Klöckner (Julia, CDU) for president …

»Wir befinden uns auf dem Höhepunkt einer internationalen Unordnung, mit einem Mangel an Konsens über die Regeln und Normen, die die Staatenbeziehungen beherrschen sollten.«

Gelesen in DIE ZEIT – Jahresrückblick 2017 – vom 4. Dez. 2017, N° 50, Seite 8 in dem Artikel »Angst frisst Freiheit« von Jochen Bittner: Bittner zitiert den russischen Politikwissenschaftler und Kreml-Berater Dmitri Suslow

Weitere  Zitate

THORSTEN K O C H Design/Grafik/Kunst

Who the Fuck is Thorsten Koch? Lost in Future? Maybe in Mannheim?


Hi Franzhuiui, heute geht ja mal alles ganz fixe. Danke für die Info, ich habe nochmal nachgeschaut, das ist ja echt nicht weit von dir entfernt. Dann nehme ich mal an, dass wir uns am Montag Abend sehen, in deiner Wohnung. Gegen Sieben? Acht? Anyway, wir kommen schon irgendwie zusammen. Ach ja, morgen, also am Samstag, würde auch gehen. Ganz, wie du möchtest und dein Zeitplan aussieht. Bis dahin all das Coolste, Thorsten

Nachricht vom Freitag, 17.11.2017 – 18:26 Uhr


Hi Thorsten, wenn es bei Dir gesundheitlich geht: dann morgen um 19:00 Uhr. Bring Material mit für unsere Arbeit. Wir gucken dann erstmal Sportschau, zum Knabbern gibt es auch. Rückfahrt letzte Bahn zum Kurpfalzkreisel: 23:42 Uhr, davor alle 20 min. Ab da könntest Du zu Fuss gehen. Oder die Linie 7 nehmen, wenn noch eine fährt! Franz

Nachricht vom Freitag, 17.11.2017 – 18:34 Uhr


Hallo Franzyeah, so machen wir das! Ich bin plus minus 19 Uhr da, den Stick bringe ich auch mit. So, ich mache jetzt noch Nachtschicht, es könnte ein lustiges ‚Heidernei‘ geben. So muss es sein. Dazu AC/DC, Beatles, Slayer und, ach ja, schau dir das Video an. Es ist so cool. Bis morgen, Thorsten 

⇒ PRIMUS: ‚THE DEVIL WENT DOWN TO GEORGIA‘ auf YouTube!

Nachricht vom Freitag, 17.11.2017 – 18:51 Uhr


Wir tun einen raschen Schwenk ⇓ und drehen die Uhr um ca. zwei Wochen zurück …

Hallo Franzich wollte dich fragen, ob wir das mit heute Abend vielleicht verschieben könnten. Habe heute Nacht – mal wieder – vor Rückenschmerzen kaum ein Auge zugemacht. Es ist zum Kotzen. An manchen Tagen komme ich kaum die Treppen runter, geschweige denn hoch. Deshalb: könnten wir das entweder aufs Wochenende verlegen oder bei mir stattfinden lassen? Aber zu Fuß schaffe ich es heute nicht zu dir. Sorry, aber das Treffen ist deswegen ja nicht gestorben, halt nur verlegt. Mail doch bitte mal kurz durch, wenn du diese Nachricht erhalten hast. Bis dahin viele Grüße, Thorsten

Nachricht vom Donnerstag, 02.11.2017 – 15:32 Uhr


Der digitale Entwurf

Hallo Franzich hoffe, du hast Halloween gut überstanden. Hei ei ei, was ein Krach und Gedöns. Aber nun gut, es ist vorbei, Gott sei Punk. Wie geht es dir? Ich nehme mal an, dass du wie so oft unterwegs bist, spazieren, wandern, draussen sein. Hättest du mal wieder Bock auf eine schöne Schachpartie? Ich wäre gerne bereit und bringe Musik mit. Bis dahin all das Beste, Thorsten

P.S.: Anbei ein Design von mir. Es ist gerade im Druck. Es ist eine Hommage an sehr Vieles, völlig reduziert, aber dazu mehr beim ‚Schacherln‘ …

Nachricht vom Mittwoch, 01.11.2017 – 13:29 Uhr


Hi Thorstenlebst Du noch? Grüsse Dich Franz (16.07.2017)

Hi Franzdanke für deine Mail. Ja, ich lebe noch. War allerdings mal wieder im KH, da ich aufgrund Wasser in der Lunge (Überbleibsel von der OP) kaum mehr atmen konnte, geschweige denn Treppensteigen oder Einkaufen. Naja, man gewöhnt sich an alles. Die Ausstellung in Vincent’s Wohnung habe ich damals abgesagt, aufgrund des Fahrradsturzes und der Schmerzen und Krücken war mir das alles zu unsicher. Aber es hatte auch was Gutes, denn ich habe jetzt einen Sponsor mit coolen Kontakten in der Szene, Geld und Bock drauf. So muss es sein, ich bin happy.

