ein, nicht nur äußerlich. Für Alfons’ Empfinden herrscht eine höllische Hitze. In der Hauptsache während der Mittags- und Nachmittagszeit. Da zieht sich A. ins Haus zurück und macht so seine Spaziergänge im Schatten der abgedunkelten Räume und relativer Kühle, der Ventilator rotiert. Und Kumlinde muss wandern, mit zwanzig Kilo auf dem Rücken, A. fällt bereits bei dem Gedanken an die Strapazen in Ohnmacht, aber sie, sie will sehen: zu was sie noch fähig ist. Viel Glück und gesunde Wiederkehr. A. gibt sich der Siesta hin.

Schlafen, schlafen, heute schon dreimal geschlafen. Erholung pur, Stille, nach dem Ausschlafen Kaffee mit Schokoladen-Kekse, Zahnschmerzen.

Kumlinde dachte weit voraus, jedoch an A.’s unstillbaren Appetit, Hunger und Fresslust nicht. Was ist zu tun in dieser brüllenden Hitze und regenlosen Zeit? Die Natur lieben, die Pflanzen gießen, früh morgens und spät am Abend, regelmäßig, nicht dass sich ein Donnerwetter einstellt. Manchmal ernten: Basilikum. Mitten in der wilden Wiese wächst ein Termitenhügel heran – ja das wär’s, wenn es sich nicht um Ameisen handelte.

A. kaum einen Tag bei Kumlinde und A. langweilig sich deftig. Manchmal laufen Gießkannen voll. Blubbernde Wassergeräusche, durstige, trockene Erde. Niemand da. Ein Motor röhrt vorbei. Plötzlich fremdländische Sprachfetzen aus Nachbars Garten, Telefongespräche mit dem Kaiser von China.

Die Terrasse, wo A. sitzt, wird zur Beobachtungsstation: Schmetterlinge, Bienen, Wespen, Hornissen, Jungvögel, Spinnen, keine Mücken. Deutschlands demokratisch freies Zwergenland. Gartenzwergen-Land. Wer ist Rudi? Ein Anruf für Kumlinde. Das Lavendel wird oft angeflogen! Ein Nachbar schräg gegenüber versteckt hinter dem ganzen Gebüsch und Grünzeugs, befindet sich auf Augenhöhe: Gegenseitige Beobachtung. Zwei verliebte Tauben hoch am Himmel. Ein Kondensstreifen. Und ein Urschrei für die Stille. Ein Köter kläfft.

Tags darauf den lieben Garten – Kumlindes Ein und Alles – versorgt, 30 min, ab 6:00 Uhr. Unkraut gejätet.

Erste Erkundungen mit dem Rad. Zur modernen Jugendherberge; sieht aus wie ein Hotel ersten Ranges. Waldweg aufgenommen. Durch den Forst gekurvt, Kneippkur an einem Rinnsal. Zurück zur Veilchenstrasse. Frühstück. Danach wandern? Keine Lust: zu heiß! Schlafen.

21: 00 Uhr: Garten komplett mit H2O volllaufen lassen. Kein Mangel feststellbar, gut gewässert! Morgen früh kann man es mal sein lassen. A. will ins Dorf runter zum Einkaufen. Bäcker, Metzger und so. Sich im Kaff umschauen, fotografieren und mit den Leuten babbeln. Herum radeln und Eindrücke und Erkenntnisse sammeln.

Heute den ganzen Tag verpennt: Magen-Darm-Geschichte. A. verträgt Kumlindes Kost nicht. Die Kürbisse lassen die Blätter hängen: ein Schwall Wasser hilft für die Auferstehung. Abendstimmung. Die Chinesen nebenan sind lustig, der Kaiser kündigte seinen Besuch an. Die Rollläden gehen.

A. wieder sechs Stunden in der Wohnung. Sommerhitze, 35°C, gegen Mittag von einer morgendlichen Rundreise zurück. Abgekämpft, ausgelaugt.

