Zwischen Germersheim und Waghäusel

Kurz vor Ostern: und die Frühjahrsshow verteilt Eintrittskarten, kostenlos! Die Farbpalette schier endlos, eine Mixtur aus Glück und zukünftiger Ernte. Eine Pracht in den Grundfarben und deren Mischungen. Manche weben daraus einen Blütenteppich, nach Ostern liegen die Blüten verblasen und verwelkt zum Abtransport durch die Entsorgung in den Strassen und Räumen des Glaubens ohne Erinnerung. Wird es sich im nächsten Jahr genauso zutragen?

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Wir starten in Germersheim (Bahnhof-Bahnhofstrasse-Zeughausstrasse (Deutsches Strassenmuseum)) und orientieren uns an der ‚Grossbaustelle‘ Neue Stadträume Paradeplatz, durch die – öffentlichen Angaben zufolge – ein Radweg führt. Die Tour ist nicht ohne, aber verboten ist sie nicht!


Sicherheitsschutz wird großgeschrieben. Auch ohne Schutzausrüstung, die Baustelle befindet sich im Ruhemodus. Keine ratternde Baumaschinen und umherkurvende Transportfahrzeuge. Kein Handwerker, keine Bauleute. Kein Sicherheitspersonal. Ruhe! Wobei die Baustelle bereits von Ferne gut sichtbar wahrgenommen wird, was dem Fotografen enorme visuelle Reize vermittelt. Kein Baustellenabsperrgitter (Beamtendeutsch) behindert den Zugang – weil öffentlicher Radweg! Der Fotograf trägt Warnkleidung: rot+blaukariertes Schottenhemd, achtet auf Vertiefungen, tritt nicht in Spuren von Erdbaumaschinen, meidet herumliegende Metallteile, Armierungseisen, Nägel etc. …


 IMPRESSIONEN aus einer vergangenen Zeit (siehe auch Artikel ‚Türen und Tore‘)⇓

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Wir haben die Germersheimer Grossbaustelle ohne Plattfuss verlassen, schwingen uns erleichtert auf den Ledersattel und strampeln zügig vorbei am Weißenburger Tor (La Porte de Wissembourg) hinüber zum Old Man River Rhein Richtung Rudolf-von-Habsburg-Brücke (B 35): Wir wollen über die mitten im Fluss verlaufende Grenze nach Baden-Württemberg!


Das wird spannend, habe ich die Habsburg-Brücke ja schon mal überquert, was bereits eine Weile her ist, von BaWü. ⇒ nach Germersheim,  damals mit Gliederzittern, weil nicht höhentauglich bzw. schwindelfrei, man will und muss den Dingen trotzen, weil nur noch ne Eisenbahnbrücke in der Nähe und ich wollte nicht zum Bahnhof zurück!


Gemach, erst durch die spärlichen Rheinauen, hätte nach Leimersheim radeln können, zur Fähre, ich visierte die Rhein-Querung an, da hat man ein bisschen den Überblick, z. B. die Queich, göttlich lieblicher Bach, bei ihrem letzten Wellenschlag kurz vor der Mündung in den Rhein!


Bevor wir die Grenze überschreiten noch ein kurzer View auf die Ruine der Schiffswerft Germersheim, die fiel uns so richtig vor die Kamera, die Uhr ist stehengeblieben, wann an welchem Tag genau ist mir nicht überliefert, wir werfen einen exakteren Hinschauer auf die auf dem Gelände liegenden Ruinen:

PAUSE!!!

WIR überqueren den Vater aller Väter und blicken um uns, nicht im Zorn:

Müdigkeit macht sich breit. An Rheinsheim vorbei radeln wir über die Äcker mit orientierenden Blicken auf das vor uns liegende AKW Philippsburg (siehe Artikelbild), nehmen sie L555, lassen Philippsburg links liegen und ergötzen uns bei Waghäusel Nähe Bahnhof an den Bauten der sog. Eremitage:

Auf die Deutsche Bahn AG ist Verlass, auf jeden Fall im Regio-Verkehr! Adiós!

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