Ich werde am Freitag für ca. zwei Wochen nach Bamberg zu meiner Family gehen, einfach mal eine Art Kur machen, mich wieder aufpäppeln (ich habe unglaublich abgenommen, aber was soll ich tun), gut essen und Sonne und Natur genießen. Das muss einfach mal sein, ich halte es hier kaum noch aus, es ist wie ein scheiss Gefängnis. Alle sind im Urlaub oder vögeln ihre Freundin oder haben acht Bands, und ich sitze hier rum und glotze Tour de France, wenigstens was. Ich melde mich bei dir, sobald ich wieder da bin, dann habe ich auch hoffentlich alle Texte für deine Site fertig. Bis dahin all das Beste, Thorsten (18.07.2017)

Hi ThorstenDu läufst bzw. stürzt ja von einer Malaise in die andere. Was mag da noch alles kommen. Ich hoffe sehr, Du wirst nach dem Aufenthalt bei Deiner Familie nachhaltig gesund und kannst wieder schalten und walten, wie es Dir behagt. Lass die Anderen vögeln und in Urlaub reisen, wenn ich Dir raten darf, werde kerngesund, ich wünsche es Dir sehr. Bleib in Bamberg, bis Du wieder zu Kräften gekommen bist und uneingeschränkt arbeiten kannst. Der Tod ereignet sich oftmals schneller als der Mensch denken kann. Du hast noch vieles vor Dir, auch unser Blogartikel steht ja zur Debatte. Und Ideen besitzt Du genug. Was hältst Du von Rehabilitationsmaßnahmen in einer speziellen Einrichtung, quasi als Urlaub mit Kurschatten zum Bumsen? 

Aufrecht gehen und 🚲eln! Franz … ☟ GOTT IST BLAU (19.07.2017)


T-Shirt Entwurf

Hallo Franz, erstmal vielen Dank für die rasche Antwort. Mir ist aufgefallen, wie lange wir schon nichts mehr voneinander gehört haben. Ich habe des Öfteren an dich gedacht, nur es verpennt, mal anzurufen. Ich hoffe jedenfalls, dir geht es saugut und du konntest endlich deine ‚Juckerei‘ lindern. Die Telefonnummer hast du richtig gehört, die passt. Endlich Festnetz! Wahrscheinlich lag es an mir, dass du das, was ich am Telefon gesagt habe, nicht gescheit verstanden hast – ich neige dazu, den Hörer manchmal zu weit weg zu halten. Werde mir beim nächsten mal mehr Mühe geben 🙂 Warum ich dich angerufen habe, ist Folgendes: in der Zeit, in der ich vom Krankenhaus zurück bin, habe ich angefangen, am Rechner Designs und Grafiken zu erstellen. Das fing mit einem T-Shirt-Entwurf für mich an und wurde dann immer mehr – bis ich bei etwa 25 Shirt-Entwürfen war.

Grafik Entwurf

Dann habe ich angefangen, dem unruhigem Zeitgeschehen geschuldet, immer mehr Grafiken zu erstellen. Mal offensichtlich politisch, mal versteckt, mal derbe und mal lustig. Ich habe meinem ganzen Frust auf die Welt am Photoshop ausgelassen. Natürlich habe ich die Sachen auch Freunden gezeigt, die diese richtig gut fanden und die meinten, ich solle doch mal „raus damit“, also sie auch einem breiteren Spektrum von Leuten zugänglich zu machen. Das heißt: eine Ausstellung. Klar könnte ich es damit belassen, einfach eine Website zu bauen und die Designs dort zu präsentieren, doch bin ich ein bissel Old School und mag es, direkt mit den Menschen in Kontakt zu treten, zu diskutieren, Meinungen auszutauschen und so weiter. Das alles kann das Internet einfach nicht.

Plakat: Thorsten Koch

Dann kam Vincent zufällig ins Spiel. Der nämlich zieht zum Ende des Monats aus, und ich könnte für ein, zwei Tage seine leere Wohnung für eine Vernissage nutzen – wofür ich ihm undenklich dankbar bin. Ich habe also schon recht viel: die Designs, einen Raum, das Wissen und viel Motivation. Nur gibt es halt leider ein kleines, für mich aber großes Problem: Geld. Wie du ja weißt, bin ich ein Hartzler. Aber ich brauche für die Ausstellung Kohle für Rahmen (die einfach Glasrahmen für ca. 8 oder 9 Euro) in den Größen A3 und A2. Dann noch für den Druck von Flyern, Katalog, Visitenkarten, Drucke etc. und dann noch für diverses wie Nägel, Sekt, O-Saft, CD-Rohlinge usw.

Aber keine Angst, ich bin weit davon entfernt, dich um Geld zu fragen.

Es geht mir nur darum, deine Erfahrungen mit sowas einzuholen. Da hast sowas ja schon des Öfteren gemacht. Worauf kommt es an und wie bringt man die Maschine zum Laufen? Mir geht es dabei auch gar nicht so arg darum, Geld zu scheffeln, Gott bewahre, ich bin Realist, vielmehr sehe ich es als Schritt in die Richtung, die ich gerne einschlagen würde. Arbeitstechnisch habe ich kaum mehr Möglichkeiten. Mein Kreuz hat durch die Rumliegerei im Krankenhaus gelitten, eine Reha zahlt mir keiner. Zurück ans Telefon will und kann ich auch gar nicht mehr, da ich nach einer gewissen Zeit nicht mehr sitzen kann und den Rücken entspannen muss. Deshalb möchte ich diesen Weg versuchen zu gehen, und da wäre es für mich von unschätzbarem Wert, von deinen Erfahrungen lernen zu können. Können wir uns diesbezüglich vielleicht mal treffen? Im Park, bei dir, bei mir oder sonst wo? Ich würde mich super freuen. Und dann sehen wir uns auch endlich mal wieder.

Ich wünsche dir dir eine schöne Zeit & hoffentlich auf bald, Thorsten

P.S.: ich habe dir zwei PDF’s reingepackt, nur damit du siehst, was in etwa ich so mache. Es sind nur ein paar Sachen, ich habe noch mehr. Mir ist natürlich völlig klar, das dies Lichtjahre von deinem oder Vincent’s Stil entfernt ist, aber vielleicht gefällt dir ja das eine oder andere.