Um 7:30 Uhr im Kaff – Bäcker, Metzger. Dampfnudel, Brot, Salami, Krakauer mit Kümmel, Fleischkäse. Zurück den Hügel hoch, schnell noch ein Frühstück. Vorbereitungen als ginge es zur Zugspitze. Über Trampelpfad zur Jugendherberge. Die Landstrasse lang bis zum nächsten Abzweig. Keiner hält, so unmißverständlich meine Zeichen auch sein mögen. Kurz vor dem Ziel werde ich aufgegriffen, keine zwei Kilometer mehr. Kurzes Gespräch mit dem Fahrer, rein in die Karre, raus aus der Karre. Am Leinbach entlang zurück ins Haus, vier Stunden Fußmarsch. Hunger, müde, essen, schlafen, essen, pennen, 18:00 Uhr.

Zwei Tage darauf: A. stirbt vor Müdigkeit. Hunger nagt. Magen und Darm noch mehr verstimmt; die letzten beiden Tage auf das Äußerste. Am dritten Tag legte sich die Notdurft und das Gehetze zur Toilette war vorbei. Manchmal will A. ne Zigarette rauchen.

Blitz und Donner, ein Gewitter ohne Nass. Ein Schauer wäre nicht schlecht gewesen, hätte A. sich doch die nervige Gießerei sparen können. 09:00 Uhr: endlich ausgiebiger Regen. Wie fast immer, so heute: Zeitvertreib durch Kochen, viel trinken, schlafen, Nutz- und Wertlosigkeiten. Guten Appetit. Schaue den jetzt immer stärker werdenden Regengüssen zu, reichlich Bewässerung, alles grünt.

Morgen fährt A. nach Rock …

A. fährt nicht nach Rock … Er trampt zum Kaiser nach Lautern, nein, er nimmt das Rad wie vor Urzeiten alle Chinesen. Ja, A. besuchte den Kaiser in Lautern am Vormittag, kam ihm vor wie in Knielingen, einem Ortsteil von Karlsruhe.

A. radelt einkaufen. Für Samstag bei Roller in T.-moschel angekündigt. Per Teletext. A. auf der Terrasse hat die Notizen neben sich gelegt – vielleicht passiert ja was oder es fällt ihm etwas ein, so mal mit dem Kaiser von Lautern weiter plaudern bis in die späte Nacht hinein …

A. langweilt sich bis zum Erbrechen. Aber morgen T.-moschel. In der Pfalz läßt sich doch gut trampen, positive Erlebnisse der letzten Touren, eine neue Entdeckung. Mal gucken, was die Fahrt nach T.-moschel bringt. Die Strecke ist ätzend: Fischbach, Enkelbach, Mannweiler, Langmeiler, Windweiler, Schweizweiler, Innweiler, Dörrenbach, Dörrenmoschel, T.-moschel!!! Fast alle Ortsnamen wurden von fremder Nation gehackt! Die Russen, die Chinesen?

Nach dem Tripp nach T.-moschel befindet sich A. wieder in der Villa. Er verbringt den Tag zuhause bei Elementarteilchen.

Fünf Tage später taucht Kumlinde wieder auf: strahlend vor Glück und braungebrannt.

Wie mag es ihr ergangen sein, keiner weiß es, nur sie, ihr Bergführer und die Welt da draußen.

