ZITATE

Z I T A T E

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MOTTO: ›Die Freiheit ist ein Ideal; und nicht ein Ideal kann es mit der Freiheit aufnehmen.‹


#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT, N° 16, 12. April 2017, Seite 17, im Artikel: »Eine Diktatur in der Nato?« von Michael Thumann:

Im Artikel wird der griechische Putschgeneral Stylianos Pattakos zitiert: »Wer die Reueerklärung nicht unterschreibt, wird das Lager als faulender Kadaver verlassen.«

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT, N° 13, 23. März 2017, Seite 55, im Artikel: »Anstand per Verordnung« von Alard von Kittlitz:

»HERBERT WEHNER: Gegner Wohlrabe ⇒ Übelkrähe, Gegner Todenhöfer ⇒ Hodentöter

FRANZ-JOSEF STRAUß: Journalisten ⇒ Schmeißfliegen

JOSCHKA FISCHER: Bundespräsident ⇒ Arschloch, mit Verlaub«


# ZITAT, Claude Lévêque (Künstler) auf Arte (Video, 17.12.2016): 

»Ich glaube, dass die Kunst ein Privileg ist. Man kann kreativ sein, was bedeutet, dass man gleichzeitig in der Wirklichkeit ist, aber es ist blöd, das so zu sagen, es ist wie ein Dasein in einem imaginären Universum, das uns die Realität leichter akzeptieren lässt.«


#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 273, 25. Nov. 2016, Seite 12, im Artikel: »Man fegt sie einfach weg – Kein Rechtsstaat mehr, nur noch Angst: Erdoğans Gegenputsch geht immer weiter« von Yavuz Baydar:

»Ich habe mir die Strassen angesehen, auf denen ich aufwuchs. Niemand dort lacht mehr. Die Leute wenden den Blick voneinander ab. Alles ist still und in Sorge.〈…〉 Die Schwermut hat sogar die Schulkinder ergriffen. Ihr morgendliches Geschnatter, während sie auf den Bus warten, ist verstummt. Die Angst hat sie und überhaupt jeden im Griff.« (Frau Nesrin Nas bei Twitter)


#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT, N° 23, 25. Mai 2016, Titel-Seite, im Artikel: »Botschaft aus Wien – LETZTER WECKRUF« von Heinrich Wefing:

»Jetzt aber sehen wir, dass nicht nur die Ausbreitung der Demokratie in vielen Teilen der Erde ins Stocken gerät, wir erleben das Gegenteil, ein Rollback, eine Ausbreitung des Autoritären mitten in Europa, in einem Ausmass, das noch vor zwei Jahren undenkbar gewesen wäre.«

An anderer Stelle fährt Wefing fort:

»Dazu gehört schonungslose Selbstkritik. Dass die Weltfinanzkrise Millionen Menschen in den Bankrott getrieben hat, aber kein einziger Banker dafür zur Verantwortung gezogen wurde, ist ein Systemversagen.«


#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT, N° 23, 25. Mai 2016, Seite 42, Feuilleton, im Artikel »Man macht sich zum Knecht«, Gespräch mit Marc Jongen, stellvertretender Sprecher der AfD von Baden-Württemberg: »Als grosser Dramatiker liebt der Weltgeist vielleicht auch nur die retardierenden Momente. Noch einmal hat das morsche System seine Ressourcen zusammengekratzt, bevor es umso eindrucksvoller einstürzen wird.« Die Gesprächspartner der ZEIT – Jens Jessen + Ijoma Mangold – begannen das Interview mit der Frage: »Herr Hofer hat es nicht geschafft. Wir Liberalen atmen auf. Herr Jongen, steht der Weltgeist doch nicht auf der Seite der Rechtspopulisten?«

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT, N° 7, 11. Februar 2016, Seite 40, Feuilleton, im Artikel (lesenswerte Abhandlung) »Die Macht der Vorurteile« von Jens Jessen. Er zitiert den Historiker Theodor Mommsen ⇓:

Theodor Mommsen
Theodor Mommsen

»Sie täuschen sich, wenn Sie glauben, dass man da überhaupt mit Vernunft etwas machen kann.«

Angesprochen wurde der jüdische Schriftsteller Hermann Bahr im Jahr 1894.