Nachricht vom 03.06.2017


W h a t   a   d i s a s t e r

 


Hallo Franzes könnte heute ein bissel später werden. Gerade ist Alarm, und ich muss noch am Phone bleiben. Oh Mann, fuck, aber manchmal gibt es Tage, an denen die Dinge einen anderen Lauf nehmen. Mir tut es so leid, denn ich hatte mich so gefreut. Es ist nicht meine Gesundheit. Kein Rücken, kein Asthma.

Ich weiß nicht, wie lange du wach bist. Wenn ich die Telefonate hinter mir habe, würde ich gerne kommen. Ich weiss nur nicht, wie lange das geht.

Aber: Wenn alle Stricke reissen, schicke ich dir hier eine Auswahl meiner Sachen. Ich hoffe, dir gefallen sie. Ich würde dir gerne einen Text zukommen lassen, wenn sich die Dinge beruhigt haben. Ich hoffe, es wird noch heute sein. Ansonsten bleiben wir bei Montag Abend. Lass es dir gut gehen, Thorsten

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Obige Nachricht vom Samstag, 18.11.2017 – 18:19 Uhr


Hallo Franzsorry für den Stress, aber nun hat sich die Lage beruhigt. Es war ein Scheisstag, und bitte verzeihe mir, wenn ich heute nicht mehr komme. Ich muss auch ein bissel runterkommen.

Ich hoffe, du hast die Bilder erhalten. Es ist immer schwer, die eigenen Bilder zu beurteilen, sie begreiflich zu machen. Es fällt mir immer sehr schwer, darüber zu reden. Es sind Fragmente meiner selbst, meine Vergangenheit, mein Jetzt und der Zukunft.

Es fängt schon an mit GetAway, wild, rasend. Dann kommt Believe. Ein Zeichen meines unbändigen Hasses gegenüber allen institutionellen Religionen, klar Mann, glaub doch, und lüge dir selbst was vor. Warum verstehen die Menschen nicht, dass Glaube in uns selber existiert? Toleranz, Frieden, Respekt. Es ist doch so einfach.

Deshalb habe ich auch das ‚Death or Democracy‘ (siehe oben) gemacht. Es war der Tag der Wahl in Frankreich, und ich hatte echt Angst, dass alles nach rechts geht. Wir können so froh sein, dass Macron die Wahl gewonnen hat, und nicht diese Scheiss-Marine-Le-Pen. Glücklicherweise gibt noch Menschen, die denken können, Gott sei Dank.

Diesem Zustand ist auch ‚Deliver us from Deliverance‘ (siehe Dia-Show, oben) geschuldet. Es war die Zeit, in der IS hochkam. Sie meinten, nur die eigene Meinung zählt. Alle anderen sind Ungläubige und müssen sterben. Sehr witzig, ich kann nicht mal mehr darüber lachen. Es sind zwei Handgranaten drin, eine schwarz, die andere weiss. Wen sprengen wir zu erst in die Luft? Ungläubige, Kinder, Tiere, Frauen, Tätowierte, Schwule, Raucher, ach fuck, es ist so x-beliebig. Es ist so wahllos, jeder meint, das Recht zu haben, über alle anderen zu urteilen.

Meine Haare sind zu lang.

The Man who shot the Zebra (hier nicht abgebildet). Haha, ein frühes Design. Warum hat der Typ das Zebra erschossen? Was hat es denn getan? Wir wissen es nicht, es ist lustig, die Reaktionen der Leute zu sehen.

Hey Franz, ich könnte jetzt noch Stunden da sitzen und schreiben. Ich habe keine Ahnung, ob dir Sachen gefallen oder nicht. Aber es sind halt meine. Mal strange, mal düster, mal lustig, wie auch immer.

Ich wünsche dir all das Beste, Thorsten

Nachricht vom 18.11.2017 – 20:44 Uhr


Alle Bildrechte bei Thorsten Koch – kochroach design


Vorläufiges Ende von ‚Who the Fuck is Thorsten Koch‘


Nachtrag E-Mail vom 18.11.2017 – 23:24 Uhr

Hallo Franzwas soll ich sagen? Das ist der Hammer! Ich habe eigentlich einen ’normalen‘ Artikel erwartet. Aber was du da gezaubert hast – unfassbar gut. Ich habe auch nicht das geringste Problem damit, dass du die Mails als Rundreise genommen hast, im Gegenteil. Das passt, ja, eben eine Rundreise durch mich selber. Ich möchte dir an dieser Stelle einen ‚Fucking Big Respect‘ aussprechen. Das ist so gut, was du tust. Das Schöne daran ist ja auch, dass all das, was du machst, um die ganze Welt geht. Die Ideen, die Kunst, schöne Bilder und coole Musik. Vielleicht sind wir ein paar der Unverbesserlichen. Wir haben Werte und eine Vorstellung davon, wie die Welt ein klein bissel schöner wird. Lass uns weiter unbequem bleiben!  Ich wünsche dir all das Wunderbarste, Thorsten – P.s.: Anbei noch ein schönes Lied. Ich weiss nicht, ob dir der Style gefällt, aber das Ding rockt. Tanzen. Sachen gegen die Wand werfen, haha. M.I.A. – PAPER PLANES bei YouTube


Okay … That’s the end my friend …


 

S C H W E T Z I N G E N (Baden-Württemberg)

Schwetzingen schwarzgrauweiss weiss weiss

Der Sommer grüsst ein letztes Mal, der Winter wirft seine Schatten voraus. Herbstliche Farbenpracht weicht. Die Touristenströme verkommen zu mickrigen Rinnsalen, keine Reisebusse in Sicht. Die Stadt gehört ab sofort sich selbst, das Reise- und Besuchsfieber nähert sich dem Nullniveau, kein Vergleich mit Venedig und der dortigen überbordenden ganzjährigen Saison.