Deutschland

Ein Gedicht: ‚Todesfuge‘ von Paul Celan

Eine Performance:

SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC Todesfuge im Keller

 

Fotos Matthias Plath

Performance Franz Bellmann

Wege scheinen frei. Woher Du kommst, wohin Du gehst, Du marschierst, Du ruderst von einem Land ins andere. Zäune halten Dich und Deine Kinder nicht auf. Es gibt Umwege. In Kälte und Eis. In politischer Kälte und Eis. Durch Flüsse und Ströme. Durch Wind und Wellen. Durch Schicksal und Tod. Deine Liebsten: ertrunken. Deine Liebsten: gehängt. Deine Liebsten: gemeuchelt. Deine Liebsten in Sicherheit und Freiheit. Du stirbst aus Verzweiflung: Deine Liebsten unerreichbar in Sicherheit und Freiheit. Stellt Dir vor, wir Deutschen müssten flüchten – nach Russland – weil die von XXX befehligten Truppen nach der wunderschönen Pfalz einmarschierten …


Unser Thema Armut, Hunger, ausgestoßen verfolgen wir nach wie vor und zeigen dies anhand von Bildern, wie sie uns zufällig begegnen. Im Anhang Verweise zum Thema.

Bericht¹

Bericht²

Tauber / Altmühl / Donau (Teil 3 von 3)

Eine Radtour von Wertheim nach Ingolstadt

Die Wege und Strecken von Wertheim nach Kelheim hatten es in sich. Summa summarum 350 km entlang zweier beschaulicher Bäche, entlang durch weltbekannte Ortschaften, – Rothenburg ob der Tauber, um nur eine zu nennen, überlaufen von aus- und inländischen Touristen – entlang prächtiger Motive für den Fotografen, dem das Abseitige und Alternative gelegener ist als immer wieder Kirchtürme, Fachwerk, Burgen und Schlösser; die Welt in beiden Tälern sieht oft anders aus wie in Werbeheften und Faltplänen beschrieben, abgelichtet und dokumentiert, sie zeigt Leben und Fakten, Existenzen und Wahrheiten, welche man finden kann, wenn man nur schaut und schaut und schaut!

In Kelheim war der städtische Info-Point angesagt und sonst nichts: Schifffahrtszeiten im Donautal Richtung Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg! Beste Information, kurze detailreiche Beratung und ab zur Kasse an der Anlegestelle, 15:00 Uhr, gerade noch geschafft – 8,50 € für Mann und Rad. Dauer der Fahrt: 45 min, so das Stakkato – so die Eile! Nix wie weg!

Von Kelheim bleiben zwei Fotos, jeweils vom Strom aus aufgenommen, das erste bebildert die Befreiungshalle Kelheim, das zweite die Franziskaner- und Michelskirche.

Zitat laut Bayrischer Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zur Befreiungshalle: „Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813-1815 wurde von Friedrich Gärtner in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen begonnen und 1863 von Leo von Klenze nach geänderten Plänen vollendet.“



Der Ausflugskahn brechend voll, die Gäste frohester Stimmung: das Schiff legt ab zur Reise durch eine der spektakulärsten Passagen, die die Donau in Deutschland zu bieten hat. Von der Quelle, Passau usw. mal abgesehen. 

Kurz nach Beginn der Kreuzschifffahrt
Erste Felsen (aus Kalkstein) tauchen auf
Blick zurück auf die Befreiungshalle
Der Donaudurchbruch bei Weltenburg ist Naturschutzgebiet und Geotop
Die sog. Weltenburger Enge

Aus dem Reich der Fabel: die drei (feindlichen) Brüder
Kurz vor der Ankunft
Das ist nicht der Colorado-River …
Gott sei Dank … wieder an Land

Ein letztes Mal Übernachtung (5). In Neustadt an der Donau. Keiner bot die kostengünstigste Möglichkeit, nicht mal im Rathaus weiß man Bescheid. Erst in einer Hotellerie, wo ich 41.- € hätte berappen müssen, verwies man mich an einen ‚Konkurrenten‘: In einer kleinen Pension mit Zimmern, Apartments und Ferienwohnungen, der Pension Werle (25.- € ohne Frühstück), kam ich unter. Wäsche waschen war angesagt (kostenlos), bis zum Morgen der Weiterreise nach Ingolstadt über Vohburg an der Donau war sie noch feucht. Egal, auf dem Lenker im Fahrtwind trocknete alles so nach und nach recht schnell!