#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 43, Sa./So., 21./22. Feb. 2015, Seite 17, Feuilleton, im Artikel »Malewitschs Tod« von Catrin Lorch. Lorch zitiert den russischen Künstler Michail Larionow, der 1914 in einem Manifest schrieb⇓:

»Wir verachten all jene, die auf dem Tummelplatz der alten und der neuen Kunst ihren seichten Geschäften nachgehen und bezeichnen sie als künstlerisches Gesindel.«

(Es waren wohl Kunstfälscher und billige Nachahmer gemeint, Anm. DieRedaktion)

(Zu Manifest siehe auch Boccioni)

#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 43, Sa./So., 21./22. Feb. 2015, Seite 7, POLITIK, im Artikel »Sie wollen träumen dürfen« von Florian Hassel. Hassel zitiert den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer⇓:

»Wir sind nicht das Sozialamt für die ganze Welt.«

Schriftzug am Alten Messplatz in Mannheim
Schriftzug am Alten Messplatz in Mannheim

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT, Nº4, 22. Januar 2015, Seite 1, im Leitartikel »Sieg der Angst« von Josef Joffe. Joffe zitiert den jüdischen Professor Noam Chomsky vom Massachusetts Institute of Technology⇓:

»Wenn wir nicht an die Meinungsfreiheit von Leuten glauben, die wir verachten, dann gilt sie grundsätzlich nicht.«

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#ZITATE, gelesen in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 275, Samstag/Sonntag, 29./30. November 2014, Seite 44, im tollen Artikel »Ein Volk in vier Zeilen« von Hans Kratzer⇓:

»An eiserne Jungfrau auf der Burg,

is aus Eisen durch und durch,

wenns aus Eisen ned wär,

waars koa Fungfrau net mehr.«

In der selben Ausgabe steht auf Seite 21, im Artikel »Der Mörder im Bürger« von Christine Dössel zu lesen⇓:

»Bringt ein Mann seine Frau um,

und dabei quellen ihr die Augen heraus.

Sagt der Mann:

›Gell, Frau, da schaust.‹«

#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 252, vom Montag, 3. November 2014, Seite 10, im Artikel »Wir nennen es stehlen«, Rubrik: NACHRICHTEN AUS DEM NETZ von Michael Moorstedt⇓:

»… Auch die Netzkünstlerin Laurel Ptak führt bereits seit einem Jahr eine Kampagne namens ›Wages for Facebook‹. Dort heisst es: ›Sie nennen es Freundschaft, wir nennen es unbezahlte Arbeit. Mit jedem Like, jedem Chat und jedem Anstupsen verschafft unsere Persönlichkeit ihnen einen Profit. Sie nennen es teilen, wir nennen es stehlen.‹«

Zugegeben: das folgende #Zitat wird etwas länger als üblich sein. Doch der Text von HUBERT WETZEL ist von solch eindringlicher Deutlichkeit, dass wir den ersten Abschnitt seiner MEINUNG (Seite 4, SZ vom Mittwoch, 27. August 2014, Nr. 196), mit dem Titel ›Höllengemälde Naher Osten‹, unter dem Oberbegriff ›Terrorismus‹ ungekürzt zitieren⇓:

»Man braucht nicht viel Vorstellungskraft, um ein finsteres Bild von der Zukunft der arabischen Welt zu malen. Maskierte Dschihadisten wäre da zu sehen, die im Sieges- und Blutrausch von Stadt zu Stadt stürmen; Staaten, die unter der Wucht dieses Ansturms zerbrechen oder in religiös aufgeheizten Bürgerkriegen versinken; ein hilfloser Westen, der mit Abscheu und Unverständnis auf das Gemetzel blickt, aber weder eingreifen will noch kann noch überhaupt weiß, wem er eigentlich beispringen soll; und panische lokale Regime, die aus Angst, in der Strudel hineingerissen zu werden, um sich schießen. Der Nahe Osten – ein Höllengemälde wie von Hieronymus Bosch.«