Der mit dem Bummelzug anreisende Kunde der Deutschen Bahn AG trifft auf einen architektonisch gelungen Bahnhofsvorplatz, geschmückt mit einer Holzskulptur eines bekannten deutschen Bildhauers aus Potsdam: Stefan Pietryga:


Dazu gehört eine Ansammlung von Schautafeln entlang des herrlichen Spazierzugs:


Wir nehmen die Clementine-Bassermann-Strasse zur Friedrichstrasse und zücken erneut den bildgebenden Apparat zur Aufnahme von Nebensächlichkeiten:

   


   


In der Forsthausstrasse wird es richtig stadtabgelegen:

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Am trägen und düsteren Leimbach trifft man auf das nicht zugängliche Ysenburg’sche Palais am Rande des Schlosses und der Schlossgärtnerei:

Das Palais Ysenburg (Fürst zu Ysenburg) gehört zum Komplex Schloss und Gärtnerei. Um neunzehnhundert herum beherbergte es die Grossherzoglich Badische Obereinnehmerei. Auch die Familie Gustav Bassermann schrieb Besitzgeschichte, zwischen den beiden Weltkriegen gingen die Gebäude an die Stadt Schwetzingen. Heute befinden sie sich in Privatbesitz, was ein Betreten des Grundstücks schier unmöglich macht! Hinweis: Clementine Bassermann


Das Glücksschwein

 

Zur Information zum Glücksschwein hier der Text einer Schautafel⇓:


Gleich gegenüber zum schweinischen Glück das touristen- und menschenleere Schwetzingen:


Das Schloss und als Fortsetzung von oben wollen wir örtliche Wichtig- und Nebensächlichkeiten nicht ausser Acht lassen:


Zum Schluss bereiten wir dem Herbst eine Freude und vielleicht den vielen Touristen, die diesen Artikel im WWW zu lesen bekommen!!!⇓

Ende der Berichterstattung.

B A R G T E H E I D E (Schleswig-Holstein)

Bargteheide / Tremsbüttel / Ahrensburg / Timmendorfer Strand / u.v.m. …

Für einen Urlaub der Sonderklasse im Nordischen bedarf es pflegeleichter  verwandtschaftlicher Beziehungen. Nicht dass es irgendwelche unnötige Streitigkeit gibt. Da bot sich doch prompt Bargteheide an.

Ankunft in Hamburg, die Sonnen lachen  😉 😍 😊 :

Ein bisschen warten, rumlaufen, Zigarette, fotografieren, eine Stunde Wartezeit auf den Anschluss nach Bargteheide! 5.20 €! Der ICE nahm lediglich 29.- € für die Strecke von Mannheim nach Hamburg! Egal – das nennt sich bundesrepublikanische Preispolitik.

Fröhlicher Empfang am Zielbahnhof, Eddy ist da: zusammen mit Hausherrin und Nachwuchs im Kinderwagen. In Bargteheide sind die Wege kurz. Kaffee im Haus. Unterbringung in der zweiten Etage, Dachgeschoss – sehr gemütlich, ein Raum für verwandtschaftliche Gäste, ein paar Quadratmeter Spielfläche für den Jungen, Bücherregale, Büroablage, zwei Betten und was der Besucher so braucht. Abendessen, Gespräche, Hundespaziergang zu fünft, bettlägerig.

Ortsbesichtigung per Rad. Die Stadt ist begütert, schuldenfrei. Das sieht man an den Häusern und den vielen gepflegten Pkw. Auch das Radwegenetz ist gut in Schuss. Einige Bilder vom Ort:

Mein Lieblingshaus⇑

Prächtige Schillerlocken⇑

Kunst am Bau existiert hier wie überall auf der Welt:

Und Häuser, wie gesagt:

Wir machen einen Ausflug: Tremsbüttel 

(Im Netz dazu die notwendigen Infos)

Und wir machen einen weiteren Ausflug: Ahrensburg

(Im Netz dazu die notwendigen Infos)

Und einen dritten: Timmendorfer Strand

(Im Netz dazu die notwendigen Infos)

Dazu die reichlichen Wanderungen:

EDDY

In Bad Oldesloe: Ein Abstecher mit dem Bus und der Bahn:⇓ 

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Nächstes Jahr schreiben wir weiter!!!

Alfons und Kumlinde

22.09.2022, 22.22 Uhr

Ich, Alfons gestern bei Kumlinde in H. angekommen. Angereist.

Vorhaben: ein Engagement im Haushüten. Na ja, gießen und so, wie schon immer bei solchen Anlässen, was sonst. Kumlinde geht wandern. Bad Sowieso. Spitzen erklimmen mit Führer. Zwei Wochen Zweisamkeit mit Führer. Immerhin fürs Hüten: Kost und Logis für mich frei. Und Reisekostenerstattung, billiger geht’s nicht. Dazu das Angebot eines herrlich sprießenden Naturgarten mit angrenzenden Gemüsebeeten, Rückzugsecken zum Schreiben, Ruhe, Stille, keine nervigen Nachbarn, Häuser überall, Schlafstadt, urlaubsbedingte Abwesenheit: Einbruchszeit. Weswegen der Haushüter – Alfons, ich – eine kostenlose Erholungszeit mitten dichter Wälder verbringt. Ca. zwei Wochen. Radnutzung inclusive, funktionstüchtig! Prima.