Die letzten geschossenen Aufnahmen stammen aus der Gegend um Vohburg: Wasserkraftwerk, Industrieanlagen und der schönen Donau:⇓

Das Laufwasserkraftwerk bei Vohburg
Ein Teil des Kraftwerks (seit 1992) mit Radwanderweg

Kraftwerksimpressionen zwischen Vohburg und Ingolstadt – vielleicht besser Ingoldstadt – Automobilindustrie!

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Ein verabschiedender Augenblick zur Donau:⇓


Das Ende der Dienstreise besiegelte eine schmerzhafte Furunkulose, na wo wohl? Auf weiteres Radeln musste leider verzichtet werden, in Ingolstadt fährt die Bahn über Würzburg und Osterburken nach Mannheim.


Die Digitalisierung einer sechstägigen analogen Radreise geht zu Ende. Die mächtigen Firmen des Internets werden sich nun darüber hermachen mit ihren Algorithmen und Fachleuten und nichts bleibt mehr eindeutig wie eine ungeheuerere Anstrengung, alles verwischt in Strömen und Kanälen elektronischen Wissens. Wo befindet sich jenes Bild, jener Passus, jene Beschreibung … Im Netz, wie man sagt … Irgendwo …

Bis zur nächsten alternativen Radtour nächstes Jahr von Wissembourg nach Basel …

Tauber / Altmühl / Donau (Teil 2 von 3)

Eine Radtour von Wertheim nach Ingolstadt

Knapp hinter Rothenburg ob der Tauber gilt es die Frankenhöhe zu überwinden, das bereitet vielen Radlern keine Freude. Irgendwo nordöstlich davon entspringt die Altmühl. Während die Tauber zum Main hin entwässert, sucht sich die Altmühl ihren Weg zur Donau nach Kelheim ( Wegstrecke für Radkundige ca. 250 km, mit Tauber-Tal Σ 350 km). That’s it!



Okay, über Neusitz, Umweg Geslau, Windelsbach und Colmberg nach Leutershausen! Zur 2. Übernachtung! Im Volksbad zu Leutershausen!

Im Freibad der Gemeinde darf sich der Wanderer über eine kostenlose Unterkunft für eine Nacht freuen. Mit Bad in der Altmühl, Dusche und WC-Benutzung, das Bier die Flasche kostet zwei Euro! Um neun Uhr abends wird abgeschlossen, um sieben Uhr morgens darf man die überdachte Schlafgelegenheit so sauber wie angetroffen wieder verlassen. Betreut wird das Anwesen von einem ehrenamtlich geführten Verein, der auch Investitionen zum Ausbau und Erhalt tätigt!⇓




Das ist nicht alles, was der Ort zu bieten hat. Ein Flugpionier der ersten Stunde stammt aus Leutershausen, sein Name Gustav Weißkopf!⇓


Für Neugierige etwas Leutershausen:⇓






Wir verlassen unseren paradiesischen Schlafplatz und radeln weiter nach Herrieden, wo sich unterwegs ständig fotografische Motive entdecken lassen, die zum Anhalten zwingen:⇓








In Ornbau war Verpflegung angesagt. Von dort ist es nicht weit zum Altmühlsee:⇓


Es gäbe so vieles zu fotografieren, doch die Batterie ist all, wir steuern Gunzenhausen an, wo sich das Café LebensKunst befindet. Da wurde sie aufgeladen! Den lieben Damen von hier aus ein herzliches Dankeschön, sie gönnten mir zusätzlich ein mittägliches Nickerchen (zwei Stunden) auf einer Eckbank in einem Nebenzimmer des Restaurants, sodaß ich wieder zu Kräften kam!


Strotzend vor Kraft und Energie kann man dann bis nach Graben kurz vor Treuchtlingen kurven. Dort befindet sich eine weitere Übernachtungsmöglichkeit (Nr. 3) auf einem Fussballplatz!