#ZITAT, gelesen in: TAZ.DIE TAGESZEITUNG vom 20. August 2014, Seite 08, im Artikel Zahl der Woche »Jede Menge Zaster durch unsere Laster« unter WIRTSCHAFT + UMWELT, NACHRICHTEN⇓:

»Rauchen und Saufen ist eine der wichtigstenBürgerInnenpflichten. Denn mehr als 18 Milliarden Euro flossen (!) 2013 aus den ›Abgaben für Genussmittel‹ in die Steuerkassen, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Tabaksteuer macht davon 13,8 Milliarden aus, dann folgen Branntwein (2,1), Kaffee (1), Bier (0,7) und Schaumwein (0,4). Das Geld geht an den Bundesfinanzminister (hoho!) – nur die Biersteuer landet bei den Ländern.«

#ZITAT, gelesen in: SZ vom 14./15. August 2014, Nr. 186, Seite 11, im Artikel »Teilen ist Heilen«, Jörg Häntzschel bespricht einen Roman von Dave Eggers; Häntzschel beginnt mit⇓:

»Großer Vorstellungskraft bedarf es heute nicht mehr, um Science-Fiction zu schreiben. Wir leben zwar noch immer nicht auf dem Mond, warten weiter auf fliegende Autos und wissen weniger denn je, wie sich die Probleme der Menschheit lösen lassen. Doch gleichzeitig treibt uns die Digitalisierung mit jedem Produktzyklus weiter in Bereiche, die eben noch tief im Phantastischen lagen.«

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 10. Juli 2014, N° 29, Seite 13, Dosier über Klaus Hibbes schliessendes Kaufhaus:

»Es wäre unfair, zu behaupten, dass Liechtis Socken zu dem ›billigen Gelumpe‹ zählen, das Klaus Hibbe in der neuen Einkaufswelt vermutet. Liechtis Socken werden in einem italienischen Familienbetrieb gestrickt. Ob das Garn für seine Kaschmirstrümpfe tatsächlich aus dem Unterfell von Kaschmirziegen gesponnen wurde, lässt Liechti in Labors prüfen, per DNA-Analyse.«

Josef Joffe

(Herausgeber der ZEIT)

# ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 3. April 2014, Nº 15, Seite 12, Politik / Meinung, im Artikel »Russland verstehen«

»Jedem Völkchen sein Staatchen«

Holger Börner

(Ministerpräsident der ersten rot-grünen Landesregierung in Hessen)

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 2. März 2014, Nº 14, Seite 5, Politik, im Artikel »Die stille Kraft, seit dreißig Jahren« von Frank Drieschner

»Früher auf dem Bau hat man solche Dinge mit der Dachlatte erledigt.«

‚So sprach Holger Börner damals über linke Demonstranten‘ schreibt Drieschner.

Ex NSA-Chef Keith Alexander

#ZITAT, gelesen in: SZ-Online vom 19.03.2014, im Artikel »Telefonüberwachung: Die Lüge von den Metadaten« von Michael Moorstedt

»Wer die Nadel finden will, benötigt einen Heuhaufen.«

Anm.: Falls es darin überhaupt eine Nadel zu suchen gibt. (DieRedaktion)

Nelson Mandela

#ZITAT, gelesen in: SZ vom 7./8. Dezember 2013, Nr. 283, Seite 3, im Artikel »Über die Freiheit« von Peter Sartorius

»Dass Mandela es nicht zur Explosion Südafrikas kommen ließ – darin liegt seine größte Leistung. Wie im stillen Zentrum eines Hurrikans stand er. In der Würde seines Alters und seines Schicksals präsentierte er sich als Konstrukteur, der Brücken über die Gräben des Landes baute.«

Nelson Mandela

#ZITAT, gelesen in: SZ vom 7./8. Dezember 2013, Nr. 283, Meinung, im Artikel »Das Glück Südafrikas« von Stefan Klein

»Die Menschheit ist voller Schurken und Bösewichter, aber manchmal hat die Geschichte ein Erbarmen, und dann schickt sie Indien einen Mahatma Gandhi oder Südafrika einen Nelson Mandela.«

Benjamin Britten

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 21. November 2013, Nº 48, Seite 67, Feuilleton, im Artikel »Das vierte B« von Christine Lemke-Matwey