Heute morgen hat sie die Flatter gemacht und Alfons bleibt zurück in der meist menschenleeren Umgebung. Kumlinde sucht ihre Wege, steile Wanderwege. Bin neugierig wie lange sie das durchhält. Läuft sie sich Blasen? Stürzt sie ab? Wird sie in Gottes freier Natur geliebt, gibt sie sich ihrem Führer hin? Hat sie Heftpflaster mitgenommen? Kondome zur Vorbeugung, keine Sexualkrankheiten bitte. Sie wird sehen, wo sie bleibt.

Bei Alfons kehrt Ruhe ein, nicht nur äußerlich. Für Alfons’ Empfinden herrscht eine höllische Hitze. In der Hauptsache während der Mittags- und Nachmittagszeit. Da zieht sich A. ins Haus zurück und macht so seine Spaziergänge im Schatten der abgedunkelten Räume und relativer Kühle, der Ventilator rotiert. Und Kumlinde muss wandern, mit zwanzig Kilo auf dem Rücken, A. fällt bereits bei dem Gedanken an die Strapazen in Ohnmacht, aber sie, sie will sehen: zu was sie noch fähig ist. Viel Glück und gesunde Wiederkehr. A. gibt sich der Siesta hin.

Schlafen, schlafen, heute schon dreimal geschlafen. Erholung pur, Stille, nach dem Ausschlafen Kaffee mit Schokoladen-Kekse, Zahnschmerzen.

Kumlinde dachte weit voraus, jedoch an A.’s unstillbaren Appetit, Hunger und Fresslust nicht. Was ist zu tun in dieser brüllenden Hitze und regenlosen Zeit? Die Natur lieben, die Pflanzen gießen, früh morgens und spät am Abend, regelmäßig, nicht dass sich ein Donnerwetter einstellt. Manchmal ernten: Basilikum. Mitten in der wilden Wiese wächst ein Termitenhügel heran – ja das wär’s, wenn es sich nicht um Ameisen handelte.

A. kaum einen Tag bei Kumlinde und A. langweilig sich deftig. Manchmal laufen Gießkannen voll. Blubbernde Wassergeräusche, durstige, trockene Erde. Niemand da. Ein Motor röhrt vorbei. Plötzlich fremdländische Sprachfetzen aus Nachbars Garten, Telefongespräche mit dem Kaiser von China.

Die Terrasse, wo A. sitzt, wird zur Beobachtungsstation: Schmetterlinge, Bienen, Wespen, Hornissen, Jungvögel, Spinnen, keine Mücken. Deutschlands demokratisch freies Zwergenland. Gartenzwergen-Land. Wer ist Rudi? Ein Anruf für Kumlinde. Das Lavendel wird oft angeflogen! Ein Nachbar schräg gegenüber versteckt hinter dem ganzen Gebüsch und Grünzeugs, befindet sich auf Augenhöhe: Gegenseitige Beobachtung. Zwei verliebte Tauben hoch am Himmel. Ein Kondensstreifen. Und ein Urschrei für die Stille. Ein Köter kläfft.

Tags darauf den lieben Garten – Kumlindes Ein und Alles – versorgt, 30 min, ab 6:00 Uhr. Unkraut gejätet.

Erste Erkundungen mit dem Rad. Zur modernen Jugendherberge; sieht aus wie ein Hotel ersten Ranges. Waldweg aufgenommen. Durch den Forst gekurvt, Kneippkur an einem Rinnsal. Zurück zur Veilchenstrasse. Frühstück. Danach wandern? Keine Lust: zu heiß! Schlafen.

21: 00 Uhr: Garten komplett mit H2O volllaufen lassen. Kein Mangel feststellbar, gut gewässert! Morgen früh kann man es mal sein lassen. A. will ins Dorf runter zum Einkaufen. Bäcker, Metzger und so. Sich im Kaff umschauen, fotografieren und mit den Leuten babbeln. Herum radeln und Eindrücke und Erkenntnisse sammeln.

Heute den ganzen Tag verpennt: Magen-Darm-Geschichte. A. verträgt Kumlindes Kost nicht. Die Kürbisse lassen die Blätter hängen: ein Schwall Wasser hilft für die Auferstehung. Abendstimmung. Die Chinesen nebenan sind lustig, der Kaiser kündigte seinen Besuch an. Die Rollläden gehen.

A. wieder sechs Stunden in der Wohnung. Sommerhitze, 35°C, gegen Mittag von einer morgendlichen Rundreise zurück. Abgekämpft, ausgelaugt.

Um 7:30 Uhr im Kaff – Bäcker, Metzger. Dampfnudel, Brot, Salami, Krakauer mit Kümmel, Fleischkäse. Zurück den Hügel hoch, schnell noch ein Frühstück. Vorbereitungen als ginge es zur Zugspitze. Über Trampelpfad zur Jugendherberge. Die Landstrasse lang bis zum nächsten Abzweig. Keiner hält, so unmißverständlich meine Zeichen auch sein mögen. Kurz vor dem Ziel werde ich aufgegriffen, keine zwei Kilometer mehr. Kurzes Gespräch mit dem Fahrer, rein in die Karre, raus aus der Karre. Am Leinbach entlang zurück ins Haus, vier Stunden Fußmarsch. Hunger, müde, essen, schlafen, essen, pennen, 18:00 Uhr.

Zwei Tage darauf: A. stirbt vor Müdigkeit. Hunger nagt. Magen und Darm noch mehr verstimmt; die letzten beiden Tage auf das Äußerste. Am dritten Tag legte sich die Notdurft und das Gehetze zur Toilette war vorbei. Manchmal will A. ne Zigarette rauchen.