Zwischendurch ein Porträt eines freizügigen Spenders – Wasser!⇓




Im Stadion gibt es Kunst zu bestaunen:⇓


Anderntags über Treuchtlingen nach Dietfurt. In Treuchtlingen ein weiteres Café der Lebenskunst, es sind insgesamt drei an verschiedenen Orten, eine tolle Einrichtung!⇓


Schloss Treuchtlingen:⇓



Eine landschaftliche Rarität sieht der Wanderer östlich von Solnhofen: die Felsen der ‚Zwölf Apostel‘. Wie auf einer Hinweistafel am Radwanderweg zu lesen ist, handelt es sich um die Überreste eines tropischen Riffs aus der Jurazeit (vor 150 Millionen Jahren). Das Gestein der Riffe hielt, da hart genug, über die Zeit und ist heute eine geologische Sensation!



Bei Markt Mörnsheim ist ein lebenslustiger Unternehmer an der Altmühl stationiert, er führt einen Kanuverleih. Und Zigaretten besitzt er ebenso!


Am Ortsrand von Breitenfurt befindet sich ein Schwimmbad, Eintritt 2,40 €, sehr gepflegt, mit riesiger Liegewiese, keine Übernachtungsgelegenheit. Jedoch: es lässt sich sich prima waschen und schwimmen.

Kurz vor Breitenfurt folgende Aufnahme:⇓


EICHSTÄTT: die katholische Universitätsstadt! Als Info-Show:⇓

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Kurz vor Arnsberg grüsst der liebe Herrgott:⇓


Und wir machen uns auf nach Kipfenberg, wo der vierte Schlafplatz beim VfB wartet. Der Abend im Stadion gestaltete sich äusserst kurzweilig, ein BMX-ler, was Bicycle Motocross bedeutet, befand sich, wie auch die Mannschaft des VfB, im Training. Dazu eine Porträtaufnahme von Felix:⇓


Beilngries zeigt sich nicht nur vom Namen her so richtig bayrisch. Mit Flurer- und Roßturm und angrenzenden Gebäuden eine Augenweide! Der Flurerturm war die Dienstwohnung eines Fluraufsehers, der Roßturm diejenige eines städtischen Pferdehirten:⇓


Ein paar Kilometer hinter Beilngries bei Kottingwörth hilft Anton ausführlich und detailreich weiter, er verweigert sich nicht der Fotografie:⇓


Es ist nicht mehr weit bis man zur Schleuse 12 des Ludwig-Donau-Main-Kanals (LDM) kommt. Die folgenden Bilder wurden kurz vor Riedenburg aufgenommen. Und Kelheim liegt vor der Haustür! ⇓




Das vorläufige Ende einer Alternativreise, wir sind in Kelheim, ab dort fahren wir mit dem Schiff die Donau aufwärts zur Engstelle vor Weltenburg, ⇒Teil 3 von 3! 

©Franz Bellmann

Wir bedanken uns beim Franken-Tourismus Bayern für die Broschüre Tauber Altmühl Radweg vom Main zur Donau!

Tauber / Altmühl / Donau (Teil 1 von 3)

Eine Radtour von Wertheim nach Ingolstadt

Der Länge der Tour mit dem Fahrrad entsprechend und den geografischen Gegebenheiten zwischen Wertheim und Ingolstadt wird Umfang halber ein Dreiteiler veröffentlicht. Bezug jeweils die Radwege Tauber- und Altmühl-Tal, sowie ein dritter Teil mit Donau-Durchbruch zwischen Kelheim und Abtei St. Georg in Weltenburg.