»Für die Unglücklichen ist der Tod keine Katastrophe, soll Britten auf dem Sterbebett gesagt haben,…: ‚For the unhappy death is not a catastrophe.’«

Politik in Italien

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 21. November 2013, N° 48, Seite 4, Politik, im Artikel »Jetzt oder nie«, Matteo Renzi (Bürgermeister von Florenz) im Gespräch mit Giovanni di Lorenzo

»Wir haben es satt, die ewig gleichen Gesichter zu sehen, die ihre ewig gleichen Reden schwingen.«

Wie oben, Seite 5

»Ich weiss, dass scheinheilige Komplimente mir nichts nützen und falsche Beleidigungen mir nicht schaden.«

Demokratie

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 26. September 2013, N° 40, Seite 14, Politik, im Artikel »Aus Fehlern dumm geworden« (Der politische Islam lässt sich nicht mit Verboten bekämpfen) von Michael Thumann

»Demokratie geht nur für alle oder gar nicht.«

Die unvorstellbar grosse Liebe
Die unvorstellbar grosse Liebe: http://franzbellmann.de/?page_id=4136

Zum Thema Kunst

#ZITAT, gelesen in art – Das Kunstmagazin, Ausgabe Dez. 2011, Seite 59 im Artikel ‚Art Brut oder der Traum …‘, einem Essay von Thomas Wagner

»Kein Land, das nicht seine kleine Sektion Kunst und Kultur hätte, seinen Trupp berufsmässiger Kulturschaffender! Das ist ein Muss. Sie äffen einander herrlich nach, von Hauptstadt zu Hauptstadt, und sie praktizieren eine künstliche Kunst, eine Art Kunst-Esperanto, das überall unermüdlich kopiert wird. Kann man das noch Kunst nennen? Hat diese Tätigkeit noch irgendetwas mit Kunst zu tun?«, notiert Jean Dubuffet (1901 bis 1985)!!!

Brachialer Kapitalismus

#ZITAT, gelesen bei © Gabriel García Márquez, Nachricht von einer Entführung, 1996 (1. Auflage), aus dem Spanischen von Dagmar Ploetz, © 1996 by Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln. Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf (…) unter Verwendung elektronischer Systeme (…) verbreitet werden. Woran wir uns halten!!! Wir verweisen auf Seite 203 unten, letzter Absatz, in dem der Brachial-Kapitalismus in aller Deutlichkeit beschrieben wird.

Ohne Kommentar, DSC09883

Bitte katholisch bleiben

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 28.02.2013, N°10, Seite 66, Glauben & Zweifeln, im Artikel “Von Sexualität und Erpressung“ von David Berger

»Es ist kein Zufall, dass im Vatikan, dem Herzen des Katholizismus, die Dichte schwuler Männer besonders hoch ist und daher das Thema Homosexualität oberste Priorität besitzt.«

Zum Thema Arbeitskampf

#ZITAT, gelesen in: SZ vom 16./17.02.2013, Nr.40, Seite V2/15, Beruf & Karriere, im Artikel “Alles, was Recht ist“, von Ina Reinsch

»›Tarifverhandlungen ohne das Recht zum Streik wären nicht mehr als kollektives Betteln.‹ So schätzte das Bundesarbeitsgericht einen möglichen Arbeitskampf bereits 1980 in einem Grundsatzurteil ein.« (Text gehört zu einer Illustration von Marie Bertrand.)

Zum Thema Politische Irrungen und Wirrungen

#ZITAT, gelesen in: FAZ vom 26.01.2013, Nr. 22, Seite 3, Politik, im Artikel “Honecker ante portas“ von Stefan Locke

‚Locke interviewt in seinem Artikel den Lobetaler Pastor Uwe Holmer, der Erich und Margot Honecker Ende Januar 1990 Kirchenasyl gewährte.‘

Uwe Holmer: »Ich hielt es für verlogen, alle Schuld auf Honecker zu schieben, nur um sich reinzuwaschen.« Locke fährt Holmer zitierend fort: »Dass es nur einer gewesen sein sollte, das hatte er schon einmal nach dem Krieg erlebt. Dabei hatten doch damals wie jetzt auch wieder fast alle bis zum Schluss mitgemacht.«