Blitz und Donner, ein Gewitter ohne Nass. Ein Schauer wäre nicht schlecht gewesen, hätte A. sich doch die nervige Gießerei sparen können. 09:00 Uhr: endlich ausgiebiger Regen. Wie fast immer, so heute: Zeitvertreib durch Kochen, viel trinken, schlafen, Nutz- und Wertlosigkeiten. Guten Appetit. Schaue den jetzt immer stärker werdenden Regengüssen zu, reichlich Bewässerung, alles grünt.

Morgen fährt A. nach Rock …

A. fährt nicht nach Rock … Er trampt zum Kaiser nach Lautern, nein, er nimmt das Rad wie vor Urzeiten alle Chinesen. Ja, A. besuchte den Kaiser in Lautern am Vormittag, kam ihm vor wie in Knielingen, einem Ortsteil von Karlsruhe.

A. radelt einkaufen. Für Samstag bei Roller in T.-moschel angekündigt. Per Teletext. A. auf der Terrasse hat die Notizen neben sich gelegt – vielleicht passiert ja was oder es fällt ihm etwas ein, so mal mit dem Kaiser von Lautern weiter plaudern bis in die späte Nacht hinein …

A. langweilt sich bis zum Erbrechen. Aber morgen T.-moschel. In der Pfalz läßt sich doch gut trampen, positive Erlebnisse der letzten Touren, eine neue Entdeckung. Mal gucken, was die Fahrt nach T.-moschel bringt. Die Strecke ist ätzend: Fischbach, Enkelbach, Mannweiler, Langmeiler, Windweiler, Schweizweiler, Innweiler, Dörrenbach, Dörrenmoschel, T.-moschel!!! Fast alle Ortsnamen wurden von fremder Nation gehackt! Die Russen, die Chinesen?

Nach dem Tripp nach T.-moschel befindet sich A. wieder in der Villa. Er verbringt den Tag zuhause bei Elementarteilchen.

Fünf Tage später taucht Kumlinde wieder auf: strahlend vor Glück und braungebrannt.

Wie mag es ihr ergangen sein, keiner weiß es, nur sie, ihr Bergführer und die Welt da draußen.

Deutschland

Ein Gedicht: ‚Todesfuge‘ von Paul Celan

Eine Performance:

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Fotos Matthias Plath

Performance Franz Bellmann

Wege scheinen frei. Woher Du kommst, wohin Du gehst, Du marschierst, Du ruderst von einem Land ins andere. Zäune halten Dich und Deine Kinder nicht auf. Es gibt Umwege. In Kälte und Eis. In politischer Kälte und Eis. Durch Flüsse und Ströme. Durch Wind und Wellen. Durch Schicksal und Tod. Deine Liebsten: ertrunken. Deine Liebsten: gehängt. Deine Liebsten: gemeuchelt. Deine Liebsten in Sicherheit und Freiheit. Du stirbst aus Verzweiflung: Deine Liebsten unerreichbar in Sicherheit und Freiheit. Stellt Dir vor, wir Deutschen müssten flüchten – nach Russland – weil die von XXX befehligten Truppen nach der wunderschönen Pfalz einmarschierten …


Unser Thema Armut, Hunger, ausgestoßen verfolgen wir nach wie vor und zeigen dies anhand von Bildern, wie sie uns zufällig begegnen. Im Anhang Verweise zum Thema.

Bericht¹

Bericht²

Tauber / Altmühl / Donau (Teil 3 von 3)

Eine Radtour von Wertheim nach Ingolstadt

Die Wege und Strecken von Wertheim nach Kelheim hatten es in sich. Summa summarum 350 km entlang zweier beschaulicher Bäche, entlang durch weltbekannte Ortschaften, – Rothenburg ob der Tauber, um nur eine zu nennen, überlaufen von aus- und inländischen Touristen – entlang prächtiger Motive für den Fotografen, dem das Abseitige und Alternative gelegener ist als immer wieder Kirchtürme, Fachwerk, Burgen und Schlösser; die Welt in beiden Tälern sieht oft anders aus wie in Werbeheften und Faltplänen beschrieben, abgelichtet und dokumentiert, sie zeigt Leben und Fakten, Existenzen und Wahrheiten, welche man finden kann, wenn man nur schaut und schaut und schaut!

In Kelheim war der städtische Info-Point angesagt und sonst nichts: Schifffahrtszeiten im Donautal Richtung Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg! Beste Information, kurze detailreiche Beratung und ab zur Kasse an der Anlegestelle, 15:00 Uhr, gerade noch geschafft – 8,50 € für Mann und Rad. Dauer der Fahrt: 45 min, so das Stakkato – so die Eile! Nix wie weg!

Von Kelheim bleiben zwei Fotos, jeweils vom Strom aus aufgenommen, das erste bebildert die Befreiungshalle Kelheim, das zweite die Franziskaner- und Michelskirche.

Zitat laut Bayrischer Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen zur Befreiungshalle: „Die von König Ludwig I. in Auftrag gegebene Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813-1815 wurde von Friedrich Gärtner in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen begonnen und 1863 von Leo von Klenze nach geänderten Plänen vollendet.“



Der Ausflugskahn brechend voll, die Gäste frohester Stimmung: das Schiff legt ab zur Reise durch eine der spektakulärsten Passagen, die die Donau in Deutschland zu bieten hat. Von der Quelle, Passau usw. mal abgesehen. 