Der Weg nach Wertheim dauert, die Bahn benötigt mit zwei Umstiegen etwa 3½ Stunden, dann ist von Mannheim nichts mehr zu sehen. Die Begrüßung in Wertheim lautstark mit dem kreuzlangweiligen Karnevalslied ‚Humba Täterä‘ und jeder Menge trinkfreudiger Touristen. Da kann der erholungssüchtige Radler nur flüchten, trotzdem drei Erinnerungsfotos aus besagter Stadt:⇓




Die meisten Urlauber, egal ob mit Auto, Bahn oder sonst was angereist, suchen das Bad in der Menge, Verköstigung und den zungenlösenden Alkohol! Nach einer Stippvisite erfreut sich der Radwanderer deutlich stillerer Wege, die Masse der Besucher ballt sich zu den Stadtfesten in den jeweiligen Orten: ein Überangebot? Da hofft einer auf das Gelb von Sonnenblumen und erhält es reichlich:⇓


In Bronnbach die absolute Abgeschiedenheit! Die Klosterverwaltung offeriert reichlich viele Sonderveranstaltungen für Musik und Kunst. Und Besinnlichkeit:⇓


Das Radeln entlang dem Flüsschen Tauber hat es in sich: Doch die meisten strampeln mit Elektro-Unterstützung, da werden die immer wieder auftauchenden Steigungen problemlos bewältigt. Andere ‚pfeifen dann aus dem letzten Lungenloch‘. An der Altmühl wird es flacher, doch da kommt zuvor irgendwann die Frankenhöhe … Nun, von Bronnbach erstmal nach Tauberbischofsheim:⇓





Lauda⇓


Bei Königshofen, einem Ortsteil von Lauda⇓


Ca. 3 km von Bad Mergentheim (Heilquelle) findet der alternative Radwanderer auf dem Fussballplatz von Igersheim ideale Unterkunft: eine weit ausladende Tribüne als Schutz vor Wind und Regenwetter. Das auskragende Vordach besitzt eine Fläche von fast 50 qm, darunter ein sauberes Liegeareal und drumherum eine total grüne Umgebung. Da darf der Fahrer seine Isolationsmatte und seinen Schlafsack ausbreiten zur ungestörten Nachtruhe. Die Fahrradroute führt dran vorbei, jedoch spät am Abend und nachts herrscht absolute Ruhe, ausgenommen Blitz und Donner und das Prasseln der Regentropfen auf dem Dach! Wir befinden uns 50 km von Wertheim entfernt.

Ein Katzensprung ⇒ Weikersheim mit Schloss und Skulpturen-Ausstellung:⇓




Die etwas andere Idylle:⇓


In Archshofen wird der im Gegensatz zum Herkömmlichen stehende Radtourist von einer plauderfreudigen Familie gerne zu einem Bier eingeladen, eine willkommene Abwechslung für alle Beteiligten:⇓


In Rothenburg ob der Tauber schließt der erste Teil des Berichts bevor es die Frankenhöhe hinauf zur Altmühl geht, zum Abschluss eine kleine Impression:⇓


©Franz Bellmann

Bad Wimpfen: Gott ist blau

BAD  WIMPFEN


Bitte, wir glauben nicht an Gott, sind wir doch bereits mit vierzehn aus der Kath. Kirche ausgetreten: Wie man unschwer sieht nicht wegen der Kirchensteuer. Wir machen Glauben nicht am Geld fest. Und keinesfalls an Institutionen. Da muss schon mehr kommen. Der Allmächtige könnte ja die Farbe Blau sein, da wäre Gott ja blau. Blau in seiner reinsten Form: himmelblau: eben. Das göttlichste Blau aller Blaus.


Das reinste Bad Wimpfener Blau

Gott sorgte heute für wolkenlosen Himmel, seine Schäflein bekamen ihr Futter im Stall, bei 30°C und mehr und mit dieser Wolle tut räumliche Kühlung gut: Klimaanlage als Fürsorge. Doch die Kirchen sind leer, weil geschlossen, das gefiel einer den Neckar langradelnden Reisegruppe nicht sehr. Gott rief ihnen zu: »Freuet Euch des Wetters, des Blaus! Kehrt ein, speiset und trinkt und freut Euch des Blaus in Friedfertigkeit!« Und … sie zogen frustriert von dannen …

Himmlischer kann Blau nicht sein!