Am Berichtende findet sich folgender Satz (Locke zitiert wiederum Holmer): »Honecker hat mir mehrmals gesagt: ›Die Leute werden sich noch wundern. Der Kapitalismus hat eine Raubtiernatur.‹«

Es gibt keine Liebe. Sie ist eine Vorstellung ohne jegliche Resonanz
Es gibt keine Liebe. Sie ist eine Vorstellung ohne jegliche Resonanz

Zum Thema Liebe

#ZITAT, gelesen in: FAZ vom 26.01.2013, Nr. 22, Seite 33, Literatur, im Artikel „Im weißen Anzug gegen den Rest der Welt“ von Nils Minkmar

»Das menschliche Treiben ist (…) rührend und grotesk, es gibt Schweine und Helden, und obwohl Porno auf dem Vormarsch ist, gibt es doch die wahre Liebe und die Freundschaft.«

Zum Thema Politische Irrungen und Wirrungen

#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung vom 19./20. Januar 2013, Nr. 16, Seite 5, unter “Todesdrohungen und ominöse Anrufe“ von H. Leyendecker und K. Ott

»›Der Mehrung seines Vermögens gibt er sich mit demselben Eifer hin, den er in der Politik walten lässt‹ stand in den siebziger Jahren in einer Werbebroschüre der CSU. Solche Aussagen wären heute wohl ein Skandal.«

Zum Thema Politische Irrungen und Wirrungen

#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung vom 12./13. Januar 2013, Nr. 10, Seite 2, Thema des Tages, Steinbrück im Umfragetief, unter „Butter vom Brot“ von Susanne Höll

»Ein Kandidatenwechsel im Wahljahr wäre eine Katastrophe, sagen erfahrene Sozialdemokraten: ›Das wäre Selbstmord aus Angst vor dem Tod.‹«

Zum Thema Ernährung

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 19. Dezember 2012, N° 52, Seite 53, Literatur, unter „Kein Wein ist keine Lösung“ von Ursula März

»Die Wurzel des Problems liegt ja nicht darin, dass übergewichtige Kinder sich den Konsum von Fast Food und Süssgetränken nur mit grösster Mühe abgewöhnen lassen. Die Wurzel des Problems liegt darin, dass die Propaganda für diese Drecksernährung es geschafft hat, die hergebrachte Gewohnheitskultur privater Essenszubereitung und familiärer Mahlzeiten zu zerstören.« Ursula März bespricht ein Buch von Charles Duhigg.

Zum Thema: „Haste mal en Euro?“

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 13. Dezember 2012, N° 51, Seite 64, GLAUBEN & ZWEIFELN, unter „Wehe, ihr zahlt nicht mehr!“ von Mark Spörrle

»›Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.‹ Mark Spörrle zitiert den Ablassprediger Johann Tetzel.«

WIR kennen dieses Zitat geringfügig deftiger – nicht wissend, woher es letztendlich stammt (Volksmund?) und ob es sich auf den Ablass bezieht: »Hat der Pfaff ein Geld in Sicht, scheut er Wind und Wetter nicht.« Vielleicht hat Mark Spörrle darauf eine Antwort.

Zum Thema (Welt-)Bevölkerung

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 06. Dezember 2012, N° 50, Seite 19, Dossier, unter „Das Unheil von Lowiha“ (ein russisches Dorf) von Wolfgang Bauer

»Einer der wichtigsten Gründe für den Bevölkerungsrückgang ist die Zahl der Abtreibungen – Gradmesser der Perspektivlosigkeit (Aussichtslosigkeit!, Anm. DieRedaktion) eines breiten Teils der Gesellschaft. Knapp eine Million Schwangerschaftsabbrüche zählten die Behörden im vergangenen Jahr, bei 1,8 Millionen Geburten. Es ist, als sei dem Land ein grosses Mahlwerk eingebaut, das es von innen heraus zerstört.«

Zum Thema Geliebte

#ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung vom 01./02.12.2012, Wochenende, Historie, Nr.278, V2/6 unter „Madame sein ist ein elendes Handwerk“ von Joachim Käppner

