Nikolaj Tabakov mit „JA“ bei Thalia in den Planken

Für Weltliteratur muss ein Schriftsteller nicht nur schreiben können, er braucht auch jede Menge MitstreiterInnen. Bei Thalia zeigte sich zudem ein höchst aufgeschlossenes Publikum, das Tabakovs Roman »JA« im Original – er kam eigens aus Bulgarien angereist – und in deutscher Übersetzung: Rumjana Zacharieva (Bonn) genoss. Und es war für mich persönlich die spannendste Lesung, die ich in diesem Umfeld bislang erleben durfte. Hier Tipps für Interessierte: http://franzbellmann.de/?p=8325 und http://franzbellmann.de/?p=7028, es folgen experimentelle Portrait-Aufnahmen von Larissa Dubjago, 0621-5820025, 0176-27704568, larissalu@web.de, Fotogruppe „FOMA-17“, Mannheim, Theatergruppe Frauentreff, Ludwigshafen:

Eigentlich weiss ich ja nicht, wie es weitergeht. Meist geht es weiter. Irgendwo, irgendwie fügen sich Kleinigkeiten zum Großen und umgekehrt und die Welt wird monokausal. Mein Gott, wie viele Jas werden diesem Globus offeriert. Hilfe, Rettung, Beistand, in der tatsächlichen Welt geht es den Bach runter. Überbevölkert – sinnlose Vernichtung von Lebensmitteln, eine Milliarde Menschen… nichts zu essen, eigentlich wollte ich ja nichts zu fressen schreiben, eine Milliarde Menschen…nichts zu trinken, eigentlich wollte ich ja nichts zu saufen schreiben, wir hier im Überfluss, sie dort im Unterfluss.

Tabakov: ein Mann von eindringlicher Schönheit…

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