Evangelische Kirchengemeinde

DER BLAUE TURM

Ein paar Aufnahmen ohne Kommentar …

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Ein kurzer Blick ins Neckartal

Mit Offenau, einem idyllischen Örtchen

Bad Wimpfen geriet in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts für viele – meist Touristen – zum Sehnsuchtsort, das ist über die Jahre verstärkt auch heute noch so, z. B. beim Weihnachtsmarkt! Man muss ja nicht zu sog. Events anreisen, ein schnöder Donnerstag reicht aus für ein Bad in kleiner überschaubarer Menschenmenge.

Kirchturm der Kath. Pfarrkirche Hl. Kreuz, ehemals Klosterkirche der Dominikaner aus dem 13. Jahrhundert

In einigen Strassen Bad Wimpfens zeigt sich die Liebe der Einwohner zur Farbe Blau:⇓

Gestaltung einer Hausfront auf dem Weg durch das Burgviertel zum Blauen Turm (Bergfried)

Im Pausen- und Freizeitgelände des Hohenstaufen-Gymnasiums findet der neugierige Besucher einen kleinen, aber sehr dezenten Hinweis zur Geschichte Deutschlands:⇓


Was wäre ein Bericht über einen mittelalterlichen Ort wie BAD WIMPFEN ohne einen fotografischen Blick auf Fachwerk und Architektur, so kurz er auch sein mag!⇓

  

Bildrechte F. B. bzw. DieRedaktion – Fortsetzung ⇒

Im Mannheimer Bannes: Update Juli 2017

04.07.2017 Ergänzungen: vom letzten Spaziergang auf der Reiß-Insel



Wir schreiben das Jahr 2014; Ende Juli. 

Gut zehn Monate sind ins Land gegangen seit der Erstveröffentlichung; der Rhein steht hoch zurzeit und der Rundweg auf der Reißinsel ist vom Wasser blockiert; jetzt gibt es neue Bilder als Ergänzung⇓:


Jahrzehnte brauchte es und die letzten noch übrig gebliebenen Bannwälder der Region wurden derweil geopfert: für eine Südtangente in KA, für Fischerei in Daxlanden; es bedurfte der Einsicht, dem Verständnis, dem Nachgeben. Kein Einschlag mehr. Wurde doch alles abgeholzt im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte. Und der Rhein begradigt. Jetzt wird das Überbleibsel dem Verfall überlassen. Dem Borkenkäfer, irden Fröschen, den Schnecken, den Überschwemmungen. Und der Wiederauferstehung im Restbiotop.

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Wenn der neugierige Besucher Glück hat, dann zeigt sich ihm ein kleines Paradies: Aus Zeiten, die längst passé sind und mit Gewähr nie mehr wiederkehren. Mit ein wenig Ortskenntnis öffnet sich eine Tür zur Vergangenheit, bewahrt von Projekten, die nur noch in die Zukunft schauen möchten.

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Oben: Eingang zur sogenannten Reißinsel. Wie soll es weitergehen?


Nehmen wir die Frage wörtlich! WIR gehen den Karl-Reiß-Weg lang!

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Der Bannes wird von den Forstverwaltungen als ›Urwald von morgen‹ gesehen. Der Natur belässt man alle Freiheiten, sie nimmt sie sich ungestört, abgesehen von einem kleinen Rundweg (und Streuobstwiesen), mit einer Länge von vielleicht vier Kilometern: dem Karl-Reiß-Weg. Es folgen Impressionen entlang der Wanderung:

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Die Kunst der Natur: Baumskulpturen

Der Spazierweg auf der Reißinsel dem Rhein flussaufwärts entlang
Der Spazierweg auf der Reißinsel dem Rhein flussaufwärts entlang

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Paradiesische Zustände für Flora und Fauna. Auch die eingewanderten Indischen Springkräuter fühlen sich in Mannheim wohl. Natur pur. Gegenüber am Rheinland-Pfälzer Rheinufer die moderne Zivilisation. Technik pur.