»Im 19. Jahrhundert, an der Schwelle zur Moderne, wirkten liebestaumelnde Monarchen schon ein wenig lächerlich. Heinrich Heine verspottete Ludwig I. von Bayern: ›Er liebte die Kunst, und die schönen Frauen, / Die lässt er porträtieren; / Er geht in diesem gemalten Serail / Als Kunsteunuch spazieren.‹«

Zum Thema Tschechisches Präsidentenamt: Wahlentscheidung in einer zweiten Runde zwischen Milos Zeman und Karel Schwarzenberg am 25./26.01.2013

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 29. November 2012, N° 49, Seite 10, Politik, unter „Genosse Fürst – Karl Schwarzenberg verkörpert…“ von Alice Bota

»Wir brauchen eine gemeinsame Aussenpolitik, eine gemeinsame Sicherheitspolitik, eine gemeinsame Energiepolitik und sehr wohl, auf realistischen Grundlagen, eine gemeinsame Europapolitik, das alles ja. Aber eine gemeinsame Käsepolitik hat für mich etwas Schwachsinniges.« (Karl Schwarzenberg)

Zum Thema Kunst

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 29. November 2012, N° 49, Seite 63, Feuilleton, unter „Vom Stopfen voller Bäuche“ von Jörg Scheller

»Weite Teile der Kunstkritik stuften den katalanischen Exzentriker als Karzinom im edlen Körper der Avantgarden ein. Dennoch eroberte er mit hyperrealistischen Darstellungen schmelzender Uhren und nackter Psycho-Pin-ups das breite Publikum wie kein moderner Künstler vor ihm.« Jörg Scheller bespricht eine Heldenschau in Paris (Centre Pompidou) zur Rehabilitation des Kitschtitanen Salvador Dalí.

Zum Thema Fotografie

#ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 11. Oktober 2012, N° 42, Seite 55, Feuilleton/Literatur, unter „Das Licht der Welt – die Bilderwelten und Fotografien von Péter Nádas“ von Iris Radisch

»Seitdem die Welt auf den Bildschirmen immer schöner und jenseits davon immer hässlicher wird, hat sich der Fotograf in die Lichtmeditationen an der Zimmerdecke zurückgezogen. Er ist der freundlichste aller Eremiten, der der Welt die ›ungeheure Realität von Scheußlichkeit und Brutalität, die sich in zwei Weltkriegen herausgebildet hat‹, nicht nachsehen kann. Außer der Kunst, schreibt er, gibt es nichts auf der Welt, das einen Sinn habe.«

Zum Thema Armut

#ZITAT, gelesen in: SÜDDEUTSCHE.DE vom 10. Oktober 2012. Unter „Versorgung durch die Tafeln – Fiskus verzichtet auf Steuern für Lebensmittelspenden“ von Guido Bohsem steht u. a. zu lesen

»Armentafeln versorgen regelmässig mehr als 1,5 Millionen Menschen mit Brot, Gemüse und Milch. Die Spender müssen ihre Gaben eigentlich versteuern. Doch nun will der Fiskus für die Tafeln eine Ausnahme machen.«

(Anmerkung: Dieses Thema geht uns unter die Haut, sind wir doch selbst davon betroffen. WIR planen einen Bericht zum Thema Armut, in unserem Fall wird es sich um die Mannheimer Platte handeln, welche seit vielen Jahren Menschen verköstigt. Erste Kontakte sind geknüpft.)

http://franzbellmann.de/?page_id=6501

Der stadtbekannte Mannheimer Treffpunkt für Bedürftige: Die Platte
Der stadtbekannte Mannheimer Treffpunkt für Bedürftige: Die Platte

Zum Thema Verkehr

#ZITATgelesen in: SZ vom 6./7. Oktober 2012, Nr. 231, Seite 25, unter „City-Maut: Blechen für Blech“ von Joachim Käppner

»Als in osmanischer Zeit die Strassen mit den prächtigen Häusern errichtet wurden (Wir sind in Istanbul, Anm. DieRedaktion.), wäre die Vorstellung, sie würden von Millionen lärmender, russender Fahrzeuge befahren, eine Vision direkt aus der Hölle gewesen.«