Kurz nach Beginn der Kreuzschifffahrt
Erste Felsen (aus Kalkstein) tauchen auf
Blick zurück auf die Befreiungshalle
Der Donaudurchbruch bei Weltenburg ist Naturschutzgebiet und Geotop
Die sog. Weltenburger Enge

Aus dem Reich der Fabel: die drei (feindlichen) Brüder
Kurz vor der Ankunft
Das ist nicht der Colorado-River …
Gott sei Dank … wieder an Land

Ein letztes Mal Übernachtung (5). In Neustadt an der Donau. Keiner bot die kostengünstigste Möglichkeit, nicht mal im Rathaus weiß man Bescheid. Erst in einer Hotellerie, wo ich 41.- € hätte berappen müssen, verwies man mich an einen ‚Konkurrenten‘: In einer kleinen Pension mit Zimmern, Apartments und Ferienwohnungen, der Pension Werle (25.- € ohne Frühstück), kam ich unter. Wäsche waschen war angesagt (kostenlos), bis zum Morgen der Weiterreise nach Ingolstadt über Vohburg an der Donau war sie noch feucht. Egal, auf dem Lenker im Fahrtwind trocknete alles so nach und nach recht schnell!

Die letzten geschossenen Aufnahmen stammen aus der Gegend um Vohburg: Wasserkraftwerk, Industrieanlagen und der schönen Donau:⇓

Das Laufwasserkraftwerk bei Vohburg
Ein Teil des Kraftwerks (seit 1992) mit Radwanderweg

Kraftwerksimpressionen zwischen Vohburg und Ingolstadt – vielleicht besser Ingoldstadt – Automobilindustrie!

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Ein verabschiedender Augenblick zur Donau:⇓


Das Ende der Dienstreise besiegelte eine schmerzhafte Furunkulose, na wo wohl? Auf weiteres Radeln musste leider verzichtet werden, in Ingolstadt fährt die Bahn über Würzburg und Osterburken nach Mannheim.


Die Digitalisierung einer sechstägigen analogen Radreise geht zu Ende. Die mächtigen Firmen des Internets werden sich nun darüber hermachen mit ihren Algorithmen und Fachleuten und nichts bleibt mehr eindeutig wie eine ungeheuerere Anstrengung, alles verwischt in Strömen und Kanälen elektronischen Wissens. Wo befindet sich jenes Bild, jener Passus, jene Beschreibung … Im Netz, wie man sagt … Irgendwo …

Bis zur nächsten alternativen Radtour nächstes Jahr von Wissembourg nach Basel …

Tauber / Altmühl / Donau (Teil 2 von 3)

Eine Radtour von Wertheim nach Ingolstadt

Knapp hinter Rothenburg ob der Tauber gilt es die Frankenhöhe zu überwinden, das bereitet vielen Radlern keine Freude. Irgendwo nordöstlich davon entspringt die Altmühl. Während die Tauber zum Main hin entwässert, sucht sich die Altmühl ihren Weg zur Donau nach Kelheim ( Wegstrecke für Radkundige ca. 250 km, mit Tauber-Tal Σ 350 km). That’s it!



Okay, über Neusitz, Umweg Geslau, Windelsbach und Colmberg nach Leutershausen! Zur 2. Übernachtung! Im Volksbad zu Leutershausen!

Im Freibad der Gemeinde darf sich der Wanderer über eine kostenlose Unterkunft für eine Nacht freuen. Mit Bad in der Altmühl, Dusche und WC-Benutzung, das Bier die Flasche kostet zwei Euro! Um neun Uhr abends wird abgeschlossen, um sieben Uhr morgens darf man die überdachte Schlafgelegenheit so sauber wie angetroffen wieder verlassen. Betreut wird das Anwesen von einem ehrenamtlich geführten Verein, der auch Investitionen zum Ausbau und Erhalt tätigt!⇓




Das ist nicht alles, was der Ort zu bieten hat. Ein Flugpionier der ersten Stunde stammt aus Leutershausen, sein Name Gustav Weißkopf!⇓


Für Neugierige etwas Leutershausen:⇓






Wir verlassen unseren paradiesischen Schlafplatz und radeln weiter nach Herrieden, wo sich unterwegs ständig fotografische Motive entdecken lassen, die zum Anhalten zwingen:⇓








In Ornbau war Verpflegung angesagt. Von dort ist es nicht weit zum Altmühlsee:⇓


Es gäbe so vieles zu fotografieren, doch die Batterie ist all, wir steuern Gunzenhausen an, wo sich das Café LebensKunst befindet. Da wurde sie aufgeladen! Den lieben Damen von hier aus ein herzliches Dankeschön, sie gönnten mir zusätzlich ein mittägliches Nickerchen (zwei Stunden) auf einer Eckbank in einem Nebenzimmer des Restaurants, sodaß ich wieder zu Kräften kam!


Strotzend vor Kraft und Energie kann man dann bis nach Graben kurz vor Treuchtlingen kurven. Dort befindet sich eine weitere Übernachtungsmöglichkeit (Nr. 3) auf einem Fussballplatz!

Zwischendurch ein Porträt eines freizügigen Spenders – Wasser!⇓




Im Stadion gibt es Kunst zu bestaunen:⇓


Anderntags über Treuchtlingen nach Dietfurt. In Treuchtlingen ein weiteres Café der Lebenskunst, es sind insgesamt drei an verschiedenen Orten, eine tolle Einrichtung!⇓


Schloss Treuchtlingen:⇓



Eine landschaftliche Rarität sieht der Wanderer östlich von Solnhofen: die Felsen der ‚Zwölf Apostel‘. Wie auf einer Hinweistafel am Radwanderweg zu lesen ist, handelt es sich um die Überreste eines tropischen Riffs aus der Jurazeit (vor 150 Millionen Jahren). Das Gestein der Riffe hielt, da hart genug, über die Zeit und ist heute eine geologische Sensation!



Bei Markt Mörnsheim ist ein lebenslustiger Unternehmer an der Altmühl stationiert, er führt einen Kanuverleih. Und Zigaretten besitzt er ebenso!