Nicht umsonst wird zu Beginn des Artikels auf die Öffnungszeiten hingewiesen. Auch dem Graureiher gibt die Verwaltung Lebensraum; und Rheinüberschwemmungen fördern das Biotop, reichlich Fische verbleiben in den Rheinarmen und finden oft den Weg nicht mehr zurück in den Fluss. Da ist der Tisch gedeckt, wenn nicht die Wanderer störten, was ja vorkommt:

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Eine Naturschutzbehörde: die sich kümmert ↓

Behördliche Kennzeichnung von Stolpersteinen mittels Flatterband, hier Metallteile von gestrandeten Schiffen...
Behördliche Kennzeichnung von Stolpersteinen mittels Flatterband, hier Metallteile von abgewrackten Schiffen…

Restbestand eines einst bewirtschafteten Areals, DSC08883

WIR bedauern sehr, dass die dem Häuschen gegenüber stehende Sitzbank (unter drei mächtigen Kastanien) ersatzlos geschliffen wurde, ein Frevel nicht an der Natur, aber von Menschen am Menschen. WIR bitten um Erneuerung!!! Info unter: Meine idyllische Gartenlaube!!!

Verdammt noch mal, wo ist die Bank???!!! Sie war vor einem Jahr total intakt. An anderen Stellen auf der Insel wurden Tische und Bänke erneuert. Hier nicht. Kann man das als Affront empfinden??? WIR verlangen Satisfaktion
Verdammt noch mal, wo ist die Bank???!!! Sie war vor einem Jahr total intakt. An anderen Stellen auf der Insel wurden Tische und Bänke erneuert. Hier nicht. Kann man das als Affront empfinden??? WIR verlangen Satisfaktion …

HART, HÄRTER, AM HÄRTESTEN …

Langzeitbaustelle im Innenhof des Anwesens H7, 23!


Gleich wie, die Arbeiten an der Fassade des Gebäudes im Hof in H 7 demonstrieren die harte Konsequenz bautechnischer Aufträge: für die hinzugezogenen Arbeiter. Gerüstbau, was für eine Maloche, kaum bis unters Dach in die Höhe gezogen, den alten Verputz von den Wänden abschlagen, Staub, man darf sich ja in den Städten nicht wundern, zum Fein- und Mikrostaub gesellt sich der Schmutzniederschlag der beteiligten Bau-, Abbruch- und Recyclingunternehmen ohne Rücksicht auf Verluste. Am allerschlimmsten sind die Gebläse der sog. Reinigungsfirmen, auch der städtischen, die nur Dreck verblasen, meist in der Nähe von Bäckereien und anderen Lebensmittelgeschäften.


Harter Malocher bei der Entfernung des Verputzes

   

⇑Zwei Beispiele für Baustaub-Entstehung bzw. Verwirbelung beim Abschleifen von Gesimse⇑


Die wochenandauernden Bautätigkeiten geraten zum Faszinosum. 


Zwischendurch führt man eine Reinigungsaktion durch: Entsorgung des herumliegenden Schutts!

Eigens abkommandierter Arbeitskollege für Tabula rasa Aktionen

Das arbeitstechnische Hauptproblem scheinen die Simse zu sein: die irgendwann mal aufgebrachte Farbe (mehrere Schichten?) lässt sich nicht so leicht entfernen, trotz Einsatz von Chemikalien.

Da wird geschliffen und gehämmert.

Tod eines Arbeiters beim Sturz vom Gerüst! – Nur zur Warnung!

⇓Die aller härteste Härte kommt aus der Tiefe des Ozeans:⇓

TAUCHSTATION: Kein Sandstrahlgebläse – aber was sonst?

ARBEIT FRESSEN SEELE AUF! 

Wohlverdiente Ruhepause

Thema: VERPUTZ

 

Das Gerüst steht noch, die Arbeiten dauern an.