Zum Thema Kunst

# ZITATgelesen in: DIE ZEIT vom 20. September 2012, N° 39, Seite 55, Kunstmarkt, „Ecce homo! – Die Spekulanten haben Albrecht Dürer noch nicht entdeckt“ von Jens Jessen

»Selbst wenn sich der Schätzpreis in der Auktion verdoppeln oder verdreifachen würde, bekäme man noch immer das Meisterwerk eines der grössten Meister der Kunstgeschichte für eine Summe, für die man auf dem Schrottplatz der Gegenwartskunst nur ein höhnisches Lachen hören würde.«

Zum Thema Biologie

#ZITATgelesen in: DIE ZEIT vom 20. September 2012, N° 39, Seite 1, „PROMINENT IGNORIERT: Motte und Meise“ – ein Gedicht des Biologen Wilhelm Busch wird vorgestellt

»Sie gucken scharf in alle Ritzen, / wo fette Mottenlarven sitzen, / und fangen sonst noch Myriaden / Insekten, die dem Menschen schaden; / und hieran siehst du außerdem, / wie weise das Natursystem.« 

Der Verfasser von PROMINENT IGNORIERT (GRN – mit diesem Kürzel können wir leider nichts anfangen) fügt abschliessend hinzu: »Sein Wort in Gottes Ohr.«

Zum Thema Weissagung

# ZITATgelesen in: DIE ZEIT vom 13. September 2012, N° 38, Seite 2, Politik, Mail aus Paris von Gero von Randow unter Betreff: „Alles wird noch schlimmer“

»Der romantische Dichter Alfred de Musset (1810 bis 1857) schrieb: ›Alles, was war, ist nicht mehr; alles was sein wird, ist noch nicht.‹«

Zum Thema Kunst

# ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 6. September 2012, N° 37, Seite 60, Feuilleton „Mission Moderne“ von Wolfgang Kemp

»›Künstler sind nicht von den Ausstellungen abhängig, sondern die Ausstellung ganz und gar von den Künstlern.‹ Der Protest eines Ausstellungskünstlers. Dies schrieb Franz Marc, ›den Köln auf die Palme brachte.‹« (1912?)

Zum Thema Blut

# ZITAT, gelesen in: Süddeutsche Zeitung, Wochenendausgabe vom 4./5. August 2012, Nr. 179, Seite 7 im Artikel „Zwischen Wahn und Verzweiflung“ von Werner Bartens. Bartens zitiert den Chirurgen Richard von Volkmann, dessen Äusserung aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wir hier wiedergeben. 

»Zur Übertragung von Schafblut (auf Menschen, Anm. DieRedaktion) gehören drei Schafe. Eines, dem man Blut entnimmt, ein zweites, das es sich übertragen lässt, und ein drittes, das die Übertragung ausführt.«

Zum Thema Journalismus

# ZITAT, gelesen in: DIE ZEIT vom 6. Juni 2012, N° 24, Seite 15, Dossier 

>>Kürzlich hat der Vorstandsvorsitzende des Hauses Springer, Mathias Döpfner, über die Tugendrepublik etwas sehr Richtiges gesagt: »Totale Transparenz ist totalitär. Ich vergesse nie eine Aussage von Mark Zuckerberg: ›Wer nichts zu verstecken hat, hat auch durch Transparenz nichts zu befürchten.‹ Ein fürchterlicher Satz, der hätte auch von der Stasi kommen können.« Oder von Bild.<<

# Kein Zitat, eine Vermutung#:

Spanien – Franco, Portugal – Salazar, Griechenland – Junta, Italien – Duce. Leidet Europa an diesen historischen Realitäten bis heute? Was sind Banken- und Finanzkrisen, verglichen mit lange währenden faschistischen Regimen? Und Kriegen. Von denen die Bevölkerung  Europas sich nur schrittweise befreien konnte. Geld verbrennt, der Mensch aber stirbt. Deutschland ist da nicht ausgenommen.

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Am 20.01.2015 von Miguel Lata.

WIR schreiben weiter, DieRedaktion. Das Neueste immer ganz oben!!!

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