Am Ortsrand von Breitenfurt befindet sich ein Schwimmbad, Eintritt 2,40 €, sehr gepflegt, mit riesiger Liegewiese, keine Übernachtungsgelegenheit. Jedoch: es lässt sich sich prima waschen und schwimmen.

Kurz vor Breitenfurt folgende Aufnahme:⇓


EICHSTÄTT: die katholische Universitätsstadt! Als Info-Show:⇓

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Kurz vor Arnsberg grüsst der liebe Herrgott:⇓


Und wir machen uns auf nach Kipfenberg, wo der vierte Schlafplatz beim VfB wartet. Der Abend im Stadion gestaltete sich äusserst kurzweilig, ein BMX-ler, was Bicycle Motocross bedeutet, befand sich, wie auch die Mannschaft des VfB, im Training. Dazu eine Porträtaufnahme von Felix:⇓


Beilngries zeigt sich nicht nur vom Namen her so richtig bayrisch. Mit Flurer- und Roßturm und angrenzenden Gebäuden eine Augenweide! Der Flurerturm war die Dienstwohnung eines Fluraufsehers, der Roßturm diejenige eines städtischen Pferdehirten:⇓


Ein paar Kilometer hinter Beilngries bei Kottingwörth hilft Anton ausführlich und detailreich weiter, er verweigert sich nicht der Fotografie:⇓


Es ist nicht mehr weit bis man zur Schleuse 12 des Ludwig-Donau-Main-Kanals (LDM) kommt. Die folgenden Bilder wurden kurz vor Riedenburg aufgenommen. Und Kelheim liegt vor der Haustür! ⇓




Das vorläufige Ende einer Alternativreise, wir sind in Kelheim, ab dort fahren wir mit dem Schiff die Donau aufwärts zur Engstelle vor Weltenburg, ⇒Teil 3 von 3! 

©Franz Bellmann

Wir bedanken uns beim Franken-Tourismus Bayern für die Broschüre Tauber Altmühl Radweg vom Main zur Donau!

Tauber / Altmühl / Donau (Teil 1 von 3)

Eine Radtour von Wertheim nach Ingolstadt

Der Länge der Tour mit dem Fahrrad entsprechend und den geografischen Gegebenheiten zwischen Wertheim und Ingolstadt wird Umfang halber ein Dreiteiler veröffentlicht. Bezug jeweils die Radwege Tauber- und Altmühl-Tal, sowie ein dritter Teil mit Donau-Durchbruch zwischen Kelheim und Abtei St. Georg in Weltenburg.

Der Weg nach Wertheim dauert, die Bahn benötigt mit zwei Umstiegen etwa 3½ Stunden, dann ist von Mannheim nichts mehr zu sehen. Die Begrüßung in Wertheim lautstark mit dem kreuzlangweiligen Karnevalslied ‚Humba Täterä‘ und jeder Menge trinkfreudiger Touristen. Da kann der erholungssüchtige Radler nur flüchten, trotzdem drei Erinnerungsfotos aus besagter Stadt:⇓




Die meisten Urlauber, egal ob mit Auto, Bahn oder sonst was angereist, suchen das Bad in der Menge, Verköstigung und den zungenlösenden Alkohol! Nach einer Stippvisite erfreut sich der Radwanderer deutlich stillerer Wege, die Masse der Besucher ballt sich zu den Stadtfesten in den jeweiligen Orten: ein Überangebot? Da hofft einer auf das Gelb von Sonnenblumen und erhält es reichlich:⇓


In Bronnbach die absolute Abgeschiedenheit! Die Klosterverwaltung offeriert reichlich viele Sonderveranstaltungen für Musik und Kunst. Und Besinnlichkeit:⇓


Das Radeln entlang dem Flüsschen Tauber hat es in sich: Doch die meisten strampeln mit Elektro-Unterstützung, da werden die immer wieder auftauchenden Steigungen problemlos bewältigt. Andere ‚pfeifen dann aus dem letzten Lungenloch‘. An der Altmühl wird es flacher, doch da kommt zuvor irgendwann die Frankenhöhe … Nun, von Bronnbach erstmal nach Tauberbischofsheim:⇓





Lauda⇓


Bei Königshofen, einem Ortsteil von Lauda⇓


Ca. 3 km von Bad Mergentheim (Heilquelle) findet der alternative Radwanderer auf dem Fussballplatz von Igersheim ideale Unterkunft: eine weit ausladende Tribüne als Schutz vor Wind und Regenwetter. Das auskragende Vordach besitzt eine Fläche von fast 50 qm, darunter ein sauberes Liegeareal und drumherum eine total grüne Umgebung. Da darf der Fahrer seine Isolationsmatte und seinen Schlafsack ausbreiten zur ungestörten Nachtruhe. Die Fahrradroute führt dran vorbei, jedoch spät am Abend und nachts herrscht absolute Ruhe, ausgenommen Blitz und Donner und das Prasseln der Regentropfen auf dem Dach! Wir befinden uns 50 km von Wertheim entfernt.

Ein Katzensprung ⇒ Weikersheim mit Schloss und Skulpturen-Ausstellung:⇓




Die etwas andere Idylle:⇓


In Archshofen wird der im Gegensatz zum Herkömmlichen stehende Radtourist von einer plauderfreudigen Familie gerne zu einem Bier eingeladen, eine willkommene Abwechslung für alle Beteiligten:⇓


In Rothenburg ob der Tauber schließt der erste Teil des Berichts bevor es die Frankenhöhe hinauf zur Altmühl geht, zum Abschluss eine kleine Impression:⇓


©Franz Bellmann